ÖSTERREICHISCHE AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN
VERÖFFENTLICHUNGEN DER KOMMISSION FÜR
BYZANTINISTIK
HERAUSGEGEBEN VON
HERBERT HUNGER
BAND IIl/2 B
VERLAG DER ÖSTERREICHISCHEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN
WIEN 1989
eg ner ee
ÖSTERREICHISCHE AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN
VERÖFFENTLICHUNGEN DER KOMMISSION FÜR BYZANTINISTIK
BAND III/2 B
REPERTORIUM
DER GRIECHISCHEN KOPISTEN
800 — 1600
2. TEIL
HANDSCHRIFTEN
AUS BIBLIOTHEKEN FRANKREICHS
UND NACHTRÄGE ZU DEN BIBLIOTHEKEN GROSSBRITANNIENS
B.
PALÄOGRAPHISCHE CHARAKTERISTIKA
Erstellt von
HERBERT HUNGER
VERLAG DER ÖSTERREICHISCHEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN
WIEN 1989
TTT
Vorgelegt von w. M. HERBERT HunGer in der Sitzung am 4. März 1987
Gedruckt mit Unterstützung durch den
Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung
Alle Rechte vorbehalten
—ISBN 3 7001 1557 1 Gesamtwerk
Copyright © 1989 by
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Wien
Druck: Ernst Becvar, A-1150 Wien
re ih Es e ra en re TE ne nr
VORWORT
Wie der gesamte Teil 2 des Repertoriums sind auch die Bände B und C grundsätzlich
ebenso konzipiert wie jene in Teil 1. Für den Benützer mögen deshalb wenige Bemerkun-
gen genügen.
Kopisten, die bereits in Teil 1 enthalten sind, werden nicht behandelt. Eine Ausnahme
bildet Zacharias Kallierges (Nr. 156) im Hinblick auf dessen Digraphie. Einige Auto-
graphe bekannter Autorenpersönlichkeiten wurden deshalb nicht aufgenommen, weil die
Frage der Zuweisung und Echtheit in der Literatur bis heute umstritten ist; dies betrifft
u.a: Eustathios von Thessalonike, Georgios Pachymeres, Nektarios von Kasule, Pietro
Bembo.
Bei zu geringem Textumfang wurde aus begreiflichen Gründen auf eine paläographi-
sche Analyse verzichtet. |
Zur Qualität der Photos kann nur das in Teil 1 Gesagte wiederholt werden. Oft mußten
wir damit zufrieden sein, Reproduktionen, wenn auch mit großen Verspätungen, über-
haupt zu erhalten. Die Frage der Originalgröße der Schriftproben in Band C hat uns schon
in Teil 1 Sorgen bereitet. Daß wir damals, wenngleich contre cœur, noch rund 130
Vergrößerungen bzw. Verkleinerungen tolerierten, wurde von J. ĪRIGOIN in seiner sehr
freundlichen und wohlwollenden Besprechung (Scriptorium 37 [1983] 147) mit Recht
beanstandet. Es ist uns diesmal gelungen, diese störenden Änderungen des Formats
restlos zu vermeiden. Für die ermüdende rechnerische Arbeit, die dabei zu leisten war, sei
Herrn Dr. E. GAMILLSCHEG an dieser Stelle der Dank ausgesprochen.
Ein weiterer herzlicher Dank gilt Frau Dr. GErRDA WOLFRAM, Lektor für byzantinische
Musikgeschichte an der Universität Wien, welche die Nachzeichnungen der Buchstaben-
und Ligaturen-Formen auf Folie mit liebevoller Genauigkeit und völlig uneigennützig
durchgeführt hat.
Den Direktoren bzw. den Verantwortlichen folgender Bibliotheken sei für die Übersen-
dung von Tafelvorlagen und für die Reproduktionserlaubnis der Dank ausgesprochen:
Deutsche Staatsbibliothek, Berlin; Selly Oak College, Birmingham; Bibliotheque Munici-
pale, Carpentras; Biblioteca Laurenziana, Florenz; Biblioteca de El Escorial; Bibliothek
des Patriarchats, Jerusalem; British Library, London; Biblioteca Ambrosiana, Mailand;
Bibliothèque Universitaire, Montpellier, Historisches Museum, Moskau; Bayerische
Staatsbibliothek, München; Biblioteca Nazionale, Neapel; Bodleian Library, Oxford;
University College, Oxford; Bibliothèque Mazarine, Paris; Bibliothèque Nationale, Paris;
Biblioteca Angelica, Rom; Bibliotheque Universitaire, Straßburg; Biblioteca Nazionale,
Turin; Biblioteca Apostolica Vaticana; Biblioteca Marciana, Venedig; Österreichische
Nationalbibliothek, Wien.
Wien, im Februar 1987 Herbert Hunger
PALÄOGRAPHISCHE CHARAKTERISTIKA
a EN i
basch 1. bilt, ee
1
Appdpıog
Par. 1089, f. 130° (Taf. 1) a. 989/90
1 Leicht rechtsgeneigte kalligraphische Minuskel mit überdurchschnittlichem Stilisie-
rungsniveau: Perlschrift. Kräftig entwickelte Oberlängen (Minuskel-Delta, Minuskel-
Eta, Majuskel- und Minuskel-Kappa, Ligatur Epsilon— Xi, Psi). Keulenförmige Ver-
stärkung vieler Vertikalen. Inhaltsverzeichnis und Überschriften in alexandrinischer
Auszeichnungsmajuskel.
2 Beta A 5. Z. v. u. Zeta 9 2.6 Theta A. 3.2: em
Ny N letzte Z. Xi CA 2.9
3 Epsilon—Xi 2.4
4 Spiritus in halbierter Eta-Form bzw. eckig. Akute vielfach flach liegend. Winzige
Zirkumflexe. Bescheidene »v-Kürzungsbogen. Selten Trema über Iota. Iota adserip-
tum.
5
"Adavacıog Kußovpıdpıog
Par. 2593 A, f. 11" (Taf. 2) 14. Jh. 3.V.
1 Leicht rechtsgeneigte bis richtungslose, übersichtliche Gebrauchsschrift einer geüb-
ten Hand mit reduzierten Unterlängen und maßvollen Oberlängen (hochgezogenes
Gamma und Tau) sowie Worttrennung.
2 Gamma Ak 23 Epsilon € 2.5 Eta n zi
Theta % 7. Z. v.u. Theta a 4. Z. v.u. Tau 7 3.Z.v.u.
Ypsilon (mit Akut) Ka 2.6 Psi } 2.1
Im Zi zw Epsilon—Rho $ 2.7
\
Epsilon—Rho Sp 21 sl S Z6
xal T a 2.5 Doppel-Sigma OJ letzte Z.
Tau N 6.2. v. u.
4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; gelegentlich Verbindung von Buchsta-
ben und Spiritus mit Akzenten. Lange av-Kürzungsstriche. Kleine Zirkumflexe.
Häufig Trema über Iota und Ypsilon.
10
6
Adavdarog Zrrovöläng
Par. 2884, f. 20° (Taf. 1) a. 1301
1 Leicht rechtsgeneigte bis richtungslose Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Oberlän-
gen (hochgezogenes Gamma und Tau, Ligatur Phi-—Rho) und eher reduzierten Un-
terlängen. Ins Auge springt der Gegensatz aufgeblähter Kleinbuchstaben (Alpha,
Delta, Omikron, Ypsilon, Phi, Omega) und verschiedener Kiümmerbuchstaben (Ma-
juskel-Eta, Minuskel-Theta, Kappa, Lambda, Ny, Rho): Fettaugenmode. Unregel-
mäßige Grundzeile. Scholien von anderer Hand.
2 Gamma f 2.5 Delta A Z. 11 (Zählung ohne Interlinearzeilen)
Zeta t 5. Z. v. u. Eta » vorletzte Z. Theta + HÄ eu.
X E "Zen Schlußsigma Q 3. Z: u:
Tan T Z.1 Ypsilon O Z. 2 Psi 4 8.Z.v.u.
3 Delta—Iota 4 3.Z. v.u. Epsilon—Iota a letzte Z.
Epsilon—Lambda A 5.Z.v.u. Epsilon—Ny ` o 2.2
Epsilon—Rho E 2.8 Epsilon—Rho Cd vorletzte Z.
Epsilon-Tu $ Zu Epsilon—Ypsilon Ar 2.2
Epsion—Phi Cé 3.Z2vu. wi 29
Rho—Iota d. 2.3 Tau-Rho 7 Z.4 oo fO 2.7
ppo d. 2.12
4 Akzente und Spiritus weitgehend abgesetzt, aber auch Verbindung von Buchstaben
und Spiritus mit Akzenten. Spiritus lenis häufig mit der Öffnung nach unten, Spiritus
asper analog nach oben gedreht. Kleine, teils kuppenförmige Zirkumflexe. Trema
über Iota und Ypsilon.
7
Adavdorog KaAxeornouAog
Par. Suppl. 1325, f. 141° (Taf. 3) a. 1479
1
Rechtsgeneigte, gedrängte Gebrauchsschrift mit weitem Zeilenabstand sowie ausge-
prägten Ober- und Unterlängen. Eindruck einer eiligen Schrift. Worttrennung. Ohne
ästhetischen Anspruch. Nähe zur Druckminuskel.
EEE in Een EE EE deent, EE Ee cn
Beete ele
3 Gamma—-Iota Ke 2.3
Beta Ê Z. 4 Gamma P 2.7 Zeta l Z.I
Theta & Z. 4 Theta 7 2.5 Schlußsigma g Z.1
Tu f z.ı
w MW 2.3
Epsilon—Xi dë
<
pev j Z.4 usv Ak 2.8
Akzente, Spiritus und Kürzungsstriche teils abgesetzt, teils mit Buchstaben verbun-
den. Tildenförmige Zirkumflexe. wv-Kürzungsstriche von Akuten durchquert. Supra-
positionen. Trema oder einfacher Punkt über Iota. Iota subscriptum.
Epsilon—Lambda 8 2.2
D
12. XS ep xal KI 2.3
8
Adavdaoog
Mosqu. Synod. 117, f. 460° (Taf.4) a. 880
Senkrechte, lockere Minuskel mit Vorliebe für eckige Formen und mit Haken an den
Unterlängen mehrerer Buchstaben: eckige Hakenschrift. Frei von Majuskeln. Über-
schriften in konstantinopolitanischer Auszeichnungsmajuskel.
Eta h 2.4
Ny $ Z2
Beta W Z. 1 (Zählung von Beginn der Minuskel)
Kappa [e 2.3 My ge 3.2 v.u.
Rho p vorletzte Z. Tu P Zi
dev IS 2.7
Epsilon—Gamma de 2.1 Epsilon—Iota a Z. 1
S N
Eta—Ny huo 25 er d E Pi—Tau et 21
Kräftige Akute und Graves, sehr kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. Spiritus über-
wiegend in halbierter Eta-Form, aber auch bereits (nur) eckig. Wiederholt Trema
über Iota und Ypsilon.
9
Adavacıog
Par: 857,£.5* (Taf, 5) a. 1261
Richtungslose, weitzeilige Gebrauchsschrift in Fetiaugenmode mit starkem Gegensatz
von Klein- und Großbuchstaben. `
Par. 2654. f. 50° (Taf. 6)
l
Gamma $" Z. 14 Epsilon Le? 2.9
Ny mx 6. Z. v. u.
Phi d 2.4 Omega CLJ letzte Z.
Alpha—Rho á Z. 13 Epsilon— Iota Ey letzte Z.
Epsilon—lota ó Epsilon—Kappa T letzte Z.
èni 55 vorletzte Z.
Epsilon—Xi SE 2.6 '
>
Epsilon— Tau N vorletzte Z. xal á l letzte Z.
Lal
Rho—Omikron € Kë A THOS 3 vu
2.6 Tau—Omikron Ts 4. H eu
Beta UD 2.6
Kappa KL 2.4
Rho e 4Z2.v.u.
Lambda A 2.1
vorletzte Z.
Tau—Omikron 7O
Kat Sch 2.1
Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; gelegentlich Verbindung von Buchsta-
ben und Spiritus mit Akzenten. Kleine Zirkumflexe. Spiritus asper oft um 90 gedreht
und nach oben offen. Suprapositionen und Involvierungen (Ny in Omikron; Sigma in
Omega). Trema über Iota und Ypsilon. Iota subscriptum.
10
’Ayavdoıog
a. 1273
Richtungslose Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Oberlängen und reduzierten Un-
terlängen in Digraphie (zum Teil sehr dicht und engzeilig, zum Teil lockerer und mehr
zu Fettaugen neigend): wechselnd stark ausgebildete Fettaugenmode. Vgl. Beta,
Gamma, Omikron, Ypsilon, Omega. Ausfahrende Längen (Akzente, Ober- bzw. Un-
terlängen) an den Rändern des Schriftspiegels. Verlust der Grundzeile.
Beta IA Gamma C 7.2.v.u.
ô. Z. vu
Kappa K vorletzte Z. Tau Ei letzte Z. Tan F 5Zvu
Ypsiloù © 12. Z. v. u. Phi & 11. Z. v.u. Psi d 5. Z. v. u.
Omega co 9.2.v.u.
Epsilon—lota a letzte Z. Epsilon—Xi ®% 14. Z. v. u.
Epsilon—Rho $p 3.2Z.v.u. Epsilon— Ypsilon A S.S eg
sch
uey aq SS eg, TLXOV T letzte Z.
a a na
WE
|
13
4 Häufige Verbindung von Akzenten mit Spiritus und Buchstaben. Zirkumflexe klein;
gelegentlich größere wv-Kürzungsbogen. Involvierungen (manchmal exzedierend mit
Silben und ganzen Wörtern innerhalb eines aufgeblähten Beta: auf anderen Blättern).
Trema über Iota und Ypsilon. Iota subscriptum.
EI
"A äoudouoe
Par. 2788, f. 104° (Datz 15. Jh. M.
1 Senkrechte, Rundungen bevorzugende Gebrauchsschrift mit kräftigen, oft fast senk-
rechten Akuten und Graves sowie Worttrennung.
2 Beta E Z. 10 (mit Zählung der Interlinearzeilen) Delta © 2.4
Epsilon € 2.6 Ypsilon vo Z.6
Delta—Iota N Z. 16
Epsilon—Lambda KM 10. Z. v. u.
Epsilon—Xi di 2.1
My—Omikron us SS, IS
Tau—Alpha a
Doppel-Tau Ei 2.8
3 Gamma-—-Omikron y Z. 16
Epsilon— Iota Z Zo 10
Epsilon—Ny ` "oi letzte Z.
Epsilon— Ypsilon Bu letzte Z.
Doppel-Sigma Si 0 Z 14 10. Z.v.u.
Tau—Iota "D 2.17
4 Zumeist abgesetzte Akzente; gelegentlich Verbindung von Buchstaben mit Akzenten.
Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe.
12
Adavdorog
Par. 366, TL" (Taf. 8) a. 1458
1 Senkrechte bis leicht rechtsgeneigte, lockere Minuskel mit kräftigen Oberlängen
(hochgezogenes Gamma und Tau sowie Delta, Zeta, Iota, Phi) und teilweise stark
reduzierten Unterlängen. Betonung der Diagonalen durch Majuskel-Alpha, Majuskel-
Delta und Majuskel-Lambda bzw. durch Zeta, Minuskel-Lambda und Chi. Erinnert
im Gesamteindruck an den Hodegon-Stil.
2 Aipha N 2.2 Beta & 2.4 Delta Wi ZT
Zeta x 8. Z. v. u. Theta 6 6. Z. v.u. Xi 3 2.2
3 Epsilon—Xi s3 RR ur AN 23
uev u 2.5 nep ao vorletzte Z.
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Verbindung von Kürzungsstrichen mit Akzenten.
Helmförmige Zirkumflexe. Suprapositionen. Trema über Iota und Ypsilon.
14
AA éE LoG
Par. Suppl. 1272, f. 268‘ (Taf. 9) a. 1458
1 Senkrechte bis leicht rechtsgeneigte, lockere Gebrauchsschrift mit kräftigen Ober-
und meist reduzierten Unterlängen, Vergrößerung einzelner Buchstaben und ausge-
wogenen Diagonalen: Hodegon-Stil.
Delta A Zei
Theta 9 Z.8
2 Alpha à 2.7 Gamma y Z. 1
Epsilon GC
Lambda X letzte Z.
Psi ~} 2.6
D c
3 Epsilon—Pi a 5. Z: v. u. ini w 2.2
9. Z: v. u. Zeta l 2.2
Xi Es
Omega m 2.2
Schlußsigma ( letzte Z.
Sa Kei 2.8
w Q 22 Homem Pane IE Bi
Ka
Ki? I "Sen
4 Akzente und Spiritus abgesetzt; gelegentlich Verbindung von Kürzungsstrichen mit
Akzenten. Kleine Zirkumflexe. Spiritus asper oft um 90° gedreht und nach oben offen.
Bisweilen Trema über Iota.
Ypsilon—lota q letzte Z.
15
AAEE LoG
Par. 2412, f. 71" (Taf. 10) a. 1540
1 Richtungslose, enggedrängte, weitzeilige, unansehnliche Gebrauchsschrift ohne jeden
ästhetischen Anspruch. Überschriften in degenerierter epigraphischer Auszeichnungs-
majuskel (nicht auf der Tafel).
Gamma d Z.1 Gamma E 2.6
Kappa k 2.2
Tau d 2.2 Omega W 2.2
2 Alpha KA 2.8
Delta A 2.3 Theta P 2.2
Pi T Z. 8 Rho J 2.2
Epsilon— Kappa ek Z. 11
xat D 2.2 uev m) Z. 4
mpo Z.5 Phi—Rho d Z.4
Epsilon—Iota H 2.2
Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils miteinander oder mit Buchstaben verbun-
den; dabei auch Verbindung des Akzents mit dem aufden Vokal folgenden Konsonan-
ten. Verbindung von Kürzungsstrichen mit Akzenten. wv-Kürzungsstrich von Aku-
ten durchquert. Mehrfach Trema über Iota und Ypsilon. Iota subscriptum.
18
Außpöocuog
Par. 872, f. 8" (Taf. 1) a. 1558
1
Rechtsgeneigte, großformatige, lockere, exzedierende Gebrauchsschrift. Die übermä-
Bigen Größenunterschiede zwischen den Buchstaben und die zahlreichen Überschrei-
tungen des Schriftspiegels vermitteln ein äußerst unruhiges Bild. Der Kopist steht
zwischen archaisierenden Händen der Palaiologenzeit mit starkem Fettaugeneinfluß
und den affektgeladenen Schriften des Barock. Manche besonders exzessive Formen
gehen auf die Urkundenschrift der byzantinischen Kaiserkanzlei zurück (z.B. das
hochgezogene Alpha). Das eckige Omega stammt aus der epigraphischen Auszeich-
nungsmajuskel.
Alpha Ba 1.15 Beta W 10.Z.v.u.
Alpha Ki 2.3
Zeta It 10. Z. v. u.
Die Zë 3. Z. v, u. Epsion € 2.2
Eta N 2.6 Eta X letzte Z. Theta d 2.8
Theta O) HS eo Iota CG 5.Z.v.u. Lambda Ki 2.2
BEAT 2.5 Xi 4 2.5 Schlußsigma € 2.9
Schlußsigma C} Z. 14 Pai EE Sr Ypsilon °y Z.4
Phi a 2.3 Psi Gë Z. 14 Omega Gë 2.9
Omega C_9 letzte Z.
Alpha—Theta aF 6.2.v.u. Epsilon—Iota m 2.6
Epsilon—Xi ZA 8 eg mp © 2.13
Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt. Gelegentlich Verbindung von Kürzungs-
strichen mit Akzenten. Sehr kleine Zirkumflexe. Trema über Iota und Ypsilon.
19
’Avaoräcıog
Par. 1470, f. 214" (Taf. 12) a. 890
1
Par. 2982, f. D“ (Taf. 9)
1
Senkrechte bis leicht linksgeneigte, plump wirkende Minuskel auf einer Vorstufe des
Kirchenlehrerstils (minuscule bouletée). Auffallend großer „Mittelbau“ der Schrift im
Verhältnis zum Zeilenabstand (1: 1,3). Mehrere besonders schmal stilisierte Buchsta-
ben (Beta, Kappa, My, Ny, Pi, Ypsilon, Omega) erwecken den Eindruck einer dichten
Schrift. Divergierende Diagonalen (vor allem Lambda, Chi und Oberlängen des
Epsilon) sorgen für ein unruhiges Schriftbild. Überschriften in konstantinopolitani-
scher Auszeichnungsmajuskel.
Lambda A a,2.1
Zeta dës
My p b21 Xi 3 24
Chi K az Omega ® b,Z.1
Epsilon—Xi Sei a, Z. 2 Eta—Ny hw b, 2.2
t
x S b, Z. 16 Ypsilon—Ny Wy b,Z.4
Spiritus in halbierter Eta-Form bzw. eckig. Winzige Zirkumflexe. Kürzungsstriche
mit Zierelementen (a, 14. Z. v. ul
b, 2.15 Eta Lait
Ny H b, 2. 1
D mg a25
20
’Avdpeag ’Apvns
16. Jh. 1. V.
Leicht rechtsgeneigte bis richtungslose, lockere Gebrauchsschrift mit proportionier-
ten Ober- und Unterlängen sowie großem Zeilenabstand. Überwiegend hochgezogenes
Gamma und Tau. Worttrennung. Bereich der Druckminuskel.
Gamma € 2.1 Gamma 2 ze Delta FE 2.2
Tau 2 21 Tau d 2.4 Chi X Zi
Alpha— Rho H letzte Z. Epsilon-—Iota y 2.4
Epsilon—Rho p Z.I usv ` zur 3 2.v.u.
ue my vorletzte Z. uot Al 2.3
Tau— lota 0 3.2.v.u. Tau-Omikron Í 4.Z.v.u.
Akzente und Spiritus abgesetzt. Suprapositionen. Punkt oder Trema über Iota.
Laur. Plut. 70.9, f. 203" (Taf. 13)
1
Vat. Urb. 117, f. 234" (Taf. 14)
1
23
Avõpéas Acavınvög
a. 1399
Leicht rechtsgeneigte, zierliche und disziplinierte Gebrauchsschrift einer geübten
Hand mit maßvollen Ober- und Unterlängen, großem Zeilenabstand und weitgehen-
der Wort- und Buchstabentrennung. Bemerkenswertes Gleichmaß der Buchstaben-
größe.
Epsilon & 2.) Theta H Z.4
Tau T Z. 23
Xi £ Z. 19
Epsilon—Iota d 2.10
Epsilon—lota & 2.5
Epsilon—Rho De Z. 10 Epsilon—Rho € 11. Z. v. u.
`
Epsilon—Omega ka Z. 10 wa Ca 2.14
uetà RN Z.1
Akzente und Spiritus mehrheitlich abgesetzt; Verbindung von Spiritus und Buchsta-
ben mit Akzenten nicht selten. In der Regel einfache Punkte, selten Trema über Iota
und Ypsilon.
24
"Avdpeag
a. 1464
Rechtsgeneigte, kleinformatige Gebrauchsschrift einer geübten Hand mit reduzierten
Ober- und Unterlängen bei großem Zeilenabstand. Wort- und mehrfach Buchstaben-
trennung. Kräftige Akute und Graves.
Beta B Z.7 Epsilon e 2.3 Eta a Zi Eta & 21
Xi » 3Zvu Xi f vorletzte Z. Pi e Zi
Phi $ 27 Phi Ø 4 Z v.u.
Alpha—Rho ap Zu Alpha—Rho ĝ letzte Z.
vorletzte Z.
Set dg
Rho—Alpha es 2.2
Epsilon— Tau & 3. Z. v.u.
Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt, aber Verbindung von Kürzungszeichen
mit Akzenten. Kuppenförmige Zirkumflexe. Verschiedentlich Trema über Iota.
Par. 448, f. 1” (Taf. 15)
J
Par. 1233, f. 173" (Taf. 16)
1
26
Avdpövıxog Aenevrpnvög
a. 1299
Senkrechte bis richtungslose, lockere, weitzeilige Gebrauchsschrift mit stark reduzier-
ten Unterlängen, vergrößerten runden Buchstaben (Alpha, Omikron, Sigma, Omega)
und starkem Gegensatz zu Kümmerbuchstaben: Fettaugenmode.
Gamma C Z2 Delta & 2.1 Epsilon E "3
Eta k Z1 My JA 24 vu Ç vonz
Pi m 1.2 Schlußsigma C 2.1 Tau T Z1
Psi ab 25
Epsilon—Xi 9% 2.2 Epsilon—Pi VI Dieu
èm (mit eingeschriebenem Spiritus) It 2.13 Epsilon—Rho Ge Zi
sai Ei 2.2 uev sr 2.3 röv Sa 3. 2, eg
Häufige Verbindung von Spiritus und Buchstaben mit Akzenten, aber auch viele
Akzente abgesetzt. Doppelakzente (u2v-32). Suprapositionen. Involvierungen. Trema
über Iota und Ypsilon. Gelegentlich Iota subscriptum.
28
"Av$ınog Nouixónrovňog
13. Jh. Ende/14. Jh. Anf.
Richtungslose, gedrängte Gebrauchsschrift mit auffälligen Größenunterschieden der
Buchstaben und nur seltenen Vertikalen: Fettaugenmode. Aufgeblasene Rundungen
von Delta, Omikron, Omega, Epsilon—Iota und hochgezogenem Gamma. Neigung
zur Überschreitung des Schriftspiegels.
Gamma $ vorletzte Z. Delta N 4. Z. v.u.
Ypsilon $ 9. Z. v. u. Omega Q»D 8.Z. v.u
Epsilon—Iota oO. letzte Z. Epsilon—Xi Ka letzte Z.
uev Gaus letzte Z. uev Sr letzte Z.
Akzente und Spiritus teils abgesetzt, daneben auch Verbindung von Spiritus, Vokalen
und Kürzungsstrichen mit Akzenten. Zahlreiche Involvierungen und Suprapositio-
nen. Wiederholt Trema über Iota und Ypsilon.
29
Avrwvıog ’Adnvalog
Laur. Plut. 69.9, f. 295" (Taf. 17) a. 1435
1
Par. 1062 A, f. 3” (Taf. 18)
Richtungslose, zwar lockere, aber engzeilige Gebrauchsschrift mit reduzierten Ober-
und Unterlängen sowie Wort- und Buchstabentrennung. Neigung zu runden, unter-
setzten Formen.
Beta g 2.10
Ny y 21 Ny y Z.I
Omega W 2.12
Epsilon—Ny w Zit uèv N 2.5
Akzente und Spiritus abgesetzt. Trema über Jota.
34
Avrwvıog
Delta A Z.ı Theta BD 2.3
Xi Z 2.6 Tu T Z.2
10. Jh. E.
Leicht rechtsgeneigte, lockere kalligraphische Minuskel von durċhschnittlichem Stili-
sierungsniveau. Ausgeprägte Ober- und Unterlängen, großer Zeilenabstand. Mehr-
fach Majuskeln (Eta, Theta, Kappa, Lambda, Sigma). Überschriften in alexandrini-
scher Auszeichnungsmajuskel.
2 Zeta 9 2.9 Theta 9 Z.1 Kappa x Z.1
Kappa le 33 Lambda "3 2.1 Xi 3 2.2
Xi zZ 10.Zvu. Rho e 2.3 Phi 3 Z. 10
3 Alpha—Phi ab 9. Z. v. u. de 4. Z. v. u.
Epsilon—Xi 3 7.8 Epsilon—Chi & 8.Z.v.u.
Eta—Ny bw vorletzte Z. Omikron— Sigma ( Z. 6 (Zeilenende)
Ypsilon— Sigma we vorletzte Z.
4 Spiritus in halbierter Eta-Form oder eckig. Graves bisweilen um einen Buchstaben
nach rechts verschoben. Manchmal winzige, kuppenförmige Zirkumflexe. Kürzungs-
striche vom Akut gekreuzt. Gelegentlich Trema über Iota am Wortanfang.
35
Avrwvıog
Par. 637, f. 178° (Taf. 19) a. 1057
1
Senkrechte, kalligraphische Minuskel mäßigen Stilisierungsniveaus: Perlschrift. Weit-
gehende Worttrennung. Großer Zeilenabstand, kleiner „Mittelbau“. Gelegentlich
Überschreitung des Schriftspiegels. Dreierförmiges Zeta.
20
2 Zeta 3 a, 6. Z. v. u. Omega [9 b, 2.5
Epsilon—Chi Ze b, 2.3
Doppel-Lambda Zë 3,3:Zvu.
3 Gamma—-Alpha Le b, letzte Z.
N
xal É b, Z. 1
4 Runde bis eckige Spiritus. Winzige Zirkumflexe. Ny-Kürzungsstrich am Zeilenende.
Involvierungen. Selten Iota adscriptum.
36
’Avtwvıog
Par. 1457, f. 56" (Taf. 20) 11. Jh. E.
1 Senkrechte bis leicht rechtsgeneigte, lockere kalligraphische Minuskel mit gutem
Stilisierungsniveau aus dem Bereich der Perlschrift. Unter- und Oberlängen propor-
tioniert. Mäßige Zeilenabstände. NW-SO-Diagonale durch Oberlänge des Minuskel-
Delta, durch Lambda und Chi, NO-SW-Diagonale durch Oberlänge des Minuskel-
Epsilon und die Ligaturen Gamma —Omikron sowie Rho—Omikron (bzw. Omega)
markiert. Tau selten hochgezogen. Im ganzen eine gewisse Nähe zum Stil von Reggio.
— Überschriften und Inhaltsverzeichnis in alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel.
2 Alpha o a,Z.1 Alpha A b,5.Z.v.u. Zeta ? b, Z. 3
Theta © b,2.2 Kappa IC b,2.3
Psi £ a, 8. Z, v. u
3 Alpha—Chi E b, Z. 14 Gamma—Omikron |? b,2.10
Delta—Iota > b, Z. 13 Delta—Omikron I b, letzte Z.
Delta—Omega ER a,2.5 Theta—Eta eil, a, 32 eu.
er Ay b, 5. Z. v.u.
Tev KS b, Z. 15
Rho—Omega e”» b, Z. 20
ins is a, 4. Z. v- u.
Ypsilon—Tau J b, 2.4
Xi 3 b, Z. 16
Rho e å, 2.2
\
xal E b, 6. Z. v: u.
uev piu b, Z. 16
Rho—Omikron A a, Z. 16
Sigma—Alpha og nicht auf der Tafel
Ypsilon— Sigma Lë a, Z. 2
4 Akzente und Spiritus weit abgesetzt, Akute oft ziemlich flach. Spiritus in allen
Formen, zumeist rund. Sehr kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. Doppelakzente.
Ny-Kürzungsstrich am Zeilenende. Wiederholt Iota adseriptum.
37
’Avrwvıog
Ambros. F 77 sup., £. 48" (Taf. 17) 18. Jh. 8: V.
1
Senkrechte bis richtungslose Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Ober- und reduzier-
ten Unterlängen sowie Vorliebe für runde Formen.
2 Gamma P Z. 11 Theta A Z. Il Xi £ 2.1
Pi m 2.9 fi e Sa Tu { zo
Ypsilon ch) Z.2 Phi o 2.9 Omega w 2.2
3 Alpha—Zeta af Zu Alpha—Theta à Z.1
ya í 2.9 Delta—Omikron do SU
Epsilon—Rho P 2.1 Pi—Omikron me 2.8
Rho—lota 9 2.1 Tau—Lambda MA 217
4 Abgesetzte Akzente und Spiritus, manchmal aber auch Verbindung von Buchstaben
mit Akzenten. Kleine Zirkumflexe. Einfache Punkte über Iota und Ypsilon.
40
’Apoevıog
Par. 891, f. 3" (Taf. 21) a. 1136
1 Senkrechte, lockere kalligraphische Minuskel in der Tradition der Perlschrift, aber mit
Merkmalen des Kanonverfalls. Gegensatz von Groß- und Kleinbuchstaben, reduzierte
Unterlängen, Betonung der Diagonalen (Lambda, Chi, Majuskel-Kappa). Überschrif-
ten in alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel. Frühstufe der Gruppe „2400“,
2 Beta & b, 2.4 Epsilon €&€ a, Z. 13 Zeta ® b, Z. 14
Eta x b, letzte Z. Theta 8 b,Z.4 Kappa K b, Z.5
Kappa Ù. b, 9. Z. v.u. Rho e az) Psi ~y b, 2.6
3 aya A~ b, 14. Z. v. u. Delta—lota [DÅ b, letzte Z.
Epsilon— Xi gé b,2.5 Epsilon—Ypsiion KL 3,14.Z.v.u.
Pi—Lambda "o, b,2Z 11 Rho—Omikron Ca a, Z. 4
Ypsilon—My Ye b,Z.2 Ypsilon—Pi a~ z7 auf anderen Folien
4 Meist große, flache Zirkumflexe; ebensolche wv-Kürzungsbogen; bescheidene Akute
und Graves; runde Spiritus. Tildenförmige Zeichen für Personennamen und nomina
sacra. Selten Involvierungen. Trema über Iota und Ypsilon in wechselnder Dichte.
Iota adscriptum wiederholt absinkend.
Héi
to
Par. 69, f. 394” (Taf. 22)
1
Par. 2317, f. 79% (Taf. 22)
il
41
’Apo&vıog
16. Jh. E.
Richtungslose, lockere Gebrauchsschrift einer wenig geübten Hand ohne ästhetischen
Anspruch. Breites Chi fällt auf. Unsichere Grundzeile.
Beta 8 letzte Z. Gamma FT 2.3 Epsilon & Z.3
Chi A VA
Pi—Rho TP 3.Z,v.u.
Sigma—Pi OG vorletzte Z. otp GI 2.5
Eta x Si Ny N 23
Epsilon—Ny (4 vorletzte Z.
Akzente und Spiritus abgesetzt.
42
A poéviog
16. Jh. E.
Senkrechte, eigenwillige Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Ober- und Unterlängen
und großem Zeilenabstand. Die oft weit nach SW ausschwingenden Unterlängen von
Iota, Lambda, Rho, Phi in Verbindung mit eng zusammengedrückten Buchstaben-
gruppen und den einfachen Punkten über Iota lassen an arabische Schriftbilder
denken. Überwiegend kräftige, fast senkrechte Akute und Graves.
2 Beta È Z9 Gamma / Z1 Zeta L 25
Theta # Z.5 Kappa Ko 3Zvu Pi a 28
Tau pi Z. 4 Phi d letzte Z. Chi X vorletzte Z.
Omega © Z.4
3 aM M 2.7 Ye Ñ 2.2 Epsilon—lota 3 Zi
Epsilon—Xi A 2.7 xal & 2.3 xat 3 2.5
rap = 3.2.v.u. Kä A letzte Z.
4 Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils Verbindungen von Buchstaben und Spiri-
tus mit Akzenten. Suprapositionen. Einfache Punkte über Iota. Punktförmiges Iota
subscriptum.
44
Bacchius Barbadorius
Par. 1750, f. 1" (Taf. 23) a. 1560
1
Stark rechtsgeneigte, lockere Gebrauchsschrift eines schriftgewandten Nicht-Grie-
chen. Ohne ästhetischen Anspruch. Wort- und Buchstabentrennung. Überschriften in
moderner Auszeichnungsmajuskel.
Léi
os
2 Beta ZG Z. 1 (gezählt ohne Überschrift) Eta 4 2)
Theta 9 2.3 Kappa E letzte Z. Xi £ vorletzte Z.
Pi = vorletzte Z. Rho e vorletzte Z. Tau 7 vorletzte Z.
Chi + 2.6 Omega Ø 2.1
3 Gamma—Omikron 29 2.1 Za 9. Z. v. u.
Epsilon—Iota f Z. 5 xal z Z. 4 uev mA Eë
Omikron— Ypsilon g Z.3 oug 7 2.7 Tau—Rho $ 2.3
4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt, aber auch Verbindung von Akzenten mit
Spiritus bzw. Buchstaben (dabei & wie ó geschrieben, z. B. Z. 7; 3. Z. v. u.). Gelegent-
lich Involvierungen. Trema über Iota und Ypsilon. Punktförmiges Iota subscriptum.
46
Bartholomaeus Comparinus
Par. 1773, f. 66" (Taf. 23) a. 1493
1 Leicht rechtsgeneigte bis richtungslose, unscheinbare, weitzeilige Gebrauchsschrift
mit reduzierten Unterlängen und weitgehender Wort- und Buchstabentrennung.
Nähe zur Druckminuskel.
2 Beta 6 Z1 Beta £ 2.6 Gamma + Zä
Epsilon « Z.1 Theta Ø Z.4 Xi % Z1
Schlußsigma s Z.3 Tau 7 Z.1 Phi g 23
Chi A ZU
3 Epsilon—Rho $ Z.2 wi SE ` Si ae a% Z2
Sigma—Tau 5 Z.1l Tau—-Rho % 2.3
4 Akzente und Spiritus abgesetzt; gelegentlich Verbindung von Buchstaben mit Akzen-
Oxon. Roe 3, f. 139—140' (Taf. 24)
1
ten (Omega und Zirkumflex). Zum Teil tildenförmige Zirkumflexe. Trema über Iota
und Ypsilon. Iota subscriptum.
48
Bapváßas
13. Jh. Ende
Leicht rechtsgeneigte bis richtungslose, schwungvolle Gebrauchsschrift mit ausge-
prägten Ober- und Unterlängen, sowie beachtlichen Unterschieden zwischen Groß-
und Kleinbuchstaben. An den Rändern Neigung zu ausfahrenden Längen und aufge-
bauschten Formen.
Gamma F a, Z. 9
Zeta A a, 2.6
Theta & a,Z.3 Kappa x a,2.1
Pi J 48 Rho e a,2.2
Delta—lIota Y a,Z2.1
Beta 6 a, vorletzte Z.
Epsilon @ a, vorletzte Z.
Zeta 4 a, Z.6
Xi € a, Z.3
3 Delta—Epsilon N$ a,2.2
Epsilon—Rho A a, Z. 1 Epsilon—Ypsilon {y a, 2.8
Epsilon—Ypsilon &\_, a, Z. 9 der Fr b, 2.8
un Cen 321 DEER a,2.3
uev Zare a,2.4 is LS b, 2.2
Tau—Omikron F b,2.1 Tau—Omikron Ke a, letzte Z.
éi Ab a2.5
4 Akzente und Spiritus zumeist abgesetzt; gelegentlich Verbindung von Buchstaben
und Kürzungsstrichen mit Akzenten. Suprapositionen und zahlreiche Involvierun-
gen. Trema über Iota und Ypsilon.
49
BaoıAdaung
Par. 708, f. 150" (Taf. 25) a. 1296
1 Leicht rechtsgeneigte bis richtungslose, kräftige, gedrängte Gebrauchsschrift ohne
ästhetischen Anspruch. Geringer Zeilenabstand. Akute und Graves zumeist stark
geneigt.
2 Beta Q a,Z. 6 (Zählung ohne Überschrift) Epsilon € 4,2.7
Epsilon «© b,6.Z. v.u. Theta 9% a, letzte Z. Kappa K b, 2.1
3 Alpha—Xi ah b, 8. Z. v. u. Doppel-Gamma q” b, 15. Z. v. u.
yap P a, 5. Z. v. u. Epsilon—Iota (mit Zirkumflex) J` b, Z. 10
Epsilon—Xi D b, 16. Z. v. u. Epsilon—Omega E atA rw
Theta—Alpha Ja b, 11. Z. v. u. Sigma— Phi o9 a, Z. 6
4 Kräftige, zumeist abgesetzte Akzente; Verbindung von Spiritus mit Akzenten. Kleine
Zirkumflexe.
LG
Ka
51
Boaoiäeuoe Iepõepiðs
Par. 723, f. 82” (Taf. 26) a. 1368
l
". 1116, £. 130" (Taf.27)
Richtungslose, quallige Gebrauchsschrift, welche die Geraden meidet. Kräftige Ober-
längen des Delta, insbesondere windverwehtes Lambda und Beta bestimmen das
Schriftbild. Überlange, ziemlich flach liegende Akute: „chypriote bouclée“ (CANART,
Pal. Gr. Byz. 314, Nr. 15).
Beta P 2.15 Delta KN 2.2 Epsilon & 2.)
Eta n Z.2 Lambda Be Z. 15 My J 2.4
Ny AM Zi P op: 2.1 Tau T 2.6
Psi + 2.6
Tau ) 6. Z: v. u. Chi X 2.3
def > vorletzte Z.
Epsilon—Ny & 2.8
10. Z. v.u Epsilon—Ypsilon de 2.1
pev pay 2.2 ie wa Z. 13 ros SP) Zu
Sigma—Theta oft: 2.3 zat E 5. Z. v. u.
Akzente und Spiritus abgesetzt. Mäßige Zirkumflexe. Trema über Iota.
Alpha—Iota be Z. 11
Epsilon— Iota f 2.3
Epsilon—Xi 2
52
Baoideıog Zxadtöng
a. 1123/24
Leicht rechtsgeneigte bis richtungslose, weitzeilige Minuskel aus der Zeit der Auflö-
sung des Kanons, mit ausgeprägten Ober- und Unterlängen und relativ kleinem
„Mittelbau“. Hochgezogenes Tau, Majuskel-Kappa und Phi, auch Iota, bestimmen
das Schriftbild. Tendenz zu Wort- und Buchstabentrennung.
Zeta d 2.2 Zeta & 20 Tau ] Z6 Phi d 2.4
wm 25 Doppel-Gamma 4 2.6 Epsilon—Iota d Kä
Za Ay vorletzte Z. Epsilon— Tau X 2.1 xal © Z.1
uev E 2.9 uev u 2.9 uev 5 2,12
Rho—Omikron ei SZ eu oe 0 2.3
Doppel-Tau T 2.5
26
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Doppelakzente (èv). Große wv-Kürzungsbogen.
Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe.
53
BaoiAeıog
Par. 63, f. 14° (Taf. 28) 10. Jh.
1 Senkrechte, ogivale Majuskel im konstantinopolitanischen Stil. Vgl. G. CAvALLo, Pal.
Gr. Byz. 125, Abb. 26 (Laur. 6,21); Rep. I 332.
Delta A, 2.2
Theta or 2:7
Rho f 2.2
Ypsilon V Z. 2
2 Alpha A 2.1 Beta R 2.3
Epsilon £ Z.1 Zeta Z 2.7
My M Zl
Sigma L 2.1 Tau T Z.1
Phi d 2.5 Omega WwW 2:1
4 Spiritus in halbierter Eta-Form. Winzige, halbmondförmige Zirkumflexe.
Kappa it 2.1
54
BaoiAcıog
Par. 784, f. 269' (Taf. 29) a. 1003
1 Senkrechte, disziplinierte kalligraphische Minuskel mit auffallend weitgehender
Wort- und Buchstabentrennung: Perlschrift von gutem Niveau.
2 Beta u a, letzte Z. Zeta 9 a, vorletzte Z.
My „~ b, 10. Z. v. u. (Zeilenanfang) Xi Z a, Z. 8
Xi b,3.Z.v.u.
93 i
3 Doppelgamma W b, Z.5 xai S 3,72 v.u.
Delta —Iota ah a, letzte Z. Ypsilon—Phi ub nicht auf der Tafel
4 Eckige bis runde Spiritus. Winzige Zirkumflexe. Doppelakzente (un). Ny-Kürzungs-
strich am Zeilenende.
55
BuaoiAeıog
Par. 710, f. 242% (Taf. 30) a. 1065
1 Senkrechte, lockere kalligraphische Minuskel mit gutem Stilisierungsniveau: Perl-
schrift.
u
Ficelle
27
2 Da Q age Theta 9 a.3.Zv.u.
Xi 7 b,Z.4 Phi ch a, 2.1
Omega ® a,Z.1
3 Alpha—Kappa ak b, Z. 3 Doppel-Lambda A b,2.9
Doppel-Lambda + b, 6. Z. v. u.
Chi—Epsilon x b, letzte Z.
4 Spiritus teils eckig, teils rund. Winzige kuppenförmige Zirkumflexe. Ny-Kürzungs-
strich am Zeilenende. Vereinzelt hochgezogenes Tau. Iota adscriptum.
Xi 3 3,7. SZ eo
Pi rb Z.1
Tau—Omikron “NO a,9. Z. v.u.
57
Bootäeoe
Par. 1315, f. 25" (Taf.31) 13. Jh. E.
1 Minuskel einer geübten Hand in später Nachfolge der Perlschrift. Mäßiges Stilisie-
rungsniveau. Reduzierte Ober- und Unterlängen. Wiederholt Tendenz zur Reduzie-
rung des „Mittelbaus“ bei Juxtapositionen von Alpha. Elemente der Feitaugenmode
(Beta, Theta, Phi).
2 Beta @ 1. Z. v.u. Epsilon e 7.Z.v.u. Zeta 1 4
Zeta 3 Z.4 Eta x Z1 Theta © Zi
Theta e Z.4 Kappa k Zi Lambda A 4. Z. v u.
Xi mn Z3 Pi Z.2 Rho e Z.3 Phi D 5. Z. v.u.
Psi A 6.Z. v.u. Omega co 4. Z. v.u. Omega æ Z.I
3 Epsilon—Xi 3 11.Z.v.u.
vv ` "oi DR vu Rho—Iota ` eu 12. Z. v. u.
Epsilon—Ypsilon & 3. Z. v.u.
Sigma—Tau e Z.9
4 Kräftige, abgesetzte Akzente und Spiritus. Ny-Kürzungsstrich am Zeilenende (Z. 2).
Trema über, Iota und Ypsilon.
58
Basicos
Par. 454, f. 57” (Taf. 32) a. 1447/48
1 Leicht rechtsgeneigte bis richtungslose, lockere Gebrauchsschrift mit proportionier-
ten Ober- und Unterlängen sowie großem Zeilenabstand. Um späte Nachfolge der
Perlschrift bemüht. Wort- und Buchstabentrennung. Zum Teil Betonung der NW-
28
SO-Diagonale durch Oberlängen des Minuskel-Delta und durch Zeta bzw. Chi. Einge-
streute Initialen.
2 Delta N 2.6 Epsilon €= Z. 12 Eta k Z.2
Theta ĝ Z.1 Xi g Z1 Pi qg letzte Z.
Tau T letzte Z. Phi b 2.2 Pai Ab 2.3
N N
3 Epsilon—Xi Z.I xal 5 2.1
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Doppelakzente (ugv-32). Kleine kuppenförmige Zir-
kumflexe.
62
Dobei
Par. Suppl. 1268, Verso (Taf. 33) 13. Jh. E.
| Senkrechte bis riehtungslose, lockere, archaisierende Minuskel in später Nachfolge
der Perlschrift mit unterdurchschnittlichem Stilisierungsniveau. Epsilon— Xi mit
doppeltem Ansatz. Lambda unpassend manieriert.
2 Zeta È 2.4 Theta © letzte Z. Lambda A 2.5
Lambda 2.7
Psi L nicht auf der Tafel
3 Alpha—Phi aD 3. Z. v. u. Epsilon—Iota q 2.3
Epsilon—Xi d 5.Z.v.u. Theta— Sigma Yy Z. i
Doppel-Lambda n 2.8
4 Runde Spiritus und Akzente abgesetzt. Akzente wiederholt bis zu einem Buchstaben
nach rechts oder links versetzt. Suprapositionen. Trema über Iota und Ypsilon.
63
Taßpını
Carpenctor. 66, p. 67/68 (Taf. 34) a.
| Leicht rechtsgeneigte, lockere Gebrauchsschrift eines geübten Kopisten mit ausge-
prägten Ober- und Unterlängen. Großer Zeilenabstand. Vorliebe für barocke Ver-
größerungen und Schnörkel. Kräftige Akute und Graves.
1574
2 Beta & az? Gamma d b, 2.7 Epsilon & a,2.3
Theta d a,Z.3 Xi E a, 5. Z. v. u. Tau 7 b,Z.1ı
Phi d b, 2.5
3 Alpha—Iota y b, 5. Z. v. u. Alpha—Xi af > a, letzte Z.
Sek NL a,3.2.v.u. Epsilon—lota Jg b,Z.5
Epsilon—Ypsilon de a, Z. I Doppel-Lambda K b, Z. 7
uv Ao b, Z2 Rho—Omikron & b, Z.8
oew) aw a, vorletzte Z.
4 Bescheidene, manchmal spitze (a, Z. 10) Zirkumflexe. Wiederholt einfacher Punkt
aber auch Trema über Iota und Ypsilon. Iota subscriptum.
>
64
Tevvasıog Haxväs
Par. 1788, f. 257‘ (Taf. 35) a. 1439/40
1 Richtungslose, lockere Gebrauchsschrift einer ungelenken Hand ohne jeden ästheti-
schen Anspruch. Ausgeprägte Oberlängen (hochgezogenes Tau). Weiter Zeilenab-
stand. Verlust der Grundzeile. Vgl. Rep. I 372.
2 Beta E 3.Z.v.u. Epsilon ¢ 2.1 Eta % letzte Z.
Theta ® Z.3 Tau T 2.6
3 Alpha—Rho ag 9.2. v. u. Alpha—Phi ab zZ. 10
Epsilon—Ita E "3 Epsilon—Iota & letzte Z.
Epsilon—Lambda A 2.14 zur Za 2.3
Kappa—Omega so letzte Z.
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Kleine, oft kuppenförmige oder spitze (winzige)
Zirkumflexe.
66
Tepacıu.og
Par. 1139, f. 92" (Taf. 36) a. 1236
1 Senkrechte bis richtungslose, eher lockere Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Ober-
längen (hochgezogenes Gamma und Tau) und reduzierten Unterlängen. Neigung zur
Überschreitung des Schriftspiegels. Niedriger „Mittelbau“. Zug zur horizontalen
Zerdehnung gewisser Ligaturen wie Alpha—Rho, Alpha—Sigma, Pi—Alpha, Ae,
aber keine Stilisierungstendenz.
30
2 Epsilon € 4Z2.v.u. Zeta Co 2.12 Theta & 10. Z. v. u.
Ny ——46 9.2. v. u. (Kennbuchstabe!) Xi ZA
Xi 3 2.13 Pi 77T 2.1 Psi Zi 4. Z. v. u.
Omega <> letzte Z.
3 Alpha—Rho p 2.7 Alpha—Sigma Ar 42.v.u.
Epsilon— Iota Ei 2.2 Epsilon—Rho e letzte Z.
Epsilon—Rho op Z.1 Epsilon—Tau D vorletzte Z.
N
xal A 6. Z. v. u. (in der Regel in Ligatur)
Theta—Epsilon QS- Z.4 py Mbp 29
Pi—Alpha 9% 2.12 Pi—Tau 777 7.2.v.u.
Di Ir 2.12
4 Akzente und Spiritus zum Teil abgesetzt; teils Verbindung von Spiritus mit Akzen-
ten, auch an falscher Stelle (z. 6: reAsıörnee; 9. Z. v. u.: Söt). Suprapositionen.
Juxtapositionen runder Formen. Doppelakzente (auf anderen Blättern). Trema über
Iota.
67
Tepdoıuog
Par. 1200, f. 219" (Taf. 37) 14. Jh. 1. H.
1 Senkrechte, weitzeilige, archaisierende Minuskel einer geübten Hand in später N ach-
folge der Perlschrift, aber mit krampfhafter Tendenz zur Profilierung. Durchschnittli-
ches Stilisierungsniveau. Starke Betonung der NW-SO-Diagonale (Oberlängen des
Minuskel-Delta; Majuskel-Lambda). Übergroße Buchstaben in der ersten Zeile des
Schriftspiegels. Fettaugenelemente (Omikron, Sigma, Ypsilon).
2 Alpha I 7.2.v.u.
Epsilon = 2.3 Zeta 4 2.6 Theta Ô 2.6
Theta H 11.2.v.u. Xi d 12. Z. v.u. Xi Ce 10.2.v.u.
Tau 1 5.2.v.u Ypsilon Q 2.5
Omega 00 2.2
Beta € 6. Z. v. u. Gamma r 2.6
3l
3 Alpha—Ny A 2.5 Alpha—Xi Z.1
Delta—Omikron Id 2.2 Epsilon— Kappa K 2.2
Epsilon— Tau G Z. 4 Epsilon— Ypsilon AJ 10.2. e o
Theta—Eta A, KA
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Winzige Zirkumflexe. Kleine Kürzungsstriche.
Trema über Iota und Ypsilon.
68
Tepuavög Aryvóg
Par. 997, f. 319” (Taf. 31) a. 1231
1 Richtungslose, grobe, gern exzedierende Gebrauchsschrift, vom horror vacui be-
herrscht. Starke Größenunterschiede, skurrile Buchstabenformen, große wv-Kür-
zungsbogen sowie der Verlust der Grundzeile ergeben das Bild der im 13. ‚Jh. nicht
seltenen Zuchtlosigkeit.
2 Alpha EZ vorletzte Z. (Kennbuchstabe!) Alpha gg DAN
Beta É 52 vu. Eta k 3.Z.v.u. Theta A vorletzte Z.
Iota A 3. Z. v.u. Xi 3 Zv.. Pi m 3.2 v.u.
Omega 00 10. Z. v.u.
3 Alpha—Xi Z Z. 4 Epsilon—lota 9 3. Z. v.u.
spo Ep IS ep
wu AG I8Zvu xa & 9.Z. v.u.
im m 6 Z v.u
uev Kg 15. Z. v. u. Veräi Gë 2.3
4 Akzente und Spiritus zumeist abgesetzt. Suprapositionen und Involvierungen. Wie-
derholt Trema über Iota.
69
Tepuavög
Par. Suppl. 1386, f. 13" (Taf. 38) a. 1075
1 Senkrechte bis leicht rechtsgeneigte, weitzeilige kalligraphische Minuskel von durch-
schnittlichem Stilisierungsniveau: Perlschrift aus der Zeit des beginnenden Kanonver-
falls. Unterlängen stark reduziert, Oberlängen ausgeprägt, vor allem durch relativ
32
häufiges hochgezogenes Tau, wie so oft bes. gegen die Zeilenenden, aber auch durch
Gamma. Zahlreiche Majuskeln (Eta, Theta, Kappa, Lambda, Ny, Pi, Tau). Über-
schriften und Kapitelverzeichnisse in alexandrin ischer Auszeichnungsmajuskel, Initi-
alen in epigraphischer Auszeichnungsmajuskel.
2 Eta H 32.1 Eta app
Tau | a Z. 3 Phi & a, Z. 11
3 Gamma—Epsilon y b,2.3 Epsilon—lota d b, Z. 2
Epsilon—Xi 8 a,5.2.v.u. Epsilon—Pi Ir a, 2.7
MOL ER SP
Zeta Le b, 8. Z. v. u.
4 Spiritus in allen drei Formen, am seltensten halbierte Eta-Form. Zirkumflexe teils
kuppenförmig. Ny-Kürzungsstrich am Zeilenende (auf anderen Blättern).
70
Tespyıog ’Aßaoyög
Par. 2155, f. 54° (Taf. 39) 14. Jh. A.
1 Richtungslose, undisziplinierte Gebrauchsschrift mit teils übergroßen Ober- und
Unterlängen (diese gerne nach links ausschwingend und auch zeilenübergreifend).
Aufgeblähte Buchstaben wie Alpha, Ny, Omikron, Ypsilon und weit in die Freiränder
ausfahrende Längen: Fettaugenmode.
Zeta Le 6. Z. v. u.
pA Gamma | 2.7
Xi S 2.6 Rho e 2.1
Psi E 2.2
Epsilon— Lambda U 6. Z. v. u.
7
Epsilon—Ny XS
vorletzte Z.
Epsilon—Tau q 7.2.v.u. LH PR 2.4
4 Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils Verbindung von Akzenten und Spiritus mit
Buchstaben. Suprapositionen. Involvierungen, auch manieriert (vgl. Z. 7; vorletzte
7.). Trema über Iota und Ypsilon.
Gamma [f 2.1
Par. 2500, f. 179" (Taf. 40)
1
Par. Suppl. 43, f. 7° (Taf. 41)
1
33
71
Tewpyıog ’Ayannrög
15. Jh. 3. Viertel
Leicht rechtsgeneigte, lockere, schwungvolle Minuskel mit ausgeprägten Diagonalen
(Lambda, Chi, Unterlängen des Rho) sowie Oberlängen (hochgezogenes Gamma und
Tau) und Unterlängen (Rho, Phi). Neigung zur Überschreitung des Schriftspiegels.
Verwandtschaft mit dem Hodegonstil. Atelier des Johannes Rhosos? Vgl. den Zierbal-
ken £ IO und die große Initiale Epsilon f. 178”.
IT" vorletzte Z.
Alpha A Z.7 Beta Z.8 }amma
Theta CG
Tu T z.ı Omega co 2.4
Alpha—Phi ab 2.8 Epsilon—lota &
Ar 2.10 EpsionXi ei? 2.2
Epsion—Rho 6 Zu so Ĝe 214
uv up
Rho—Omikron pp und E Z. 14
1.2, 9.0, Lambda k 2.4
3.2, 8.
Epsilon—Ny
4. Z. v.u. Pilota qf Zu
Abgesetzte Akzente, nur (sehr kleine) Zirkumflexe gelegentlich mit Buchstaben ver-
bunden. Spiritus asper zumeist um fast 90° gedreht und nach oben offen. Regelmäßig
Trema über Iota und Ypsilon.
73
Tewpyıog Apovpitys Zudepdxıg
16. Jh. 3. V.
Richtungslose, lockere, weitzeilige Gebrauchsschrift ohne ästhetischen Anspruch, mit
weitgehender Wort- und Buchstabentrennung. Unsichere Grundzeile.
Alpha d 2.8 Gamma e 2.1 Epsilon € Z.1
Zeta d 2.9 Theta d 2.1 Ny V Z1 Xi f SA
Pi "e Zi Rho f Z. 1 Schlußsigma E Z.1
Phi E 2.4 Phi Ka Z. 10 Omega W 2.2
Epsilon—Iota D 2.1
\
xal Fe 10.. Z. v. u.
Sigma—Chi A 2.2
Alpha— Iota kel 2)
Epsilon—Ypsilon d 2.1
uev wl Z.4
uev e? 2.4
34
4
Esce
1
Par.
. T. I. 3, £. 26" (Taf.42)
Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; manchmal Verbindung von Buchstaben,
Spiritus und Kürzungsstrichen mit Akzenten. Trema oder einfacher Punkt über Iota.
76
Tewpyıog Beußauvig
16. Jh. M.
Senkrechte, weitzeilige Gebrauchsschrift einer geübten Hand mit ausgeprägten Ober-
längen und weitgehender Wort- und Buchstabentrennung. Majuskel-Alpha und Ma-
juskel-Lambda unterstreichen die NW-SO-Diagonale. Gegenüber der Majorität
schmaler Buchstaben beanspruchen nur wenige mehr Raum (Alpha, teils Epsilon,
Omega).
Apka ` dé Ži Beta 6 Za Zeta Ch z. 10
Zeta g vorletzte Z. Eta Ww SI Theta H 2 3
Lambda A vorletzte Z. Ny H Zi Xi f Z. 8
Rho p Z1 Tau l Z5 Phi Ọ Z.2
Omega © vorletzte Z.
Za Sa 2.3
Pi—-Omikron ® "Zi
ayı letzte Z.
Epsilon—Iota 9 Z.1 uev o Z.1
e TU
Akzente und Spiritus abgesetzt; nur Verbindung von Kürzungsstrichen mit Akzen-
ten. Akute zumeist senkrecht. Suprapositionen (Tau über Omikron und Omega).
Bisweilen Trema über Iota. -
Alpha—Iota a 2.2
81
Tewpyıog Kadocıdäg
2748, f. 142” (Taf.43) 14. Jh. 2. Hälfte
Senkrechte, übersichtliche Gebrauchsschrift einer geübten Hand mit ausgeprägten
Oberlängen (neben hochgezogenem Gamma und Tau vor allem Epsilon mit Ligatu-
ren, Zeta, Theta, Iota, Kappa, Phi, Psi) und reduzierten Unterlängen. Gegensatz von
Groß- und Kleinbuchstaben. Kräftige, teilweise fast senkrechte Akute und Graves
verstärken den Eindruck der Vertikalen. Marginalien von der Haupthand. Gewisse
Ähnlichkeit mit dem Metochitesstil.
Alpha A 25 Beta a Z. 14 Epsilon « Z.1
Zeta 4 Z. 3 Eta i ZT Theta F 4&4. Z. v.u.
Theta f 2.6 Xi gd ERT Schlußsigma 21
Ypsilon NY 2.9
1
35
3 Alpha—Xi ak 2.5 Doppel-Gamma T Z. 4
Epsilon—Iota d Z.1 Epsilon—Lambda K 2.5
Epsilon—Ny Qy Z. 11 Epsilon—Rho S Z. 4
Epsilon—Rho Q 2.6 Epsilon— Tau S 3.2.v.u.
Epsilon— Ypsilon do letzte Z. zu 5) 2.8 Tau—Rho "3 2.9
4 In der Regel abgesetzte Akzente und Spiritus; gelegentlich Verbindung von Akzenten
mit Buchstaben (großer peitschenförmiger Akut bzw. Gravis, in Verbindung mit
Omega Z. 1) oder Kürzungsstrichen und von Spiritus mit Akzenten. Zirkumflexe
verschiedener Größe, manchmal spitz. Doppelakzente. Trema über Iota und Ypsilon.
Iota subscriptum.
82
Tewpyıog Kadoorirng
Par. 770, f. 134° (Taf.44) a. 1315
1 Senkrechte, lockere, archaisierende kalligraphische Minuskel in der Tradition der
Perlschrift mit durchschnittlichem Stilisierungsniveau. Reduzierte Ober- und Unter-
längen. Im ganzen unauffällig.
2 Zeta 3 a,3.Z. v.u. Theta Q a, vorletzte Z.
3 Alpha—Xi SI b, 3. Z. v. u. Alpha—Phi ad b, Z. 2
Delta—Epsilon Se b, 7. Seu ert A9 af 2 vu
Epsilon— Lambda Da, b, 8. Z. v. u. Epsilon—Xi 2 ës MS e o
Sigma—Theta a$ b, 7. Z. v. u. Ypsilon—Sigma Le b, letzte Z.
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Spiritus wiederholt gedreht und nach oben offen.
Kleine Zirkumflexe. Tildenförmige Kürzungsstriche. Oft Trema über Iota und Ypsi-
lon.
85
Tewpyıog Koppidrng
Par. 947, f. 265" (Taf. 45) a. 1574
Richtungslose, derbe Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Ober- und Unterlängen,
sowie Wort- und Buchstabentrennung. Kein ästhetischer Anspruch. „Patzender“
Kalamos.
36
2 Beta g letzte Z. Delta N 2.2 Epsilon € letzte Z.
Eta HK 22 Theta d letzte Z.
Reppa 1 21 Ny py 22 Xi d 2.2 GE Zi
Rho li Z.I Ypsilon v Z.1 Phi A vorletzte Z.
Omega ® 2.2
3 Epsilon—Ypsilon Á 2.2 Doppel-Lambda M 2.3
Ven A Ru 4. Z. eu Sigma—Theta od Z.1
Doppel-Tau T 2.5 Ypsilon—lota y 2.1
Ypsilon—Sigma ww 2.1
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Selten Trema über lota.
86
Tewpyıog Mauporööng
Par. Coisl. 364, f. 272" (Taf. 46) a. 1294/95
| Senkrechte bis richtungslose, lockere, archaisierende Minuskel in der Tradition der
Perlschrift mit unterdurchschnittlichem Stilisierungsniveau. Reduzierte Ober- und
Unterlängen. Geringer Zeilenabstand.
2 Theta © 2.2 D eet: 22 Tau T 2.1
Omega Go 2.1
3 aya e 9. Z. v. u. Alpha—Theta OE 2.3
Alpha—Ro “Ð letzte Z. Epsilon—Xi Ee 2.13
Epsilon—Rho ? vorletzte Z. Epsilon Tau = 2.9
xal IC 10.2. v. u. My—Phi Ab Z.14 Chi—Epsion xe 2.9
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Vereinzelte Involvierungen. Trema über Iota und
Ypsilon. Iota subscriptum.
87
Tewpyıog Meäërge
Par. 2419, f. 80” (Taf. 47) 15. Jh. 3. V.
1 Richtungslose, kleinformatige, zarte Gebrauchsschrift: Gelehrtenhand. Ohne jeden
ästhetischen Anspruch. Wort- und Buchstabentrennung. Hochgezogenes Tau und
Gamma. Züge der Druckminuskel.
2 Gamma 7 Z.4 Theta ð 2.3 Xi f 2.2
Tau T 2:2
3 Alpha—Ro % Z.1 Epsilon—Iota d 2.4
Epsilon—Rho d 2.2 Epsilon— Tau by 2.2
uev u 2.1 oa 2.3
4 Akzente und Spiritus abgesetzt; daneben Verbindung von Vokalen mit Akzenten.
Spiritus manchmal punktförmig. Bescheidene Akzente; nur ov-Kürzungsbogen,
besonders in Verbindung mit Zirkumflexen, hervortretend. Trema über Iota und
Ypsilon.
90
Tewpyios Zayovölvog
Par. 1170, f. 10" (Taf. 48) 15. Jb. M.
1 Senkrechte bis richtungslose, übersichtliche Gebrauchsschrift mit Neigung zu runden
Formen, ausgeprägten Oberlängen (hochgezogenes Gamma und Tau, großes Majus-
kel-Kappa) und reduzierten Unterlängen. Ohne ästhetischen Anspruch. Worttren-
nung. Verlust der Grundzeile.
2 Beta É 2.6 Gamma P 2.2 Gamma y letzte Z.
Epsilon € 2.7 Theta Å 2.1 Kappa K 4.Z.v.u.
Xi 2 Z1 Phi $ 4 Z. v.u.
3 Alpha—Rho $ Z.4 Epsilon—Lambda A 2.8
Epsilon—Ny & Z.1 Epsilon—Xi 2 Sa
Epsilon—Rho A 2.3 Epsilon— Omega % 2.1
Tau—Iota D 2.3 Tau—Rho d vorletzte Z.
4 Akzente und Spiritus abgesetzt; jedoch Verbindung von Kürzungsstrichen mit Ak-
zenten. Zirkumflexe zum Teil kuppenförmig. Trema über Iota und Ypsilon.
95
Tewpyıog Xpucoxöxung
Par. 3047, f. 136‘ (Taf. 49) a. 1420
1 Leicht rechtsgeneigte, lockere, unauffällige Gebrauchsschrift mit weitgehend redu-
zierten Ober- und Unterlängen. Worttrennung.
38
2 Beta p 2.3 Gamma y Z.2 Epsilon é Z.1
Zeta 2 4. Z. v.u. Phi e Z.3
a Alpha—Theta as 2.11 Epsilon—lota 4 Z.1
Epsilon— Lambda & 2.2 Epsilon—Ny Q, 2.4
Epsilon—Rho ee 11.Z.v.u. Epsilon—Sigma 6» ZU
eso Ar 2.2 Epsilon— Tau £ Z: l
Kappa—Omikron #9 letzte Z. usy „w 2.3
4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt, jedoch auch Verbindung von Buchsta-
ben und Spiritus mit Akzenten. Oft Trema über Iota und Ypsilon.
96
Tewpyıog
Par. 1232 A, f. 8" (Taf. 50) a. 1131
1 Senkrechte, übersichtliche kalligraphische Minuskel in der Tradition der Perlschrift,
aber mit Merkmalen aus der Zeit des Kanonverfalls. Gegensatz von Groß- und
Kleinbuchstaben. Proportionierte Ober- und Unterlängen. Großer Zeilenabstand.
Betonung der NW-SO-Diagonale (Delta, Lambda). Breites, flaches Ypsilon in Juxta-
positionen. Majuskeln in „siamesischer“ Zwillingsstellung (Theta, Iota, Phi, Omega).
Tendenz zur Vergrößerung der Unterlängen in der letzten Zeile des Schriftblocks.
Überschriften in alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel. Frühstufe der Gruppe
„2400“.
2 Zea ZA Z8 Eta a Z1 Theta © Z.1
Lambda ^N _, letzte Z. Phi & 4. Z. v.u.
3 aya te Z. 23 (mit etwas links gerichteter Unterlänge)
Gamma—Lambda A 4. Z. v. u. Delta—Iota ` Za Z.2
Epsilon— Kappa EK vorletzte Z. Epsilon—Xi d 2.3
My—Omikron wo 2.7 Rho—Omikron ea 5.2. v.u.
Tau—Epsilon ~% ZEN tv sy 3.2. v.u.
Ypsilon—Pi Nor 2.8 Ypsilon—Phi s&p "Zen
Phi—Omega Be vorletzte Z.
4 Runde Spiritus. Kleine Zirkumflexe. Wiederholt Trema über Iota, seltener über
Ypsilon. Bisweilen unter die Zeile gesunkenes Iota adscriptum.
39
97
Tewpyıog (‘Pösıog)
Par. 301, f. 117" (Taf. 51) a. 1204
1 Senkrechte, lockere Minuskel mittleren Niveaus aus dem Bereich der Perlschrift.
Beachtliche Schriftgröße mit Rücksicht auf den liturgischen Gebrauch. Geringer
Zeilenabstand. Juxtapositionen (auf anderen Folien). Zerdehntes usv. Provenienz
Kypros. Vgl. P. Canarr, Les écritures livresques chypriotes etc., Scrittura e civiltà 5
(1981), hier S. 32 u. A. 48; S. 48.
2 Alpha D @2.5 Beta ß a,2.12 Epsilon € a, 8. Z. v. u.
Epsilon Ev b, 2.7 Eta N a, Z.7 Theta O a,2.7
Xi K b,6. 2 en Psi b, Z. 10
3 aya b, vorletzte Z. (links gerichtete Unterlänge)
Alpha—Theta al b, letzte Z. Alpha—Phi oh b, 2.2
Gamma—-Epsilon Ta a, letzte Z. (links gerichtete Unterlänge)
Si Zb b,Z. 1 uev u% a,2.1
Rho—Omikron CA b, 8. Z. v. u.
4 Runde Spiritus. Kleine Zirkumflexe. Doppelakzente. Wiederholt Trema über Iota.
98
Tewpyıog
Par. Suppl. 1175, f. 18% (Taf. 52) 13. Jh. 4. V.
1 Senkrechte bis richtungslose, eher lockere, weitzeilige Gebrauchsschrift mit ausge-
prägten Oberlängen (hochgezogenes Tau bestimmt das Schriftbild). Fettaugenele-
mente (Beta, Omikron, Epsilon—Rho). Weitgehende Wort- und Buchstabentren-
nung. Neigung zu ausfahrenden Unterlängen im unteren Freirand. Initialen in epigra-
phischer Auszeichnungsmajuskel.
2 Beta CG Zi Epsilon € Z.1 Epsilon & Heu
Zeta 4 3. Z. v. u. Xi $ 6. Z. v. u. Tau T Zi
3 Delta—Iota A 11.2. v.u. Epsilon—Rho Q 2.1
Epsilon— Tau < 4. Z. v. u. uov u Z2
Rho—Omikron Ge Z. 2 Rho—Omikron g9 Z. 14
40
4
Par. gr. 2917, f. 1” (Taf. 307)
1
Par. 2998, f. 118" (Taf. 53)
1
Akzente und Spiritus überwiegend abgesetzt, aber auch Verbindung von Spiritus,
Buchstaben und Kürzungsstrichen mit Akzenten. Spiritus asper gedreht und nach
oben offen. Trema über Iota und Ypsilon.
98 bis
Tewpyıog
13. Jh. Ende
Senkrechte, lockere Gebrauchsschrift mit reduzierten Unterlängen. Weitgehende
Wort- und Buchstabentrennung. Hochgezogenes Gamma und Tau. Im „Mittelbau“
Gegensatz größerer Buchstaben (Alpha, Delta, Majuskeltheta) und kleiner Kümmer-
buchstaben (Beta, Epsilon, Omikron, Rho, Ypsilon). Großer Zeilenabstand (für In-
terlineartext vorgesehen).
Gamma f: 6. Z. v.u.
Alpha à Z.7 Gamma ka letzte Z.
Delta Ai 2. 10 Zeta 2 210 u A 21
Rho e Zi
Delta—Iota A SS?
Epsilon— Lambda Y Z. 1i Epsilon—Xi d3 24
Epsilon—Rho g% Z. 1i Epsilon—Rho g
w CH
Phi—Rho É 2.6
Tau—Omikron 5 2.11
5. Z. v. u.
Akzente teils abgesetzt, teils mit Spiritus und Buchstaben verbunden. Juxtapositio-
nen. Suprapositionen. Trema über Iota und Ypsilon.
99
Tewpyros (Kürnpıog)
13. Jh. 4. V.
Senkrechte bis richtungslose, diehtgedrängte Gebrauchsschrift mit ausgeprägten
Oberlängen (Gamma, Eta, Kappa, Tau) und außergewöhnlichen Größenunterschie-
den der Buchstaben: Fetiaugenmode. Aufgeblähtes Beta, Delta, Epsilon, Omikron,
Sigma. Verstärkte Oberlänge des Minuskel-Kappa.
Par. 2572, f. 32" (Taf. 54)
1
Par. 1610 A, 41" (Taf. 55)
1
EM
Alpha > 22 Beta LA Z. 23
Epsilon—Iota ó Z. 10
Epsilon—Xi D 2.7
sn @ ze
Sigma—lota © 23 Km KA Z.7
Theta a 2.3
Epsilon—Ny L 22
Epsion—Rho "3 Z4
Rho— Omega Ke 2.9
Akzente und Spiritus abgesetzt oder in verschiedenen Kombinationen verbunden.
Involvierungen und Suprapositionen; gelegentlich Juxtapositionen. Trema über Iota
und Ypsilon.
100
Tewpyıog
a. 1295/96
Senkrechte bis richtungslose, lockere Gebrauchsschrift einer geiibten Hand mit Beto-
nung einzelner übergroßer Majuskeln (Beta, Theta, Sigma) in der Art der Fettaugen-
mode. Juxtapositionen. Die farbige Füllung von Beta, Theta, auch Phi, weist auf
süditalienische Provenienz. Vgl. Turys, Italy, Pl. 37.
Beta B Z. 4 (Zählung ohne Interlinearversion)
Theta # Z. 1 Theta © 2.6
Pi wor 2.3 Tau sr Zi
Alpha—Ny sën Z5 ag. bi 2.8
Delta—Rho Ze» 2.7 Epsiln—Phi Dë 2.1
uev E vorletzte Z. Rho—Omikron 89 2.2
Sigma— Kappa Ar 2.6
Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; trotzdem wiederholt Verbindung von
Buchstaben, Spiritus und Kürzungsstrichen mit Akzenten. Zweistrichige ov-Kürzun-
gen in vergrößerter, horizontaler Form (4. Z. v. u.). Wiederholt Trema über Iota.
Vereinzelt Iota subscriptum.
Epsilon é Z.i
101
Tewpyıog
14. Jh. A.
Leicht rechtsgeneigte bis richtungslose, weitzeilige, mittelmäßige Minuskel in später
Nachfolge der Perlschrift. Unterdurchschnittliches Stilisierungsniveau. Deutliche
Oberlängen (Iota, hochgezogenes Tau), reduzierte Unterlängen.
42
2 Beta E SI Epsilon € Z.4 Theta Q Z.8
Schlußsigma C Z.2 Tau er SI Tau 7 2.3
Phi ® 25 Omega w 2.1
3 Epsilon—lota d 2.5 Epsilon— Lambda N 3.2.v.u.
Epsilon— Xi de To Zen Epsilon—Pi Hr 4.2. vo
w y 2.5 Rho—Iota ei Z. 6 Sigma—Theta ef Z.3
Tau—lota f Z. 2 Tau—Rho T 241
4 Abgesetzte Akzente und Spiritus. Zirkumflexe manchmal um einen Buchstaben nach
rechts versetzt.
102
Tewpyıog (“Pödıog)
Par. 1186, f£. 50° (Taf. 56) a. 1306
1 Rechtsgeneigte, kleinformatige, weitzeilige Minuskel nach Auflösung des Kanons.
Teils überdimensionale Oberlängen und Neigung zur Fettaugenbildung (Alpha, Theta,
Omikron, Sigma, Phi, Omega). Ständiger Wechsel zwischen Groß- und Kleinbuchsta-
ben. Vielfach Differenzierung von Haar- und Schattenstrichen.
2 Alpha a hä? Alpha = bäi Beta Ĝ a, letzte Z.
Gamma u A, 8. 8 Gamma P b,3.Zv.u Delta Ó` b,2.10
Zeta E & z] Eta u a,Z.2 Theta © a,Z.3
Theta E a, letzte Z. Xi È b8. Z. v.u Tau T b,2.3
Phi le» b, Z. 11 Psi + a,2.3 Omega CO b,3.Z.v.u.
3 duo BK b, vorletzte Z. Epsilon—Xi & a, Z. 14
Epsilon—Rho «^ a Z1 Ny—Epsilon Lë b, 9. Z. v. u.
4 Akzente und Spiritus zumeist weit abgesetzt. Akute oft sehr klein. Gelegentlich
Verbindung von Buchstaben mit Akzenten. Suprapositionen (Tau über Omikron).
Involvierungen (Ny in Omikron). Trema über Iota und Ypsilon.
103
Tewpyıog
Rom. Angel. 31, f. 2" (Taf.57) a. 1357
1 Rechtsgeneigte, lockere, eilige Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Oberlängen (hoch-
gezogenes Gamma und Tau) und reduzierten Unterlängen. Worttrennung. Neigung
zu ausfahrenden Längen an den Rändern des Schriftspiegels.
43
Bein E B2 wi Gamma d 28 Theta A 2.2
Per 23 Tu F 2.2 Psi A 12: Z. v. u:
S e adi SS è j z3 Epsilon—Iota E Z. 5
Epsilon—Lambda % Z. 10 Epsilon—Xi ei 6. Z. v. u.
a l Ss wy A z2 T Zi" sp
Ven e, Z7 vo om 13. Z. v. u. uev sks letzte Z.
Pi-Tau “PP 4: Z: v- t. nep ech Z.8 Tau—Iota A 2.5
Ypsilon—Tau 07 2.3
4 Akzente und Spiritus abgesetzt; manchmal Verbindung von Buchstaben mit Akzen-
ten. Kleine Zirkumflexe. Trema über Iota und Ypsilon.
104
Teweyıog
Par. 2538, f. 404° (Taf. 58) 15. Jh. M
1 Senkrechte, lockere, weitzeilige Minuskel niedrigen Stilisierungsniveaus in später
Nachfolge der Perlschrift. Übertrieben hochgezogenes Tau häufig in Z. 1. Wort- und
Buchstabentrennung. Verlust der Grundzeile.
2 Alph) 3 Z2 Beta Q vor.Z. Gamma y letzte Z.
Epsion ER LZ. Ny u Z1 Pi mr Zi
Rho p Zi Tau T 23 Omega o Si
3 Epsion—Xi JZ 3 Zvu Epsilon—Rho Se, Z1
Doppel-Sigma ov 6.Z.v.u. Chi—Rho 4. Z. v
et eu
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Spiritus asper gedreht und nach oben offen. Tilden-
förmige Zirkumflexe.
105
Tewpyıog
Par. 1577, LU (Taf. 59) a. 1519
1 Leicht richtungslose Gebrauchsschrift mit kleinem „Mittelbau“ und großem Zeilen-
abstand. Hochgezogenes zamma und andere Oberlängen (Tau, Psi) bestimmen das
eu Breitgezogene Kleinbuchstaben, vor allem Epsilon (Kennbuchstabe),
allen auf.
4
2 Alpha © b,Z.4 Beta & b, Z.3 Gamma T b, Z. 1
Epsilon æ a, Z. 10 Theta <Ð a, Z. 12
Lambda Ey a,2.6 Sigma Ca, vorletzte Z.
Ypsilon LG b, 10. Z. v. u.
3 xat e SEH R e
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Sehr kleine Zirkumflexe. Trema über Iota und
Ypsilon.
106
Tewpyıog
Par. 1206, f. 7° (Taf. 60) 16. Jh. 2. V.
1 Richtungslose, kräftige, aber undisziplinierte Gebrauchsschrift einer mäßig geübten
Hand mit Profilierungstendenz. Künstlicher Wechsel von zarten, schmalen und
plump auftrumpfenden Buchstaben bzw. Ligaturen. Weitgehende Wort- und Buch-
stabentrennung, daher nicht unübersichtlich. Ferner Nachklang des Hodegonstils.
2 Alpha A 2.5 Beta Q letzte Z. Beta € 2.6
Delta A 2.3 Delta a 2.3 Eta W Zi Eta 1 2.4
Eta X Z.8 Theta 9 2.2 Xi ĝ Z1 Pi zs 23
Schlußsigma € Z.2 Tu T Zi Phi P 2.4
3 Alpha—Rho % 2.9 yey %4 Z.1 Epsilon—Iota 4 12. Z. v.u.
Epsilon—Ny nA 2.3 Epsilon— Xi e Z.1
Epsilon—Tau @ Z. 12 Kappa—Epsilon £ Z. 6 a M 23
Doppel Sigma ap Z. 3 a IP 6.2.v.u. Tau—Rho 5 2.5
4 Akzente und Spiritus abgesetzt; manchmal Verbindung von Kürzungsstrichen mit
Akzenten. Winzige, kuppenförmige bis spitze Zirkumflexe. Trema über Iota und
Ypsilon.
108
T'pnyöpıog Bpvévviog
Taur. C. II. 16, £. 11" (Taf. 61)
1 Richtungslose, von Rundungen beherrschte Minuskel nach Auflösung des Kanons.
ng von Geraden, reduzierte Ober- und Unterlängen. Unsichere Grundzeile.
a. 1432
Vermeidu
2 Beta ß 2.10 Epsilon « Z.8 Eta y 2.16
Xi 2 2.13 Pi e 29 Tu T 29
Ypsilon Av 2.16
3 Gamma—lota KI 2.9 Delta—Eta A 2.10
Epsilon—Iota a 2.12 Epsilon—Kappa Cu 29
Epsilon—My Su 2.14 Epsilon—Xi c4 2.13 uev jacy 2.9
Sigma—Theta a% Z.8 Tau—Omikron "CG Z. 9
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Spiritus asper manchmal bis zu 90° gedreht. Oft
kleiner, kuppenförmiger Zirkumflex. Suprapositionen. Trema über Iota und Ypsilon.
109
Tonyöpıog
Par. 1053, f. 28° (Taf. 62) 11. Jh. A.
1 Rechtsgeneigte bis richtungslose, gedrängte, grobe Minuskel, mit mehreren Kalamoi
und Duktusschwankungen geschrieben. Kleiner Zeilenabstand. Unsichere Grund-
zeile. Ohne ästhetischen Anspruch.
2 Eta h zz Kappa k 2.9 Gamma y 2.15
3 Alpha—Xi = 2.9 Epsilon—Xi G 2.4 sei À 2.7
4 Spiritus in halbierter Eta-Form bzw. eckig. Kräftige Akute und Graves. Kleine
Zirkumflexe. Tildenartiger Ny-Kürzungsstrich am Zeilenende.
110
Tpnyöpıos
Par. Coisl. 283, f. 130° (Taf. 63) 11. Jh. A.
1 Rechtsgeneigte, kleinformatige kalligraphische Minuskel aus dem Bereich der Perl-
schrift mit reduzierten Ober- und Unterlängen. Keine Ansätze zur Worttrennung.
Haken an den Unterlängen von Iota, Lambda, My, Ny, Rho und Phi mehr oder
weniger deutlich. Wiederholt Verdickungen in Eta, Lambda, My, Ny, Ypsilon.
2 Zeta 3 5.2.v.u. Lambda £ SI My rt 4Zvu.
Xi S 2.7 Rho e vorletzte Z.
3 Epsilon—Iota d 2.2 Epsilon—Ny © Zä
Dei GI Z.1 xal & 2.5 red A Z. 4
Lambda—Theta 49 Z4
4 Spiritus in halbierter Eta-Form bzw. eckig. Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe.
46
111
Topnyopıos
Par. 863, f. 140" (Taf. 64) 11. Jh. 2. H.
1 Rechtsgeneigte, lockere kalligraphische Minuskel mit durchschnittlichem Stilisie-
rungsniveau: Perlschrift mit Zeichen des beginnenden Kanonverfalls. Neben mehre-
ren Majuskeln (Zeta, Eta, Theta, Kappa, Ny) teilweise Wort- und Buchstabentren-
nung. Großer Zeilenabstand.
2 Zeta OH 2.9 Kappa SO Xi 2 z fi
3 Alpha—Theta «OL Z. 1 ges Sai CR
Omikron—Ypsilon 2 9.2. v.u. Tau—Omega ER Z. 13
Ypsilon—Psi A 2.10
4 Runde Spiritus. Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe.
112
Tepnyöpıos
Montepess. H 446, f. 91” (Taf. 62) a. 1346
1 Senkrechte, archaisierende kalligraphische Minuskel mittleren Niveaus in der Nach-
folge der Perlschrift. Bescheidene Ober- und Unterlängen (trotz vereinzelt hochgezo-
genem Gamma und Tau). Überschriften in plumper epigraphischer Auszeichnungsma-
juskel.
2 Beta Æ Z. 9 (Zählung einschließlich Überschrift) Zeta H vorletzte Z.
Rho eg Zi Phi & 2.7
3 ay W Z.5 Epsilon—Lambda F letzte Z.
Epsilon—Xi & Z1l Epsilon—Ypsilon & 2.6
al % 6. Z. v. u. Pi—Tau ur Z. 4
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Kleine, teils kuppenförmige Zirkumflexe.
113
Tpnyóptos
Par. Suppl. 54, f. 16" (Taf. 65) 15. Jh. 2. V.
1 Senkrechte, lockere, schwungvolle Minuskel mit ausgeprägten Ober- und Unterlän-
gen sowie stark betonten Diagonalen. Auffällige Tendenz zu horizontaler Zerdehnung
(Alpha, Epsilon, Ypsilon). Erinnert an den Hodegonstil.
2 Alpha pS a,2.3 Beta % b,2.2 Gamma y a Z1
Theta H a, Z. 8 Xi A a, Z. 2 Omega e~ a, Z. 10
Omega oo b, vorl. Z.
3 Alpha—Xi vi b, 2.9 Epsilon—Iota &4 _b, letzte Z.
Epsilon—Lambda >. a,2.8 Epsilon—Xi Be a,9.Z.v.u.
I
Epsilon— Tau GC b,8.Z.v.u. wi D 223
Rho—Omikron ZS b, 2.6 Ypsilon— Tau > a, vorl. Z.
4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt. Graves oft besonders kräftig. Supraposi-
tionen. Trema über Iota und Ypsilon.
114
Tenyöpıog
Par. 1155, f. 6" (Taf. 66) a. 1483
1 Leicht rechtsgeneigte bis richtungslose, lockere, aber grobe Gebrauchsschrift unter-
durchschnittlichen Niveaus mit fernem Nachklang der Perlschrift. Nei Ü
Ischrift. N -
schreitung des Schriftspiegels. 2 en
2 Delta © 2.4 Zeta f 25 Iota L letzte Z.
Xi č Z1 Pi mT 2.4 Rho P Zi Tau er 21
3 Epsilon—Xi 3? 4. Z. v. u. Epsilon— Tau E 2.1
Epsilon— Ypsilon da "23 xal A 2.6
Apr Kr 2.6 vv agyu 2.9 uev uSp vorletzte Z.
oe oB TZ vu. Doppel-Tau 77 4. Z. v.u.
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Einzelne Involvierungen. Trema über Iota. Iota
subscriptum, nach rechts verschoben. i
115
Tpnyöpıog (Künpıog)
Par. Coisl. 4, f. 485" (Taf. 67) a. 1525/26
1 Rechtsgeneigte, gedrängte Gebrauchsschrift einer geiibten Hand mit Worttrennung
und unsicherer Grundzeile. i
2 Alpha EN 15. Z. v. u. Beta & 4. Z. v.u. Zeta d 3 vun
Phi ® 7.Z.v.u. Psi ~L 6. Z. v. u.
3 Gamma—Omikron 4.2.v.u. Epsilon—lota 1:4, U:
AN
`
èni Geo letzte Z. Epsilon—Rho d 7. eu
Epsilon—Rho 6 vorletzte Z. Epsilon—Tau vorletzte Z.
spp SF letzte Z. YpsilonNy MW letzte Z.
4 Inder Regel Akzente und Spiritus abgesetzt; manchmal Verbindung von Buchstaben
mit Akzenten. Sehr kleine, teils kuppenförmige, teils spitze Zirkumflexe.
116
Guglielmus Budaeus
Par. 2804, f. 119° (Taf. 68) 16. Jh. A.
1 Richtungslose, lockere Gebrauchsschrift einer schnell schreibenden, geübten Gelehr-
tenhand mit stark ausgeprägten Ober- und Unterlängen. Die weitgehende Buch-
stabentrennung verrät den Nicht-Griechen. Auffälliger Gegensatz zwischen den gro-
ben Schattenstrichen der Vertikalen und den kontrastierenden Haarstrichen. Charak-
teristisch: Fast einstrichig wirkendes Theta; armbrustförmiges Phi.
2 Beta fa 2.8 Gamma r 2.8 Delta 2.1
Epsilon 4 2.1 Eta » 2.2 Theta f Z.2
Lambda A Z4 Xi 2 Z. 10 Pi ar 29
Tau 7 2.4 Phi P Zu
3 Alpha—Rho zz Z. 15 Epsilon— Sigma A Z6
Doppel-Lambda e Z. i4 Omikron—Ypsilon % Z.1
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Vereinzelt Trema über Iota.
118
Aapaonnvög
Oxon. Auct. T. 6.5 (Misc. gr. 309), £. 266° (Taf. 66) 16. Jh. 2. H.
1 Richtungslose, eilige Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Ober- und Unterlängen und
vielfach zusammengepreßten Buchstaben. Ohne ästhetischen Anspruch.
2 Beta p Zi Epsilon « 2.2 Zeta f Zi Eta a Z3
Theta a 2.2 Xi f 25 Sigma e 2.2
Schlußsigma s 2.3 Tau f 2.3 Tau d 2.12
nennen nennen engen
49
BE y )
3 Alpha—Rho R 2.3 sai w 2.9 Kappa—Omikron 19 2.6
Doppel-Lambda w 2.2 Pi—Rho m Z.I
Sigma—Alpha aa Z.2 Tau—Rho $ Zi
4 nn. und Spiritus abgesetzt; gelegentlich Verbindung von Spiritus und Buchsta-
ben mit Akzenten. Zirkumflexe kuppenförmig bis spitz. Einfacher Punkt oder Trema
über Iota und Ypsilon. Bisweilen Iota subscriptum.
120
Aav
Par. 53, p. 27 (Taf. 69) 11. Jh. A
{ Senkrechte, lockere kalligraphische Minuskel im Kanon der Perlschrift.
2 Zeta 2 Eta In b, 2.3
Xi Z a, Z. 14 Psi eœ a Z4
3 Gamma—Omikron wéi a,Z.3 Epsilon—Iota Q b, Z.2
Epsilon—Xi &3 a,11.Z.v.u.
Doppel-Sigma AT b,2.7
a, 8. Z. v. u. Lambda + a, letzte Z.
Doppel-Lambda 2% b,2.2
Chi-Lambda XA 3,4Z2.v.u.
4 Spiritus in halbierter Eta-Form oder eckig. Sehr kleine Zirkumflexe.
122
Aavına
Par. Coisl. 216, f. 31“ (Taf. 70) 14. Jh. 1. H
1 Richtungslose, lockere, ligaturenfreudige G i i
> 5 ge Gebrauchsschrift mit maßvollen Oberlän-
gon und reduzierten Unterlängen. Großer Zeilenabstand. Fast völliges eebe ven
einen open und Vertikalen. Spurenelemente von Fettaugen (Alpha, Omikron)
Jegensatz von Groß- und Kleinbuchstaben. Worttrennung. Unsichere Grundzeile i
2 Beta R 4Z.v.u. Zeta 9 11.Z. v.u. Theta o letzte Z.
3 ayo ga 6.2.v.u. Epsilon— Beta R 27
Epsilon—Ny Ge 2.2 m 25
Epsilon—Phi Ep 2.10 sai o &Z vu
My—Omikron us Z. 4 unn ` Ab Z1
op nm Zi ën aA 22
4 Vielfach Verbindung von Buchstaben, Spiritus und Kürzungsstrichen mit Akzenten;
die Akzente beziehen sich manchmal auf den vorangehenden Buchstaben (z. B.Z.15
sdenpoüvras). Spiritus asper gedreht und nach oben offen. Bisweilen größere wv-Kür-
zungsbogen. Kleine Zirkumflexe. Suprapositionen. Trema über Iota und Ypsilon.
123
AavınA
Par. Coisl. 306, f. 471" (Taf. 71) a. 1549
1 Senkrechte, gedrängte, durch Worttrennung trotzdem übersichtliche Gebrauchs-
schrift mit ausgeprägten Oberlängen (hochgezogenes Gamma und Tau, Delta, Phi,
Psi) und reduzierten Unterlängen.
2 Beta @ Z.6 (Zählung mit Überschriftszeile) Gamma T 2.2
Zeta f 2.2 X Se Pi w 22 Rho p letzte Z.
Psi y 2.8
3 Epsilon-Gamma du 3.2.v.u. Epsilon—Iota d 2.2
Epsilon—Xi dë 2.6 Epsilon— Tau £ 2.6
Eta—Phi kp 2.3 uv MW 2.7 Stigma 5° letzte Z.
4 Akzente und Spiritus mehrheitlich abgesetzt; wiederholt Verbindung von Buchsta-
Par. 1318, f. 134“ (Taf. 70)
1
4
ben mit Zirkumflexen; alle Akzente maßvoll. Gelegentlich Doppelakzente.
124
Aav
16. Jh. 4. V.
Richtungslose, lockere Gebrauchsschrift auf niedrigem Niveau mit weitgehender
Wort- und Buchstabentrennung. Großer Zeilenabstand. Oberlängen von Gamma,
Epsilon, Eta und Minuskel-Theta. Flachgedrücktes Majuskel-Theta.
Beta Z 6. Z. v. u. Gamma a Z.1 Theta 4 Kä
Theta © 5.2.v.u. D 7T 27 Rho € 3.2.v.u.
Phi R BS vu
ayı SA
Epsilon—Kappa CG 2.5
T-Z. v. ü. Za Da vorletzte Z.
Epsilon—Lambda y 2.1
Epsilon—Rho S 6. Z. v. u. Rho—Omikron e9 SZ vn.
Akzente und Spiritus abgesetzt. Giebelförmige Zirkumflexe. Trema über Iota.
Par. Suppl. 444, f. 134” (Taf. 73)
1
2 Theta CŒ) éen
51
125
Aaviĝ
Par. 96, f. 252” (Taf. 72) a. 1432
1 Senkrechte, lockere Minuskel nach Auflösung des Kanons. Wort- und Buchstaben-
trennung.
2 Alpha à Z.4 Beta & 2.2 Gamma F Z.1
Epsilon & Z.1 Zea Q 23 Zeta 2.6
Eta Zi Eta k Z4 Piw Z3 Pidzı
3 ayı y 2.4 Epsilon--Tau A 2.9 Epsilon— Ypsilon Ad, Z.2
Epsilon— Omega Qs 2.8 Pi—Omikron 7 2.4
tG 2.1
4
Akzente und Spiritus abgesetzt. Spiritus asper oft um 90° gedreht und nach oben
offen. Kleine Zirkumflexe. Tildenförmige Kürzungsstriche. Kürzungen und Suprapo-
sitionen entsprechend dem Textinhalt (Chronologie).
126
Aavid
16. Jh. 3. V.
Rechtsgeneigte kräftige Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Ober- und Unterlängen.
Betonung der NO-SW-Diagonale durch Lambda, Chi und markante Akute.
Xi T 2.9
Chi BS: 2.2
Lambda fe 10.2.v.u.
Sigma C 2.8
Psi AJ 2.3
Alpha—Rho X 2.2
Phi Q 8.Z. v.u.
Epsilon—Iota % letzte Z.
2.2 Epsilon—Rho ke,
Sigma—Omikron A Z.1
Epsilon—Lambda vorletzte Z.
Epsilon— Ypsilon d. Z.1
Phi—Rho 8. Z. v. ü,
Akzente und Spiritus überwiegend abgesetzt, aber auch mit Buchstaben und Kür-
zungsstrichen verbunden, ebenso Spiritus mit Akzenten. Oft kuppenförmige, kleine
Zirkumflexe. Involvierungen (auf anderen Folien). Wiederholt Trema über Iota und
Ypsilon. Iota subscriptum.
EI
N
129
Anunrpıog Kavtraxovýnvós
Par. 1731, f. 100" (Taf. 72) a. 1475
1 Richtungslose, lockere Gebrauchsschrift mit weitgehender Wort- und Buchstaben-
trennung, kräftigen Oberlängen (bes. hochgezogenes Tau) und Unterlängen (bes.
Kürzung für sai), Bevorzugung runder Formen mit einzelnen Erinnerungen an die
alte Minuskel. Unterdurchschnittliches Stilisierungsniveau.
2 Beta p Z.1 Gamma 7 2.1 Delta DA vorletzte Z.
Epsilon 4 Z.1 Zeta H 2.3 Xi £ 25
Chi A letzte Z.
3 EM M vorletzte Z. Epsilon—Rho Ñ 2.8
eTo ES 2.9 xar N vorletzte Z.
ww bo 2.3 Sigma—Phi ad 2.1 Tau-Omikron G Z1
Tau—Rho $ 7.2. v.u.
4 Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils Verbindung von Akzenten mit Buchstaben
und Spiritus. Spiritus asper gedreht und nach oben offen. Wiederholt Trema über Iota
und Ypsilon.
130
Anuntpiog Aeovtápns
Par. 1639, f. 1" (Taf. 74) a. 1474
1 Leicht rechtsgeneigte bis riehtungslose Gebrauchsschrift mit bescheidenen Stilisie-
rungsansätzen. Ausgeprägte Oberlängen (hochgezogenes Tau, Majuskel-Epsilon, Ma-
juskel-Sigma, Minuskel-Epsilon, Minuskel-Theta), reduzierte Unterlängen. Die auf-
geblasene Schlinge der Oberlängen von Epsilon und Theta sowie die Oberlängen von
Majuskel-Epsilon und Majuskel-Sigma dominieren im Schriftbild.
2 Beta Q 2.1 Zeta Q Zu Theta 9 Ze
N y 22 Xi E 2,1
Schlußsigma $ 2.2 Tau T vorletzte Z.
Kappa K letzte Z.
P er zl
Ypsilon (mit Akut) af 3.2.v.u. Omega w 2.2
3 Alpha—Ny gu Z.3 Epsilon—Lambda f letzte Z.
Epsilon—Xi 43 13.2: 7.0. Epsilon—Pi + 11.2. v. u.
uev e 2.2 uev JN. 2.6 nep & 6. Z. v.u.
LD a 3.Z. v.u.
4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt. Nicht selten pedantisch ausgeführte
Verbindung von Vokalen mit Akut. Zirkumflexe und wv-Kürzungsbogen stets über
2-3 Buchstaben.
Sigma—Alpha G 2.3
133
Anunrpıog Henaywpevog
Par. 2256; £: 10" (Taf; 75) 15. Jh. 1.H.
1 Senkrechte, lockere, fast zarte Gebrauchsschrift mit stark ausgeprägten Oberlängen
(Eta, Tau, Phi, Psi) und reduzierten Unterlängen. Großer Zeilenabstand. Wort- und
Buchstabentrennung. Für die Hand eines Mediziners überraschend deutlich und gut
lesbar.
2 Alpha A 2.2 Epsilon « Z.1 Eta k Z.1 Ny v 23
Xi ¢ Z4 Pi oe Z1 Tau T 22 Phi $ Z1
Psi J Z4
3 Epsilon—Rho $ Z.1 ui $ 2.6 uey m Z. 10
Sigma—Tau 5 Z.1
Tau—Rho $ Z.7
Sigma—Omega % Zä
Ypsilon— Tau ir 2.1
4 Akzente und Spiritus abgesetzt; wiederholt Verbindung von Spiritus mit Akzenten.
Akute und Graves oft fast senkrecht. Spiritus asper um 90° gedreht und nach oben
offen. Winzige, kuppenförmige Zirkumflexe. Suprapositionen. Trema über Iota und
Ypsilon.
137
Anuntpiog Bıkloupdeng
Par. 2661, f. 169 (Taf. 75) a. 1366
1 Senkrechte, lockere, weitzeilige Minuskel nach Auflösung des Kanons. Ausgeprägte
Oberlängen (hochgezogenes Tau und Gamma, Majuskel-Kappa, Xi), reduzierte Un-
terlängen. Weitgehende Wort- und Buchstabentrennung.
2 Alpha A. letzte Z. Beta D 2.9 Gamma r KÉN
Zeta / 6.2.v.u. Eta x 2.2 Theta 9 Z.1
Kappa k letzte Z. Xi 4 2.6 Tau T 22
Phi $ 2.2 Psi + Z.4
3 Epsilon—Zeta R S.S eo Epsilon—Iota q Z.1
Epsilon—Xi d 2.10 Epsilon— Ypsilon L 2.7
Rho—Omikron ep 2.10 Sigma—Theta q9 2.8
Tau—Rho k 8.2.v.u.
4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; nicht selten Verbindung von Buchsta-
ben mit Akzenten. Nach oben offener Spiritus asper; analog nach unten offener
Spiritus lenis. Tildenförmige Zirkumflexe. Trema über Iota und Ypsilon.
139
Andree
Par. 40, f. 53" (Taf. 76) a. 1059
1 Senkrechte bis rechtsgeneigte, lockere kalligraphische Minuskel in der Tradition der
Perlschrift mit reduzierten Unterlängen. Gewisse Ähnlichkeiten mit dem Reggio-Stil
(vgl. Pal. Gr. Byz. 241 ff. und Rep. I 33).
2 Zeta a 2.6 Eta & 2.7 Theta & Z. 11
Ny „ vorletzte Z. Pi œ 2.8 Rho e Z1
Phi & Z.1 Psi + 4. Z. v.u.
3 Delta—Epsilon = Zat Epsilon—Iota ¢ Z.7
Epsilon— Xi 2 2.7 Epsilon— Tau & letzte Z.
Epsilon—Ypsilon & vorletzte Z.
4 Eckige und runde Spiritus. Winzige Zirkumflexe.
141
Auovücıog
Par. 1387, f. 23" (Taf. 76) a. 1379
1
Senkrechte bis richtungslose Gebrauchsschrift mit proportionierten Oberlängen
(hochgezogenes Gamma und Tau, Kappa, Xi und Epsilon-Ligaturen) und reduzierten
Unterlängen. Worttrennung. Juxtapositionen (Tau—Eta, Phi—Theta). Ferner
Nachklang des Metochites-Stils.
55
2 Epsilon 4 2.8 Eta 4 2.7 Pi T Z2 Tu | z2
3 Doppel-Gamma d 2.4 Epsilon—Iota a Kä)
Epsilon—Ny WW 2 10 Epsilon—Xi v3 2.9
Epsilon—Xi & 215 ii Mi afya
Epsilon—Rho Cp Z.1 xa lc 8.Z. v.u. xa EA 5.2. en
wu 5 4. Z. v.u, Tau—Eta k 2.7 Phi—Theta 49 Z. 7
4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt. Einfacher Punkt, seltener Trema über
Iota (und Ypsilon).
142
Arovócog
Par. Coisl. 38, f. 502% (Taf.77) a. 1431
1 Leicht rechtsgeneigte, lockere, zierliche Minuskel mit ausgeprägten Diagonalen
(Lambda, Chi) sowie Oberlängen (hochgezogenes Gamma, Psi) und stark reduzierten
Unterlängen. Vielleicht dem Atelier des Johannes Rhosos zugehörig; vgl. die große
Initiale Epsilon (nicht auf der Tafel) und das dominierende Lambda.
2 Alpha & b,Z. 1 Beta ® b, 3. u. 4. Z. v.u.
Eta NH b,Z.1 Theta 9 a, Z. 2 Lambda N a, 2.2
My ù a, Z.1 Ny ¥ a Z.2 Xi 2%, bas
Pi war a, Z. 2 Phi Ọ 3,2. 1
3 Alpha—Rho EIA) a, Z. 8 Doppel-Gamma a b, 2.1
Delta—Iota N a,2.8 Epsilon—Sigma & nicht auf der Tafel
Rho—Omikron Ga b,2.4 Sigma—Theta 09 321
Ypsilon—Rho U) 32.8
4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt. Spiritus asper oft um ca. 90° gedreht und
nach oben offen. Doppelakzente. Wiederholt Trema über Iota und Ypsilon.
143
Hector Pyrgotelis
Par. Coisl. 351, f. 112” (Taf. 78) a. 1516
1 Richtungslose, lockere Gebrauchsschrift aus dem Umkreis der Druckminuskel. Sehr
weiter Zeilenabstand, für Interlinearversion eingerichtet. Wort- und Buchstaben-
trennung. Überschriften und Subseriptionen in moderner Auszeichnungsmajuskel.
56
2 Beta E 2.2 Gamma f letzte Z. (gezählt ohne subscriptio)
Epsilon e Z.1 Eta n 23 Theta Di 2.4
Theta A 2? Kappa x Z.1 Ny v Zi Pi r Z1
Rho e Z.1 Tau 7 22 Tau ] vorletzte Z. Psi A Z.1
3 Gamma—Alpha 3 Z6 Delta—Iota A letzte Z.
Epsilon—Ypsilon Á vorletzte Z. nv nu 2.2
Pi-Omikon m 2.5 ` Some "Tan s Z.3 Tau-Rho $ Z.3
Phi—Omikron P3 Z. 1
4 Akzente und Spiritus deutlich abgesetzt. Selten Verbindung von Spiritus mit Akzent.
Tildenförmige oder kleine kuppenförmige Zirkumflexe. Trema über Iota. Iota sub-
scriptum.
149
Hermolaus Barbarus
Par. 3056, f. 120" (Taf. 79) a. 1482
1 Richtungslose, kleinformatige, eilige, fast zierliche Gebrauchsschrift einer Gelehrten-
hand. Wort- und Buchstabentrennung. Großer Zeilenabstand. Unterlängen vielfach
reduziert.
2 Alpha a Z.1 Beta 8 Z.1 Epsilon CG Z.1
Theta é Z.5 Xi 4 vorletzte Z. Schlußsigma ş vorletzte Z.
Tau % lZ. Phi ® Z.4
3 Alpha—Rho a Z.3 Se a T.Z v.u Epsilon—Iota d Z.7
Epsilon—Rho G 2.4 xal W vorl. Z. uev hm LZ.
4 Zarte Akzente und Spiritus abgesetzt. Akute und Graves in der Richtung oft kaum
Par. 1625, f. 14° (Taf. 80)
1
unterschieden. Selten Verbindung von Spiritus oder Buchstaben mit Akzenten. Til-
denförmige, zumeist derbe Zirkumflexe. Spiritus asper gedreht und nach oben offen.
150
Evöoxınog
15. Jh. A.
Richtungslose, lockere Gebrauchsschrift einer unsicheren Hand (alter Kopist?) mit
reduzierten Ober- und Unterlängen. Worttrennung. Verlust der Grundzeile.
Dr
Ee
Alpha I 2.1 Beta PR 2.4 Epsilon € Z.4
Kappa E Z.4 Ma Z.I Xi A 2.2
Rho Ri Z.1 Rho € Z. 4 Sigma a Z.2
Phi A 2.8
Epsilon—Iota & Z.4
Epsilon—Ypsilon & Z.2 xar
Psi Kä 3.2.v.u.
Epsilon—Rho "e 2.4
6. Z. v. u.
Akzente und Spiritus abgesetzt. Zirkumflexe manchmal nach rechts verschoben.
Trema über Iota und Ypsilon. Vereinzelt Iota subscriptum.
151
Eoädtoe
Par. 519, f. 347" (Taf. 81) a. 1007
1
Par. 1499, f. 307" (Taf. 82)
1
Senkrechte, lockere kalligraphische Minuskel von durchschnittlichem Stilisierungsni-
veau: Perlschrift. Ansätze zur Worttrennung. Hochgezogenes Tau gegen Zeilenschluß.
Dreierförmiges Zeta. Relativ geringe Beimischung von Majuskeln (Epsilon, Theta,
Kappa, Lambda, Sigma). Überschriften in alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel.
Epsilon & b,2.5 Zeta Q a,2.2
Kappa W. a, Z.1
Tau T a, 2.9 Chi sA å, Z. A
Omega © a, Z.2
e NY aZ. 16
Epsilon—Xi £? a, IR vu
Doppel-Tau Ty b,2.8
Gamma k az?
Theta 32.1
Lambda A b,Z.1
Psi + b, 4. Z. v.u.
Kappa i< a,Z.3
Alpha—Kappa ck b, Z. 12
Epsilon—Iota d b, Z. 2
Aoy Ay a,2.2
Ypsilon—Sigma or b, 12. Z. v. u.
Spiritus in halbierter Eta-Form bzw. eckig, aber auch schon rund. Kleine, kuppenför-
mige Zirkumflexe. Doppelakzente. Tildenförmige Kürzungsstriche, gerade für Ny
am Zeilenende. Gelegentlich Iota adscriptum (auf anderen Folien).
152
Eoäduxoe
a. 1055-56
Senkrechte kalligraphische Minuskel mit hohem Stilisierungsniveau: Perlschrift.
Hochgezogenes Tau gegen Zeilenende.
58
2 Beta IL a,2.12 Gamma y bS Z v Epsilon E b,Z.6
Zeta dÉ b,2.5 Eta I b, letzte Z. Eta b a, Z. 11
Theta D b, Z. 5 Kappa IÇ b,Z.1 My H. b, letzte Z.
Ny U b, vorletzte Z. Pi or 521 Rho e b, letzte Z.
Tau T b, 2.2 Phi b, 4. Z. v. u. Omega QO b,Z.1
3 Gamma—Eta b, 2.9 Epsilon—lota d b,Z.3
Epsilon— Lambda Kä a, 3. Z. eu Epsilon— Lambda ED b, 2.1
Epsilon— Xi % b,8.2.v.u. Epsilon—Phi Ch b, vorletzte Z.
Lambda—Eta a, 2.3 Doppel-Lambda 79 a, 2.2
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. Doppelakzente.
Spiritus in allen drei möglichen Formen. Kürzungsstriche gerade, Ny-Kürzungsstrich
am Zeilenende tildenförmig. Iota adscriptum.
154
Ebordtıog
Par. Suppl. 113, f. 1" (Taf. 78) a. 1566/67
1 Rechtsgeneigte, lockere, anspruchslose Gebrauchsschrift mit reduzierten Ober- und
Unterlängen. Eintöniges Schriftbild.
2 Beta Z. 2 (Zählung einschließlich Überschrift) Epsilon « 2.2
Eta u Zi Theta 9 2.9 Xi Ẹ Z2 Rho e 2.7
Schlußsigma Ç Z.1 Tau 7 3.Z.v.u. Phi p 3.Zv.u
3 Delta—Iota dy Z.6 Epsilon—Rho À 4. Z. v. u.
Epsilon—Omega & letzte Z. xat el Z.1
Doppel-Pi mr 23 Rho—Omikron 0% vorletzte Z.
4 Akzente und Spiritus abgesetzt; selten Verbindung von Buchstaben mit Akzenten.
Kleine Zirkumflexe.
155
Eöpnpuos
Par. Suppl. 911, f. 9 (Taf. 83) a. 1043
1 Senkrechte bis richtungslose kalligraphische Minuskel unterdurchschnittlichen Ni-
veaus aus dem Bereich der Perlschrift. Rechtsneigung einzelner Buchstaben wie
59
Epsilon, Lambda, Ny. Überschriften in konstantinopolitanischer Auszeichnungsma-
juskel.
2 Lambda ZZ 2.5 N Le Ke P eer AS
3 en Gei 2.6 sde eh Z. 10
4 Spiritus rund bis eckig. Sehr kleine Zirkumflexe. Kürzungsstriche der nomina sacra
mit Knötchen.
156
Zaxapiag Kaddıdpyng
Par. 2823, f. 173” (Taf. 83) 15. Jh. E.
1 Rechtsgeneigte bis richtungslose, unruhige Gebrauchsschrift ohne ästhetischen An-
spruch, mit großem Zeilenabstand und proportionierten Ober- und Unterlängen.
2 Beta Ĝ Z.4 (Zählung ohne Interlinearversion) Delta d: Z. 4
Epsilon ¢ Z.1 Zeta 14 vorletzte Z. Theta 9 3.Z. v.u.
Xi Ẹ zı Sigma TZ? Tu J zs
Phi Q 2.3 Omega GO 32 en
3 Alpha—Rho ap 2.1 yàp 1 vorletzte Z.
on Si 3.2 v.u. Epsilon—Iota q Z.2
Epsilon—Lambda H 2.1 uev EH 2.3
Pi—Rho TT 8 Sigma-Omikron G 2.6
Ypsilon— Sigma w 4Z.v.u.
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Oft einfacher Punkt über Iota. Trema über Ypsilon.
Iota subscriptum.
157
Zaxapiag ZxopdbAuog
Vind. Theol. 72, f. 1" (Taf. 84) a. 1563
1 Senkrechte, eher gedrängte, aber durch Worttrennung übersichtliche Gebrauchs-
schrift mit ausgeprägten Oberlängen (hochgezogenes Gamma und Tau, Delta, Theta,
Psi) und Unterlängen (Zeta, Rho, Phi, Chi). Die zahlreichen Vertikalen, besonders
das einförmig hochgezogene Tau, vermitteln ein Gesamtbild, das an Gitterschrift
erinnert. Dazu tragen auch die oft senkrechten oder fast senkrechten Akute (und
Graves) bei.
60
2 Beta C 2.3 Beta P 2.3 Gamma PT 2.5
Epsilon 4 Z.1 Zeta 4 letzte Z.
Xi d 2.2 Pi W Z.1 Rho 2 2.4 Tau 1 2.2
Phi p 2.7 Omega oO 23
3 Epsilon—Its & 2.2 Theta—Epsilon fy 2.4
Doppel-Lambda Wy letzte Z. uev E ET
wën Mo 23 Tau--Alpha a 6. Z. v.u.
Tau—Iota Je 2.9 Tau—Omikron J9 23
4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt, immerhin Verbindung von Buchstaben
mit Akzenten nicht selten. Zirkumflexe manchmal über den folgenden Buchstaben
verschoben. Trema über Iota, seltener über Ypsilon. Iota subscriptum.
158
Hiag
Par. 375, f. 113" (Taf. 85) a. 1021
1 Richtungslose, unbeholfene Minuskel mit wechselnder Dichte und variierendem Zei-
lenabstand. Proportionierte Ober- und Unterlängen. Manchmal keulenförmige Ver-
dickung von Oberlängen. Sehr niedriges Stilisierungsniveau. Weder Wort- noch
Buchstabentrennung. Verlust der Grundzeile. Klägliche Versuche von Auszeich-
nungsmajuskel in den Überschriften.
2 Eta kb 3.2.0. U. lota Z 2.4 Kappa L. 2.2
Ny p 21 Ny N Zi Phi H 3.2.v.u.
3 Delta—Epsilon DS Z. 1i Epsilon—Xi SS eu
Epsion—Rho 6P letzte Z. wi Q 22
Sigma—Chi Gäe 2.3 Ypsilon—Sigma W 2.2
4 Kräftige Akute und Graves. Sehr kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. Spiritus eckig,
manchmal in halbierter Eta-Form. Trema über Iota.
160
Oeoööcıog
Par. Coisl. 248, f. 125" (Taf. 86) a. 1065
1 Richtungslose Minuskel einer geübten Hand mit verschiedenen Elementen, die für die
frühe Zeit des Kanonverfalls überraschen: Zahlreiche Majuskeln, Gegensatz von
61
Groß- und Kleinbuchstaben, deutliche Fettaugenelemente (Delta, Epsilon, Omikron,
bes. aufgeblähtes Epsilon—lota), häufiges weit hochgezogenes Tau. Großer Zeilenab-
stand bei ausgeprägten Ober- und Unterlängen. Unsichere Grundzeile.
2 Alpha Ss Z.1 Gamma UV Z.I Kappa x Z.1
Lambda A 2.1 Ny w Z.I Tau KR 12..2.v. u.
Ypsilon x» Z.1 Phi b 5. Z. v.u.
3 Alpha—Chi x 2.4 Delta—Iota Ay 5.2. v.u.
Epsilon—Iota d Z. 14 Epsilon—lota g 5. Z. v.u.
Epsilon— lota d 5. Z. v. u. Epsilon— Xi fei 2.6
A
N
Ereel CN "T.S en ETL sS% 2.3
EL d vorletzte Z. xal fe KA uèv m 10.2. vu
Doppel Di e Z.1 Stigma E Zi Tau—lota A letzte Z.
Ypsilon—Sigma ur Z.2
4 Spiritus teils eckig, teils rund, gelegentlich in halbierter Eta-Form. Kleine Zirkum-
flexe. Suprapositionen. Involvierungen. Vereinzelt Trema über Iota. Iota adscrip-
tum, manchmal verkleinert.
161
Deéëouioe
Par. Coisl. 263, f. 142" (Taf. 87) a. 1059
I Senkrechte, kleinformatige kalligraphische Minuskel von durchschnittlichem Stilisie-
rungsniveau: Perlschrift. Überschriften in stilloser mißlungener Auszeichnungsmajus-
kel. Marginalien in gemischter Auszeichnungsmajuskel.
2 Zeta a Z. 11 (Zählung einschließlich Überschrift) Eta h 26
Theta A Z.6 My vw Z4 Pi ww Zë Phi A 2.6
Psi + Z. 15
3 Alpha—Phi ab Z.12 Epsilon—Iota 4 Z.7
Epsilon—Xi d 5. Z, v. u. m Ge 26 Epsilon—Tau & Z.8
Doppel-Lambda CH 2.8 Doppel-Lambda f Zu
Ypsilon—Pi wu 212
62
Spiritus in halbierter Eta-Form bzw. eckig oder auch rund. Akzente oft bis zu einem
Buchstaben nach rechts verschoben. Sehr kleine Zirkumflexe. Kürzungsstriche bis-
weilen mit Asteriskos versehen.
162
Deéäouhoc
Par. 243, f. 141” (Taf. 88) a. 1133
f
Par. Coisl. 382, f. 112” (Taf. 89)
1
Leicht rechtsgeneigte kalligraphische Minuskel durchschnittlichen Niveaus: Perl-
schrift. Überschriften in alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel, Haupttitel in epi-
graphischer Auszeichnungsmajuskel.
Alpha A b, letzte Z. Eta X a 34 Theta d b,9.2.v.u.
Lambda A b, vorletzte Z. My AL a,Z. 3 (Zeilenanfang)
Omega Œ@ 3,2.2
Epsilon—Zeta fei a,2.9 xal Laj a, vorletzte Z.
A90 4o a,4.Z.v.u. Omikron— Ypsilon Y a, Z. 10
Tau—Iota 7 Tau—Omikron TO a, Z. 4
Ypsilon—Ny W az
a, vorletzte Z.
Spiritus rund bis eckig. Kleine Zirkumflexe. Ny-Kürzungsstrich am Ende der Zeile
(auf anderen Blättern).
166
Bcööwpog Kapaßăs
15. Jh. M.
Richtungslose, kleinformatige, unauffällige Gebrauchsschrift mit normalen Oberlän-
gen (darunter hochgezogenes Gamma und Tau) und reduzierten Unterlängen. Wort-
trennung.
Beta % "li Gamma f SR ee Epsilon 4 Z.1
Tu T Z4 Phi A Z.2
Epsilon—Iota q Z.3
Epsilon—Xi 2 Z.1
Zeta Ê 2.6 Xi 2 zu
Alpha—Chi X 2.5
Epsilon— Kappa Q Kä
Epsilon—Rho $ letzte Z. Epsilon—Omega G 2.6
Rho—Omikron g9 letzte 2.
Akzente und Spiritus abgesetzt. Vereinzelt Verbindung von Spiritus mit Akzenten.
Trema über Iota und Ypsilon.
Par. 1368, f. 40" (Taf. 90)
1
Par. Coisl. 5, f. 15" (Taf. 91)
1
63
167
Oecóðwpos Kprrórovňog
15. Jh. 2. Drittel
Richtungslose, lockere, durch Worttrennung übersichtliche Gebrauchsschrift mit
Vorliebe für runde Formen. Reduzierte Unterlängen. Großer Zeilenabstand. Unsi-
chere Grundzeile.
Gamma € letzte Z. Epsilon £ 2.2 Theta # 7.2. v.u.
Ny V letzte Z. Xi f 2.5 Pi w 21 Omega © Z.1
Epsilon—Iota ¢ vorletzte Z. Epsilon—Lambda KW II. Z: en
Zei Lo 3.2.v.u. Epsilon—Rho & 2"
Epsilon—Sigma fl- vorletzte Z. Epsilon— Ypsilon 4 Z.1
uev MW letzte Z. vv MA 2.12
Rho—Iota & letzte Z. Sigma—Omikron G 3:2
Chi—Omikron A8 2.2
Zumeist kräftige Akute und Graves, teils abgesetzt, teils verbunden mit Buchstaben
Spiritus und Kürzungsstrichen. Bescheidene wv-Kürzungsbogen. Suprapositionen.
Doppelakzente (auf anderen Folien). Trema oder einfacher Punkt über Iota, auch
Ypsilon. Iota subscriptum.
168
Ocóðwpos Aaurétng
a. 1263/64
Senkrechte, lockere kalligraphische Minuskel aus der Zeit des Kanonverfalls mit
Tendenz zur Dehnung in der Horizontale (Alpha- und My-Ligaturen; zerdehntes uev!)
und Neigung zur Überschreitung des Schriftspiegels. Erinnert an Handschriften der
Gruppe „2400“.
Delta A 2.1 Epin @ zu Zeta Q 2.21
Theta & z.w Kappa K 2.12 Xi & zu
Rho ọ 22 Tu TË zi
ayı a 2.6 Bn DA 14. Z. v. u. aro AISO Z. i4
app aN 4. 2.v.u. Alpha—Tau OC Z.15
Epsilon—Rho "e 2.8
uep up vorletzte Z.
Rho—Omikron e?
Epsilon—Iota d 2.1
pev up 12. Z. v. u.
Rho—Alpha E 2.7 8.2.v.u
64
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Kräftige Akute und zumeist flach liegende Graves.
Kleine, kuppenförmige, manchmal spitze Zirkumflexe. Suprapositionen (charakteri-
stisch: ov f. 31"), Juxtapositionen (auf anderen Folien). Wiederholt Trema über Iota.
169
Beödwpog Audorupyirng
Par. 1971, f. 49” (Taf.92) 13. Jh. E.
I Richtungslose, kleinformatige Gebrauchsschrift mit besonders kleinem „Mittelbau“
bei großen Zeilenabständen und reduzierten Unterlängen. Ohne jeden ästhetischen
Anspruch. Gelegentlich Spuren von Fettaugen. Schluß-Majuskel-Sigma wiederholt
übergroß. Hochgezogenes Gamma und Tau. Randkommentar von derselben Hand.
2 Beta Q vorletzte Z. Gamma f Z1 Delta Ò 2.4
Majuskel-Sigma am Wortende C 2.1
Tau T vorletzte Z. (Fuß oft ein wenig über der Grundzeile!)
“letzte Z.
x 15. Z. v. u. (Kenn-Ligatur)
Epsilon— Tau E letzte Z.
3 ykp A 4dZvu Gamma—-Iota
4. Z. v. u. Epsilon—Xi
"0 %
Epsilon—Rho Q 15. Z. v: i
4 Akzente und Spiritus zum Teil abgesetzt, überwiegend jedoch Verbindung von Buch-
staben mit Akzenten, insbesondere mit hochgezogenen Zirkumflexen, auch von Spiri-
tus mit Akzenten. Juxtapositionen runder Buchstaben, insbesondere Omega—Sigma
(auf anderen Blättern). Involvierungen, vor allem zën" Involvierung von Tau und Ny
in die Rundungen des Omega mit genau auf Mitte darüber gesetztem Zirkumflex (auf
anderen Blättern). Trema über Iota und Ypsilon. Iota subscriptum.
170
Ocdöwpog Deiheéuoe
Par. 2327, f. (at 93) a. 1478
| Richtungslose, derbe Gebrauchsschrift mit kleinem Zeilenabstand und unsicherer
Grundzeile. Weitgehende Wort- und Buchstabentrennung. Hochgezogenes, peit-
schenförmiges Tau. Ohne ästhetischen Anspruch.
2 Beta 6 2.9 Gamma Fr 2.2 Xi E Si
De 2.4 Tu 7 22 Phi @ Zi
NS
3 xal äi 2.7 uv MW 23
Sigma—Tau D' 2.6 Ypsilon—Ny y Z. 10
Chi—Rho Ax? Z. 11
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. Trema oder
einzelner Punkt über Iota, selten Trema über Ypsilon.
171
Beoöwpog Zopıavög
Par. Suppl. 618, f. 192" (Taf. 89) 15. Jh. M.
1 Richtungslose, lockere Gebrauchsschrift mit weitgehender Buchstabentrennung.
Ohne jeden ästhetischen Anspruch. Verlust der Grundzeile.
2 Beta ø Z. 4 (Zählung einschließlich Überschrift) Gamma P Z.1
Epsilon « Z.1 Theta d 2.9 My „ 2.3
Xi t 2.4 Pi zs 25 Rho e Zi
Schlußsigma $; 2.3
Epsilon—Xi % 23
Pi—lota m Zä
3 aM wi 2.2 Delta—Rho ep Zi
xal w Kä uev éi SI
Tau—Alpha WÉI 2.2
Phi—Rho & 27
Sigma—lota a 2.2
Tau—Omikron ` "E 2.6
4 Akzente und Spiritus deutlich abgesetzt. Selten Verbindung von Buchstaben mit
Akzenten. Spiritus asper um 90° gedreht, nach oben offen. Einfache Punkte über Iota
und Ypsilon. Iota subscriptum.
172
Ocóĝwpos Tayrpeiag
Par. 172, f. 6“ (Taf. 94) 15. Jh. 4. V.
1 Rechtsgeneigte bis richtungslose, schwungvolle, lockere Minuskel. Ausgeprägte Ober-
und Unterlängen.
2 Beta ® 2.3 Gamma F 2.1 Epsilon «€ Z.3
se zs
Zeta Ê 26 Theta Ê Z6 Tau T zu
Phi ® 26 Psi JL zu
3 Epsilon—lota 4 2.2 Epsilon— Lambda D Kä
Epsilon—Rho P Zu Epsilon— Tau af 2.8
Epsilon—Ypsilon ` d vorletzte Z.
xat ml Z. 11
Doppel-Lambda 4 2.5 uey my Z 3 uev ubu Z. 13
Epsilon—Phi ® 2.2
Kappa-Tau WI 25
Tau—Omikron 4 2.8 Ypsilon—Rho Jp 8. Z. v.u.
Kräftige Akute bzw. Graves und kleine Zirkumflexe, zumeist abgesetzt, aber auch
Verbindung von Akzenten mit Buchstaben, Spiritus und Kürzungsstrichen. Spiritus
asper wiederholt gedreht und nach oben offen. Einfacher Punkt über Iota und
Ypsilon, selten Trema.
173
Oecóðwpos
r. Coisl. 104, f. 22" (Taf. 95) IS. Jh, 2. H.
Richtungslose, durch Worttrennung und Zeilenabstand übersichtliche, unregelmä-
Bige Gebrauchsschrift in Fettaugenmode. Gegensatz großer (Beta, Delta, Epsilon,
Theta, Omikron) und kleiner Buchstaben (Epsilon, Eta, My, Ny, Kappa, Rho).
Beta pp 2.7 Gamma f 2.4 Theta Ə 2.5
Ypsilon © Z. 18 Phi & 6. Z. v.u. Omega GA Z.4
oN
Alpha—Xi oi? 8. Z. v. u. yve yO 2.15
Delta—lota A 2.6 Epsilon—lota & Z. 16
Epsilon—lota g 7.2.v.u.
at
Epsilon—Xi (mit Spiritus lenis) CH 2.17 m "éd Au
DU
m OM 8% v.u. Epsilon—Rho CO 2.15
Epsilon—Rho SP 11. Z. v.u. etat D 12. Z. v. u.
w 2 uv a Z8 Pi—Alpha Dë Zi
DI
Rho—lota A 2.9
Akzente und Spiritus überwiegend abgesetzt, aber auch Verbindung von Akzenten
mit Spiritus. Suprapositionen und Juxtapositionen. Doppelakzente (auf anderen
Folien). Trema iiber Iota und Ypsilon. Gelegentlich Iota subscriptum.
174
Ocóĝwpog
Par. 2632, f. 1” (Taf. 96) a. 1380
Rechtsgeneigte, sehr lockere Minuskel mit Vorliebe für eckige Formen (Minuskel-
Beta, -My, -Ny, -Pi, -Sigma, -Ypsilon). Wort- und Buchstabentrennung. Einzelne
Oberlängen (Tau, Phi). Regelmäßige Ligatur des Minuskel-Alpha und des Folgebuch-
stabens mit Hilfe einer auffälligen Horizontale auf der Grundzeile.
Alpha aJ a,Z.i Beta Ĝ a, Z. 2 Beta L a, Z.8
Theta Æ} b,2.1 My bin Ny p 622
Xi d b, Z. 6 Pi UT b,Z.9 Rho e a, letzte Z.
Phi ? b, letzte Z.
Alpha—Beta aat a,Z.1 Alpha—Theta a9 b, Z. 4
Epsilon—Tau Es b, vorletzte Z. Ypsilon—Ny GO b,2.7
Akzente und Spiritus abgesetzt. Kräftige Akute und Graves.
175
Deööwpog
Par. 2812, f. 1" (Taf. 94) 15. Jh. 1. H.
Senkrechte bis leicht rechtsgeneigte, lockere, sehr weitzeilige Gebrauchsschrift mit
Worttrennung und unansehnlichem „Mittelbau“. Kein ästhetischer Anspruch.
Eta n Z1 Theta Z.1 Pi e Z.1
Schlußsigma e Z.1 Tau T 2.3
Alpha—Xi al 2.9 Gamma—Epsilon Ae 2.1
Delta—Rho òp letzte Z. Kappa—Omikron kg letzte Z.
pev py Z.1 ue Maw letzte Z. Pi—Omikron em Z.1
Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils verbunden. Akzente manchmal mit dem
- nachfolgenden Konsonanten verbunden. Spiritus asper nach oben offen. Tildenför-
mige Zirkumflexe. Vereinzeltes Iota subscriptum.
176
Oeööwpog
Par. 3045, f. 88" (Taf. 97) a. 1488
Senkrechte bis leicht rechtsgeneigte, weitzeilige, fast zierliche Gebrauchsschrift mit
ausgebildeten Ober- und reduzierten Unterlängen. Einzelne größere Buchstaben wie
Gamma, Majuskel-Delta, Majuskel-Kappa, Zeta und Tau beleben das sonst eher
eintönige Schriftbild. Nähe zur Druckminuskel.
Gamma f 2.1 Eta o 23 Theta 9 25
Theta Q letzte Z. Xi E zu Tu 7 Z7 Pi & Zi
Chi Ee letzte Z. Psi rk vorletzte Z. Omega œ Z.3
68
Alpha Tau aff 9.Z.v.u. a Mi 26 oe 4 AZru
Epsilon—Xi 2 2.8 ds 2.4
Tau—Omikron Ny 6. Z. v. u.
Phi—Rho £ 2.6
Epsilon— Ypsilon
uey pay 2.1
Ypsilon—Tau yf 9. Z. v.u.
Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; nur selten Verbindung von Akzenten mit
Buchstaben oder Spiritus. Spiritus asper um 90° gedreht und nach oben offen. Sehr
kleine kuppenförmige Zirkumflexe. Akzente manchmal um einen Buchstaben nach
rechts verschoben. Suprapositionen. Selten Trema über Iota.
177
Oeöxtıorog
Par. 1570, f. 191" (Taf. 98) a. 1127
1
Senkrechte lockere Minuskel aus der Zeit des Kanonverfalls. Starker Gegensatz
zwischen Groß- und Kleinbuchstaben. Zug zur horizontalen Zerdehnung (Majuskel-
Epsilon, Ypsilon, Psi). Wiederholt Juxtapositionen rund ausgeführter Buchstaben
(Alpha, Epsilon, Theta, Omikron, Sigma, Ypsilon, Phi). Unterschied von Haar- und
Schattenstrichen. Überschriften in versuchter alexandrinischer Auszeichnungsmajus-
kel, Initialen in epigraphischer Auszeichnungsmajuskel. Gehört zum Bereich der
Gruppe „2400“. - Zum Schreiber Theoktistos vgl. H. HunGer-O. KRESTEN in: JÖB
29 (1980) 187-236.
Alpha KH 2.13 Alpha o Z.3 Beta ù Z7
Epsion & 6.2.v.u. Eta sn Z1 Theta © 23
Theta E 8.Zv.u My AL Zi Pi e 23 Re Z1
Tau a Z. 12 Phi &b vorletzte Z.
Epsilon—lta &H 2.1 Epsilon—Xi gi 3: Ze en
ei <é 9. Z. v. u. Pi—Omikron mO Z. 10
Phi—Omega thao 10. Z. v. u.
Spiritus rund bis eckig, bei den Initialen in halbierter Eta-Form. Akute und Graves
zum Teil unscheinbar, Zirkumflexe in Form größerer flacher Bogen.
Tau et: Zi
Psi ~+ 2.2
Omega Sigma ees. 11.2. v.u.
179
Oeöreunrog
Par. 223, f. 4 (Taf. 99) a. 1044
l
Leicht rechtsgeneigte, lockere kalligraphische Minuskel mit gutem Stilisierungsni-
veau: Perlschrift. Gelegentlich hochgezogenes Tau. Haupttitel und Initialen in epigra-
69
phischer Auszeichnungsmajuskel, sonstige Auszeichnungszeilen in alexandrinischer
Auszeichnungsmajuskel.
2 Alpha œ a,2.2 Kappa L a,Z.2 Xi z b, Z. 1
Tau ge bh Sep Ypsilon Aa 2411 Psi Æ 23,25
3 syo dee b, letzte Z. Epsilon—Xi o b, 2.6
ent of á, 2.17 xal D àa zZ. 1 uey uw a, Z. 18
Rho—Omikron ` pa b, letzte Z. Tau—Omikron we 322
Ypsilon— Sigma te a, vorletzte Z.
4 Spiritus eckig bis rund, manchmal halbierte Eta-Form. Winzige Zirkumflexe. Unter-
länge des Phi in der Schlußzeile mit Asteriskos verziert. Tildenförmige Kürzungsstri-
che. Vereinzelt Trema über Iota. Iota adscriptum.
182
Ocógdog
Par. Coisl. 228, f. 119" (Taf. 100) 11. Jh.
1 Senkrechte bis richtungslose, kleinformatige, lockere kalligraphische Minuskel im
Kanon der Perlschrift. Durchschnittliches Stilisierungsniveau. Phi durch übermäßige
Unterlängen hervorstechend. Alpha-‚Juxtapositionen. Vielfach Betonung von Haar-
und Schattenstrichen.
2 Zeta 3 2.13 Eta w Zi Theta -ĝ- Z. 13
Kappa U Z.3 Rho o Z.1 Phi > 2.2 Omega œ 2.1
3 Alpha—Pi {77 7.Z.v.u. Epsilon—Gamma éi 2.2
Epsilon—Xi SÉ 2.2
`
Epsilon—Ypsiln AL Z.10 xa S 2.8
Kappa—Epsilon Us Z.3 uev NR Z. 15
4 Eckige und runde Spiritus gemischt.
Par. 1532, f. 349" (Taf. 101)
1
183
Oeöpırog
14. Jh. 1. H.
Senkrechte, lockere, engzeilige Minuskel in später Nachfolge der Perlschrift mit
durehschnittlichem Stilisierungsniveau. Grober Kalamos.
Par
4
Alpha A 2.4 Beta B 3. Z. v. u. Gamma m 8. Z. v. u.
Era be 2.3 Theta b
Tau J Z1 Phi b 2.3
Epsilon—Iota EI zi
Delta A 3.2.v.ü vorletzte Z.
Pi ZS 7. Z. v. u.
Omega AO letzte Z.
Alpha—Phi KE Z. 10
Epsilon—Xi (mit doppeltem Ansatz) dë 2.7 Epsilon— Tau I WS
nep LP 2.1
Sigma—-Theta et Ss
Rho—-Omikron ep SI
Sigma—Chi X 2.5
Chi Lambda X 2.6
Akzente und Spiritus abgesetzt. Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. Spiritus asper
gedreht und nach oben offen. Doppelakzente. Regelmäßig Trema über Iota und
Ypsilon.
Tau—Omikron m SS ee
184
Oeopüiaxrog
. 319, f. 18" (Taf. 102) 12. Jh. A.
Senkrechte, lockere, großformatige Minuskel mittleren Niveaus in der Nachfolge der
Perlschrift. Vergröberung durch starke Betonung des „Mittelbaus“ und der kreisför-
migen Buchstaben. Unregelmäßige Anwendung von Haar- und Schattenstrichen.
Ober- und Unterlängen reduziert. Überschriften in epigraphischer Auszeichnungsma-
juskel.
Gamma Ka Z. 1 (Zählung ohne Überschrift) Epsilon 6 2.2
Zeta Q Z6 Eta La 2.3
Lambda L 2.1 Xi 7 2.2 D pe Si Rho p 2.1
Theta 9 2.2
Omega OO 2.1
Epsilon—lota q 2.2 Epsilon— Sigma CZ
Stigma [A 3.Zv.u.
Spiritus in halbierter Eta-Form.
6. Z. v. u.
Par. Suppl. 1259, f. 31" (Taf. 97)
1
Par. 1573, f. 55" (Taf. 103)
l
71
185
Ocopúóñaxtog
a. 1289/90
Leicht rechtsgeneigte bis richtungslose, lockere Minuskel aus der Zeit des Kanonver-
falls der Perlschrift. Gegensatz von Groß- und Kleinbuchstaben. Betonung der Verti-
kale durch Iota, Majuskel-Kappa, Phi und Psi, der Diagonalen durch Majuskel-
Alpha, Chi und insbesondere durch Majuskel-Lambda.
Alpha œ Z.10 Delta a Z.1 Epsilon = vorletzte Z.
Zeta & Z.1l Theta © 2.6 Lambda S Z. 1
A1 rt ZA Ypsilon Wi 2:2 Psi + 2.3
Alpha—Rho ap 2.5 Doppel-Gamma w Z. 11
Epsilon—lota { Z.1 Epsilon—Xi
R 9.2.v.u.
Epsilon—Rho & 2.6 Epsilon— Sigma a 2.6
Epsilon—Tau & 22
Rho— Alpha ga 2.7
Epsilon—Ypsilon & letzte Z.
Doppel-Sigma as 8. Z. v. u.
Tau—lota d 2.10 Ypsilon—Pi ame 10.Z. v.u.
Ypsilon—Sigma w Z.4
Akzente und Spiritus abgesetzt. Kleine Zirkumflexe. Involvierungen. Wiederholt
Trema über Iota und Ypsilon.
186
OeopVAaurog
14. Jh. 2. H.
Senkrechte bis leicht rechtsgeneigte, lockere, disziplinierte Minuskel mit weitgehen-
der Wort- und Buchstabentrennung und wenig hervortretenden Oberlängen (vor
allem hochgezogenes Tau). Auch die Diagonalen sind vorhanden, werden aber nur
maßvoll betont.
Beta E b,2.4 Zeta 3 b,Z.3 Eta K 321
Theta Ô ai? Phi ch 2216
Gamma— Epsilon Lë b, Z. 14 vo gg KS 17
Epsilon—Iota d b, Z. 11 Epsilon—Xi b, Z. 13
ueta uya b, Ta Zo Vo u,
EH 7 8,7: A Vu:
uey Eu a, Z4
Omikron— Y psilon "e a Z. 10
4 Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils Verbindung von Vokalen mit Akzenten.
Bescheidene Zirkumflexe und wv-Kürzungsbogen. Suprapositionen. Trema über Iota
und Ypsilon.
188
Owuäg Ipodponirng
Vat. Ottob. 395, f. 172° (Taf. 104) a. 1466
1 Senkrechte, lockere Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Ober- und Unterlängen sowie
großem Zeilenabstand. Majuskel-Kappa, hochgezogenes Gamma und Tau sowie von
Buchstaben aus hochgezogene Akzente betonen die Vertikale. Weitgehende Wort-
und Buchstabentrennung. Spuren der Feltaugenmode (Alpha, Epsilon, Omikron).
2 Beta Ê b,4Z.v.u Theta H b, letzte Z.
Theta I a,3.Z. v.u. Kappa k a, Z. 7 Xi gd b, 2.2
Omega CO 32.6
3 Epsilon—[Iota & a, 3. Z. v. u. Epsilon—My Qa a, vorletzte Z.
?
\
Epsilon—Xi cK b, vorletzte Z. inl HH a,2.6
ir. 28 b,11.Z.v.u. Pi—Lambda m b, Z. 9
Rho—lota Ss a, vorletzte Z.
4 Akzente und Spiritus weitgehend abgesetzt; daneben Verbindung von Buchstaben,
Spiritus und Kürzungsstrichen mit Akzenten. Zum Teil giebelförmige Zirkumflexe.
Doppelakzente (auf anderen Blättern). Suprapositionen. Involvierungen in Omikron.
Trema über Iota und Ypsilon.
189
Owpnäg
Par. 917 A, f. 14" (Taf. 105) a. 1347
1 Leicht rechtsgeneigte bis richtungslose, lockere Gebrauchsschrift einer geübten Hand
mit Wort- und Buchstabentrennung sowie verschiedenen Fettaugenelementen (Omi-
kron, Sigma). Hochgezogenes Tau, besonders schmalbrüstiges Majuskel-Theta mit
Oberlänge.
2 Beta a Z. 10 (Zwischentitel mitgezählt) Gamma [ oe
Z:
7 Theta Å 2.3 Xi É 9 Z. v.u.
Pf rr 29 Sigma O 2.4 Tau T 2.3
Ypsilon ` Ne Z.1
3 Epsilon—Lambda Y Z.1 Epsilon—Ny ~e Z. 1
H DW
ri Da 26 ee A.A Z. 10 geg le, 10. Z. v. u.
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Selten Verbindung von Vokal mit Akzent. Kleine,
kuppenförmige Zirkumflexe. Doppelakzente. Trema über Iota und Ypsilon. Gelegent-
lich Iota subscriptum.
190
Owuðgç
Par. 2637, f. 117" (Taf. 106) 15. Jh. 1. V.
1 Senkrechte bis richtungslose, dichtgedrängte, engzeilige Gebrauchsschrift mit militä-
risch ausgerichtetem, massiv wirkendem Mittelbau. Ohne ästhetischen Anspruch.
Kräftige Akzente. Chi und Akzente betonen die Diagonalen,
2 Schlußalpha 4, Z.3 Epsilon 4 Z.1 Zeta ? Sg
N y Z1 Pi m Z1 Tau T Z.1
3 Epsilon—Ny (y Z.1 Epsilon—Xi 8 Z. ii mw A 2.16
e g 2.5 ver ` A vorl. Z. Tau—Rho "5 2.3
4 Akzente und Spiritus abgesetzt, aber auch Verbindung von Spiritus und Buchstaben
mit Akzenten. Trema über Iota und Ypsilon.
195
Jacobus Sirmond
Lond. Add. 22039, f. 3" (Taf. 107) a. 1593
1 Weitzeilige Gebrauchsschrift eines Nicht-Griechen. Deutliche Worttrennung. Ohne
ästhetischen Anspruch.
2 Beta € 2.4 Delta 8 2.5 Eta n 2.6 Xi f 26
Piz Sa Taù I Z7 Phi @ 25 Chi x 212
3 Gamma—Omikron %9 2.9 Rho— Gamma Di 2.12
74
4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; manchmal Verbindung von Buchstaben
und Spiritus mit Akzenten. Der Zirkumflex weist nach rechts schräg aufwärts und ist
vom Akut kaum zu unterscheiden. Selten punktförmiges Iota subscriptum.
196
Iaxwßog
Par. 2582, f. 43“ (Taf. 108) 16. Jh. 1. H.
1 Richtungslose, gedrängte, sehr kleinformatige Gebrauchsschrift einer geübten Hand
ohne jeden ästhetischen Anspruch. Wort- und Buchstabentrennung sowie größerer
Zeilenabstand erleichtern die Übersicht. Unsichere Grundzeile.
2 Beta Æ 2.2 Epsilon € Z.2 Eta y Zi Theta % Z.1
Xi £ 23 Rho e 2.3 Sigma Ç 2.9 Tau 7 2.5
Phi g Z.5
3 Epsilon—lota 7 2.3 Epsilon—Ny w 2.2 sen Ga 2.9
usv mw letzte Z. Rio Jona a Z.1 Stigma e 2.2
Sigma—Phi 9 2.2 Tau—lota m 2.3 Tau—Omikron b Z.1
4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; Akzente manchmal mit Buchstaben
oder Spiritus verbunden. Sowohl Akute als auch Graves weichen von der Vertikalen
wenig ab. Wiederholt Trema über Iota und Ypsilon. Iota subscriptum.
198
’Iyvarıog
Par. 967, f. 6" (Taf. 109) a. 1377
1 Richtungslose, eher dichte, unschöne Gebrauchsschrift mit großem Zeilenabstand,
ausgeprägten Oberlängen (hochgezogenes Tau und Gamma, daneben Majuskel-Sigma
und Iota). Spurenelemente von Fettaugen (Epsilon, Omikron, Ny).
2 Beta p Zi Delta A 2.10 Epsilon & 22
Zeta l 2.8 Ny Fa letzte Z. Pi e 26
Tau 1 23 Phi d Z7
3 Epsilon—lota ei Z5 Epsilon—Kappa K Zn
Epsilon—-Omikron D 2.2 Epsilon— Rho 8 2.6
uev A 8.2 em. Rho—-Alpha Po 2.8
Rho—Onmikron ep 2.2 Rho— Omega Ca 2.12
Tau—Alpha G Z. 11 Tau—Omega Jæ 2.1
75
4 Akzente und Spiritus zumeist abgesetzt, aber auch Verbindung von Vokalen und
Kürzungsstrichen mit Akzenten. Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. Spiritus asper
gedreht und nach oben offen. Suprapositionen. Zuweilen Punkte oder kleine Striche
über Iota und Ypsilon.
199
’Iyvarıog
Par. 1088, f. 196" (Taf. 110) a. 1441
1 Richtungslose, unansehnliche Gebrauchsschrift einer geübten Hand ohne jeden äs-
thetischen Anspruch. Großer Zeilenabstand. Angemessene Oberlängen, reduzierte
Unterlängen.
2 Epsilon & Z.1 Epsilon & 9. Z. v. u. Zeta E 2.4
Theta 9 letzte Z. Phi © 26 Omega & letzte Z.
3 Epsilon—Lambda H 2.6 uv au 2.8 Xi-Iota &' 24
zoo qer 2.7 Rho—Omikron pa 5Zvu
Sigma—Omikron @ Z.1
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Spiritus asper oft um 90° (mit der Öffnung nach
oben) gedreht. Selten Verbindung von Buchstaben und Kürzungsstrichen mit Akzen-
ten. Trema über Iota und Ypsilon.
200
“Tepepiag
Par. 1629, f. 2" (Taf. 108) a. 1580/81
1 Richtungslose, schwungvolle, barocke Gebrauchsschrift mit nach links ausschwin-
genden Unterlängen (Iota, sel, Rho u. a.) sowie Oberlängen des hochgezogenen Tau.
Unsichere Grundzeile. Tendenz zu ausfahrenden Längen am Rand des Schriftspiegels.
2 Beta E 2.1 Gamma Y 2.1 Epsilon & Z.1
Zeta T 2.5 Xi K Zu PR e Si
Tau 9 Z. 1 Psi d vorletzte Z.
3 Alpha—Lambda N Su Delta Iota N Z. 1l
Epsilon—Iota J Z. 4 Epsilon—Lambda ) 2.7
Epsilon—Tau Z 2.2 u» eo 2.8
Tau—lota 5 letzte Z.
76
Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt, jedoch auch Verbindung von Spiritus
4
und Vokalen mit Akzenten. Oft einzelner Punkt über Iota.
201
Tepwvun.og Tpayovdıorng
Par. 1770, f. 38" (Taf. 111) a. 1545
1 Richtungslose Gebrauchsschrift mit auffallenden Oberlängen (hochgezogenes Gamma
und Tau, auch Zeta) und Betonung der Diagonalen (Delta, Lambda, Chi). Eindruck
der Sterilität. Niedriges Niveau. Gamma und Tau, die einander spiegelbildlich äh-
neln, bestimmen das Schriftbild. Die Plumpheit der Buchstabenformen wird auch
durch einen dünneren Kalamos (untere Bildhälfte) nicht gemildert.
2 Beta 6 Z1 Gamm [ 21 Delta m za
Zeta d Zi Eta ut Z1 Lambda ÀA Z1
Ny p 21 Xi & 2.7 Tau 7 Z. 1 (Kennbuchstabe)
Phi Ọ Z4
3 y% N Z. 14 xau won Zil otep Kg 2.5
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Kuppenförmige Zirkumflexe. Doppelakzente. Wie-
derholt Trema über Iota und Ypsilon.
202
Taapiwv
Par. 2552, f. 48“ (Taf. 112) a. 1496
1
Richtungslose, kleinformatige, eher gedrängte Gebrauchsschrift mit Betonung der
Vertikalen (neben hochgezogenem Gamma und Tau Zeta, Iota, Xi, Phi). Worttren-
nung. Niedriges Stilisierungsniveau aus dem Bereich der Druckminuskel.
Gamma f Z.1 Zeta l 2.7 Theta d 2.2
Xi l DZ eu Schlußsigma C 3) Tau 7 Z. 1
Phi + 2.6
3
4
Par. 540, f. I” (Taf. 111)
Rho—Alpha e% "73
1
1
Alpha—Tau ` di 11. Z. v. u. Gamma—Chi IK
Epsilon—Rho È 21
Epsilon—Ypsilon ` Zu 2.6
Doppe-Pi AS 2.6
Epsilon—Iota 7 2.3
Epsilon—Ypsilon Ó 2.4
Lambda—Omikron ` Ae 2.8
Rho—Omikron #9 2.1
Sigma—Theta 9 2.2
Akzente und Spiritus abgesetzt. Trema über Iota und Ypsilon.
204
"Toadx
13. Jh. 2. H.
Richtungslose, weitzeilige Gebrauchsschrift mit starken Gegensätzen von großen und
kleinen Buchstaben, übergroßen Oberlängen von Tau, Gamma, Xi und der mit
Buchstaben verbundenen Akute sowie aufgeblähten Formen des Beta, Omikron,
Ypsilon und Omega: Fettaugenmode. Unsichere Grundzeile.
Beta [d
Theta -+ b, letzte Z. Kappa K a, Z. 4 Ny H b,.2.2
b, letzte Z. Beta l a, Z.I Era wv 21
Xi Ê aZ Rio g nii Tau
Ypsilon Ö 3,22
yav roy a, Z. 1
Epsilon—Gamma Ze b, 2.5
Delta —-Iota o} a, vorletzte Z.
Epsilon—Iota ei a,2.3
Epsilon—Iota g a, 2.8 ènt Fa b, 2.6
Ê 523
Kappa—Omikron x9 b, vorletzte Z.
Epsilon—Ypsilon Epsilon—Phi c$ 3,2.4
t
xal Rei b,2:8
uev E b, vorletzte Z.
Akzente und Spiritus nur zum Teil abgesetzt: oft Verbindung von Akzenten mit
Buchstaben und Spiritus. Suprapositionen. Regelmäßig Trema über Iota und Ypsi-
lon.
~
D
206
Iwaxeip.
Par. 2655, f. 60° (Taf. 113) 13. Jh. E.
1 Senkrechte bis leicht rechtsgeneigte, lockere, archaisierende kalligraphische Minuskel
in der Nachfolge der Perlschrift. Gutes Stilisierungsniveau. Runde Ligatur Epsilon—
Xi (auf anderen Blättern). Überschriften in epigraphischer Auszeichnungsmajuskel.
2 Beta R b,2.6 Delta 23- 21 Zeta Q b, letzte Z.
Xi Ž_ bZ7 Tu T b Za Chi x b212
3 ayı U ,8.Zvu Gamma—Omikron ye b, Z. 10
be Dewo BiLAvu Delta—Ypsion Ne b,Z.2
Epsilon—Sigma d a, Z. 13 Ypsilon—Sigma vr a,Z.1
4 Akzente und Spiritus abgesetzt.
207
Twaxciy
Par. Coisl. 268, f. 220” (Taf. 114) 14. Jh. A.
1 Richtungslose, platzsparende, kleinformatige Gebrauchsschrift einer geübten, jedoch
unansehnlichen Hand. Beta (Fettaugenelement) und hochgezogenes Gamma treten
hervor; ansonsten eintöniges Schriftbild. Unterlängen reduziert. Worttrennung.
2 Beta 6 Zi Beta R ON Gamma F Z 1
Delta & Z.1 Epsilon € Z.1 Eta «w Z.1 Theta ə Z.2
Kappa k letzte Z. Tu 7 2.1
3 Alpha—-Rho Ki 2.2 Epsilon—Kappa K letzte Z.
Epsilon—Xi % 2.12 Epsilon—Rho sp 2.3
Epsilon—Tau ` 2 2.5 xu A 25 Tau—Rho $ Zu
Tau—Omega 7% 3.Z.v.u.
4 Akzente und Spiritus überwiegend abgesetzt; trotzdem wiederholt Verbindung von
Buchstaben und Spiritus, auch von Kürzungsstrichen mit Akzenten. Spiritus asper
nach oben offen. Gelegentlich größere wv-Kürzungsbogen. Trema über Iota, seltener
über Ypsilon.
19
208
Iwaxein (Kasovñwv)
Par. 2547, f. 121" (Taf. 115) a. 1495
1 Völlig richtungslose, dynamische, aber grobe Gebrauchsschrift mit ausgeprägten
Ober- und Unterlängen sowie weitem Zeilenabstand. Ohne jeden ästhetischen An-
spruch. Verlust der Grundzeile.
2 Beta É 211 Gamma IN 2.4 Delta / letzte Z.
Zeta £ 2.10 Eta n 2.2 Eta (e Z.2 Theta Ô z1
Kappa Į letzte Z. Ny y letzte Z. Pi «ar 2.1
Rho f 2:2 Schlußsigma o 22
3 Alpha-Theta d9 Z.9 Alpha—Rho 49 2.1
Gamma—Rho e 2.5. Epsilon— Iota d vorl. Z.
5 I
xal & 2:1 uev De? 9. Z. v. u. TAL 2 2.8
4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt. Größere wv-Kürzungsstriche, vom Akut
durchquert. Trema über Iota und Ypsilon. Iota subscriptum (auf anderen Blättern)
209
Twaxeiu
Par. 1259, f. 169" (Taf. 116) a. 1515/16
1 Senkrechte, kleinformatige, durch Worttrennung übersichtliche Gebrauchsschrift
mit großem Zeilenabstand und ausgeprägten Oberlängen (vor allem hochgezogenes
Gamma und Tau).
2 Alpha Kä b; 2,6 Beta 6 a,15.2.v.u. Epsilon & a,2.1
Theta 9 az"
3 Alpha—Rho > á, 15. Z. v. u. Epsilon— Beta L a, Z. 9
Epsilon—Iota A an emt Gs b8Zv.u.
Epsilon—Rho } b, Z. 14 Epsilon— Ypsilon 4 b, Z. 4
Epsilon—Omega & a 33 xal $ a, 2.3
DI % a, Z. 13 Tau—Rho S b, 15. Z. v. u.
Ypsilon—Xi & a, Z. 13 Phi—Theta $8 b.Z.5
Phi—Rho £ 6, L2 S eo
80
Par. 1001, f. 12° (Taf. 115)
1
Akzente und Spiritus abgesetzt. Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. Die großen
wv-Kürzungsbogen in der Regel von dem zur vorhergehenden Silbe gehörigen Akut
durehstrichen. Vereinzelt Trema über Iota.
210
IwavunsAyyedkog BıAondrng
15. Jh. 1. H.
Senkrechte bis richtungslose Gebrauchsschrift mit Vorliebe für runde Formen und
unregelmäßiger Betonung von Schattenstrichen. Großer Zeilenabstand bei mäßiger
Ausprägung der Ober- und Unterlängen. Kräftige Akzentsetzung; Akute und Graves
weichen oft nur wenig von der Vertikalen ab.
2 Epsilon 4 2.3 Zeta Q 2.7 Eta x Z1
Theta 6 2.2 Xi & 25 Pi e Z1
Schlußsigma 5 Z.5
3 ayo ap 2.4 Alpha—My qy 2.9
Epsilon—lota & vorletzte Z. Epsilon—Kappa Q Z. 12
Epsilon—Xi 4 2.7 sodar d Sep
Epsilon—Ypsilon & 2.5 sue P Zi
pev SÉ Z.1 napa ohp letzte Z.
Rho—lota au 2.7
4 Akzente und Spiritus abgesetzt; selten Verbindung von Akzent und Buchstabe.
Spiritus asper oft um 90° gedreht und nach oben offen. Doppelakzente (auf anderen
Folien).
211
Iwavvns ’AAnung
Par. Coisl. 215, f. 8° (Taf. 117) a. 1360
Richtungslose, lockere, archaisierende Minuskel niedrigen Niveaus in später Nach-
folge der Perlschrift. Großer Zeilenabstand. Ausgeprägte Ober- und Unterlängen von
Gamma, Iota, Tau, Phi, Psi, auch Zeta und Eta. Neigung zur Überschreitung des
Schriftspiegels und zu Involvierungen. Unsichere Grundzeile.
3
81
Beta uù 2.3 Beta E vorletzte Z. Beta B letzte Z.
Gamma Tr Z.1 Gamma [ 10.Z. v.u. Delta A Zi
Zeta L 25 Eta A 2.5 Theta 9 Z.8
Iota | letzte Z. Kappa « Z.I Rho A|
Tau ké 2.5 Pai y% 25 Omega w 23
jäs N AN
vorletzte Z. ven a Z. 11
Epsilon—Iota CH 3$: eu
Rho—Omikron ` o
cr
to X vorletzte Z. 3. Z. eg
Ypsilon—Pi We (Cu
Akzente und (runde) Spiritus abgesetzt; daneben Verbindung von Buchstaben mit
Akzenten. Spiritus asper nach oben offen. ov-Kürzungsbogen von Akuten durchstri-
chen. Kürzungsstriche teils tildenförmig. Suprapositionen. Involvierungen. Trema
über Iota, seltener über Ypsilon.
213
Iwavvng Aapaoxnvós
Par. Suppl. 305, f. 2" (Taf. 118) a. 1557
1
Richtungslose, eher lockere, weitzeilige Gebrauchsschrift mit entwickelten Oberlän-
gen (hochgezogenes Gamma und Tau) und reduzierten Unterlängen. Majuskel-
Lambda und Oberlängen des Minuskel-Delta betonen gelegentlich die NW-SO-Diago-
nale. Weitgehende Wort- und Buchstabentrennung. Kein Stilisierungsversuch. Über-
schriften und Initialen in epigraphischer Auszeichnungsmajuskel.
Alpha d 2.6 Beta A Z. 1 Gamma F Z. 4
Zeta 9 2.3 Lambda AL 21
Tau gi Z.1
Omega Q~ nicht auf der Tafel
de It Z it DÉI As nicht auf der Tafel
Epsilon— Xi LA 2.9 Epsilon—Ypsilon É 2.8
Eta— Sigma af Z.1 xal SI 7.2
xal & 7.2. v.u. pev Iu 2.3 Tau K Z. 10
Akzente und Spiritus mit wenigen Ausnahmen abgesetzt. Kleine kuppenförmige
Zirkumflexe. Wiederholt Trema über Iota.
Rho e 2.1
Schluß-Sigma ç Z.1
Par. 2685, f. 232" (Taf. 119)
H
Par. 445, f. 117" (Taf. 120)
214
Iwavvng Aoxeıavög
15. Jh. M.
Senkrechte bis leicht rechtsgeneigte, lockere, weitzeilige, saubere Minuskel mit Ten-
denz zu runden Formen. Reduzierte Unterlängen, maßvolle Oberlängen (Gamma,
Tau, hochgezogene Akute).
Delta SO 2.1
Gamma a 2.4
Alpha A, 2.1
Epsilon VA Z.1 Epsilon F letzte Z. Zeta 8.Z.v.u.
Eta lù Z.3 Theta $ 2.1 Xi $ 2.9 Pi ër: vorl. Z.
Ypsilon Ù 2.3
Gamma—Epsilon e 2.1
Schlußsigma G 2.2
aA M Zi
Epsilon—Lambda e letzte Z. Epsilon— Ypsilon d: Kë
d uev sdp 4. Z. v.u.
xal ei vorletzte Z.
zo MI 4Zv.u Sigma P Gi 22
Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt, aber auch Verbindungen von Spiritus
und Buchstaben mit Akzenten, bes. Ypsilon und Akut (hochgezogen). Tildenförmige
Zirkumflexe. Suprapositionen. Trema über Ypsilon, einfacher Punkt über Iota.
215
Iwavvng Aovxaç
14. Jh. 3. V.
Senkrechte, lockere kalligraphische Minuskel nach dem Verfall des Kanons. Analog
zum Metochites-Stil deutlicher Versuch, sich vom reinen Archaisieren, aber auch von
den niveaulosen Schriften des 13. Jahrhunderts abzusetzen. Ausgeprägte Oberlängen
(hochgezogenes Gamma und Tau, Psi) und Unterlängen (Lambda, Phi, Chi). Beide
Diagonalen zum Ausgleich gegenüber der Senkrechten betont (durch Minuskel-
Gamma, Delta, Zeta, Lambda, Xi und Chi). Weitgehende Wort- und Buchstaben-
trennung. Auffällig das kleine schmale Majuskel-Epsilon mit dazupassendem Iota,
Kappa, Ny, auch Sigma. Auf Alpha folgende Konsonanten sitzen in Juxtaposition
auf einer von Alpha ausgehenden Horizontalen. Bemerkenswert «ör (13. Z. v. u.) in
einer Form, die sich im „Stil Epsilon“ (Caxwarr) findet (Scrittura e civiltà 5 [1981] 76,
Fig. 7=Vat. Reg. gr. 58).
83
2 Epsilon e Z.1 Zeta & ZU Eta « SI
Theta © 217 Theta ` H vorletzte Z. Kappa ke Z.1
Lambda A 21 ig zu Rho e 23
Schlußsigma r 2.1 Ta T zı Psi p 9 Z v.u,
3 áy Zo 8. e 8 Alpha—Kappa ax Z5
Alpha—Pi asr letzte Z. ar awer 13.2 vu.
Alpha—Phi ap 2.1 Epsilon— Beta ® 3.2.v.u.
Epsilon—lta & 22 Epsilon—Ypsilon «y 33
Omikron—Ypsilon % 4. Z. v.u. po TIER 3.2.v.u.
Ypsilon—Pi our 2.14
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Vereinzelt Verbindung von Kürzungsstrich und
Akzent. Fast durchwegs kleine Zirkumflexe. Spiritus asper oft um 90° gedreht und
nach oben offen. Suprapositionen. Trema über Iota und Ypsilon.
216
Iwdvvng Apaxóroviog
Par. 371, f. 177" (Taf. 120) a. 1562
1 Senkrechte, dichte Gebrauchsschrift mit gut entwickeltem „Mittelbau“ sowie ent-
sprechenden Ober- und Unterlängen. Kein ästhetischer Anspruch.
2 Beta Bb Z.4 Gamma T 2.8 Epsilon « Z.1
Zeta L Z8 Eta n Z5 Theta $ Z1 xi Ê za
Pi w 22 Tau T 21 Phi $ zi Phi P 2.3
3 Epsilon—Iota q 2.3 eme En Zli uev N letzte Z.
us Ww vorletzte Z. Pi—Rho op Zi
Ypsilon—Rho ` 09 vorletzte Z. Ypsilon— Sigma @ Z.1
Ypsilon— Tau yf 2.8 oto ab letzte Z.
Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; daneben Verbindung von Buchstaben
und Kürzungsstrichen mit Akzenten. Spiritus asper oft nach oben offen, analog
Spiritus lenis nach unten offen. Gelegentlich Trema über Iota.
34
217
’Iwdvvng Eöyevixög
Par. 2075, f. 281" (Taf. 121) a. 1439
1 Leicht rechtsgeneigte, lockere, weitzeilige Minuskel einer geübten Hand mit weitge-
hender Wort- und Buchstabentrennung. Maßvoll hervorgehobene Großbuchstaben `
Epsilon, Xi, Sigma, Phi, Tau ` beleben das Schriftbild und erzielen eine durchschnitt-
liche Stilisierung. Betonte Oberlängen von Sigma, Tau und Psi sowie die überlangen
mit Buchstaben verbundenen Akzente stehen den reduzierten Unterlängen gegen-
über. Runde und gerade Formen erstreben einen Ausgleich.
2 Beta A Zi Gamma ù- letzte Z. Delta “V Zi
Epsilon & Z.3 Eta a Z.2 Theta ` H letzte Z.
utzı M r Z2 Ta Î Z2 Ta f 23
Phi P 2.4
3 Delta—Rho Se letzte Z. Epsilon—Iota d letzte Z.
emm A 2.4 Epsilon— Omega CH vorletzte Z.
Theta—Rho 3p 3.3 Kappa Tau T as oe Ss
4 Akzente und Spiritus überwiegend abgesetzt, teils aber auch verbunden. Tildenför-
mige wy-Kürzungen. Einfache Punkte über Iota und Ypsilon.
218
Iwavvng Zaywpıvög
Par. 326, f. 11° (Taf. 121) 15. Jh. 2. H,
1 _Senkrechte, lockere, archaisierende kalligraphische Minuskel mit niedrigem Stilisie-
rungsniveau. Großformatige Schrift im Hinblick auf den liturgischen Gebrauch.
Vergrößertes Zeta, Phi und Psi beherrschen das Schriftbild. Überschriften und Initi-
alen in epigraphischer Auszeichnungsmajuskel.
2 Epsilon € 2.2 Zeta 2 5. Z. v. u. Theta CH 2.2
Kappa A. Z.7 Lambda Fr 2.6 Rho P 2.6
Sigma C 2.5 Ypsilon y 9.Z vu.
3 Alpha—Xi 2.5 Alpha—Rho 5 2.11
xal % 4. Z. v.u. Rho—Alpha pr 2.3
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Runde Spiritus. Trema über lota und Ypsilon.
219
Johannes Capnio
Par. Mazarine 4451, f. 11" (Taf. 122) 15. Jh. E.
1
Gebrauchsschrift des schulmäßig übenden Gelehrten aus dem Westen.
2 Alpha 4 2.2 Beta ß 2.4 Gamma Pd 2.1
Delta A 2.1 Epsilon E- Zi Zeta 4 vorletzte Z.
Eta N Zi Theta pa Z. 1 Xi f 3. Z. vu.
Pi of 28 Tau F 2.5
3 Epsilon— Sigma B 2.3 uev ët: 2.6
Omikron— Ypsilon yY letzte Z. Sigma—Theta aQ Z. 1
Ypsilon—Ny W 2.3
4 Akzente und Spiritus abgesetzt.
220
Iwávvns Karedog
Berol. Phill. 1420. f. 295° (Taf. 123) a. 1542
1 Leicht rechtsgeneigte Minuskel einer geübten Hand in a) einem größeren und locke-
ren, b) einem kleineren und zierlicheren Duktus. Beide Male hat der Kopist eine
überdurchschnittliche Stilisierung erreicht. Sowohl der Ausgleich von Mittelbau und
Vierzeilenbuchstaben als auch die Ausgewogenheit der Diagonalen ergeben ein ange-
nehmes Gesamtbild, das der Grec du roi nahesteht.
2 Beta b 2.3 Gamma P Z.1 Eta W Sa
Lambda A vorletzte Z. Ny ay vorletzte Z. Xi £ 2.5
Phi ch 2.2 Psi Yy 2.6
3 Delta-Omikron db Z. 10 Epsilon—-Iota & Z.1
Epsilon—Lambda 1 Zi Epsilon—Xi = 5.2. eo
Epsilon—Omikron Q 2.8 Phi—Rho E 2.5
4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; gelegentlich Verbindung von Akzenten
mit Buchstaben. Kleine, kuppenförmige oder tildenförmige Zirkumflexe. Involvie-
rungen. Manchmal Trema über Iota und Ypsilon. Iota subscriptum.
86
Par. Suppl. 1326, f. 86” (Taf. 124)
221
Johannes Costerius
16. Jh. M.
1 Richtungslose, steife, schulmäßige Hand eines Nicht-Griechen. Wort- und Buch-
stabentrennung. Kräftige Bogen, besonders des Majuskel-Sigma, des Ypsilon und Chi
beherrschen das Schriftbild.
2 Delta H Zi Zeta f Zu Eta wn vorletzte Z.
Theta # 2.2 Ny v Zi Xi f 6Zvu
Sigma C 5. Z. v. u. Tau 7 4.Z.v.u. Tau 7 vorletzte Z.
Psi d 3.2 v.u
3 ða Da ZU Epsilon—Iota g Z.1
Epsilon—Ypsilon gù letzte Z. xal D 6. Z. v. u.
Tau—Omikron p 3. Z. v.u.
4 Akzente und Spiritus überwiegend abgesetzt. v und ov (!) in Form zweier gleich
großer verbundener Bogen geschrieben (z.B. Z. 2. 4. 5 u.ö.).
223
Iwavvng Aupdopdyog
Par. 574, ED (Taf. 125) a. 1314
1 Richtungslose, unruhige Gebrauchsschrift mit einer Art horror vacui: „chypriote
bouclée“ (CANaRT, Pal. Gr. Byz. 314, Nr. 14).
2 Alpha a 2.3 Beta Ro) Z. 14 Beta b 12: Z Vah
Gamma C 2.9 Delta — Z. 18 Kappa K Z. 1
Pi AA. Zu Tau A 9. Z. v. u. Tau 7 12:2. v u
3 aya 39 Z. 12 adeg ei 2.8 Alpha—Ny 9w Z.16
SÉ m SL Wü I 2.18 EpsilonNy er 4.Zvu.
ma Zu 2.12 Epsilon—Rho OO Z. 14 vn x ERT
4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt. Sehr kleine Zirkumflexe. Suprapositio-
nen. Doppelakzente (uèv, òè, yàp). Involvierungen. Trema über Iota.
Par. 400, f. 8” (Taf. 124)
1 Senkrechte, lockere, schwungvolle Minuskel einer geübten Hand mit durchschnittli-
chem Stilisierungsniveau. Betonung der NW-SO-Diagonale durch Majuskel-Alpha,
Oberlänge des Delta, Epsilon— Ypsilon-Ligatur und Chi, der Vertikalen vor allem
durch hochgezogenes Tau, Phi und Psi.
2 Beta £ Z. 8 Epsilon & Z.1 Xi A 4. Z. v.u.
Pi 25 Rho e 2.1 Schlußsigma E A Zen
Tu T 22 Ypsilon Ù Zi Phi A 4. Z. v. u
3 Alpha—Ch e Zi Delta—Omikron % Z.2
Epsilon—Lambda 2.2 Epsilon— Tau = 2.1
Epsilon—Ypsilon da 22 ev ren letzte Z.
un vu 4. Z. v. u. Rho—Omikron £3 DZ en
Omega—Sigma (am Wortende) EA 7.2. v.u.
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Suprapositionen. Trema über Iota und Ypsilon.
227
Johannes Maludanus
Par. 3033, f. 18° (Taf. 126) 16. Jh. M.
1 Richtungslose, schwungvolle, lockere Gebrauchsschrift. Vermeidung von Geraden.
Worttrennung.
2 Beta ß Z. 1 Gamma Le 2.4 Epsilon « Z.2
Zeta E 2.6 Eta & vorletzte Z. Tau J Za
Chi Ze vorletzte Z.
3 yev Hi 2.6 Epsilon—lota d 2.3
Epsion—Xi $ zı ve h letzte Z.
Tep ne Z i oda di Z6
TaL SI DZ vn Ki ls 7.2.v.u.
ere Name, 2.5
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Involvierungen. Trema über Iota.
225
"Iodavvng Maidung
14. Jh. 2. V.
88
Par. Suppl. 1276, f. 43‘ (Taf. 127)
1
Birmingham, Braithwaite 2, f. 33" (Taf. 126)
1
228
Iwavvng Mavoög
12. Jh. 2. H.
Leicht rechtsgeneigte, lockere kalligraphische Minuskel mit durchschnittlichem Stili-
sierungsniveau: Perlschrift zur Zeit des Kanonverfalls. Zug zur Horizontalen (Juxta-
positionen mit Pi: a, Z. 2). Überschriften in epigraphischer Auszeichnungsmajuskel.
Alpha GS a, Z. 16 Zeta Q a, 9. Z. v.u. Eta Ir a,2.17
Theta 9 a,Z.5 Lambda £ a,Z.3
Epsilon—Xi SE a, Z. 16 Epsilon Omikron % a 2.1
ènt ee a,6.2.v.u. Epsilon— Tau Ka b, 2.7
Epsilon— Ypsilon Ee a, 2:17 xal X% a, Z. 6
Aoy kr a, 8. Z. v. u. uey HP a,Z.13
Sigma—Alpha ag a,Z.17 Tau—-Omega F a, Z. 4
Runde Spiritus. Zum Teil winzige Zirkumflexe. Suprapositionen und Involvierungen.
Wiederholt Trema über Iota und Ypsilon.
233
Iwavvng Ilıyanre
14. Jh. Anfang
Richtungslose, lockere, engzeilige Minuskel mit Reduzierung der Ober- und Unterlän-
gen sowie weitgehender Buchstabentrennung. Niedriges Stilisierungsniveau. Die
große Zahl der Majuskeln (Gamma, Epsilon, Eta, Theta, Kappa, Lambda, Pi) weist
auf den Kanonverfall der Minuskel hin.
Beta w Z.3 Gamma r Z.4 Epsilon & 23
Zeta è 10.Z. v.u. Eta » Z.2 Theta a Z.4
Lambda A Z.2 Rho o Z.2 Phi Ed 9. Z. v. u.
Omega es 2.12
Doppel-Gamma rf letzte Z.
Epsilon—Xi br z. il
Pi—Rho we 2:8 Tau—-Iota al 22
Ypsilon—Sigma w 2.5
Epsilon—Iota d Z.4
Epsilon—Ypsilon d SI
Akzente und Spiritus unterscheiden sich - abgesehen von den kleinen kuppenförmi-
gen Zirkumflexen — wenig voneinander. Die Spiritus scheinen in der runden Form
gemeint zu sein.
89
236
’Iwavvng “Päaceog
Par. Suppl. 26, f. 148° (Taf. 128) a. 1575
1
ww
4
Par. 1372, f. 9" (Taf. 129)
1
2
3
Senkrechte, weitzeilige und lockere, in ihrer militärischen Ausrichtung an Druck-
schrift erinnernde Minuskel. Bei klein und gleichmäßig gehaltenem Mittelbau wird
das Schriftbild durch die senkrecht hochgezogenen Buchstaben Gamma und Tau
(daneben senkrechtes Zeta und Xi, sogar Theta!) bestimmt. Auch Doppel-Lambda
ist in sturem Gleichmaß ausgeführt. Neigung zu ausfahrenden Längen im unteren
Freirand.
Beta PB 6.Z.v.u. Gamma E 2.1 Zeta L 2.8
Theta 9 Z. 14 Xi E 2.7 Rho p 2:2
Tau T zi Phi æ 2.2
Epsilon—Ypsilon Å- nicht auf der Tafel
Pi—Rho X% 2.6
Epsilon—Iota A 2.3
Doppel-Lambda KA letzte Z.
oda et T Ren
Sorgfältige Akzente und Spiritus, in der Regel abgesetzt; selten Verbindung von
Kürzungsstrichen und Akzenten. Zirkumflexe winzig und kuppen- oder tildenförmig,
wiederholt um einen Buchstaben nach rechts, selten nach links, versetzt. Trema über
Iota und Ypsilon, über Iota auch einfacher Punkt. Iota subscriptum.
239
Iwdvvng ZyoupörouAog
14. Jh. 2. H.
Senkrechte bis richtungslose, lockere Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Oberlängen
(hochgezogenes Gamma und Tau, ferner Beta, Theta, Iota, Xi und mit Vokalen
verbundene Akute) und reduzierten Unterlängen. Worttrennung. NW-SO-Diagonale
durch Majuskel-Alpha, Majuskel-Lambda und die Sei. Form betont. Spurenelemente
von Fettaugen (Omikron, Sigma, Ypsilon, Omega).
Alpha 8 2.86 Beta R Z. 13 Gamma F 2.5
Delta A 2.2 Zeta 7 z9 Eta x Zi
Theta Q zı Theta $ voieizeZ. xi & zu
PP vw Zi Rho p 3.2. v.u. Tu T zi
Ki
Alplıs Rho ER ai wi Z8
5
Epsilon—Xi R AT Epsilon-—-Rho X 2.8
Z.8
uev AA uev AU 2.9 uev Al 2.1
90
Par. 2510, f. 138° (Taf. 130)
1
Akzente und Spiritus zumeist abgesetzt, aber auch oft Verbindung von Vokalen und
Kürzungsstrichen mit Akzenten. Akute in Verbindung mit Vokalen kräftig und weit
hochgezogen. Auch selbständige Akute vielfach fast senkrecht. Kleine, kuppenför-
mige oder tildenförmige Zirkumflexe. Spiritus asper um 90° gedreht und nach oben
offen. Akzente auch mit dem auf den Vokal folgenden Konsonanten verbunden.
Suprapositionen. Trema über Iota und Ypsilon.
243
Twávvyns Zrapıödung
a. 1383/84
Richtungslose, lockere, flüchtige Gebrauchsschrift niedrigen Niveaus. Neigung zum
Überschreiten des Schriftspiegels mit ausfahrenden Längen.
2 Epsilon € Z383 Eta H Z.2 Theta 9 vorletzte Z.
Kappa K. letzte Z. Xi % 2:7 Pi vr 3.2 eo
Rho P Z.1 Tau Fg vorletzte Z. Omega w letzte Z.
3 Epsilon—Iota 7 Z.12 Epsion—Rho gp Z. 12
Epsilon— Tau = 2.15 vv» Aë Z1 Tau—Rho A 2.8
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Winzige Zirkumflexe, manchmal nach rechts ver-
setzt. Große wv-Kürzungsbogen. Suprapositionen. Wiederholt Trema über Iota.
245
Iwdavvng Taurpeiag
Par. 1261, f. 204° (Taf. 131) a. 1537
1 Senkrechte bis richtungslose Gebrauchsschrift wechselnder Dichte mit großem Zei-
lenabstand sowie ausgeprägten Ober- und Unterlängen. Fettaugenelemente. Wort- und
weitgehende Buchstabentrennung. Neigung zur Überschreitung des Schriftspiegels.
2 Beta b 2.4 Beta 8 Zli Zeta 2 2.7
Xi $ vorletzte Z. Sigma ( 2.7 Tu T 22
Phi p Z. l
Tau T 10.Z. v.u. Ypsilon W Z.1
3
91
ayo 13 418
Epsilon—Iota q Z.3
Gamma—Omikron pP VS en
Epsilon— Lambda 3 SS
Epsilon—Ny Ge Z.1 Epsilon—Xi 2.5
Epsilon—Tau C 2.8 Epsilon— Tau Cr 2.9
Kappa—Omikron ww Z1 Kappa- Tau ul 2.2
uev po Z.7
Tau—Omikron KÉ IL SZ eu
Tau—Omega A 2.1
Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt, aber auch Verbindung von Buchstaben
und Kürzungsstrichen mit Akzenten. Doppelakzente. Suprapositionen und Involvie-
rungen. Wiederholt einfacher Punkt über Iota.
aĝ 2.3 Tau—lota 7 SCH
Tau-—Rho 5 Z.8
Sigma—Theta
Omega Tu SL 23?
246
Iwavvng Tpıporeog Zwög
Par. Suppl. 192, f. 2* (Taf. 132) a. 1439
Gebrauchsschrift eines schulmäßig schreibenden Kopisten. Niedriger „Mittelbau“
2 Beta ®© Z.1 Gamma Y 4Z.v.u. Delta ~ 2.2
Eta 4 letzte Z. Theta H 2.3 ig Zi
Pi ee: Z.1 Rho p letzte Z. Tau 7” vorletzte Z.
Pit 23
3 Epsilon—Gamma V 2.7 Epsilon—Ypsilon K 22
xi è 2? Sigma—Pi ep 21
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe.
249
Iwavung KadxeöruAog
Neapol. IT A 26, f. I" (Taf. 133) a. 1469
1
Richtungslose, weitzeilige Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Ober- und reduzierten
Unterlängen, Vorliebe für halbkreisförmige Gebilde (Kürzung -«ı und Majuskel-
Epsilon) und verschiedene Schnörkel. Unansehnlicher „Mittelbau“ mit häufig „zer-
quetschten“ Buchstaben. Hochgezogenes Gamma, Iota und Tau.
92
2 Gamma i 2.6 Zeta Q 26 Eta n 22
Xi A 2.2 Tau T 2.2 Chi Æ 24
3 da An 2.1 Epsilon—Lamba fu 2.3
Epsilon—Rho 2.9 -erat Zi 2.6
Theta—Omikron 9 Z.1 uev (am Wortende) rk, 2.13
Sigma—Tau er 2.4 Omega— Sigma G Z.7
4 Akzente und Spiritus zum Teil abgesetzt, zum Teil Verbindung von Akzenten mit
Buchstaben. Fast senkrecht stehende Akute und Graves; ebensolcehe Kürzung für Au.
Größere tildenförmige Zirkumflexe. Gelegentlich Trema über Iota.
253
Iwdvvng Xpvooneparog ‘OAóBwAog
Par. Coisl. 201, f. 508' (Taf. 134) 14. Jh. Ende
1 Leicht rechtsgeneigte, gedrängte, kleinformatige Gebrauchsschrift mit Betonung der
Vertikale (hochgezogenes Gamma und Tau, ferner Iota, Kappa, Sigma, Psi) und
proportionierten Ober- und Unterlängen. Erinnert an Gitterschrift.
2 Beta A Zi Gamma [ 2.2 Epsilon e Z.2
Zeta ? Z. 1 Kappa K. Z.4 Xi G vorletzte Z.
Schlußsigma G 2.3 gg T Bi Phi daten
2 yàp „2 4. Z. v.u. Epsilon—lota q Z.2
Epsilon—Iota & 4. Z. v.u. Epsilon—Kappa K Z.4
Epsilon—Rho ? 2.3 Epsilon—Sigma & 2.6
Epsilon—Tau A Z.3 Epsilon—Phi ® 22
Epsilon—Omega Se Sa Eta—Sigma ez"
véi S Zi se ` ju 22 uvm Aw 2.7
Rho-—-Omikron ©% Z.7 Rho—Omikron P letzte Z.
4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt, aber auch Verbindung von Buchstaben
mit Akzenten (gerne bei Ypsilon). Einfacher Punkt oder Trema über Iota und
Ypsilon.
93
256
Twávvng
Par. 668, f. 8" (Taf. 135) a. 954
I Rechtsgeneigte, lockere kalligraphische Minuskel guten Niveaus: Perlschrift mit ein-
zelnen größeren Buchstaben am Zeilenbeginn (Alpha, Kappa, Tau). Gelegentlich
hochgezogenes Tau. Marginalien in konstantinopolitanischer Auszeichnungsmajuskel.
2 Gamma \/ hi Delta A b, 2.1 Epsilon & b,Z.4
Zeta 3 a,2.5 Zeta K: a, 2. 12 Eta h b, 2.3
Theta Ý a, Z. 3 Kappa [x b, 2.2
3 Alpha—Xi a,2.5 Gamma-—-Omikron Lë a,2.9
Epsilon—lota d b, 2.2 Epsilon—Pi Ar b, letzte Z.
Epsilon—Y psilon ER b,2.1 Theta—Ypsilon Qu b, letzte Z.
\
xal 5 nicht auf der Tafel vat 7 a,2.3
4 Spiritus in halbierter Eta-Form oder eckig. Winzige, kuppenförmige Zirkumflexe.
Akzente und Spiritus weit abgesetzt. Selten Trema über Iota und Ypsilon.
257
Iwdvvng
Par. Coisl. 246, f. 78° (Taf. 136) 10, Ih: 2, E
I Stark rechtsgeneigte, lockere kalligraphische Minuskel mit Richtungsausgleich (Dia:
gonale NW-SÖ) durch Delta, Lambda und Chi. Gutes Stilisierungsniveau. Zahlreiche
Majuskelformen bestimmen das Schriftbild: Epsilon, Kappa, Lambda, hochgezoge-
nes Tau (in Z. 4 offenbar von späterer Hand), auch Gamma, Theta und Sigma
2 Gamma / 2.7 Eta A Zi Kappa % 2.4
Xi Z 23 Tu 7 Zi Chi x 102Z v.u.
Omega œ Z.2
94
3 yvy gg 27 syx LK 2.8 Epsilon—Iota d 11.2 ae u.
Epsilon—Xi = letzte Z. Theta—Epsiion Ze Z.1
H H U
xal h% Z.13 uèv yàp HEUP 2.7
-f
òy yap 2.3 Pi—Epsion 7€ Z.8
Doppel-Tau z DZvu owe y Z.11
4 Spiritus in halbierter Eta-Form bzw. eckig oder rund. Sehr kleine kuppenförmige
Zirkumflexe. Tildenförmige Kürzungsstriche. Juxtapositionen. Doppelakzente (auf
anderen Folien). Vereinzelt Iota adscriptum.
258
Iwávyng
Par. Coisl. 370, f. 245" (Taf. 137) 10. Jh.
1 Senkrechte kalligraphische Minuskel mit hohem Stilisierungsniveau: Kirchenlehrerstil
(HUNGER, Pal. Gr. Byz. 204f.) bzw. minuscule bouletée (poor, a O. 191ff.). Uber-
schriften in alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel.
2 Alpha æ Z.2 (Zählung bei der Minuskel beginnend) Delta A 2.2
Epsilon & 2.1 Zta © 25 Eta bh Z4
Theta # Z.1 Kappa Ww Z.1 My W Z.1 Ny p Z1
Pi w Zi Sigma © Z.1 Tau er Si
3 ara da letzte Z. Epsilon—Iota £ letzte Z.
Epsilon—Xi Er. 332 eu. Ypsilon—Ny w 2.2
4 Spiritus in halbierter Eta-Form bzw. nur eckig. Winzige, kuppenförmige Zirkum-
flexe.
259
Iwdavvng
Par. Coisl. 265, f. 216" (Taf. 138) a. 1036/37
1 Senkrechte, weitzeilige kalligraphische Minuskel von mittlerem Stilisierungsniveau:
Perlschrift. Tendenz, die Buchstaben vom Kreis zur Ellipse zusammenzudrücken.
Wechsel zwischen Wort- sowie Buchstabentrennung einerseits und Buchstabenver-
bindung anderseits. Überschriften, Kapitelverzeichnisse u.ä. zumeist in alexandrini-
scher Auszeichnungsmajuskel, Haupttitel auch in derber epigraphischer Auszeich-
nungsmajuskel.
2 Beta U b,Z.2 Delta A b, letzte Z. Zeta RK a, vorl. Z.
Eta MU b.2 1 Lamibak £ b, Z. 2 Lambda A b, 5. Z. v.u.
Chi X a,4.Z.v.u Psi A b, 6. Z. v. u.
3 were YJO b,Z.10 Delta—Epsilon Aë b. 3. Z v.u.
Suv dw b, 9. Z. v. u. eor e b, Z. 1
Epsilon— Ypsilon Eé b,3.2.v.u.
4 Spiritus in halbierter Bta-Form oder eckig. Winzige Zirkumflexe. Akzente weit
abgesetzt und zumeist zart. Doppelakzente (uv — 32). Ny-Kürzungsstrich am Zei-
lenende. Iota adscriptum.
260
Twávyng
Par. 289, f. 67" (Taf. 139) a. 1066
1 Senkrechte, lockere kalligraphische Minuskel aus dem Bereich der Perlschrift mit
durchschnittlichem Stilisierungsniveau. Großformatige Schrift im Hinblick auf den
liturgischen Gebrauch. Überschriften in konstantinopolitanischer Auszeichnungsma-
juskel.
2 Epsilon & az? Zeta 3 a, 2.1 Eta & a, Z.3
Theta + a,2.1 Kappa K_ a, Z6 PN AO a29
Rho Ê a,Z.2 Tau T a, 2.4
3 ge a, Z. 3 Epsilon—Iota d a,2.6
xal S 8,12, Z. V. ü: Tau-—-Iota 1 a,2.8
Ypsilon—Iota “A a, 11. Z. vu. Chi— Epsilon xE 825
Chi—Omikron XD a Z.4
4 Spiritus eckig bis rund. Kleine Zirkumflexe.
261
"Iwavvng
Par. 1598, f. 26" (Taf. 140) a. 1071/72
1 Senkrechte, lockere kalligraphische Minuskel mit durchschnittlichem Stilisierungsni-
veau: Perlschrift mit Anzeichen des Kanonverfalls. Zahlreiche Majuskeln (Alpha,
Delta, Eta, Theta, Kappa, Lambda, Ny, Pi), wechselnde Höhe des Mittelbaus.
ungleichmäßiger Duktus.
96
wo
KI)
ve
Da
1
2
3
4 Spiritus rund oder eckig, manchmal in halbierter Eta-Form. Kleine, kuppenförmige
Par. 1587, £. 7" (Taf. 142)
1
r. 1033, f. 39° (Taf. 141)
Alpha D a,2.6 Delta AU b, 2. | Zeta 3 a, Z. 15
Zeta L a, Z. 18 Eta H a,Z.1 Eta In 9,2%
Theta # b,2.7 Kappa KK b, Z. 11 Ny N a Z1
Epsilon— Pi Er a, Z. 10
xat ? a, letzte Z.
Runde und eckige Spiritus. Kleine Zirkumflexe. Suprapositionen.
yeyo Lo a, 2.5
Epsilon— Sigma a a, Z. 15
262
’Ioavvng
11. Jh. Ende
Leicht rechtsgeneigte bis richtungslose, lockere Minuskel aus der Zeit des Kanonver-
falls. Mittleres Stilisierungsniveau. Oberlängen des Delta und Majuskel-Lambda
betonen die NW-SO-Diagonale, Minuskel-Lambda, Minuskel-Gamma und Phi die
NO-SW-Diagonale.
Alpha ov Z. 1 Alpha à 2.4 Beta u 2.3
Zeta 2 Ny w 27 Xi Sg 2.12
Pi = 2.3 Omega P Z.I
yeyo fr Z.1 Delta—Epsilon Je: 27.2
Delta—Rho Ip 2.10 Epsilon—Ypsiion & 2.4
xat S 2.7 Doppel-Lambda U 2.1
uev vorletzte Z. My—Phi PP 2.9
Tau—Omikron "mo 2.7
10. Z. v. u.
Pi—Omikron
Doppel-Tau 7Y 25
Ypsilon—Ny uw 2.12
7mo letzte Z.
Tau--Omega 792 vorletzte Z.
Ou Bo XP 2.2
Zirkumflexe, manchmal nach rechts verschoben.
263
Iwdavvns
11. Jh. E.
Senkrechte, lockere kalligraphische Minuskel guten Niveaus mit geringem Zeilenab-
stand: Perlschrift. Ausgeprägte Oberlängen (Eta, Kappa, Phi, Psi, vereinzelt hochge-
97
zogenes Tau) und reduzierte Unterlängen. Überschriften in alexandrinischer Aus-
zeichnungsmajuskel.
2 Beta w 25 Zeta 3 2.2 Eta H 2.2 Lambda A Z.4
Tau T Z: 21 Ypsilon wv Z.1 Psi L letzte Z.
3 Alpha-Kappa a/ķ Z. 14 Alpha —Phi ob 2.17
Epsilon—Xi 3 Z. 19 mi CJA 2.1
Ypsilon—Rho E 3 Z vu
4 Spiritus eckig, teils noch in halbierter Eta-Form. Winzige, kuppenförmige Zirkum-
flexe. Suprapositionen.
264
"Iwavvng
Par. Coisl. 206, f. 45” (Taf. 143) 11. Jh.
1 Leicht rechtsgeneigte, kleinformatige, lockere kalligraphische Minuskel mit durch-
schnittlichem Stilisierungsniveau aus dem Bereich der Perlschrift. Großer Zeilenab-
stand. NW-SO-Diagonale durch Oberlänge des Delta und durch Majuskel-Lambda
betont. Worttrennung vorgeschritten. Überschriften in alexandrinischer Auszeich-
nungsmajuskel.
2 Delta SZ Z2 Zeta Q 2.2 Theta # 2.4 Sr g Z8
Tau T 8.Zv.u Psi $ 12 Z. v.u.
3 Gamma—Alpha 7% Z. 1 Delta—Iota Ņ 7. Z. v.u.
Epsilon—Iota f Z.2 Epsilon—Xi E Z. 4
Epsilon—Rho Ze 213 Epsilon—Ypsilon & Z.3
uey pau% ‚10.2. v. u. Tau—Alpha W Z.i
4 Spiritus in halbierter Eta-Form bzw. eckig oder rund. Winzige Zirkumflexe. Doppel-
akzente (auf anderen Folien). Tildenförmige Kürzungsstriche. Vereinzelt Trema über
Iota und Ypsilon. Iota adscriptum.
265
TIwávyng
Par. 1324, f. 52” (Taf. 144) a. 1104
d
Senkrechte bis leicht rechtsgeneigte, lockere, weitzeilige kalligraphische Minuskel mit
überdurchschnittlichem Stilisierungsniveau: Perlschrift. Ober- und Unterlängen re-
98
Par. 1070, f. 13° (Taf. 145)
1
duziert. Gelegentlich bescheiden hochgezogenes Tau. Vielfach Worttrennung. Sehr
geringer Anteil an Majuskeln (Eta, Lambda, Tau). - Überschriften in alexandrini-
scher, Initialen in epigraphischer Auszeichnungsmajuskel.
Zeta Q b,Z.1 Eta H b, Z1 Xi Z a letzte Z.
Tau 2 D 6: eg
Rho € b,Z.1
Alpha—Kappa oJ b, 14. Z. v. u. Alpha—Xi 6,5; Zr E
Gamma-—-Iota y b, letzte Z. Ach IA b; 11.2. v. u.
Delta—Iota òl b,2.2 eyy dv 692. v.u.
Epsilon— Ypsilon & ai? Doppel-Lambda IF b, 2.5
uev pop a; 3. Z. v. u uev MY a? vu
PiTau "GC b,Z.4
Spiritus durchwegs in halbierter Eta-Form(!). Akzente klein und ebenmäßig. Kup-
penförmige Zirkumflexe. Tildenförmige Kürzungsstriche.
266
’Ioavvng
12. Jh. 2. H.
Senkrechte bis leicht rechtsgeneigte, lockere kalligraphische Minuskel: Perlschrift aus
der Zeit des Kanonverfalls. Weitgehende Wort- und Buchstabentrennung. Betonung
der Horizontalen durch zerdehntes Majuskel-Epsilon und Majuskel-Delta, Waag-
rechte des Majuskel-Tau und Unterlänge des Xi. Phi und Psi unterstreichen die
NO-SW-Diagonale, die Oberlänge des Minuskel-Delta und des Majuskel-Lambda die
NW-SO-Diagonale. Auseinandertreten großer und kleiner Buchstaben. Überschriften
in versuchter alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel, Initialen in epigraphischer
Auszeichnungsmajuskel. Der Gruppe „2400“ nahestehend.
Delta „Z~ vorletzte Z. Epsilon Er 2.4 Kappa g. letzte Z.
Xi 2 Z. 14 Xi 3 62ru Tu I za
Psi Vi SA
Epsilon—Xi ck 8. Z. v. u.
Gamma—Omega Au letzte Z.
Epsilon—Omikron Go Zi Epsilon—Rho Eë 3.2 v.u
Epsilon—Phi es 5. Z. v. u. uy pep
Rho—Omikron 0/0 Z.3 Chi—Lambda ` Gef, vorletzte Z.
Spiritus in allen drei üblichen Formen (rund auf anderen Blättern). Doppelakzente
(auf anderen Blättern). Trema über lota und Ypsilon.
vorletzte Z.
Par. Suppl. 612, f. 311" (Taf. 146)
1
Par. 1032, f. 7” (Taf. 147)
99
267
Iwdvvng
a. 1163/64
Senkrechte kalligraphische Minuskel aus der Zeit des beginnenden Kanonverfalls:
Perlschrift. Hochgezogenes Tau und Gamma. Suprapositionen. — Die Schrift der
Katene mit ihren Fettaugenelementen (Theta, Omikron, Sigma, Ypsilon) und den
Juxtapositionen (z. B. Iota—Omikron, Theta—Epsilon, Theta—Omikron) sowie ver-
einzeltem Iota subscriptum (eicher, nach rechts verschoben: Z. 22) neben sonstigem
Iota adscriptum befindet sich in einem weiter vorgeschrittenen Stadium als die
Schrift des Haupttextes.
Beta & 2.8 Gamma [ 2.9 Epsilon € 2.2
Zeta 4 3. Z. eo Eta A Z.i Eta x Z.3
Theta D 5.Z. v.u. Kappa K zz Lambda A Z1
Pi m Z1 Rho p 2.3 Ta T Z5
Gamma—Alpha Va 2.6
Eta—Theta La
Epsilon—Tau € letzte Z.
5. Z. v.u. Rho—Omega pe Z.7
Runde Spiritus. Tildenförmige Kürzungsstriche. Trema über Iota. Iota adscriptum.
268
Iwavvng
12. Jh. E.
Richtungslose, lockere kalligraphische Minuskel aus der Zeit des Kanonverfalls.
Starke, aber unregelmäßige Betonung der Diagonalen. Zahlreiche Juxtapositionen.
Fettaugenelemente (Zeta, Xi, Omikron, Sigma, Phi). Der Gruppe „2400“ naheste-
hend.
Zea 3 27 Theta © 2.2 Kappa K ZT
Schlußsigma dë 2.6
Xi CS 2.13
Psi el 2.12
Chi 2x 8. Zen.
Gamma—Alpha (~ 2.2 Gamma-—Lambda
Epsilon—Phi eb 11.Z.v.u.
Abgesetzte, meist kräftige Akzente. Runde bis eckige Spiritus. Doppelakzente. Ge-
legentlich längere wv-Kürzungsbogen. Trema über Iota.
CH zu
100
269
’Iwäavvng
Par. 2537, f. 22‘ (Taf. 137) a. 1271/72
1 Richtungslose, im Größenunterschied der Buchstaben extravagante Gebrauchs-
schrift mit ausgeprägten Ober- und Unterlängen: Feitaugenmode. Aufgeblähtes Omi-
kron, Ypsilon, Omega und Rho (in Ligaturen), dazwischen typische Kümmerbuch-
staben (Alpha, Delta, Epsilon, Theta, Iota, Ny).
2 Schlußalpha vorletzte Z. Beta £ 3. Z.v.u. Delta ^ 4 Z.v. u.
Zeta Z letzte Z. Kappa X 4.2.v.u. Lambda 3 Z.1
Ny v Z1 Ny N letzte Z. Omikron O SZ?
Phi E 3. Z. v. u. Omega DÄ letzte Z.
3 a >` letzteZ. Delta—Ypsilon A) 2.2
Epsilon—Ita en Z4 Epsilon—Rho M 5. Z. v.u.
Pi—Omikron 70 4Z.v.u.
4 Kräftige, abgesetzte Akzente. Vereinzelt Verbindung von Kürzungsstrich mit Ak-
zent. Doppelakzente (32). Trema über Iota und Ypsilon.
270
TIwávyng
Par. Coisl. 2, f. 1" (Taf. 148) 13. Jh. E.
1 Senkrechte, lockere, archaisierende kalligraphische Minuskel in Nachahmung der
Perlschrift. Gutes Stilisierungsniveau. Überschriften in alexandrinischer Auszeich-
nungsmajuskel.
2 Beta & 2.3 Gamma T 2.2 Epsilon € Z.1
Zeta CA 2.13 Eta H Zi
3 eye Aë Z. 10 Theta--Eta Aa BS en
Kappa—Tau La 2.10 pw "dée ge Z. li
pay Va ad 10.2Z.v.u. Tod Kë 1:2 AE
EE
ën TRU letzte Z.
4 Akzente und Spiritus abgesetzt: gelegentlich Verbindung von Buchstaben mit Akzen-
ten. Runde Spiritus; Spiritus asper um 90° gedreht und nach oben offen. Maßvolle
Zirkumflexe. Suprapositionen.
101
271
’Iwavvng
Par. Coisl. 169, f£. 317" (Taf. 149) 14. Jh. A.
1
Senkrechte, lockere Minuskel einer geübten und disziplinierten Hand, die neben der
Worttrennung im Haupttext eine Trennung in Buchstabengruppen durchführt. Re-
duzierte Ober- und Unterlängen.
Alpha & Z., I (Haupttext) Beta B Z.8 Gamma r Z.4
Delta e Z.2 Theta ð Z.1 Xi É 26
Epsilon— Iota & 2.5 Epsilon— Tau H 2.3
Epsilon— Ypsilon d. 2.3 Chi— Iota A 2.6
Akzente und Spiritus abgesetzt (im Haupttext; in den Randscholien wiederholt
Verbindung von Buchstaben mit Akzenten). Spiritus asper um 90° gedreht und nach
oben offen. Kleine Zirkumflexe. Einfacher Punkt, auch Trema über Iota und Ypsilon.
Iota subscriptum.
272
Iwdvvng
Par. Suppl. 462, f. 8“ (Taf. 150) a. 1312/13
1
Richtungslose, gedrängte Gebrauchsschrift mit auffallender Gegensätzlichkeit großer
und kleiner Buchstaben, sowie starker Neigung zu Involvierungen und Schnörkeln
verschiedener Art: Fettaugenmode. Die übergroße, peitschenförmige ov-Kürzung (Z.
2.3 passim) betont in etwa die Vertikale. Uberschreitung des Schriftspiegels durch
weit ausfahrende Akzente.
Alpha A 2.3 Beta QR D: Zen Gamma % Z i
Delta a, letzte Z. Zeta L 2.6 Xi £ 2.7
Rho e vorletzte Z. Omega ch letzte Z.
Alpha—Xi KE Zá Epsilon—Lambda ite Z. 16
Epsilon—Xi & 7.2.v.u. m Zi 26
coda: soh 5. Z. v. u. u alu Z2 uy A 2.6
Akzente und Spiritus teils abgesetzt; vielfach auch Verbindung von Akzenten mit
Spiritus und Buchstaben. Zahlreiche Involvierungen. Trema über Iota und Ypsilon.
102
Par. 2772, f. 100" (Taf. 151)
1
273
TIwávvng
14. Jh. 1. H.
Rechtsgeneigte, lockere Gebrauchsschrift einer geübten Hand mit ausgeprägten
Oberlängen (hochgezogenes Gamma und Tau) und reduzierten Unterlängen. Sehr
weiter Zeilenabstand, für die Aufnahme von Interlinearversionen eingerichtet. Spu-
ren des Metochites-Stils.
2 Beta p Z.5 Beta £ 2.8 Delta ^ Z.7
Epsilon + 2.2 Zeta Î Z.2 Eta » Z.2 Tau 7 Z.4
Ypsilon ó Z1 Phi œ 2.6 Chi K 23
Omega œ Z.2
3 Doppel-Gamma e 5. Z. vu ye og Z1
Lambda—Omikron Ae Z. 1 Rho—Iota ei 2 4
Tau— Iota TG Z.1
4 Akzente und Spiritus abgesetzt; gelegentlich Verbindung von Spiritus mit Akzenten.
Kleine kuppenförmige Zirkumflexe. Einfache Punkte, von späterer Hand Trema über
Iota und Ypsilon.
274
’Iwdvvng
Par. 1163, f. 183° (Taf. 151) a. 1348
1 Richtungslose, lockere, archaisierende kalligraphische Minuskel in der Nachfolge der
Perlschrift mit niedrigem Stilisierungsniveau.
2 Epsilon € Zu Zeta E 2.12 Eta x 2.2
Kappa K Z8 Lambda p Z.3 xi Lë zm
Phi > 2.83 Omega œ 2.1
3 ayo dp Z6 Alpha—Theta a% 2.2
Epsilon—Iota d 2.3 Epsilon— Xi CS 2.12
Epsion—Rho 6p Zi Epsilon—Rho 5.2.v.u.
Epsilon—Ypsilon da 9.Z. v.u. Lambda—Theta p 2.5
Rho—Omikron ep 2.7
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Runde Spiritus. Doppelakzente. Wiederholt ein-
facher Punkt bzw. Trema über Iota (und Ypsilon).
Par. 2761, f. 44“ (Taf. 152)
l
Par. 1553, f. 68" (Taf. 153)
J
103
275
TIwávyns
14. Jh. M.
Leicht rechtsgeneigte, lockere, aber engzeilige Gebrauchsschrift einer geübten Hand
ohne ästhetischen Anspruch. Weitgehende Wort- und Buchstabentrennung. Fett-
augenelemente (Beta, Ny, Omikron, Ypsilon, Omega). Neigung zur Überschreitung
des Schriftspiegels. Nachwirkung des Metochites-Stils.
Alpha A 2.1 Beta R 9. Z. v. u. Delta £ Z.1
Zeta [4 2.1 Kappa K ag en Ny AS 2.2
Tau 7 4. Z. v.u Ypsilon © 9Z v.u
Omega ÖS 4. Z. v.u
apa afg 4. Z.v.u. ent An TZ yo
eTo Ee 2.5 xa As 1.2.9 t
uyv me 23 m rm 23
Akzente und Spiritus überwiegend abgesetzt, jedoch auch Verbindung von Akzenten
mit Spiritus und Buchstaben. Suprapositionen. Involvierungen. Trema über Iota und
Ypsilon.
276
Iwodavvng
14. Jh. 2. H.
Senkrechte, lockere, zarte Gebrauchsschrift einer geübten Hand mit eigenwilliger
Stilisierung. Ausgeprägte Oberlängen (hochgezogenes Tau, Gamma und Psi), Unter-
längen reduziert. Neigung zum Zerdehnen von Buchstaben und Ligaturen (z.B.
Alpha und Ypsilon, jeweils in Juxtaposition, sowie Omega). Stark rechtsgeneigtes
Minuskel-Gamma und Majuskel-Pi (bzw. Pi—Tau), wie oft in kyprischen Handschrif-
ten. Wort- und Buchstabentrennung, aber auch Abteilung der Kommata. Ausfah-
rende Längen an den Freirändern mit spielerischen Tendenzen sowie Gestaltung des
Schriftspiegels in Figurenform (zumeist Kreuze; auf anderen Blättern). Spuren von
Fettaugen (Beta, Omikron, Phi). Überschriften in alexandrinischer Auszeichnungsma-
juskel.
Beta ® 6.2.15 Gamma p bäi Theta 6 a Z.3
Kappa K b, 6. Z. v. u: Xi A
Ph Q a23 Omega ao b,2.3
(Kennbuchstabe) b, Z. 3
104
Par. 2596, f. 184" (Taf. 154)
1
Par. Suppl. 498, f. 27° (Taf. 154)
1
Delta—Epsilon Kä
Alpha— Tau KE b, Z. 15 a 2 9 ;
3 W _ KE
Epsilon—Xi 42 b,2.6 ini Aa b,2.15 T
uev a, Z. 1 Treo ME b, Z. 10 i
Ypsilon—Pi au b,2.8 S
Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; manchmal Verbindung von Buchstaben
mit Akzenten. Doppelakzente. Suprapositionen. Involvierungen. Trema über Iota
und Ypsilon.
280
TIwávyng
a. 1475
Senkrechte bis richtungslose, steife, schülerhafte Gebrauchsschrift eines Nicht-Grie-
chen mit völliger Wort- und weitgehender Buchstabentrennung. Viele eckige For-
men. Betonung der Horizontalen durch Querstriche des Majuskel-Gamma, des Tau
und des Majuskel-Pi. Steriler Gesamteindruck. Erinnert an den Bereich der Druckmi-
nuskel.
Gamma r Z.1 Delta £ 2.3 Theta D 3.2.v.u.
My m Z.I Ny y Z1 Pi w Z1 Tau KI Z.I
Tau 7° letzte Z. Phi e 22 Omega w Z.1
Epsilon—Iota qg 2.3 Ypsilon—Iota 4 Z.1
Akzente und Spiritus abgesetzt. Gelegentlich Trema über Iota.
281
Iwdavvns
15. Jh.
Leicht rechtsgeneigte, lockere Gebrauchsschrift einer geübten Hand mit Vorliebe für
runde Formen. Weiter Zeilenabstand mit Rücksicht auf die Interlinearversion. Ober-
längen durch Gamma, Eta und Tau vertreten, Unterlängen reduziert. Stilisierungs-
versuch mit bescheidenem Erfolg.
Gamma f Z.1 Zeta A 5.2.v.u. Ny bh ZA
x AL Zi xi Ê 25 Pi 22
Schlußsigma c Z.1 Schußsigma Q Z3
Phi p 2.3 Chi x Zi Psi | 22
Omega c> Z9
3
4
Pa
1
2
3
4
Laur. Plut. 74. 18, f. 5" (Taf. 156)
1
r. 1931, f. 18“ (Taf. 155)
105
Gamma—Omikron 79 2.2 Epsilon—Iota q Z.1
Epsilon— Lambda % 3.2.v.u. Epsilon—My Qu 3.2 v.u
m Ge Z2 en m Zi
Epsilon— Ypsilon Zi 5.2.v.u. u & 5.Z.v.u.
ven ` wn Z3 neo fei Z9 me p letzte Z.
Akzente und Spiritus abgesetzt. Kuppen- oder tildenförmige Zirkumflexe. Supraposi-
tionen. Trema iber Iota und Ypsilon. Iota subscriptum.
282
TIwávvyng
16. Jh. 1. V,
Richtungslose, weitzeilige, aber eher dichte und zugleich zarte Gelehrtenhand. Ober-
längen (Delta, Sigma, Tau) mehr ausgeprägt als die Unterlängen (Xi, Chi).
Zeta 9 2.3 Theta A 2.3 N ¥ Zi Xi Leien
Pi e Z1 Phi Q 2.8 Psi $ 2.1 Omega o 2.1
Alpha—Theta a9- ZU Alpha—Lambda a. 2.2
Dali Tata Y Zi Epsilon—Ista d 2.2
Epsilon—Rho $ Zu as 4I 26 va an "Zi
sl A 28 weni Ale: 5.1 KapparOmiken X9 2.3
Lambda—Omikron 9 2.3 ven 2.8 um Ab 2.6
Tau—Omikron To letzte Z. Tau—Rho % Z.1
Phi—Alpha Qg 4.2. v.u. Ou De är Z2
Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; daneben Verbindung von Buchstaben
mit Akzenten. Spiritus asper manchmal nach aufwärts gedreht. Gelegentlich Trema
oder einfacher Punkt über Iota und Ypsilon.
283
"Iwavvixıog
12. Jh. 4. V.
Richtungslose, eher platzsparende, eilige Kursive aus der späten Komnenenzeit bzw.
der Zeit der Angeloi. Einfluß der Urkundenschrift, insbesondere der Kaiserkanzlei,
auf die Gebrauchsschrift. Übergroße Buchstaben (hier Kappa, auf anderen Blättern
auch Fettaugenelemente), weit ausfahrende wv-Kürzungsbogen; daneben eine Reihe
von Kümmerbuchstaben (Delta, Omikron, Rho u.a.).
106
Par.
KI)
Beta ar 6.Z.v.u. Gamma 77 vorletzte Z.
Kappa K 3:2. eg
13.Z.v.u. Rho e 4Zv.u. Phi dh 4. Z. v.u.
Gamma—Iota X 9.Z.v.u.
G 8. Z. v. u.
Pi—Alpha MM letzte Z.
8.2.vu opa e 6. Z. v. u.
Tau—Alpha Aa Zen
Alpha A 1.2.v.u.
Delta 2 vorletzte Z.
Xi >
Alpha— Iota oN vorletzte Z.
Delta—Iota N 4. Z. vu Epsilon—Ny
pev SE 13. Z. v. u.
Sigma—Epsilon DE
GEN Han 9. Z. v. u.
Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; jedoch Verbindung des Zirkumflexes mit
dem überlangen wv-Kürzungsstrich. Wiederholt Trema über Iota. Iota adscriptum
und Iota subscriptum im Wechsel.
285
Iwdoacp
1129, f. 7° (Taf. 157) a. 1353
Leicht rechtsgeneigte, übersichtliche Schrift einer geübten Hand an der Grenze von
Kalligraphie und Gebrauchsschrift. Nähe zum M etochites-Stil. Reduzierte Ober- und
Unterlängen. Gegensatz aufgeblähter Buchstaben (Alpha, Epsilon, Theta, Omikron,
Ypsilon) in der Art der Fettaugenmode und winzig kleiner Buchstaben. Kräftiger
Kalamos, Wechsel von Haar- und Schattenstrichen. Gelegentlich Überschreitung des
Schriftspiegels.
Alpha OL 2.13 Beta 6 2.2 Epsilon e Z.1
Epsion & 22 Zea l 22 Baum 22
Theta I 8. Z. v. u. Theta 9 Z.1 Xi É Z7
Pi ww Zi Rho e Zi Schlußsigma Q, letzte Z.
Omega CO Z.5
yev Fw Z. 4
Epsilon—Tau Q letzte Z.
S letzte Z.
Akzente und Spiritus abgesetzt, oft mehr oder weniger nach rechts verschoben.
Doppelakzente. Gelegentlich große wv-Kürzungsbogen (spielerisch im oberen Frei-
rand). Suprapositionen. Manchmal Trema über Iota. Iota subscriptum.
Delta—Rho gp 3. Z. v.u.
Kappa-Omikron K Zä
Sigma— Theta Sigma—Ypsilon øç_) 6. Z. v.u.
Vat. 1339, f. 164" (Taf. 158)
1
Par. 1213, f. 154" (Taf. 159)
1
107
286
Iwaoap
14. Jh. M.
Leicht rechtsgeneigte, lockere, kleinformatige Minuskel in später Nachfolge der Perl-
schrift. Gleichmäßige Verteilung von Ober- und Unterlängen. Durchschnittliches
Stilisierungsniveau.
Alpha à 2.1 Beta uw Z.I Delta A Zi Delta a Z.4
Zeta d SS Theta 6 2.9 Phi A Z1
Omega œ Z.2
Alpha—Rho e Z.9 ee » 29
Epsilon—Xi Z Z.5
Epsilon—Tau PS 2.3
Gamma—Omikron 19 2.2
Epsilon—Tau & 2.2
Doppel-Lambda H- 2.4 uev Mey Z.1 Tau—Omikron qo Z.4
Ypsilon—Pi ner 2.5 Ypsilon—Sigma ww Z.1
Disziplinierte Akzente und Spiritus durchwegs abgesetzt. Kleine kuppenförmige
Zirkumflexe. Suprapositionen. Doppelakzente. Vielfach Trema über Iota und Ypsi-
lon.
288
Iwdoap
15. Jh. 1. V.
Senkrechte, weitzeilige, aber gedrängte Gebrauchsschrift einer geübten Hand. Die
kräftigen Akute, vor allem in Verbindung mit Buchstaben, treten an die Stelle von
auffälligen Oberlängen und dominieren im Schriftbild.
Beta ß Z.7 Epsilon € Z.1 Zeta K 2.9 Eta » 23
Kappa K 2.3 Kappa h 2.3 Lambda A Z.4
Pi wa 22 Schlußsigma $ Z.3 Ypsilon v Z.2
Phi Ọ 26
Alpha—Rho % 2.6 Epsion fi @® 23
Epsilon—Rho A Z.2 Epsilon—Rho o 2. 10
Epsilon— Ypsilon Au Zoi Zeta— Omega Co 2.6
Eta— Lambda M 2:5 xa RW 2.4 xat e 2.8
wy Ay Z1 uev Ww Z.I Xi—lota % Z6
Xi—Omikron d Zi
Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; daneben nicht selten Verbindung von
4
Buchstaben und Spiritus mit Akzenten (s. oben). Kleine Zirkumflexe. Suprapositio-
nen. Trema über Iota und Ypsilon.
289
Josephus Auria
Par. 2387, f. 9 (Taf. 160) a. 1588
1 Schulmäßige, nicht ungeübte Hand eines Nicht-Griechen. Strenge Worttrennung,
weitgehende Buchstabentrennung. Überschriften in moderner Auszeichnungsmajus-
kel.
2 Gamma E Z. 6 (Zählung einschließlich der Überschriftzeilen)
Eta Y 22 Xi g 27 Rho f 2.6 Tau T 26
Tau 7 2.7 Phi Ọ 2.3 Chi ki Psi 4 2.18
3 Gamma—Rho ` AË 2.12 uev uo Z. 2
Tau—Omikron G Z. 10 Y psilon—Tau DU Z. 1i
4 Akzente und Spiritus überwiegend abgesetzt; daneben bisweilen Verbindung von
Spiritus und Buchstaben mit Akzenten. Manchmal auf den folgenden Konsonanten
verschobener Akzent (z. B. Zeile 9 und 12). Suprapositionen. Trema über Iota und
Ypsilon. Iota subscriptum.
290
Twoo
Par. Suppl. 468, Verso (Taf. 161) 13. Jh. E.
I Senkrechte bis leicht rechtsgeneigte, lockere, archaisierende kalligraphische Minuskel
in der Nachfolge der Perlschrift. Trotz geschickter Nachahmung fällt eine gewisse
Sterilität auf. Spiritus durchwegs rund. Iota subscriptum (von erster Hand?). Über-
schriften in alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel.
109
Le?
Alpha A 5.2. v. u. Beta 6 nicht auf der Tafel
Gamma d: 2.v.u. Zeta (2 4. Z. v. u. Eta H 2.4
Omega CD nicht auf der Tafel Omega CL) vorletzte Z.
Omega OO 4. Z. v. u.
Alpha—Xi da: Z. v.u. Theta—Epsilon AN, nicht auf der Tafel
Dec EE Z. 4 Theta—Eta fr 7.2.v.u.
zoue Szen Sé eg
4 Kleine, zarte Akzente; zumeist auch kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. Spiritus
durchwegs rund. Iota subscriptum.
ww
291
Twoo
Par. 1558, f. 20” (Taf. 162) 15. Jh. 1. V.
1 Leicht rechtsgeneigte bis richtungslose, lockere Minuskel mit weitgehender Wort-
und Buchstabentrennung sowie ausgeprägten Ober- und Unterlängen. Die Absetzung
der Akzente und Spiritus (fast lückenlos) scheint bewußt durchgeführt zu sein.
Elemente des Hodegon-Stils (die Ligaturen de£, Epsilon—-Tau und Tau—Eta auf
anderen Blättern; s. ferner Epsilon—Rho, die Gestalt des Phi und Gamma mit nach
links weisender Unterlänge).
2 Beta @ 3.2. v.u. Gamma Y Eé Zeta j 2.6
Theta 9 Z.4 Lambda /- 2.3 Xi H 2.10
Tu T zı Ypsilon Oo Z4 Phi A ER
Omega œ 2.2
3 Ben 5% 2.9 Epsilon— Xi (doppelter Ansatz) = letzte Z.
Epsilon—Rho Le 2.1 Epsilon—Ypsilon ad 2.16
N
xal S vorletzte Z. Omikron— Ypsilon FEN Z. 14
Tau—Omikron 79 letzte 2. Ypsilon—Pi wn 2.3
4 Akzente und Spiritus fast durchwegs abgesetzt. Kleine kuppenförmige Zirkumflexe.
Suprapositionen. Gelegentlich Trema über Iota und Ypsilon.
110
292
Kalsap Erparnyög
Par. 2959, f. 11" (Taf. 163) 15. Jh. E.
1 Senkrechte, lockere, kleinformatige Gebrauchsschrift mit proportionierten Ober- und
Unterlängen. Majuskel-Alpha mit geschwungener Oberlänge und Minuskel-Delta
wirken im Sinne der NW-SO-Diagonale. Nähe zur Druckminuskel.
2 Alpha X Z.1 Beta p 2.2 Gunma TS?
Epsilon 4 2.3 Zeta 2 23 Eta w Z1
Theta 9 Z.2 Ny v Zi Xi f 5Zvu.
Schlußsigma 6 Z.1 Ta T 21
3 Epsilon—Iota d Z.1 Epsilon—Rho Se vorletzte Z.
Epsilon—Ypsilon óy 2.2 xal aa 5. Z. en.
uv MW 2.2 My-Omikron m Z.1
mpo MRI vorletzte Z.
4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; manchmal Verbindung von Akzenten
mit Spiritus. Suprapositionen. Trema über Iota und Ypsilon.
293
KuaAdivırog
Par. Coisl. 341, f. 15" (Taf. 164) a. 1318
1 Rechtsgeneigte, lockere Minuskel mit betonten Oberlängen und Vertikalen (hochge-
zogenes Tau, Gamma, Phi, Psi). Ausgleich von Horizontale (Querbalken des Tau!)
und NW-SO-Diagonale (Oberlänge des Delta, Lambda). Worttrennung.
2 Beta D 6. Z. v. ū. Epsilon € Z.1 Theta Ê 2.6
Xi H Z. 10 Tau ] Z.2 Chi X 214
Psi KÉ 2.5 Omega & vorletzte Z.
3 Delta—Iota "ën zı Epsilon—Xi di 2.5
o
xal S 2.9 Omikron— Ypsilon X Z.2
4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt. Auffällig die Verbindung des Querbal-
kens des Tau mit Zirkumflex für den folgenden Vokal (Z. 5, 13, 5. v. u.). Suprapositio-
nen. Doppelakzente.
III
294
Kardivıxog
Par. Suppl. 1260, f. 13° (Taf. 159) 14. Jh. 1. V.
1 Richtungslose, derbe Gebrauchsschrift niedrigsten Niveaus. Fehlen von Horizontalen
und Vertikalen. Verlust der Grundzeile.
2 Beta E 10.Z.v.u. Beta @ vorletzte Z. Epsilon «© 2.3
Zeta $ WR A Theta 9 2.5 Xi A IL Z. v.u.
3 Alpha—-lota an 5. Z. v.u vág ef d 3 eu.
yy rw Z8 Delta—Eta doo 10.Z.v.u.
Epsilon— Iota A Z8 Epsilon—Lambda Y 5: Z ve
Epsilon—Rho & Z9 si E Z8 My—0mikon s% Z. 12
Tau—Omikron % Z.I
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Vereinzelt Trema über Iota.
295
Kardıorog
Par. 96, f. 6“ (Taf. 165) a. 1432
1 Senkrechte, lockere Minuskel einer ungelenken Hand in ferner Nachfolge der Perl-
schrift. Proportionierte Ober- und Unterlängen. Niedriges Stilisierungsniveau.
2 Beta E 2.2 Gamma f 2.3 Epsilon € 2.3
Eta 4 zi Theta Ê 2.3 Lambda EE
3 ayo gp letzte Z. Alpha— Xi ol 8. Z. v. u.
Epsilon—Ny Kë 2.8 Epsilon—Xi Er 2.4
Epsilon—Rho & 10. Seu Epsilon—Rho Nä vorletzte Z.
Tau—Omikron % letzte Z. Phi—Omikron $9 Z.I
4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; daneben Verbindung von Buchstaben
und Spiritus mit Akzenten. Spiritus asper oft nach oben offen. Manchmal spitze
Zirkumflexe. Suprapositionen. Wiederholt Trema über Iota und Ypsilon.
296
Kardıorog
Par. 523, f. 323° (Taf. 166) a. 1488
1 Rechtsgeneigte bis richtungslose, eher enge, flüchtige Gebrauchsschrift einer nicht
ungeübten, aber wenig disziplinierten Hand. Exzessive Großbuchstaben (hochgezo-
genes Gamma und Tau; Epsilon, Zeta) und Ligaturen (Epsilon—Xi). Unsichere
Grundzeile.
2 Alpha A a, 2.4 Beta E a,5.2.v.u.
Zeta B 35.2 vu. vn Sri P mr bäi
Schlußsigma CC b,Z. 14 Tau E a, 2.2
Psi Y a, vorletzte Z.
3 Alpha—Zeta az b, 2.8 Epsilon—lota EA a, 10.2. v. u.
op Zen 2.10 Epsilon—Xi 3 b,2.9
N
xal S b, Z. 2 Lambda— Phi PR a, 8. Z. v.u
hoy: Ad b, 2.7 uev Auf b, 2.6
My-—-lota AL b, 8. Z. v. u. Rho—Iota CA a, letzte Z.
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Manche Akute stark reduziert. Suprapositionen.
Vereinzelt Trema über Iota.
297
Kardıorog
Par. Suppl. 34, f. 166" (Taf. 167) a. 1579/80
Pa
\ Senkrechte bis richtungslose, lockere, kräftige und eigenwillige Gebrauchsschrift mit
Betonung der Vertikale (hochgezogenes Tau, Kappa, Phi, Psi) und der NW-SO-
Diagonale (Majuskel-Alpha, Lambda, wy-Kürzungsstriche, Epsilon—Tau-Kürzung).
NO-SW-Diagonale durch Rho—Alpha- bzw. Rho-—-Omikron-Ligatur und unter die
Zeile hängendes Epsilon am Wortanfang vertreten. Zug zur Horizontalen durch
zerdehntes Minuskel-Theta und den ebenso zerdehnten Kennbuchstaben Epsilon
(u.a. zerdehntes uev Z. 2) gegeben. Insgesamt Eindruck der Unruhe und Erregung.
2 Alpha a 2.3 Beta Q 2.11 Epsilon ÉS 82vu
Theta H letzte Z. Theta O9 11.2 v.u. Phi &b 24
113
I
3 Alpha-Theta = I 2.5 Epsilon— Kappa Cen 2.10
Epsilon— Xi A S.S em. Epsilon—Ypsilon Kr 24
uv ` Aën Z2 uera I vorletzte Z.
Rho—Iota E 2.3 Rho—Omikron eg vorletzte Z.
Sigma—Theta I 72.6
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Kuppenförmige Zirkumflexe. Große »v-Kürzungsbo-
gen. Trema oder einfacher Punkt über Iota und Ypsilon. Punktförmiges Iota sub-
scriptum.
298
Karög (Ayionerpitns)
Par. Suppl. 681, f. 9" (Taf. 168) a. 1297/98
1 Richtungslose, enge, kürzungsreiche Gebrauchsschrift ohne ästhetischen Anspruch.
Restlose Ausnützung des Schriftspiegels. Waagrecht oder fast waagrecht ausgeführte
Kürzung für zën mit drei gleich langen Strichen bestimmt das Schriftbild. Überlange
ov-Kürzung in Richtung NW-SO zerschneidet da und dort die Zeilen.
2 Beta b vorletzte Z. Gamma dr 12. ée
Theta © letzte Z.
3 aya ga~ 3.2. vu Alpha—Psi ail 24 vie ` AN Z4
Epsilon—Xi Sa uev De BAr
pev Ét vorletzte Z. of $ 2.2 Toy Se 22 eu
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Suprapositionen. lota subscriptum.
300
Kapıog
Par. 393, f. 60° (Taf. 165) a. 1516
1 Senkrechte, schwungvolle, kräftige Schrift einer geübten Hand. Ausgreifend (große
Oberlängen) und locker wie manche Hodegon-Schreiber.
2 Alpha CO. Zi Beta mm Zi Epsilon & 2.6
u OAEI Ny N 22
Xi 3 2.1 Psi A 4. 2. von.
114
3 Gamma—-Iota H 2.6 Epsilon—Iota d 2.2
Epsilon—Ypsilon EU 3: Se 9, Epsilon— Ypsilon Ö\ vorletzte Z.
4 Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils Verbindung von Buchstaben und Kür-
zungsstrichen mit Akzenten. Einfacher Punkt über Iota.
301
Kypuxog
Par. Coisl. 349, f. 11” (Taf. 169) 15. Jh. M.
1 Richtungslose, gedrängte, kleinformatige Gebrauchsschrift mit deutlichen Oberlän-
gen (hochgezogenes Gamma und Tau) und reduzierten Unterlängen. Unsichere
Grundzeile. Eintönig und stillos.
2 Gamma F 2.1 Epsilon « Z.1 Eta e Z.1
Theta 6 Z.1 Ny v» Zi ofze Sigma ( z.1
Schlußsigma 4 Z.3 Tau F 2.2
3 Delta—Ypsilon ` di letzte Z. Epsilon—Iota d Z.2
Epsion—Kappa %K 3.2. v.u. Epsion—Ny & 2.2
ww 2.10 Tau—Rho 6 Z7
4 Akzente und Spiritus überwiegend abgesetzt; daneben Verbindung von Buchstaben
und Spiritus mit Akzenten. Spiritus asper oft nach oben offen. Wiederholt spitze
Zirkumflexe. Trema über Iota und Ypsilon.
302
Kinuns
Par. 1020, f. 13" (Taf. 170) 11. Jh.2.H.
1 In etwa senkrechte kalligraphische Minuskel aus dem Bereich der Perlschrift mit
durchschnittlichem Stilisierungsniveau. Oberlängen des Delta und die Ligatur Al-
pha—Chi unterstreichen die NW-SO-Diagonale. Vereinzelt hochgezogenes Tau.
2 Alpha X b,Z.12 Zea CO bi Eta w b, Z1
Theta éi: a, Z. 8 Kappa le b,2. 1 Kappa K WZ. i
Xi b, Z. 15 Tau T b,2.5
3 Alpha—Chi X a, Z. 6 Gamma—Lambda W a, Z. 6
Delta—Iota N a,2.5 Epsilon—Iota d b, letzte Z.
Epsilon—Xi di b, 2.2 xu 5 b2Z14
Pi-Tu ar b; Z. 12
115
4 Runde Spiritus. Sehr kleine Zirkumflexe. Ny-Kürzungsstrich am Zeilenende. Selten
Trema über Iota.
303
Kauns
Par. 1531, f. 309° (Taf. 171) a. 1112
1 Senkrechte bis leicht rechtsgeneigte, lockere kalligraphische Minuskel von gutem
Stilisierungsniveau: Perlschrift. Anzeichen des Kanonverfalls: hochgezogenes Gamma
und Tau oft gegen Zeilenende. Überschrift und Subseriptio in versuchter alexandrini-
scher Auszeichnungsmajuskel.
2 Gamma I» b, Sen Zeta 3 2.2 Eta Xx bZ1
Xi 3 a, 6. Z. v. u. Tau a, Z. 6
3 Delta—Iota N a, 7. Z. v. u. Eta—Ny (auw a, letzte Z.
xal E a,6.Z.v.u. Doppel-Lambda Zë, b,2.6
My-Phi MD ris
4 Runde und eckige Spiritus. Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. Suprapositionen.
304
Koonäg Kaundog
Par. 2243, f. 650‘ (Taf. 172) a. 1339
1 Senkrechte, archaisierende kalligraphische Minuskel niederen Niveaus mit dem (miß-
lungenen) Versuch einer Nachahmung der Perlschrift. Massiver „Mittelbau“. Gerin-
ger Zeilenabstand. Reduzierte Ober- und Unterlängen. Maßvolle Wort- und Buch-
stabentrennung.
2 Gamma fY 2.6 Delta 2 letzte Z. Epsilon b- 2.3
Zeta 3 2.9 Eta X Z1 Theta & Z.2
Kappa A 2.2 Xi E 2.6 Xi E SX eo
Pi wor 2.3 Tau T 4. Z. v.u.
3 xal ei 2.2
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Trema über [ota und Ypsilon.
306
Kunpiavög ’Idnpoüg
Par. Coisl. 344, f. 203° (Taf. 173) 15. Jh. M.
1 Senkrechte, lockere Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Ober- und Unterlängen, Be-
tonung der Vertikalen (Zeta, Xi, Rho, Phi) und der Diagonalen (Lambda, Chi gegen-
über Delta). Worttrennung. Kräftige Akute und Graves. Neigung zur Überschreitung
des Schriftspiegels. Unruhiges Schriftbild.
2 Delta N a, Z. 1 Zeta , a, 9. Z. v. u. Eta 7? a,Z.2
Xi 9 a, Z. 11 Xi f a,2.11 Ypsilon U a, Z. 9
Chi Pa 8,7.2.v.u.
3 Epsilon—lota q a 2.3 npo Mep a, letzte Z.
Sigma—Alpha a,2.9 Sigma—Tau T b, 5. Z. v. u.
Phi—Theta $S DER?
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Doppelakzente. Bisweilen Trema über Iota und
Ypsilon.
308
KöpıÄdog Kpirag
Par. Coisl. 246, f. 232” (Taf. 174) 15. Jh.
1 Richtungslose, eher lockere Gebrauchsschrift niedrigen Niveaus. Völlig farb- und
stillos. Verlust der Grundzeile. Weitgehende Buchstabentrennung.
2 Beta A 2:2 Epsilon E 3.2.v.u. Eta 4 Z1
Theta # 2.6 Ny y Z1 xi Z1 Rho p Z8
Omega @ Z.1 Omega W Z.2
3 Alpha—lota oi 2.8 Delta—lota A Z. 12
Epsilon—Iota a Z. 5 eh D Z. 2
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Spitze Zirkumflexe.
309
KoöpıdAdos
Par. 1617, f. 193" (Taf. 175) a. 1071
1 In etwa senkrechte, kalligraphische Minuskel aus dem Bereich der Perlschrift mit
unterdurchschnittlichem Stilisierungsniveau. Kräftige Oberlängen des Delta, Majus-
kel-Alpha, Lambda und Chi betonen die NW-SO-Diagonale.
8 Mph = 623 Beta U- b,2.9 Beta @ b,2.5
Epsilon € a.2.1 Zeta A a, 2.4 Eta ng a Z.1
Eta h b, 10. 32 eu Kappa k b, 2.1 Kappa IC b,2.4
My „u b2Z1 Pi oe gz Rho f b, 2.2
Rho e b,2.5 Phi & a, 2.1 Omega œ a,2.2
3 Delta—lota SQ b, 5. Zeg Epsilon Gamma d a SI
Epsilon— Xi d b, 2.1 wu E 22
Pi—Tau mr b25 Chi—Rho XP 3,25
upt PA, b, letzte Z.
4 Spiritus in allen drei möglichen Arten. Winzige Zirkumflexe.
312
Kwvoravrivog ’ApyupörouAog
Par. Coisl. 42, f. 381‘ (Taf. 176) 14. Jh. 1. H.
1 Senkrechte, lockere Minuskel in später Nachfolge der Perlschrift. Im Hinblick auf die
Notation stark zerdehnt (Alpha-Ligaturen). Reduzierte Ober- und Unterlängen.
Neigung zu ausfahrenden Längen und Schnörkeln, insbesondere in der Schlußzeile.
2 Zeta Z 2.9 Lambda > 3.2.v.u.
3 Alpha kapp a—rk 4Zv.u Alpha—Tau a7 Z.1
Epsilon—Gamma a, 2.1 Epsilon—Ypsion A_ 2.10
Pi—Tau nr 3.2 vu. Ypsilon—Rho ~ s2 TZ v.u.
Ypsilon—Phi ALP vorletzte Z. Phi—Rho 3 2.8
Chi—Epsilon TE vorletzte Z.
4 Akzente und Spiritus fehlen (wie oft in Musikhandschriften). Involvierungen.
314
Kwvoravrivog Maupoudeng
Par. Suppl. 692, f. 30" (Taf. 177) a. 1586
1 Senkrechte bis richtungslose, enge, eher eintönige Gebrauchsschrift einer geübten
Hand mit ausgeprägten Ober- und Unterlängen sowie großem Zeilenabstand. Hoch-
gezogenes Gamma und Tau, ferner die Oberlängen des Minuskel-Delta und die häufig
fast senkrecht stehenden Akute und Graves betonen die Vertikale. Von NO nach SW
schwingendes Psi mit großer Ober- und Unterlänge durchbricht diesen Eindruck.
118
2 Beta p Z.4 Delta ê 2.3 Epsilon +» Z.1
Theta 9 Z.1 Pi e AA Rho x Z1 Taw q Z1
Phi ọ Z.2 Psi £ Z.8
3 Epsilon—Iota g vorletzte Z. Epsilon—Xi 4% Z1
Zi A8 2.6 Epsilon—Rho G SZ vu.
pev p% 2.1 Phi—Rho SZ 5.Z2.v.u.
4 Akzente und Spiritus abgesetzt; manchmal Verbindung von Buchstaben und Spiritus
mit Akzenten. Suprapositionen. Gelegentlich Trema über Iota. Iota subscriptum.
318
Kwvoravrivog TpıßwAng
Par. 2188, f. 3° (Taf. 178) 15. Jh. 3. V.
1 Richtungslose, gedrängte Gebrauchsschrift mit geringem Zeilenabstand, entspre-
chend reduzierten Ober- und Unterlängen, sowie Verzicht auf jede ästhetische Wir-
kung. Grundzeile nicht eingehalten. Vorliebe für kleine, meist linksläufige Schwänz-
chen in den Unterlängen.
2 Beta 6 2.2 Gamma P Zi Zeta l Kä
Theta cf 2.5 xi z2 Pi m 2.3 Pi Y 26
Tau T z3 Tau ) 25 Phi Ọ 21 Omega w Z.2
3 Alpha—Lambda % Z.2 Delta—Iota N Z.4
Epsilon—Ypsilon & Z. 1 xal W Z.1 uev uw ZU
oe e 11. Z. v.u. re I 25 oa d% 13
tqo ët SI Ypsilon—Ny w Si
4 Akzente und Spiritus zum Teil abgesetzt; daneben Verbindungen von Spiritus und
Buchstaben mit Akzenten. Tildenförmige Zirkumflexe. Suprapositionen. Trema über
Iota und Ypsilon.
319
Kwvoravrivog
Oxon. Univ. C. 52, f. 217" (Taf. 179) a. 1125
1 In etwa senkrechte kalligraphische Minuskel aus der Zeit des Kanonverfalls. Unter-
durchschnittliches Stilisierungsniveau. Unregelmäßige Zeilenabstände und (schein-
bar) unsichere Grundzeile.
119
2 Alpha S b,2.1 Beta u b,Z.10 Epsilon € b,Z.3
Zeta ra b, Z. 2 Eta nz Xi 9 b Z3
Pi o b,Z.3 Psi + b, Z. 11
3 Epsilon—Iota d b, Z. 14 xa vi b, letzte Z.
Lambda—Theta 15 a Z7 Lambda—Phi H a, 3. Z. v. u.
My—Omikron 49 b, 12.Z. v.u. Rho—Alpha E b,7.Z.v.u.
Sigma—Alphaa ag b,6.2.v.u. Ypsilon— Tota u b, 10. Z. v. u.
4 Runde, selten eckige Spiritus. Kleine Zirkumflexe. Trema über Iota, über anderen
Vokalen zum Zeichen einer notwendigen Korrektur.
321
Kovotavtivog
Par. 1634, f. 332° (Taf. 180) a. 1372
1 Senkrechte, lockere Minuskel mit weitgehender Wort- und Buchstabentrennung und
Tendenz zu runden Formen (Betonung von Alpha, Omikron, Sigma, Omega). Großer
Zeilenabstand. Kleine Oberlängen und fast völlig reduzierte Unterlängen. Hand eines
Griechen in Italien (?).
2 Beta ß Z.8 Gamma fi 2.2 Zeta È Z2
Theta 9 3.Z.v.u. Xi % 9.Z.v.u. Phi & Z.1
Omega W Z.6
3 Doppel-Gamma y vorletzte Z. Delta—Omikron 27
Epsilon—Ny ` GA 2.8 Epsilon—Xi OO. 2.3
ovÀ m 2.8
4 Akzente und Spiritus zumeist abgesetzt, aber auch Verbindung von Spiritus und
Vokalen mit Akzenten. Suprapositionen. Gelegentlich Trema über Iota und Ypsilon.
323
Laurentius Cyathus
Par. 2844, f. 178" (Taf. 177) a. 1498
1 Richtungslose, weitzeilige, unsicher wirkende Gebrauchsschrift eines Nicht-Griechen.
Ausgeprägte Oberlängen, reduzierte Unterlängen. Vernachlässigung der Grundzeile.
Schlußschrift in moderner Auszeichnungsmajuskel.
120
2 Alpha A Z.4 Beta 6 Z.9 Gamma f 2.2
Theta 0 Z4 Xi Ç Z3 P m Zi Ta zi
Tau T Z. 10
3 Delta—Omikron de Zi Epsilon—Iota J 2.3
Epsilon—Rho ° 2.3 Lambda—Omikron Zë 25
Omikron—Ypsilon & 2.5 Sigma—Pi ww 2.10
4 Übergroße, fast senkrecht stehende Akute und Graves zumeist abgesetzt. Gelegent-
lich Verbindung von Akzenten mit Buchstaben oder Spiritus. Trema über Iota und
Ypsilon.
324
Aaupevrıog
Par. 1373, f. 7" (Taf. 181) a. 1523
1 Richtungslose, eher lockere Gebrauchsschrift ohne ästhetischen Anspruch. Großer
Zeilenabstand. Reduzierte Unterlängen. Unsichere Grundzeile.
2 Beta b 8. Z. v. u. Gamma P 2.7 Epsilon « Z.2
Theta 6 Z.2 Kappa x Z2 Xi y z.11 Tau T. 2.7
3 Delta—lota H. 2.12 Epsilon—Beta e 2.8
Epsilon—lota d za Epsilon—lota of Z.2
Epsilon—Rho Di 9. Z. v. u. wn a o
usp Ai 2.10 Rho—Omikron 9 6.Z.v.u
4 Akzente und Spiritus zumeist abgesetzt, Verbindung von Kürzungsstrichen mit
Akzenten. Winzige, kuppenförmige Zirkumflexe. Suprapositionen. Trema über Iota
und Ypsilon.
325
Aeövrıog Edorpariog
Par. Suppl. 156, f. 1" (Taf. 181) a. 1584
1
Richtungslose, übersichtliche Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Ober- und Unter-
längen und Betonung der NO-SW-Diagonale (Gamma, Lambda, Chi). Großer Zeilen-
abstand. Kräftige Akute und Graves.
121
Beta 6 2.4 Gamma py 2.3 Epsilon € Z.1
Theta Si 2.8 Xi £ Z.1 Sigma Ç 2.5
Sigma 4 Z5 Tau T 23 Tau 9 Z4
Phi 7 2.3
Alpha—Rho y Kä Epsilon—Ny © 2.1
Epsilon—Ny H 3. Z. v. u. Epsilon— Tau X 2.2
era % SR eg
Doppel-Lambda 4 2.3 uev A 3. Z. v. u.
neo a$ Zn Pi—Lambda M 2.7
Pi—Rho M 4 Tal > 4. Z. v. u.
Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; daneben wiederholt Verbindung von
Buchstaben mit Akzenten. Sehr kleine Zirkumflexe. Involvierungen. Selten Trema,
Vereinzelt Iota subscriptum
Epsilon—Omega W Z.5
326
Neövriog
Par. 1477, f. 217" (Taf. 182) a. 1060
Leicht rechtsgeneigte, weitzeilige kalligraphische Minuskel von überdurchschnittli-
chem Stilisierungsniveau: Perlschrift. Überschriften in alexandrinischer Auszeich-
nungsmajuskel. Hier finden sich Gamma und Tau mit hochgezogener Oberlänge.
Zeta 73 26 Eta la 3.2. v.u. Kappa je letzte Z.
Dga Phi P 3. Z. v. u. u en
Epsilon—Iota d letzte Z. Epsilon—Xi 3.Z.v.u.
en, Br 58 pe GEW 82. v.u.
Omikron—Sigma (Zeilenende) & 2.11 Chi—Omikron x 4. Z. v. u.
Spiritus in allen drei üblichen Formen. Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe.
327
Aeövrıog
Par. 1130, f. 2” (Taf. 183) 16. Jh. E.
1 Richtungslose, weitzeilige Gebrauchsschrift einer eiligen Hand ohne jeden ästheti-
schen Anspruch. Kräftige Oberlängen. Worttrennung. Durch das Fehlen von Gera-
den wirkt die Schrift molluskenartig.
2 Beta d 22 Zeta Ê 2.2 Theta # 2.3
Tota J 2.9 Kappa 4 Z.1 Pi ZS 3.Z.v.u.
Tau d 2.2
3 Doppel-Gamma An 3.3 eu. Epsilon—Iota 9 2.2
Epsilon—Iota g Z4 aa A 5Z v.u wi qg Zi
Tau—Omikron V 2,1
4 Akzente und Spiritus zum Teil abgesetzt, zum Teil Verbindung von Akzenten mit
Spiritus, Buchstaben und Kürzungszeichen.
328
Atwv ’Arparng
Ven. Marc. 440, f. 3" (Taf. 184) a. 1426
1 Senkrechte bis richtungslose, eher enge Gebrauchsschrift mit entwickeltem „Mittel-
bau“ sowie reduzierten Ober- und Unterlängen. Vorliebe für runde Formen. Keulen-
förmige Verstärkung der Oberlänge des Minuskel-Eta, Verdiekungen in Pi und
Omega sowie im Griff des hochgezogenen Tau.
2 Beta 6 2.3 Gamma 7 3.2.v.u. Delta A Z.1
Eta Å letzte Z. Theta E 2.4 Kappa K Z.1
Ny y Z.I bk 22 Pi e 2.2 Tar T Zi
Phi o Z.2 Chi x Z2 Pai bk Zi
Omega oi 2.3
3 Epsilon—lota a letzte Z. Epailan- Tan Ç 4. Z vea
Epsilon—Ypsilon 4 Z.4 wb Séi Zi
vin ` All vorletzte Z. nr ët 24
zpo gy letzte Z. Ypsilon—Rho vP £4. Z. v.u.
123
4 Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils mit Buchstaben sowie untereinander und
mit Kürzungsstrichen verbunden. Akzente wiederholt mit dem folgenden Konsonan-
ten verbunden (z.B. nv Z. 1). Kuppenförmige kleine oder tildenförmige größere
Zirkumflexe. Spiritus asper oft gedreht und nach oben offen. Einfache Punkte über
Iota und Ypsilon.
329
Aéwv Taßaräg
Par. 11, p. 89 (Taf. 185) a. 1186
1 Richtungslose, lockere, kleinformatige Minuskel aus der Zeit des Kanonverfalls der
Perlschrift. Mäßiges Stilisierungsniveau. Häufig hochgezogenes Gamma und Tau:
einzelne übermäßig große Buchstaben (Zeta, Psi); ansonsten reduzierte Unterlängen.
Worttrennung.
2 Beta B Zi Gamma F Zi Delta » Z.3
Zeta Z Z. 11
Zeta ê 7. Z. v. u. (gezählt einschließlich der Subseriptio)
Theta #8 Z.4 Lambda A Z. 1 Psi L vorletzte Z.
Omega ao vorletzte Z.
3 Alpha—Tau asr 5.Z vu. Epsilon—lota á vorletzte Z.
3
Zen Ke letzte Z. Epsilon— Tau Ee 2.3
Epsilon— Tau F vorletzte Z. Epsilon—Ypsilon &, 2)
Epsilon—Omega Ss letzte Z. Pi—Tau mr ZS
Sigma—lota oJ 3.2.v.u. Doppel-Sigma ar 3. Z. v. u.
4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt, daneben auch Verbindung von Buchsta-
ben und Spiritus mit Akzenten. Juxtapositionen. Wiederholt Trema über Iota.
330
Aéwv Kivvanog
Par. 1115, f. 228" (Taf. 186) a. 1276
1 Leicht rechtsgeneigte, stark kleinformatige, lockere Minuskel einer geübten Hand aus
der Zeit des Kanonverfalls. Gegensatz von Groß- und Kleinbuchstaben. Fetiaugenele-
mente (Theta, Omikron, Sigma). Teils übergroße, flach liegende Akute. Gutes Stilisie-
rungsniveau. Erinnert an den Metochitesstil.
124
2 Alpha A letzte Z. xamma v 2.3 Gamma / 2.4
Delta A Z2 Delta PZ? Zeta Z 2.8
Theta © Z.1 Theta 8 2.2 Theta 8 letzte Z.
Lambda x 2.1 Xi ET Z. v.u. Rho e letzte Z.
Schlußsigma € letzte Z. Tau T letzte Z.
13. Z.v. u: Epsilon— Ypsilon au 3.2va.
3 Epsilon—Xi &
Ypsilon—lota y 2.6
4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; daneben wiederholt Verbindung von
Buchstaben, Spiritus und Kürzungsstrichen mit Akzenten. Winzige Zirkumflexe.
Juxtapositionen (Phi—Theta, Phi—Omikron, Phi—Omega). Involvierungen. Trema
über Iota.
331
Aéwv
Par. 1085, f. 190" (Taf. 187) a. 1000
1 Leicht rechtsgeneigte, kalligraphische Minuskel durchschnittlichen Niveaus: Perl-
schrift. Wort- und Buchstabentrennung sind noch nicht vorgeschritten. Maßvoller
Gebrauch von Majuskeln. Vergrößerung einzelner Buchstaben. Überschriften in ver-
suchter alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel.
2 Zeta (3 2.8
Kappa k 9. Z. v. u. Lambda Fr 2.3
3 u dé 23 Alpha—Xi ga 13.2. v.u.
Delta Ita DS 27 Theta-Rho Me 2.9
`
Rho—Alpha Oe, Z.7
xa W letzte Z. wy PY 2-7
4 Spiritus eckig bis rund. Akzente bescheiden. Tildenförmige Kürzungsstriche.
Kappa IC Z.6 Kappa K 2.9
332
Aéwv
Par. Coisl. 374, f. 47“ (Taf. 184) It. Jh 2 H
1 Rechtsgeneigte, lockere, flott geschriebene kalligraphische Minuskel aus der Zeit des
beginnenden Kanonverfalls: Perlschrift. Zahlreiche hochgezogene Buchstaben (Iota,
Kappa, Tau, Phi) vermitteln den Eindruck der starken Rechtsneigung. Majuskel-
f
f
|
|
j
125
Alpha, die Oberlängen des Minuskel-Delta und Graves betonen die Gegenrichtung.
Worttrennung. Zahlreiche Majuskeln. Überschriften in alexandrinischer Auszeich-
nungsmajuskel.
Kappa a vorletzte Z.
Kappa X Z3 ù Pi er 22 Tau l Kë
Phi & 2.15
3 Gamma—Epsilon ye Z.11
2 Beta vo Z.1 Eta x» Z3
Delta—Iota MM Z4
Epsilon—Rho % 2.3
Epsilon— Tau «£ 2.4 Epsilon—Chi x 2.6
xal è 9. Z. v. u. Sigma—-lota Bi Z. 11
Pi—Lambda &y% vorletzte Z.
Epsilon—Iota g Z.3
4 Spiritus in halbierter Eta-Form, eckig und rund. Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe.
Iota adscriptum.
333
Aoyyivog
Par. 443, f. 9° (Taf. 188) a. 1271/72
1 Richtungslose, gedrängte Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Oberlängen (hochgezo-
genes Gamma mit markantem Bogen: Kennbuchstabe) und reduzierten Unterlängen.
Außer Majuskel-Kappa kaum Senkrechte. Kräftige Akute und Graves. Hochgezoge-
nes Tau, mit stark gebauchter Haste, die leicht unter die Grundzeile reicht, bestimmt
- zusammen mit Gamma - das Schriftbild.
2 Beta Q 2.4 Gamma éi 2.8 Zeta / Z. 4
Kappa K 2.2 Ny yY vorletzte Z. Xi A 3: Z. v. ù
Tau C 2:2 Phi Ei 2.3
3 Epsilon—lota 7 2.3 ver ai 2.2 uev ZS 4. Z. v. u.
4 Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils in allen möglichen Verbindungen: Buchsta-
ben, Spiritus und Kürzungsstriche mit Akzenten. Gelegentlich Verbindung des Ak-
zents mit dem auf den Vokal folgenden Konsonanten (Z. 12 yapoövrss). Zirkumflexe
von kleinen Kuppen bis zu groben Haken sehr verschiedenförmig. Tildenförmige
Kürzungsstriche. Suprapositionen von Tau. Trema über Iota und Ypsilon. Iota
subscriptum.
Par. 790, f. 8° (Taf. 189)
1
Par. Suppl. 616, f. 323% (Taf. 190)
d
334
Aouxäg
12. Jh. A.
Senkrechte, weitzeilige kalligraphische Minuskel von sehr gutem Stilisierungsniveau
aus der Zeit des Kanonverfalls. Ausgeprägte Ober- und Unterlängen. Zahlreiche
Majuskeln (Epsilon, Eta, Theta, Kappa, Lambda, Ny, Sigma). Initialen in epigraphi-
scher Auszeichnungsmajuskel.
Beta ù 3,28 Zeta e) a, Z. 9 Eta h a, Z. 7
Ny Ar a,2.1 Xi 3 b, Z. 14 Tau BR a, letzte Z.
Ypsilon U a, Z. 3
Epsilon—Lambda Kä nicht auf der Tafel Epsilon—Xi 5 b, Z. 10
Epsilon—Phi eb 4,21
\
èni Gi nicht auf der Tafel
xat K nicht auf der Tafel Doppel-Lambda DN a, Z. 12
Doppel-Lambda H b, 2.7 Aen Ay a,2.7 uev yt a, Z. 12
uev st nicht auf der Tafel Rho—Omikron p? a,2.5
opa. $ a, Z. 12
Akute und Graves oft zart und weit abgesetzt. Winzige, kuppenförmige Zirkumflexe.
Spiritus überwiegend rund, nur selten in anderen Formen. Ny-Kürzungsstriche nicht
nur am Zeilenende. Hochgezogenes Tau gegen Zeilenende.
335
Aouxäg
a. 1339
Rechtsgeneigte, lockere, aber disziplinierte Minuskel. Erinnert an den Kanazleistil
unter Kaiser Andronikos III. Weitgehende Wort- und Buchstabentrennung. Hochge-
zogenes Gamma und Tau. Betonung der NW-SO-Diagonale - als Gegengewicht zur
Rechtsneigung - durch die Oberlänge des Delta, die stets mit dem folgenden Vokal
verbunden ist. Ausgeglichenes Gesamtbild. Überschriften und Initialen in epigraphi-
scher Auszeichnungsmajuskel.
Gamma [ Z.1 Zeta letzte Z. Theta 9 Z.1
Psi y Z1
Tu T aZ au Phi $ 2.3
eenaa A E SS
Par. 2958, f. 2" (Taf. 191)
3 Epsilon—Iota & Z6
Par. 1183, f. 42" (Taf. 192)
10.. Z. vu ES letzte Z.
Epsilon—Rho 8 zs
Ae 5y 2.4
ayo qo Epsilon—Iota
IQ.
mu Z4 Hi r 2.9
Epsilon—Tau x 2.8 xal de 2.4
<
vv A 2.13 Tau—Omikron %0 2.8
Akzente und Spiritus sowie Kürzungsstriche in der Regel abgesetzt; zum Teil Verbin-
dung von Akzenten mit Buchstaben. Maßvolle Zirkumflexe. Ny-Kürzungsstriche am
Zeilenende (Archaismus!). Trema über Iota und Ypsilon.
336
MeLapıs
14. Jh. E.
Senkrechte, kleinformatige, gedrängte Gebrauchsschrift einer geübten Hand mit
Worttrennung, kleinem Mittelbau und reduzierten Unterlängen. Unsichere Grund-
zeile. Trotz größerer Ausführung mancher Buchstaben (hier: Majuskel-Epsilon, Ma-
juskel-Sigma) gibt es keine das Schriftbild beherrschende Gruppe oder Richtung,
Gewisse Ähnlichkeiten mit der Druckminuskel.
TC as
Alpha » Z.4 Beta ß Z.5
Delta A Z.1 Zeta Q 24 Theta 6 ZA
Tau SS 2.4
Gamma
Epsilon—Lambda letzte Z.
Dr 23
ueta Kuala, 2.11
Phi-Rho $ 8.Z.v.u.
Epsilon—Xi k letzte Z.
pev uy 2,2 Heu bet Z4
nepl me KA
Epsilon—Pi
4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt. Vereinzelt Verbindung von Vokal oder
Spiritus mit Akzent. Suprapositionen. Trema über Iota und Ypsilon. Iota subscrip-
tum.
337
Maxdpıog
a. 1590
Richtungslose, lockere Gebrauchsschrift einer geübten Hand mit Vorliebe für runde
Formen und Vermeidung von exakten Geraden. Proportionierte Ober- und Unterlän-
gen. Großer Zeilenabstand. Worttrennung.
128
Par. 3005, f. 34° (Taf. 193)
1
Alpha à 2.1 Beta Ê Z.3 Epsilon € Z.1
Eta 3 Z.1 Theta 9 ZA Iota J letzte Z. Xi t 2.1
Pi m Z5 Tu ) zi Tu f 25 Phi EE
Phi OO Z.12
Alpha Lambda a vorletzte Z. Alpha—Rho vi 2.3
d 23 Epsilon—Iota 9 letzte Z.
Epsilon—Iota
Epsilon—Rho d letzte Z. Epsilon—Omega éi 2.4
Wi 2.14 xal v
K I Reg uev lf Z.4
Eta—Rho letzte Z.
Doppel-Lambda
Pi—Rho m
Tau—Omikron pP Zul
letzte Z. Tau—lota Y 2.4
Akzente und Spiritus abgesetzt; manchmal Verbindung von Buchstaben mit Akzen-
ten. Doppelakzente. Suprapositionen. Einfacher Punkt bzw. Trema über Iota und
Ypsilon. Vereinzelt Iota subscriptum (auf anderen Folien).
339
Manuel Bonifatius
15. Jh. Anf.
Senkrechte bis richtungslose, gedrängte Gebrauchsschrift mit fast mikroskopisch
kleinem Mittelbau, deutlichen Ober- und Unterlängen, sowie Verlust der Grundzeile.
Bewußter Verzicht auf gleichmäßige Buchstabenformung seitens einer vielschreiben-
den Hand. Auffallend Majuskel-Alpha, das mit übergroßer Haste, gemeinsam mit
Majuskel-Lambda, hochgezogenem Tau und Chi fast die Vertikale unterstreicht.
Alpha A 3. Z: v. u: Gamma r letzte Z. Epsilon « letzte Z.
Theta $ 3.Z.v.u. Xi $ 6 Z. v.u. Tau T 3.Z.v.u
Tau 1 vorletzte Z.
Alpha—Rho % 3.2. v.u. Delta—Iota 4 3, Z. vp t:
Epsilon—lota g letzte Z. Epsilon—Kappa u vorletzte Z.
Epsilon—Ny Ki 3.Z.v.u. Epsilon—Omega w 5.2. v.u.
xal P letzte Z. Doppel-Lambda A 6.2.v.u.
uèv > 3. Z. v.u. Pi—Omikron m letzte Z.
$]
H
j
Fi
Par. 40, f. 1Y (Taf. 194)
1
Par. 1720, f. 1" (Taf. 195)
1
129
Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils verbunden. Akute in Paroxytona manch-
mal auf den letzten Buchstaben des Wortes folgend (z. B. letzte Zeile rapóvta, 3. Z. v.
u. Aöyos). wv-Kürzungsstriche von Akuten gekreuzt. Wiederholt Trema über Iota und
Ypsilon, nicht selten durch einen patzigen Punkt ersetzt, der sich von einem Spiritus
kaum unterscheidet.
340
Mavovhà Taßadäg
14. Jh.
Richtungslose, lockere, derbe Gebrauchsschrift einer ungelenken Hand nach dem
Verfall des Minuskel-Kanons. Verzicht auf ästhetischen Anspruch. Verlust der
yrundzeile.
Beta È letzte Z. Epsilon t Z.2 Xi 4 vorletzte Z.
Rho Pf letzte Z. Ph ÔÊ zi
Alpha—Iota 4 2.5 Beta—Omikron us 2.4
Delta—Epsilon MÄ 2.4 Epsilon— Beta % 2.1
Epsilon—Iota (mit Zirkumflex) € 2.3
SA 6.2. v.u.
Ypsilon—Tau ur 3.2.v.u.
Epsilon—Kappa ax 2.2
Epsilon—Ny Tau—Omikron °? letzte Z.
Akzente und Spiritus abgesetzt; daneben Verbindung von Buchstaben mit Akzenten.
Kleine Zirkumflexe.
343
MavovnA Airpeipis
14. Jh. 2. H.
Richtungslose, ungepflegte Gebrauchsschrift verschiedener Dichte mit ausgeprägten
Oberlängen (hochgezogenes Gamma und Tau, ferner Beta, Kappa, Phi) und reduzier-
ten Unterlängen. Variierender Zeilenabstand bei unsicherer Grundzeile. Keinerlei
ästhetischer Anspruch.
Beta R 2.4 Beta £ 2.5 Gamma P 2:3
130
3 Alpha—Ny ën 2.6 Epsilon— Beta ” 9; Z. vu.
Epsilon—Iota 4 letzte Z. Epsilon— Lambda x 3.2.v.u.
Epsilon— Xi 3 2.15 Epsilon—Rho Å 2.6
Epsilon—Rho EN vorletzte Z. oa aM 7210
Epsilon— Tau a Z. 19 Epsilon— Phi "o letzte Z.
Tau—Omikren Ts letzte Z. Tau—Rho gs 4. Z. vu.
Tau—Omega dw 2.6
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Doppelakzente (auf anderen Folien). Suprapositio-
nen. Involvierungen. Trema über Iota und Ypsilon.
344
MavounA Eipnvaiog
Par. 117, f. 139° (Taf. 194) a. 1262
1 Senkrechte, kleinformatige, lockere Minuskel einer geübten Hand aus der Zeit des
Kanonverfalls der Perlschrift. Die Vertikale durch Theta, Iota, Kappa, Phi, die
NO-SW-Diagonale durch Rho-Ligaturen und die Epsilon— Xi-Ligatur betont. Kno-
tenförmige Verdickung der Querbalken von Theta, Pi, Tau, Ypsilon. Vorliebe für
Schattenstriche. Gewisse Ähnlichkeit mit der Gruppe „2400“.
2 Theta + 2.10 Kapa K 3Zvu
Lambda A, 4. Z. v.u. Pi "r Kä) Tau er SI
Ypsilon u 3.2.v.u. Chi X 2.7
3 Alpha Phi ab letzte Z. Delta—lota "ai 2.12
Epsilon—Iota d letzte Z. Epsilon—Xi Z 2.2
Rho— Alpha a 2.2 Rho—Iota eu 26
Rho—Omikron ` Ge D Zen
4 Akzente und Spiritus abgesetzt, vielfach nach rechts verschoben. Verbindung von
Kürzungsstrichen mit Akzenten. Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. Wiederholt
Trema über Iota und Ypsilon.
345
MavounA ’Iayapıg Aodxag Tupis
Par. 2305, f. 18° (Taf. 196) a. 1418
1 Richtungslose, gedrängte Gebrauchsschrift mit entwickelten Ober- und reduzierten
Unterlängen sowie großem Zeilenabstand. Vorliebe für spitze Formen. Kräftige Ak-
zente. Unsichere Grundzeile. Kein ästhetischer Anspruch.
131
2 Alpha A 2.2 Gamma [ 3.Z2.v.u. Epsilon & Zi
Eta N vorletzte Z. Theta g Z.1 Xi f Z.1
Tu 7 Z1 Phi $ Zi
3 Gamma—lota A letzte Z. uev +j Z.1
uev AC 2.8 Pi—Rho ne BR Zen
4 Akzente und Spiritus deutlich abgesetzt; gelegentlich Verbindung von Buchstaben
und Spiritus mit Akzenten. Zumeist giebelförmige Zirkumflexe. Spiritus asper oft um
90° gedreht (Öffnung nach oben). Trema über Iota und Ypsilon.
346
MavounA Karexas
Hier. Pan. Taphu 405, f. 117" (Taf. 197) 14. Jh. Ende
1 Richtungslose, gedrängte, ziemlich engzeilige Gebrauchsschrift mit kräftigem, aber
unregelmäßigem „Mittelbau“ und durchschnittlichen Ober- und Unterlängen. Akute
und Graves manchmal übergroß und ziemlich flachliegend. Kein ästhetischer An-
spruch. Horror vacui.
2 Beta f letzte Z. Gamma f 3. Z. eo Epsilon o letzte Z.
Zeta 4 18.2 Vot: Lambda A letzte Z.
Schlußsigma ç 3. Z. v.u. Phi 2 vorletzte Z.
3 Epsilon—lota a 3.Z.v.u. Epsilon— Iota { 3. Z. v. u.
eno % letzte Z. Sep (es vorletzte Z.
uev si letzte Z. uev ` Al, vorletzte Z.
Rho—Omikron p9 3. Z. v: u.
4 Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils Verbindung von Akzenten mit Spiritus und
Buchstaben. Spiritus asper um 90° gedreht und nach oben offen. Kleine, kuppenför-
mige, manchmal größere Zirkumflexe. Trema oder einfacher Punkt über Iota und
Ypsilon.
352
MavovnA
Par. 805, f. 52" (Taf. 198) a. 1063/64
1 Inetwa senkrechte kalligraphische Minuskel aus der Zeit des beginnenden Kanonver-
falls: Perlschrift mit überdurchschnittlichem Stilisierungsniveau. Minuskel-Lambda,
Psi und Rho-Ligaturen betonen die NO-SW-Diagonale, Majuskel-Lambda (und Chi)
die NW-SO-Diagonale. Auffällige Zerdehnung von Pi, Tau, Omega. Merkwürdige
Verbindung Epsilon—Alpha (b, 7. Z. v. u.).
132 133
2 Beta Q b,Z. 14 Zeta be a 28 Eta x b,Z.5 354
Xi 3 b, 2.7 Pi eer 422 Schlußsigma C b,2.8 MavounA
K Par. Suppl. 642, f. 74" (Taf. 200) 13. Jh. E.
Phi b, Z. 10 Psi =b b,6. Z. v.u. We j
Gë 1 Richtungslose, sehr gedrängte, raumsparende Gelehrtenschrift ohne ästhetischen
Omega © b,2.2 Omega CD b9Z.v.u. $ Anspruch. Nur geringe Ansätze zu Wort- und Buchstabentrennung. Gegenüber den
. 3 eher bescheidenen Oberlängen (die Unterlängen sind fast nicht existent) prägt der
d ëfters N BEER Bëstë- Sie SH BASE „Mittelbau“ mit vielen spitz auf der Grundzeile stehenden Buchstaben (Eta, Iota,
Epsilon—Iota g b, 4. Z. v. u. Epsilon—Xi d? nicht auf der Tafel Ny, Pi, Tau) das Schriftbild.
Epsilon—Ypsilon a b. Z. 12 E NEE 2 Beta Q Z. 3 (Zeilenzählung ohne Überschrift) Gamma Ñ 2.3
Doppel-Lambda A9 a, Z1 geg Se b Zi Delta & vorletzte Z. Ny y letzteZ. Pi w 22
Pi—Alpha ZNS- b,8.Z.v.u. Rho—Omikron e? b, 2.5 E Rho g 2.1 Tau 7 23 Omega ou Z.3
TE SEH ch BEZ yi e 3 Epsion=Xi PB 22 Epsilon-Tau $ 2.7
4 Spiritus in halbierter Eta-Form oder eckig. Winzige, kuppenförmige Zirkumflexe, oft el wi GI 2.4 Tau-Omikron @ 25
nach rechts verschoben. J 4 Akzente und Spiritus zumeist abgesetzt; manchmal Verbindung von Buchstaben und
; Spiritus mit Akzenten. Doppelakzente. Trema über Iota und Ypsilon.
353 358
MavouyA Mapxıavög
Par. 11, p. 294 (Taf. 199) 12. Jh. 4. V. Par. 1585, f. 106" (Taf. 201) a. 1369
1 Leicht rechtsgeneigte, eher gedrängte, aber disziplinierte Minuskel in der Nachfolge ! 1 Senkrechte, kleinformatige, lockere Minuskel mit auffälliger Zerdehnung des „Mit-
der Perlschrift aus der Zeit des Kanonverfalls. Mittleres Stilisierungsniveau. Geringer 2 telbaus“ bei großem Zeilenabstand. Einzelbuchstaben und Ligaturen, besonders die
Zeilenabstand. ‚Juxtapositionen der fettaugenartig aufgeblähten runden Buchstaben Juxtapositionen von Alpha, werden grundsätzlich in die Breite gezogen. Auch die
Epsilon, Theta, Omikron, Phi und Omega. Penetrantes Xi. Überschriften in versuch- Unterlänge des Iota wird in eine geschwungene Horizontale zurückgebogen. Die
ter alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel. Oberlängen des Minuskel-Delta und die Verbindung von Buchstaben mit Akzenten
sind außergewöhnlich flach gehalten.
LEE SE
E
5 e Za
2 Epsil Z.4 Zet 2.9 Thet Z. 14 $
psilon Les eta = eta © l 2 Beta p b, 2.6 Delta Vë, 32.3 Delta S ans
Xi 2.5 Pi T 26 Pi y letzteZ. Hi Zeta © bZ4 Theta e 36Z2v.u.
Tan vr Zi Phi bb 2.4 Omega MD 2.7 Kä Ita E b, 2.4 Kappa K b,2.4 My m b,2.4
3 Alpha Gamma OI 26 Delta—Iota af 2.4 ZS Xi %“% b22 Tau °T bh, letzte Z.
Si ;
Ka Ypsilon La b, 2.8 Omega ` ee 3,28
Epsilon—Xi Eed Z. 10 Epsilon—Rho di 14. Z. v. u. =
ZE 3 Alpha-Tau as a,Z.2 Epsilon -Iota ` es S.S A
e
xal la 2.3 oeo BE 14. Z. v. u. Wë: 5 S e <
d Si Epsilon—Rho o a, Z.5 Epsilon— Tau P) a, 3. Z. v. u.
Tau—Iota ee 4,2 Ypsilon—Iota U Z6 a My—Pi u b, Z. 13 r mi, b,7. Z. v.u.
4 Akzente und (runde) Spiritus abgesetzt. Trema über Iota. Séi Zoch md a, D Z. v.u.
D
SCH
SS
134
4 Kleine Akzente und Spiritus abgesetzt; daneben Verbindung von Buchstaben mit
Akzenten (diese oft um 1 Buchstaben nach rechts versetzt). Spiritus asper häufig um
90° gedreht und nach oben offen. Viele Juxtapositionen. Suprapositionen (bes. Tau
über Omega). Trema über Iota und Ypsilon.
360
Mapxog
Par. 662, f. 1” (Taf. 202) a. 1047
1 Senkrechte, lockere kalligraphische Minuskel mit gutem Stilisierungsniveau: Perl-
schrift. Beginnende Wort- und Buchstabentrennung. Überschriften in alexandrini-
scher Auszeichnungsmajuskel.
2 Beta w 32.2 Gamma re a,2.3 Zeta 3 b,5.Z.v.u.
Lambda N a, Z.3 Xi % b, 2.1 Rho E 2.1
Phi &b a, 2.9 Psi + bZ i
3 Epsilon—Pi DE DCK Eta—Ny bau 321
Omikron—Ypsion X b,2.2 o obn nicht auf der Tafel
Ypsilon—Ny WW a,7.Z.v.u.
4 Spiritus in halbierter Eta-Form bzw. eckig. Winzige Zirkumflexe. Ny-Kürzungsstrich
am Zeilenende. Doppelakzente.
361
Mapxog
Par. Coisl. 73, f. 275" (Taf. 203) a. 1333
1
Leicht rechtsgeneigte, unauffällige Minuskel an der Grenze zur Gebrauchsschrift.
Geübte Hand ohne ästhetischen Anspruch. Vielfach Oberlängen (hochgezogenes Tau,
gerne pilzförmig, ferner Gamma), reduzierte Unterlängen. Mäßige Wort- und Buch-
stabentrennung.
Beta Aë ki? Zeta ? b, 3. Z. v. u. Xi Enz
Tau ] 82.2 Phi d a, letzte Z.
Epsilon—Xi 3 a, Z. 11 e Ar DAB
bei
etal gu b, Z. 3 xal 6 b,Z.1
kep
uev b, Z. 5 Pi—Omikron MO a, Z7
Par. Coisl. 243, f. 203° (Taf. 204)
1
Par. 2835, f. 79" (Taf. 205)
d
135
Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils Verbindung von Spiritus und Buchstaben
mit Akzenten, wiederholt auch Verbindung des Akzents mit dem auf den Vokal
folgenden Konsonanten (z. B. &xurAv b, Z. 3). Graves oft flach liegend. Spiritus asper
gedreht und nach oben offen.
362
Mapxog
15. Jh. 1. H.
Leicht rechtsgeneigte, gedrängte Gebrauchsschrift einer geübten Hand mit ausge-
prägten Oberlängen (hochgezogenes Tau und Gamma, Xi) und reduzierten Unterlän-
gen. Gefällige Mischung von spitzen und runden Formen. Großer Zeilenabstand.
Initialen in epigraphischer Auszeichnungsmajuskel.
Beta p Zi Delta A Z.2 Epsilon « Z.1
Theta 4 Z.1 Lambda A Z.1 Xi E 2.2
Rho f Zi Tau T zi Phi $ Z1
Alpha—Rho ® Z.5 Epsilon—Lambda % 2.7
Epsilon—Rho $ 2.3 Epsilon— Ypsilon d 2.1
Den Hr 2.6 uev pw 2.3
Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; gelegentlich Verbindung von Spiritus
und Kürzungsstrichen mit Akzenten. Spiritus asper gedreht und nach oben offen.
Zirkumflexe winzig und kuppenförmig oder größer und tildenförmig. Trema über Iota
und Ypsilon, über Iota häufig auch einfacher Punkt.
366
Mordaiog Auurnovöng
15. Jh. M.
In etwa senkrechte, eher lockere, weitzeilige Gebrauchsschrift mit Reduzierung der
Ober- und Unterlängen. Die großen flach liegenden Akute unterstreichen die Tendenz
zur Horizontalen, die auch in dem flachen Anstrich des My, im flachen Chi, in dem
fast horizontalen Anstrich des Theta und in der niedrigen, zerdehnten Form des Eta
zum Ausdruck kommt.
Beta œ Z.2 Delta A letzte Z. Eta m Z2
Theta ọ 2.1 My a 2.1 Xi E 23
Chi Ae 2.2
5. Z. v.u.
Alpha—Iota an Epsilon—Iota d Z.3
Epsilon—Ypsilon ot 2.3 Pi—Rho ef Zi
136
4
Par. 1928, f. 10" (Taf. 206)
1
Par. Coisl. 41, f. 263" (Taf. 207)
1
Markante, zumeist abgesetzte Akute und Graves, überwiegend kleine, kuppenförmige
Zirkumflexe. Selten Verbindung von Spiritus mit Akzenten. Spiritus asper gedreht
und nach oben offen. Doppelakzente (ère). Trema über Iota und Ypsilon.
367
Mattatos XoptátýNs
14. Jh. M.
Senkrechte bis leicht rechtsgeneigte, eher lockere Gebrauchsschrift mit proportiona-
len Ober- und reduzierten Unterlängen. Durchschnittliche Wort- und Buchstaben-
trennung. Unsichere Grundzeile. Vorstufe der Druckminuskel.
Gamma l Z.1 Theta A» Z.3 Theta ð Z1
Xi t 3:8 Pi e 25 Tu T Zi
Sen dër Z4 Epsilon—Ita & Zi
Epsilon—Xi h 2.6 Epsilon— Tau yf 2.3
Aer AN Z.4 uey pw 2:8
Pi—Omikron ` ww Zi zw 96 Zi
Sigma—-Omikron G 2.3 Tau—Omikrn "fa 23
Tau—Rho H 2.2
Akzente und Spiritus abgesetzt; gelegentlich Verbindung von Spiritus mit Akzenten.
Wiederholt Trema über Iota und Ypsilon.
368
Mardatog
a. 1244
Senkrechte, weitzeilige Gebrauchsschrift einer geübten Hand ohne Stilisierungsver-
such. Oberlänge des hochgezogenen Tau (sonst auch Delta, Phi, Psi) hervortretend.
Suprapositionen, Involvierungen und Kürzungen bestimmen das Schriftbild. Über-
schriften in epigraphischer Auszeichnungsmajuskel.
Theta ô B, Z, i
Phi $
Epsilon—lota & D Ayw
Gamma C 4. Z.v.u.
Tau | 4. Z. v. u.
\
yàp A vorletzte Z.
Rho e letzte Z.
8. Z. v. w
Epsilon—Ny ey 9. Z. v.u. Epsilon—Omikron Ka 4. Z. v. u.
Epsilon—Rho z vorletzte Z. Hey LU 5.2. eu
Be
SS
GE
CEE
A
size
Sen
ir
Be
4
Par. Suppl. 564, f. 140° (Taf. 208)
l
Par. 12, f. 1" (Taf. 205)
1
137
Akzente und Spiritus abgesetzt. Suprapositionen. Involvierungen. Wiederholt Trema
oder Punkt über Iota.
369
Mar$aiog
13. Jh. E.
Senkrechte bis richtungslose, lockere, archaisierende kalligraphische Minuskel in der
Nachfolge der Perlschrift. Durchschnittliches Stilisierungsniveau. Initialen in epigra-
phischer Auszeichnungsmajuskel.
Beta Q SS en Gamma ` Le ZS Zeta Z 2.6
Eta xw Z.2 Theta 8 Za Kappa k 22
Ny uo 22 Xi © Z.1 Pi r Z.2 Rho e 2.2
Schlußsigma © Z. 3 Tu er 23 Psi SÉ 2,3
Alpha—Rho ao letzte Z. Alpha—Phi
oop Z.12
Epsilon-Phi &@ 2.9
Ypsilon—Rho
Epsilon—Iota q Za
Rho—Omikron er letzte Z. Lë 2.8
Akzente und (runde) Spiritus abgesetzt. Spiritus asper um 90° gedreht und nach oben
offen. Trema über Iota.
371
Mardaiog
a. 1419
Leicht rechtsgeneigte, schwungvolle kalligraphische Minuskel mit gutem Stilisie-
rungsniveau, geschickter Verteilung von Vertikalen und Rundungen sowie Elemen-
ten beider Diagonalen: Hodegonstil (vgl. H. Hunger-O. Kresten, JÖB 29 [1980]
187f., bes. 201, Nr. 13 und 208f.). Überschriften in epigraphischer Auszeichnungsma-
Juskel.
Alpha Ki Z. 1 (Zählung ohne Überschrift) Delta SS? 4.2.v.u.
Eta H letzte Z. Theta Q 2.1 Theta SC 2.4
Kappa K. vorletzte Z. Xi 2 2.7 Phi » 5.Z.v.u.
Omega 00 2.2 Omega CJ 2.2
138
Par. 1078, f. 109" (Taf. 209)
il
(N
Par. Coisl. 260, f. 48° (Taf. 210)
1
Alpha—Sigma A,5” 5. Z. v.u. Delta—Omikron A, 4.2. v.u.
Delta—Rho de 2.4 Epsilon—Xi J3 4. Z. v. u.
Epsilon—Tau $ letzte Z. Epsilon— Ypsilon K ZN
N
xal VS 2.2 uep uy 2.6
Akzente und Spiritus abgesetzt. Kleine kuppenförmige Zirkumflexe. Trema über lota
und Ypsilon.
373
Me%odıog
a. 1072
Senkrechte bis leicht richtungslose, lockere Minuskel von durchschnittlichem Stilisie-
rungsniveau: Perlschrift aus der Zeit des beginnenden Kanonverfalls. Keulenartige
Verdickungen und Knötchen in den Oberlängen von Eta, Iota, Kappa. Wiederholt
hochgezogenes Tau. Inhaltsverzeichnis und Überschriften in alexandrinischer Aus-
zeichnungsmajuskel.
Zeta d Z.1 Zea 9 26
Eta L 2.2
Theta A Z.2 Iota | zu Kapps L 22
Lambda £ 22 Ny Ai Zu Xi d 2:9
Schlußsigma © Z. 1 Tau T vorletzte Z.
Alpha— Xi SCH letzte Z. Alpha—Rho un 2.3
`
ini Zi 12. Z. v. u. wi aS
Omikron— Ypsilon Y 9Z.vu.
11. Z. v. u.
Spiritus gemischt in allen drei Formen. Kleine kuppenförmige Zirkumflexe. Doppel-
akzente (&ret). Tildenförmige Kürzungsstriche. Suprapositionen.
374
MeAE£rıog
10. Jh.
Senkrechte, lockere Minuskel mit durchschnittlichem Stilisierungsniveau: Perlschrift.
Überschriften in versuchter alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel.
we
u ES BEA
Së
SC:
RES
Er ne,
er
139
2 Epsiion © Z.8 Zeta Z 10. Z. v. u. Eta k Z.1
Theta # Z. 11 Lambda A Z.1 My w 2.2
Rho ọ zi Phi d 2.2 Omega œ 23
3 Gamma—lota ` sel letzte Z. Delta—Omikron A. 2.1
Par. Coisl. 223, f. 32" (Taf. 211)
1
Epsilon—Iota d 2.2
m Di 28
xat S 2.6
Epsilon—Xi d 2.12
Epsilon—Ch & Dieu
Sigma—Phi ob 2.9
Spiritus in halbierter Eta-Form bzw. eckig oder rund. Winzige Zirkumflexe. Doppel-
akzente. Ny-Kürzungsstrich am Zeilenende. Iota adscriptum.
375
Meiiroe
a. 1300/01
Rechtsgeneigte bis richtungslose, lockere, archaisierende kalligraphische Minuskel in
der Nachfolge der Perlschrift. Durchschnittliches Stilisierungsniveau. NO-SW-Diago-
nale durch hochgezogenes Tau, Lambda und Rho betont. Vgl. den Vind. theol. gr. 303
(Johannes Tarchaneiotes): Pal. Gr. Byz. 283—290.
Alpha A 4 Zvu. Beta B 4. Z. v.u. Zeta 0 Z2
Theta Ô Z.2 Kappa K 6. Z. v. u.
Lambda A Sien Psi + zs Psi zb Din
en d Zi Alpha—Theta a% Z.5
Alpha—Sigma as Z5 Delta—Iota N Z.1
Delta—Omikron ` Za 3 Ze ya 8. Epsilon— Iota q
Epsilon—Xi R 2.83 org gp 2.5
Tau—Omikron ~o Bea
vorletzte Z.
Akzente und (runde) Spiritus abgesetzt; gelegentlich Verbindung von Buchstaben
mit Akzenten (in den leicht kursiven Titeln: dort auch seltenes Iota subscriptum).
Bisweilen Trema über Iota.
140 2
376 4 Akzente und Spiritus überwiegend abgesetzt; oft auch Verbindung von Buchstaben
Mnväg und Spiritus mit Akzenten (auffallend Z. 1 & Å ). Suprapositionen. Trema über
Par. 486, f. 189" (Taf. 212) 12. Jh. Iota und Ypsilon. Iota subscriptum. ,
1 ` Senkrechte, lockere Minuskel aus der Zeit des Kanonverfalls mit kleinem „Mittelbau“
sowie weitgehender Wort- und Buchstabentrennung. Die Senkrechte wird durch
Majuskel-Kappa, hochgezogenes Iota, Tau, Phi und Psi, sowie die Ligatur Epsilon—
Tota betont. Die NW-SO-Diagonale ist durch die Oberlängen des Minuskel-Delta, 380
durch Majuskel-Alpha und Majuskel-Lambda, auch durch die entsprechenden Unter- Runa, Biain
längen des Xi vertreten. bm Goit: De Haih a ioi
Lë
Delta - b, 4. Z. vn Zeta 3 b, 10.2. v. u.
Xi H a, 14. Z. v. u. Xi È b, Z. 13 Tau [ b, 10. Z. v. u.
1 Senkrechte bis richtungslose, gedrängte, doch übersichtliche Minuskel nach dem
Verfall des Kanons. Stilisierungsversuch mit unzureichenden Mitteln: Mischung von
Perlschriftformen mit zahlreichen Majuskeln, Fettaugenelementen und aufdringlichen
Ligaturen. Trotz aller Mühe des Kopisten bleibt ein unbefriedigendes Bild. Über-
schrift (156') eines Stümpers (vielleicht des Rubrizisten?), sonst zum Teil in epigraphi-
Phi ES a, 11.2. vu. Psi I b, 6. Z. v. u.
scher Auszeichnungsmajuskel.
3 Epsilon—Xi R b, 12. Z. v. u. Doppel—Lambda AN b, 8. Z. v.u.
2 Zeta 4 Z. 4 (gezählt ohne Überschrift!) Eta u 22
uev H-E a, A Z. v. uù usy sby a, vorletzte Z.
. Eta 2.2 Theta 2.3 Theta H 2.6
4 Runde Spiritus, teilweise noch eckig oder in halbierter Eta-Form. Sehr kleine, kup- u d
penförmige Zirkumflexe. Doppelakzente. Kappa KL Z. 14 Lambda FR 26
377 Schlußsigma © 2.7 Ypsilon AL Z9
Mnrtpopdvng ‘Paptórovňos
Par. Suppl. 1088, f. 169° (Taf. 210) a. 1596 3 Alpha—Xi SÉ letzte Z. wach 25
1 Rechtsgeneigte, lockere, weitzeilige Gebrauchsschrift einer geübten Hand mit stark Epsilon— Lambda S 8. Z. eu Epsilon— Xi zZ 9. Z. v.u.
ausgeprägten Oberlängen (Zeta, Iota, Xi, Sigma, Psi neben hochgezogenem Tau und
verschiedenen Akzentverbindungen). Verzicht auf ästhetische Wirkung. Epsilon—Xi N 6. Z. v. u. E oi ECH
2 Beta f vorletzte Z. Gamma f 2:3 Epsilon 4 Z.1 Beete sen Ay Zii
Zeta f vorletzte Z. Eta h 2.3 Xi d 5. Z. v. u. 4 Spiritus überwiegend in halbierter Eta-Form (!). Akzente und Spiritus fast immer
Z Rh p 23 Si C 2.2 abgesetzt. Juxtapositionen. Suprapositionen. Wiederholt Trema über Iota.
Pi SZ? o , Sigma e
Tau d vorletzte Z. Chi + letzte Z.
3 Se A; Zi Epsilon—Iota g Z.1 gé
Mıxanı Kadoppeväs
ilon— Ypsil 3.2. v: u. xat 7 3.2; eo
Epsilon Ypsilon ai D Ze Par. 239, f. 30° (Taf. 214) a. 1422
e ema — si D e
usv 4 Z.1 Hen ke? 2.3 Sigma —Alpha & Z 1 Senkrechte bis richtungslose, eher lockere Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Ober-
u n ` längen (hochgezogenes Tau und Gamma) und reduzierten Unterlängen. Weitgehende
— — k vorletzte Z. g gezog, g g
BE t: gë Kate r Wort- und Buchstabentrennung. Unsichere Grundzeile. Duktus- und Kalamoswech-
Ypsilon—lota y 2.1 Ypsilon— Tau j letzte Z. sel zwischen Bibeltext und Kommentar.
142
2 Alpha % Zi Beta & 12.Zv.u. Gamma [ 2.4
Delta & Z.1 Delta A Zt Zeta Gë T. Z. v. u.
Eta x Z.3 Theta A Z.3 Theta ` H vorletzte Z.
Ny PpP 21 Xi E 2.3 Xi H 10. Z. v. u.
Pi mr 2.2 Tu T 22 Phi p 2.6
Omega C2 8Zv.u.
3 yy YY 2.3 Epsilon—Iota a 2.7 Epsilon—Xi 2.9
ge WA SI im E Zi Epsilon—Rho %, R 7
pey aey Zli mv Je Be a Ypsilon—Sigma wy Z.9
Phi—Rho F 11. Z. v. u. Phi—Rho q Sien
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Suprapositionen.
383
Mıyanı Kovroiewv
Par. 1729, f. (Cat 215) 16. Jh. M.
1 Richtungslose, übersichtliche Gebrauchsschrift mit großem Zeilenabstand und kräfti-
gem „Mittelbau“. Worttrennung. Kein ästhetischer Anspruch.
2 Beta 6 2.4 Gamma y 2.2 Delta Ah 2.1
Epsilon & Z.1 Theta 9 Z. 1 Xi f 6. Z. v. u.
d Z.1 Tau d letzte Z.
3 Gamma-—-Alpha Ae vorletzte Z. Doppel-Gamma We letzte Z.
ep DS Z.1 xal wy letzte Z.
Doppel-Lambda A vorletzte Z. pev kal 2.3
ww ` aile 2.2 Sigma—Omikon G 21
Phi-Ita & z2 wm f 25
4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; manchmal Verbindung von Buchstaben
mit Akzenten. Trema über Iota und Ypsilon. Wiederholt punktförmiges Iota sub-
scriptum.
143
387
Mıyahà Maupıavög
Par. 644, f. 210" (Taf. 216) a. 1430
1 Senkrechte, lockere Gebrauchsschrift mit Vorliebe für runde Formen. Reduzierte
Unterlängen. Durchschnittliches Niveau. Gesamteindruck farblos.
2 Alpha A a,2.6 Gamma y a Zi Epsilon % a, Z.1
Epsilon € a,Z.4 Epsilon & à 2A vu. Zeta H a,2.5
Theta © a, letzte Z. Xi E b,2.8 Rho P? a3.2v.u.
Ypsilon V b, letzte Z. Phi $ a Z. 13 Omega œ b,Z.1
3 Alpha—Theta op b,Z.6 Epsilon—Theta da a, Z. 8
Epsilon—Ny CH a Z.2 ènt pan b,2Z.1 zvo de 8,25
Heu AACN b, vorletzte Z. Ta k a,2.1
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Kleine Zirkumflexe, kuppenfirmig os oder spitz. Trema
über Iota, selten über Ypsilon.
388
Mıxahà Mavpixns
Par. 381, f. 31" (Taf.215) a. 1550
1 Richtungslose, lockere, degenerierte Minuskel einer unbeholfenen Hand ohne ästheti-
schen Anspruch. Weitgehende Wort- und Buchstabentrennung. Grober Kalamos.
Alpha am Zeilenende mit Verlängerungsstrich.
2 Alpha 9 Z.1 Epsilon @ 2.2 Zeta 4 3. Z. v. u.
Eta NW letzte Z. Theta A 2.2 Kappa X. letzte Z.
Pi 77 letzte Z. Tau T letzte Z.
3 Delta—Rho Ip vorletzte Z. Pi—Rho TR 2.3
Ypsilon—Ny Uuw 23
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Winzige Zirkumflexe. Kürzungsstriche mit Knöt-
chen. Wiederholt Trema über Iota.
390
Mıyanı Ha...
Par. 1571, f. 166' (Taf. 217) a. 1252/53
1 Inetwa senkrechte, lockere, kleinformatige Minuskel nach der Auflösung des Kanons.
Weitgehende Wort- und Buchstabentrennung. Verlust der Grundzeile.
144
Mon. 312, f. 81“ (Taf. 218)
1
Alpha a bZ. 1 Beta @ a,2.1 Beta w a, Z. 4
Gamma y a, Z.5 Delta N a,2.2 Epsilon & b, letzte Z.
Zeta ( NS? Eta. to 322 Eta = b Z1
Kappa L b, 6. Z. v. u. Lambda NS b, 2.5 Xi b, Z. 3
Xi & bäi Pi es b2.1 Pi e 32.10
Phi $ 32.4 Phi & 2.4
Alpha—Theta a9 b,Z.10 Epsilon—Rho dp b, 2.7
d a, 13 3 en. ETL e a,2.1
a,2.5 xal WM a, Z. 8
Pi—Tau vyr b, Z. 13
Epsilon—Tau
Epsilon—Ypsilon a.
Lambda—Omikron ze b,6.2.v.u.
Chi—Lambda IN b, Z. 1
Spiritus überwiegend rund, teils eckig, aber auch punktförmig. Kleine Zirkumflexe,
manchmal - wie auch Akute und Graves - um I Buchstaben nach rechts versetzt.
Große wv-Kürzungsbogen. Involvierungen. Selten Trema über Iota. Iota subscrip-
tum.
391
Mıxyanı "Pwoairtog
a. 1541
Senkrechte, weitzeilige Gebrauchsschrift mit entwickelten Oberlängen (hochgezoge-
nes Gamma und Tau) und Unterlängen, Worttrennung und kräftigen Akzenten. Aus
dem Bereich der Druckminuskel.
Gamma fr 2.9
Beta ß 2.8 Theta So Kë
Kappa k Z.4 Lambda Á 2.5 Pi a SI
Tau f zo Phi © Z2
EÀ 28
Epsilon—Rho Gë 2.7
Alpha: an Al Zz.1
Epsilon—Xi d 2.3
xal A 2.8 uev S 2.6
Epsilon—lota
Abgesetzte Akute und Graves fast senkrecht. Daneben Verbindung von Akzenten mit
Buchstaben (zumeist stark hochgezogen), Spiritus und Kürzungszeichen. Supraposi-
tionen. Trema bzw. einfacher Punkt über Iota.
ER
EK
S
i
H
Par. 1750, p. 75 (Taf.218)
il
Par. 2707, f. 106“ (Taf. 219)
1
10
145
393
Mıxahà Zopıavög
a. 1560
Rechtsgeneigte Kursive einer nicht ungeübten, aber eiligen und undisziplinierten
Hand mit wuchtigem „Mittelbau“ sowie kräftigen Ober- und Unterlängen in den
relativ geringen Zeilenabständen.
Beta D Z2 Gamma / 23 Epsilon € Z.1
Zeta f 3.Z.vu. Theta 9 2.5 Theta & letzte Z.
x Ê Zi BÄ T ZI Ta J 22
Tau 2 SR en Psi ES SI
Alpha—Rho «p 3.Z.vu ep £$ letzte Z.
Epsilon—Iota € 33 so Mu 2.3
Epsilon—Rho e 2.5 xa Y Z.1 mpo 98 2.3
Tau—Rho E 7.8
Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils verbunden. Wiederholt Trema über Iota.
Punktförmiges Iota subscriptum.
394
Mıxaà Zuvasnvóg
a. 1301
Richtungslose, dichtgedrängte Gebrauchsschrift mit auffallendem Gegensatz von
Groß- und Kleinbuchstaben: Fettaugenmode. Den aufgeblähten Buchstaben (Alpha,
Epsilon, Omikron, Sigma, Ypsilon, Omega) stehen die Kümmerbuchstaben (Delta,
Eta, Theta, Lambda, My, Ny, Pi u.a.) gegenüber.
Alpha A a,Z.2 Beta R b, Z. 1 Gamma ~ a, Z. 4
Delta A az? Epsilon & b,Z.1 Eta hb 3,22
Lambda a a,Z4 Xi E bZ1 Rho e b,2.1
Öh x bZ.2 Omega CG 32.15
146
Par. 598, f. 139° (Taf. 220)
1
Gamma—-Iota SZ b, 2. 16 Epsilon— Kappa eA, a, Z. 6
Epsilon—Ypsilon ` d a, Z.7 Theta—Rho ge b, Z. 10
xal È a, Z. 15 usv $y a, Z. 4 uev ui a,2.6
uev E b, Z. 16 uev CA b, 2. 20
N
Sima- pailai CR AS. 99 m E 5223
Phi—lota Ki az
Akzente und Spiritus zum Teil abgesetzt; daneben häufig Verbindungen von Spiritus,
Buchstaben und Kürzungsstrichen mit Akzenten. Suprapositionen. Juxtapositionen.
Trema über Iota und Ypsilon.
Rho—Iota d b, 2.5
396
Mıyanı
10. Jh. M.
Richtungslose kalligraphische Minuskel einer geübten, aber eiligen Hand. Mäßiges
Stilisierungsniveau. Ausgeprägte Unterlängen (Lambda, Rho, Tau, Phi). Vereinzelt
hochgezogenes Tau. Charakteristische x«i-Kürzung in der letzten Zeile mit Spiritus-
artigen Zierelementen; ähnlich innerhalb von Omikron (auf anderen Folien). Über-
schriften in alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel.
Beta 5 7. Z. v. u. (Kennbuchstabe!) Zeta & 2.4
Eta W zi Iota / vorletzte Z. Kappa k 2.6
Kappa (U 13. Z. v. u. Lambda © Z 13 Xi Z 11.Z.v.u.
Rho e Z.4 Schlußsigma ©~ 2.1 Tu T zu
Phi g 2.4 Chi e 2.11
Gamma—lota rn 2.8
sya qe 2.1 S
Epsilon— Xi Gs 2.2 vol S 2.15
a qA 2.14
Delta—Iota Əy Z.12
Epsilon—Iot 2.8
Bellen Tote d
xal letzte Z.
v
Sigma—Theta Le 2.7
Pi—Tau Kn z.1
ovu C~ 2.17
Spiritus in allen Formen. Winzige Zirkumflexe. Trema über Iota und Ypsilon. lota
adscriptum.
A
Par. Coisl. 259, f. 13" (Taf. 221)
1
2
3
Par. Suppl. 1083, f. 33” (Taf. 222)
i
2
3
4
397
Mıxanı
11. Jh. M.
Senkrechte, lockere kalligraphische Minuskel im Stil der Perlschrift. Gutes Stilisie-
rungsniveau. Gelegentlich in den Freirand ausfahrende Längen. Überschriften in
alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel.
Zeta 3 vorletzte Z. Chi IE Z. 3 (Zählung mit Überschrift)
Alpha—Rho ap 1.2 v.u. Gamma—Omikron Lë 2.7
Epsilon—Zeta h 2.3 Epsilon—Xi 8? 10. Z. v. u.
m n zum Epsilon—Rho Śp 2.4 3% Qf zum
xan letzte Z. uv ww 2.13
ner ud letzte Z. rpo TE? 6.2.v.u.
m oA zs
Spiritus eckig bzw. rund. Flachliegende Akute. Ny-Kürzungsstrich am Zeilenende.
398
Mixanı
11. Jh. E.
Senkrechte, lockere kalligraphische Minuskel: Perlschrift von gutem Stilisierungsni-
veau mit charakteristischen Häkchen an den Unterlängen (Iota, My, Ny, Rho, Tau,
Phi und sonst). Überschriften und Inhaltsverzeichnisse in alexandrinischer Auszeich-
mungsmajuskel mit mehreren übergroßen, hochgezogenen Buchstaben (Gamma, Zeta,
Tau).
Epsilon & 2.2 Zea 3 Zi Eta u 21
Eta vw Z1 Theta æ- Z.5 Iota | Z.3
Lambda a Z3 Lambda p 2.2 Xi 2.8
Pi rm Zi Rho p Z1 Phi E 3. Z. v. u.
Chi x 23
Alpha—Ny ul von Z.
Epsilon—Tau & letzte Z.
Gamma— Epsilon yE letzte Z.
Epsilon—Ypsion &, 2.1
Spiritus in allen drei Formen. Zirkumflexe zumeist winzig und kuppenförmig, nicht
selten um einen Buchstaben nach rechts versetzt. Kräftige ov-Kürzung.
148
399
Mıyanı
Par. 653, f. 45" (Taf. 223) 13. Jh. M.
1 Senkrechte, eher lockere, weitzeilige Minuskel aus der Zeit des Kanonverfalls. Starker
Gegensatz von Groß- und Kleinbuchstaben. Prävalenz einzelner Majuskeln, insbeson-
dere des breit gestalteten Epsilon, dieses auch gerne in Juxtaposition zu anderen
Majuskeln (hier zu dem ungewöhnlichen dünnen Theta). Die Juxtapositionen, bes.
Epsilon—Pi (b, 3. Z. v. u.), erinnern an die Gruppe „2400“.
2 Beta Ñ a, letzte Z. Gamma XY b3.2.v.u.
Epsilon ec b,3.2.v.u. Zeta Ca a,7.2Z.v.u.
Pi "Jr ZU; Tau T b,6.Z.v.u.
3 Epsilon—Iotta Ei b,8.Z. v.u. Epsilon—Xi dä b, 2.5
Epsilon—Pi Er 6,327 vu. Epsilon— Tau S a, vorletzte Z.
Theta—Epsilon ` De b, Z. 1 pev aisy a,Z.3
Rho—Theta en> a, Z.7 Doppel-Tau TY a, 6. Z.v.u.
Ypsilon—Pi NJ a, letzte Z.
4 In der Regel abgesetzte Akzente und Spiritus. Maßvolle bis winzige Zirkumflexe.
Doppelakzente. Gelegentlich Trema über Iota. Iota subscriptum.
400
Mıyxanı
Par. 1775, f. 1Y (Taf. 224) 13. Jh. E.
1 Senkrechte, kräftige, eher gedrängte Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Oberlängen
(hochgezogenes Gamma und Tau, Phi, Psi, Majuskel-Sigma) und reduzierten Unter-
längen. Worttrennung. Große wv-Kürzungsbogen bestimmen das Schriftbild.
2 Alpha 7 24 Beta ` E E Gamma T 2.4
Zeta ? 2.5 Kappa K Zd Xi 3 22
Ypsilon y letzte Z. Pi + 25
3 Epsilon—Xi ei zu em m ze
Ypsilon—lota 3 letzte Z.
4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt.
149
401
Mıyanı
Par. Suppl. 464, f. 43" (Taf. 225) 14. Jh. A.
1 Richtungslose, gedrängte Gebrauchsschrift einer geübten Hand mit starkem Gegen-
satz von Groß- und Kleinbuchstaben: Fettaugenmode. Charakteristische Fettaugen
sind Alpha, Omikron, Sigma, Ypsilon, Phi und Omega. Die gerade Vertikale wird
gemieden: Hochgezogenes Tau und Gamma, aber auch Beta und Phi biegen sich.
Neigung zur Überschreitung des Schriftspiegels.
2 Alpha 4 22 Zeta TG. ZU Kappa k Kä
ie zu Rho e 2.2 Schlußsigma Q 6.Z.v.u.
Tu f 23 Ypion Ç zm Pi B 62 vu.
Chi A 2.5 Omega oe Z.i
3 Alpha—Rho % 2.10 Epsilon—Iota & Z.1
Epsilon—Ny % letzte Z. Epsilon—Xi & 2.12
ent Y 5. Z. v.u. ept % 2.4
Epsilon—Ypsion d 22 Theta—Eta M, 26
W ` ën Aw ee Sënn se wi "9
Rho—Omikron ` e 3.Z.v.u. Phi-Omega Bo 2.1
4 Akzente und Spiritus überwiegend abgesetzt, jedoch auch häufig Verbindung von
Akzenten mit Buchstaben, Spiritus und Kürzungsstrichen. Suprapositionen. Juxta-
positionen. Involvierungen. Trema über Iota und Ypsilon. Fallweise Iota subscrip-
tum.
402
Mıxanı
Par. Suppl. 1270, Verso (Taf. 226) 14. Jh. 1. H.
1 Senkrechte archaisierende Minuskel von durchschnittlichem Stilisierungsniveau.
Vorteilhafter Ausgleich von Vertikale (bes. kräftiges Majuskel-Kappa, Iota, Tau) und
NW-SO-Diagonale (Zeta und nach rechts abschwingender Teil des Kappa). Trotz
eher unauffälliger Wort- und Buchstabentrennung dem Zweck entsprechend (liturgi-
sche Rolle!) gut lesbar.
2 Beta E 3. Z. v. u. Gamma M~ Z.4 Delta A 2.6
Zeta A 4. Z. v.u. Theta 6 2.3 Kappa K- vorletzte Z.
Xi E 2.6 o Ê 6Zvu Ypsilon NY 2.8
Psi DI 11. Z. v. u.
3 Alpha-Xi a Zu
Ypsilon—Ny w 2.9
Omega w Z.5 Omega QO 26
Epsilon—Rho S 4. Z. v. u.
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Spiritus asper gedreht und nach oben offen. Sehr
kleine Zirkumflexe. Trema über Iota und Ypsilon.
403
Mwxuog Tapévng
Par. 1715, f. 88" (Taf. 227) a. 1289
1 Leicht rechtsgeneigte, gefällige Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Oberlängen (Mi-
nuskel-Delta, Majuskel-Kappa, hochgezogenes Gamma und Tau, Ligaturen, von Ep-
silon—Xi und Epsilon—Rho) und reduzierten Unterlängen, sowie Fettaugenelementen
(Alpha, Beta, Omikron, Sigma, Omega). Die Oberlänge des Delta und die Epsilon—
Xi-Ligatur herrschen (auf unserem Beispiel) vor.
Gamma y> 2.10
2 Beta D Z.5 Beta f 2.5
Zeta 4 2.5 Kappa K 2.1
3 Delta—Omikron W 2.4 Epsilon—Xi 3 2.7
N
inl dë 2.6 Epsilon—Rho di 2.2
a Di
xal E 2.9 nep "OÀ nicht auf der Tafel
zéi cæ nicht auf der Tafel
H
4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt. Akzente durchwegs klein gehalten.
Suprapositionen und Involvierungen. Iota subscriptum. Trema über Iota und Ypsi-
lon.
404
Mwvoñs
Par. 266, f. 9" (Taf. 228) 16. Jh. A.
1 Senkrechte, eher lockere, schwungvolle Minuskel mit ausgeprägten Ober- und Unter:
längen, Einschub übergroßer Buchstaben (Zeta, Theta, Sigma), Betonung beider
Diagonalen und mit charakteristischen Epsilon—Rho- sowie Epsilon—Tau-Ligatu-
ren: Hodegonstil in später Form.
2 Alpha ®©» b,3.Z.v.u. Beta ® a, letzte Z.
Zeta b,2.3 Zeta 8 az In
Phi & a, Z. 8
de N auf anderen Blättern
Theta 6) b, 2. 16
Psi N b, 10. Z. v. u.
3 Alpha—Sigma ur a,9.Z.v.u.
Epsilon—Rho G b, 2.6 ETO So b,8.Z.v.u.
Lambda— Theta >? b, 6: Z. v. u. uev Fi b, Z. 6
Rho—Omikron e? a,2.3 Tau-—Eta D auf anderen Blättern
4 Abgesetzte, bescheidene Akzente. Teilweise kleine kuppenförmige Zirkumflexe. Dop-
pelakzente. Involvierungen. Trema über Iota und Ypsilon.
405
Nenog
Par. Coisl. 112, f. 9 (Taf. 229) a. 1329
1 Senkrechte, lockere, archaisierende kalligraphische Minuskel in der Nachfolge der
Perlschrift. Durchschnittliches Stilisierungsniveau.
2 Gamma Y a,Z.4 Delta I a,2.9 Theta 8 az)
Kappa mM az) Lambda A a,2.8
Lambda rk b, vorletzte Z. Psi b, vorletzte Z.
3 Alpha—Xi b, 2.6 Alpha—Rho b; 2.1
p
Delta-—-Iota A a,2.1
Epsilon—Xi SÉ a,2.3
Epsilon— Tau Ss b,2.7
Aoy [By b, letzte Z. mTpo TOP a, Z. 14
Rho—Omikron ` Ga a,Z.9 Tau—Omikron stéi b,2.1
Tau-Rho_TP b,5.2.v.u.
4 Akzente und (runde) Spiritus abgesetzt. Suprapositionen. Doppelakzente.
Epsilon—Iota o a, letzte Z.
Epsilon—Pi Fr a, Z.T
Epsilon— Ypsilon dI 324
152
407
Nexrapıog
Par. 1685, f. 11" (Taf. 230) a. 1468
1 Senkrechte bis leicht richtungslose, lockere, weitzeilige Gebrauchsschrift mit markan-
ten Oberlängen (hochgezogenes Gamma und Tau, auch Kappa und Epsilon), sowie
deutlicher Worttrennung. Große wv-Kürzungsbogen, wiederholt verlängerte Akute in
Verbindung mit Buchstaben sowie die breiten Horizontalen des hochgezogenen
Gamma und Tau verleihen dem Schriftbild einen individuellen Charakter. Phi
manchmal mit links gerichteter, eher störender Unterlänge. Überschreitungen des
Schriftspiegels.
2 Gamma IT" 2.1 Zeta 3 2.7 Kappa k vorletzte Z.
Ny p Z1 Xi Z 2.9 Rho letzte Z.
Tau E BZ en Tau d 3.2.v.u. Phi 8 3.Z.v.u.
Phi p letzte Z.
3 Ae DO 2.4 Epsilon—Iota g 2.5 wi (D 2.8
ue Mg SS Omikron— Ypsilon (supralinear) Z. 1
Doppel bi mmr 2.3 ma Pp 22 Phi—Iota Mi 2.3
4 Durchwegs winzige, teils fast punktförmige, deutlich abgesetzte Akzente und Spiri-
tus. Bisweilen überlange «s-Kürzungen sowie ou-Ligaturen. Tildenförmige Kürzungs-
striche.
408
Neööwpog
Par. 1061, f. 13° (Taf. 222) 16. Jh. 2. H.
1 Stark rechtsgeneigte, kräftige, lockere Gebrauchsschrift einer geübten Hand. Wort-
und Buchstabentrennung. Großer Zeilenabstand. Vermittelt den Eindruck eines
flotten Schreibers.
2 Beta P 2.3 Epsilon = Z.1 Epsilon C 2.1
Eta m Z1 Kappa E 2.5 Xi g 5Zvu.
Pi e 27 Rho € vorletzte Z. Tau Z 22
3 yè JÉ 2.9 Doppel-Gamma MH 2.4
Epsilon—Kappa ca 3.2. v.u. SL Q; 2.5
xal EI 4. Z.v.u. ei rhy 2.3
letzte Z.
Ta 5. Z en, oo nw
P
23 Tau—Rho G 3.2.v.u.
Sigma—Theta
Ne
x
SS
SES e SAE S
153
4 Akzente und Spiritus abgesetzt; manchmal (bes. im bestimmten Artikel) Verbindung
von Buchstaben mit Akzenten, ferner von Spiritus mit Akzenten. Trema über Iota
und Ypsilon. Punktförmiges Iota subscriptum.
409
Neöpvrog
Par. 1215, f. 59° (Taf. 231) a. 1080
1 Leicht rechtsgeneigte, lockere kalligraphische Minuskel von durchschnittlichem Stili-
sierungsniveau: Perlschrift. Beginnende Worttrennung. Überschriften und Kolum-
nentitel in versuchter alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel.
2 Beta tu H SZ vo Gamma % 5.Z.v.u.
Eta la 9. Z. v. u. Lambda A
Ny œ Z.1 (Zählung ohne Kolumnentitel) Xi 3 Z.3
Phi p Z. 1
Omega © Zi
3 Epsilon—Xi ei Aën e Get
uev US Z. í as- "Sen
Sigma—Tau EE 21 Ypsilon—Sigma tor
Rho e Z. 1
Sigma—Epsilon
7. Z. v. u.
4 Spiritus eckig und rund. Winzige Zirkumflexe. Doppelakzente (auf anderen Blättern).
410
Neöpvrog
Par. 89, f. 48” (Taf. 232) 11. Jh.
1 Rechtsgeneigte, kleinformatige, weitzeilige kalligraphische Minuskel einer geübten,
aber flüchtigen Hand. Unterdurchschnittliches Stilisierungsniveau. Worttrennung.
Vereinzelt hochgezogenes Tau. Überschriften in alexandrinischer Auszeichnungsma-
juskel.
2 Beta „ Z.7 Delta àa 23 Delta E Z.4 Zeta 9 2.7
Kappa x Z.4 Kappa 4 13.Z.v.u. Tau T 22
Phi $ 2.3
154
Par. 2286, f. 167° (Taf. 232)
1
ayy yy 2.2 Alpha—Pi ow 5.2. vu.
Alpha— Tau or 2.4
Epsilon—Xi 3 29
Epsilon—Tau & Z.6 xa s 2.10 xat vi
Ven usw 2.12
Spiritus in allen drei Formen. Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. Doppelakzente
(òè, auf anderen Folien). Kürzungsstriche tildenförmig. Kürzungsstrich für Ny am
Zeilenende. Iota adscriptum.
Epsilon—lIota g Z. 6
Epsilon—Sigma & 2.14
9.2. v.u.
411
Neöcgurog (TIpodpounvög)
14. Jh. M.
Richtungslose, gedrängte Gebrauchsschrift mit geringem Zeilenabstand und Ausnüt-
zung des Schriftspiegels, wie in fachwissenschaftlichen Texten üblich (horror vacui).
Ohne ästhetischen Anspruch.
2 Alpha A letzte Z. Beta 6 vorletzte Z. Delta A letzte Z.
Epsilon « letzte Z. Eta a letzte Z. Rho œ letzte Z.
Schlußsigma ` e letzte Z.
3 Epsilon—Lambda % 3. Z. v. u. xal @ vorletzte Z.
4 Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils verbunden; auch Verbindung von Kür-
zungsstrichen mit Akzenten. Gelegentlich größere wv-Kürzungsbogen. Trema über
Iota und Ypsilon.
412
Nypwv
Par. 2558, f. 51" (Taf. 233) 14. Jh.
1 Richtungslose, gedrängte Gebrauchsschrift ohne jeden ästhetischen Anspruch. Gerin-
ger Zeilenabstand. Unsichere Grundzeile.
2 Epsilon 4 Z.1 Rho e Zi
3 Delta—Iota 9 "Zi em dn 23 Epsilon—Iota q 2)
Epsilon—Xi o 2.6 Epsilon— Xi dÄ 4. 2.v.u.
Epsilon—Ypsilon & 2.4 vv» Mu 2.6 olov op Z. 4
m A Zi Tau—Rho % 22
4 Akzente und Spiritus zumeist abgesetzt. Involvierungen. Wiederholt Trema über
Iota.
413
Nixavöpog
Par. 194 A, f. 35" (Taf. 234) a. 1255
1
Senkrechte bis richtungslose, dichtgedrängte, unübersichtliche Gebrauchsschrift aus
der Zeit nach dem Verfall des Minuskel-Kanons. Die Buchstaben des „Mittelbaus“
sind mehr oder weniger zusammengepreßt, die Zwischenräume zwischen den Zeilen
mit Kürzungen, Akzenten und Oberlängen gefüllt. Bemerkenswert ist die Kürzung
für Omikron—Ny in Form zweier kräftiger, langer und ziemlich flach liegender
Striche.
2 Beta DA 22 Epsilon € Z.1 Zeta l 4. Z. v. u.
My u 2.2 Ny p Z1 Xi $ vorletzte Z,
Tau T Z1 Chi X Zi
3 ve D 29 Delta—Iota d) letzte Z.
Epsilon—Xi 3 letzte Z. Epsilon— Sigma A 2.2
xal P letzte Z. uev T 2.6
Ypsilon— Sigma LS St
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Akute oft fast senkrecht. Kleine und größere Zir-
kumflexe. Ausgedehnte wv-Kürzungsstriche. Suprapositionen. Trema über Iota.
414
Ninyras ’Aßaadveng
Par. 497, f. 27" (Taf. 235) a. 966
1
Leicht rechtsgeneigte, weitzeilige, lockere Minuskel mit reduzierten Ober- und Unter-
längen. Unterdurchschnittliches Stilisierungsniveau. Wort- und Buchstabentren-
nung. Vereinzelt hochgezogenes Tau. Im ganzen farblos und uncharakteristisch. -
Überschriften und Pinax in alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel. Titel des Pinax
in epigraphischer Auszeichnungsmajuskel.
Alpha oe 3,2.7 Alpha A ai? Epsilon & a,2.2
Zeta 3 a, 2.5 Eta # 3,21 Theta Bal b, Z. 2
Kappa K a Z. 4 Xi Za 2.2 Pi za SI
Tu 7 b,2.2 Phi & a,2.8 Omega æ b,Z.2
Epsilon—Iota d a,2.6
Lambda—Pfi Am 325
Sigma—Theta oQ 321
Epsilon—Ny A a, Z. 11
Pi—Omikron NE a,Z.2
Ypsilon—Ny w a, Z. 6
156
4
Par. 81, f. 244" (Taf.233)
H
Par. Coisl. 285, f. 360" (Taf. 236)
l
Sehr kleine Akzente. Spiritus fast punktförmig. Vereinzelt Ny-Kürzungsstriche am
Zeilenende; diese und andere Kürzungsstriche tildenförmig.
418
Nixnpöpog
11. Jh. E.
Leicht rechtsgeneigte, sehr lockere kalligraphische Minuskel aus der Zeit des begin-
nenden Kanonverfalls. Stark reduzierte Ober- und Unterlängen. Großer Zeilenab-
stand. Durchschnittliches bis gutes Stilisierungsniveau. Überschriften in epigraphi-
scher Auszeichnungsmajuskel.
Zeta 3 2.8 Eta w 2.3 Kappa xX Z.I
Ny p Z1 Xi >, letzte Z. Rho pe 2.2
Chi x Zu Omega œ 2.5
N 25
Epsilon—lota q 2.3
3 6. Z. v. u.
Epsilon—Tau & Z.1
uev ubp 2.2
Akzente und (runde) Spiritus abgesetzt. Suprapositionen. Vereinzeltes Iota adscrip-
tum, etwas abgesunken.
Epsilon—Gamma
Ki) Z.1
3 Bien
ép 24
Epsilon— Ypsilon £ Z.5
Delta—Iota
Epsilon— Xi
Epsilon—Xi Epsilon—Rho
419
Nıxnpöposg
a. 1475
Senkrechte bis leicht rechtsgeneigte, lockere, schwungvolle Minuskel mit ausgepräg-
ten Ober- und Unterlängen, teils ausladenden Buchstaben (Epsilon, Lambda, Ypsi-
lon, Chi), Betonung beider Diagonalen (Lambda, Doppel-Lambda, Chi) und mit
charakteristischer Epsilon—Tau-Ligatur: Hodegonstil in später Form.
Alpha a 2.5 Beta b 2.2 Epsilon & 217
Xi A 9. Z. vu
Ypsilon agy 42 v.u.
Psi sh 8. Z. v.u.
geti 3
Z
zë
H
bh
3 Alpha—Theta ag 22 Epsilon— Tau u 2.3
xal © 9. Z. v. u. uev ILY 2.11
ev uy
Rho—Omega er 2.1
letzte Z. Rho—Omikron Ca
SZ vn
Tau—Eta T auf anderen Blättern
4 Akzente und Spiritus abgesetzt; nur selten Verbindung von Spiritus oder Buchstaben
mit Akzenten. Winzige, kuppenförmige Zirkumflexe. Doppelakzente. Gelegentlich
Trema über Ypsilon, auch Iota.
420
Nıxnpópos
Par. 1356, f. 321” (Taf. 237) a. 1478
1 Leicht rechtsgeneigte bis richtungslose, lockere Gebrauchsschrift einer geübten, aber
flüchtigen Hand. Unsichere Grundzeile. Die beiden Diagonalen (Majuskel-Alpha,
Lambda, Chi) bestimmen das Schriftbild. Fettaugenelemente (Epsilon, Omikron,
Sigma, Phi, Omega).
2 Alpha A Z.3 Beta 6 2.3
Theta d letzte Z.
Zeta 2 2.2
Lambda A 2.3
rg,
EC, 4&5 Tau | 2.1 Tau T Z. 1
Phi P vorletzte Z.
D Jä 3.2.v.u.
Epsilon— Iota d letzte Z.
Schlußsigma
vorletzte Z.
Er ECH
3 Alpha—lIota KÉ
Epsilon— Iota
Epsilon—Lambda d 2.3 Epsilon—Ny cy letzte Z.
Epsilon—Xi SC 9. Z. v. u. ent I 2.2
Epsilon—Rho gei 2.1 Eta—Ny Aw letzte Z.
Heu up 2.2
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Winzige Zirkumflexe. Suprapositionen. Vereinzelt
Trema über Iota.
Pi—Omikron Pe Z.il
421
Nıxónuos
Par. Coisl. 238, f. 62" (Taf. 238) 12. Jh.
1 Richtungslose, gedrängte, kleinformatige Minuskel aus der Zeit des Kanonverfalls.
Reduzierte Unterlängen. Geringer Zeilenabstand. Das Schriftbild wirkt unansehnlich
und farblos.
2 Zeta N 6.2.v.u. Età e SI Theta ẹ Z.1
Xi a 23 Tau TY 23 Phi $ Z.5
3 Alpha—Gamma ar Z.1 Alpha-—Theta aò 2.7
d 15. Z. v. u.
vw 2.3
Epsilon— Ypsilon DÉI 2.3
Her H^ 2.8
Epsilon— Xi
xat S Z.1 uev
4 Akzente und (runde) Spiritus abgesetzt. Gelegentlich Trema über Iota.
422
Nıxóônuos
Par. 2809, f. 100“ (Taf. 239) 15. Jh. M.
1 Richtungslose, unansehnliche Gebrauchsschrift ohne ästhetischen Anspruch. Durch-
schnittliche Ober- und Unterlängen. Worttrennung. Weiter Zeilenabstand. Patzen-
der Kalamos.
2 Delta Å 2.1 Epsilon ¢ vorl. Z. Zeta 3 ZA
Xi å 24 D w Zi Rho p Zi
Schlußsigma o Z.1 Tu T Z4
3 Alpha—Lambda y zZ 11 yev w 22
Epsilon—Ypsilon Zu 2.8
$ 4Zvu.
Epsilon—lIota & 26
HEN Au 2. 3
Tau—Omikron Ki Z.1
4 Akzente und Spiritus teils abgesetzt, oft aber untereinander oder mit Buchstaben
verbunden. Spiritus asper gedreht und nach oben offen. Trema über Iota.
Sigma—Phi
423
Nıxöraog ’Aydadwv BovAAwrng
Par. 2005, f. 25" (Taf. 240)
1 Richtungslose, undisziplinierte, häßliche Gebrauchsschrift mit Verlust der Grund-
zeile. Vorliebe für spitze Formen.
2 Delta A 2.2 Epsilon 4 Z.2 Eta a Z5
Xi $ zs Tu 7 Z1
a. 1447
Ny y Zi Omega W Z.4
159
3 Alpha—Theta
al 22
Epsilon— Ypsilon L 2.4
Alpha Av aje
Z
Epsilon—Tau $ nicht auf der Tafel
Eta—Theta kE z2 x “y 2.2
Lambda— Ypsilon Au 23 uev K 2.3
oos OU
4 Akzente und Spiritus überwiegend abgesetzt, jedoch auch Verbindung von Spiritus
und Kürzungsstrichen mit Akzenten. In der Genetivendung auf -(o)Jeoc wird der Akut
der drittletzten Silbe in die Schlußsilbe einbezogen (z.B. Z. 4 Bouihoewc, Z. 7 riorews,
Z. 12 uioduoews, vorletzte Z. ro&oewc u. Di. Spiritus asper nach oben offen.
vorletzte Z.
424
NixöAaog BAaotög
Par. 2939, f. 250' (Taf. 241) a. 1484
1 Richtungslose, äußerst dichtgedrängte, im bescheidenen „Mittelbau“ wie „militä-
risch“ regelmäßig wirkende Schrift einer geübten Hand. Die übergroßen Zeilenab-
stände sind von fast senkrechten Oberlängen des Minuskel-Delta, des Majuskel-
Sigma, des hochgezogenen Tau, sowie von Unterlängen des Gamma, Rho, Phi u. a.,
ferner von riesigen wv-Kürzungen belebt. Die Unterlängen von Gamma, Rho und Chi
sowie die mächtigen Akute betonen die SW-NO-Diagonale. Im Ganzen erinnert das
Schriftbild an jenes mittelbyzantinischer Kaiserurkunden.
2 Alpha 4 2.3 Beta B Z.4 amma | SI
Zeta Vë Rho e Z1 Sigma / Zu Tu T zs
Phi $ ‘2.3
3 Delta-Iota N zi uev 2.5 Rho—Alpha fa 2.6
Sigma—Theta
a Z3
4 Akzente und Spiritus überwiegend abgesetzt. Suprapositionen. Große wv-Kürzungs-
bogen, von Akuten durchkreuzt.
425
NixöAaog "EAuraßoüAxog
Par. 1323, f. 171" (Taf. 242) a. 1598
1 Richtungslose, eher lockere Gebrauchsschrift mit großem Zeilenabstand und ausge-
prägten Oberlängen (hochgezogenes Gamma und Tau, Epsilon, Minuskel-Theta, Iota,
Majuskel—Sigma).
160
Par. 2577 A, f. 52" (Taf. 243)
1
Par. Suppl. 262, f. 16" (Taf. 244)
1
Gamma M 2.1 Theta Q 28
Xi E
year vorletzte Z.
Epsilon e Z.I
LL. Z: eu.
Delta—Iota N 2.1
Epsilon—Iota d Z.2 Ze PR 2.5 Epsilon—Rho
Epsilon—Rho ` db 217° m GE 215
Epsilon—Omega Ç Z. 1 Doppel-Lambda 2.3
pev sgu Z.1 Sigma—Theta Bal Z.5 at je 11. Z. vn
Tau—Rho 0 2.5
Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt, aber auch Verbindung von Vokalen mit
Akzenten. Tildenförmige Zirkumflexe. Suprapositionen. Gelegentlich Trema über
Iota und Ypsilon. Iota subscriptum.
p Z5
426
Nixöraog ’EXıaßoüpxog
16. Jh. 1. H.
Richtungslose, gedrängte, kleinformatige, unansehnliche Gebrauchsschrift einer ge-
übten Hand.
Gamma «letzte Z.
Eta & 5.Z. v.u. (gezählt ohne die Zeilen der Interlinearversion)
Theta 9 2.3 Rho eg 2.2 Phi ¢ 2.3
Chi Pi $ Z vu
Epsilon—Lambda H 2.1 L 2.1
A 2:2 xal Gr Z: 2 uev ke)
Akzente und Spiritus abgesetzt. Gelegentlich Trema über Iota.
Epsilon—Ny
Epsilon—Xi vorletzte Z.
427
Nıxóñaos "Erapxos
a. 1481
Richtungslose, weitzeilige Gebrauchsschrift ohne ästhetischen Anspruch. Der
schlecht gelungene Versuch einer „Stilisierung“ läßt die Schrift irgendwie gezwungen
und krampfhaft erscheinen: Bereich der Druckminuskel. Hochgezogenes Tau und
Gamma (mit Griff). Kräftige, stark schräg liegende Akute.
mp
Si
2
3
4
Par. 1110, f. 90% (Taf. 239)
1
2
3
4
161
Alpha a Z.2 Beta A Z.1 Gamma T 5. Z. v.u.
Delta I Zi Epsilon u Z.2 Theta # 2.9
Xi 4 Z1 Xi EL zi Rho p 2.2
Schlußsigma 6 letzte Z. Tau IT 3. Z. v. u.
3. Z. v. u.
Chi A
Delta—Omikron do letzte Z.
Phi—Rho Kë
Epsilon—Ypsilon 6U DZ vn
N
uv Á Z4 6. Z. v. u.
Überwiegend kräftige, abgesetzte Akzente; anderseits auch Verbindungen von Ak-
zenten (bes. Zirkumflexen) und Spiritus mit Buchstaben. Häufig Silbentrennungs-
strich am Zeilenende. Trema über Iota und Ypsilon, oft in der Form eines kleinen
horizontalen Striches. Gelegentlich plumpes Iota subscriptum.
428
Nıxoraog KiAddıog
a. 1465
Richtungslose, eher gedrängte und unruhige Gebrauchsschrift mit Tendenz zum
horror vacui. Majuskel-Alpha und Majuskel-Epsilon, hochgezogenes Tau und lange
Kürzungsstriche betonen die Horizontale. Große wv-Kürzungsbogen.
Alpha ` 9. Z. v. u. Beta Z.10 Delta A 2.1
Epsilon f 2.6 Epsilon = Zu Zeta f 10. Z. v.u.
Zeta 9 Gären Eta 4 2.3 Theta — 3. Z. v. u.
Lambda 5 2.3 P m SG Sigma 5 Z.1
Tu T 24 Tau 7 2.5 Phi $ 2.2
hi X AZvu Pit ze
Epsilon—Iota d Z.1 Epsilon—Kappa E 2.5
Epsilon—Ny ex% 11.Z.v.u. Epsilon— Xi R Z. 13
Epsilon—Tau & 4. Z. v. u. séi ` vi "Zë
usv aey letzte Z. uev wy Z6 Sigma— Ypsilon eo Z5
Tau—Omega g 210
Kräftige Akzente, in der Regel abgesetzt. Doppelakzente (&rxei). Suprapositionen (Tau
über Omikron, Omega). Trema oder einfacher Punkt über Iota und Ypsilon.
162
430
Nixöiaog Aıyivag
Par. Coisl. 14, f. 90" (Taf. 245) a. 1547
1 Senkrechte, enggedrängte Gebrauchsschrift einer geübten Hand mit ausgeprägten
Ober- und Unterlängen. Betonung der Vertikalen durch Majuskel-Kappa, Iota, hoch-
gezogenes Gamma und Tau, Phi, Psi sowie zahlreiche fast senkrechte Akute. Große
Buchstaben zum Satzbeginn. Zarter Kalamos. Überschriften und Initialen in epigra-
phischer Auszeichnungsmajuskel.
2 Beta ß Z.4 Gamma [ 2.3 Zeta d 13. Z. v. u.
Xi d Zi Rho ẹ Z.2 Ypsilon Y Z.7
3 Alpha—Iota kl Z.1 Epsilon—Zeta A 2.9
ai W 2.2 Epsilon—Xi e 13.Z.v.u.
im Wi 3.2. vu Epsiion-Tau @ Dären
xal e Z.1 Aer Air 9.2.v.u. rn dé 3. Z. v. u.
4 Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils Verbindung von Spiritus und Buchstaben
mit Akzenten. Spiritus asper gedreht und nach oben offen. Suprapositionen. Involvie-
rungen. Trema über Iota und Ypsilon, über Iota auch einfacher Punkt. Tota subscrip-
tum.
431
Nıxóñaos MaxpoA&wv
Par. 290, f. 83° (Taf. 246) a. 1157
1 Richtungslose, lockere, großformatige Minuskel aus der Zeit des Kanonverfalls.
Gegensatz von Groß- und Kleinbuchstaben. Fettaugenartige Aufblähung einzelner
Buchstaben (Epsilon, Theta, Phi, Omega); unter ihnen verschiedene „siamesische“
Juxtapositionen (Theta—Epsilon, Theta—Omega, Omega— Sigma). Die weit über-
dehnten Epsilon-Ligaturen verstärken den Eindruck der Horizontale. Vgl. P. Ca-
NART, Scrittura e civilità 5 (1981) 60 u. A. 166; 66f. u. A. 192.
2 Alpha Bs ar Epsion & a,Z.8
Epsilon E&E b, 9. Z. v. u: Zeta 3 a, Z. 6
Zeta \ b,8.2: uU. Eta t 21 Theta (S) 25
Kappa Q az? Kappa K b, vorletzte Z.
Psi a,2.1 Omega QO a,Z.8
EN
ks
SR
K
163
3 m Go a,2. 14 xal $ a, Z. 17
uev „Sp b, 3. vn uep NM a,5.2.v.u.
mev m 32.11 eu op b, Z. 10
ceo or a, Z. 2
4 Akzente und (runde) Spiritus abgesetzt, jedoch Verbindung von Akzenten mit Kür-
zungsstrich. Vereinzelt Trema über Iota (auf anderen Folien).
435
NıxöAaog Ilayxúç
Par. 2152, f. 1" (Taf. 247) a. 1539
1 Rechtsgeneigte, lockere, eilige Gebrauchsschrift mit Worttrennung, entwickelten
Ober- und Unterlängen sowie großem Zeilenabstand. Ohne ästhetischen Anspruch.
Überschriften in moderner Auszeichnungsmajuskel.
2 Beta > vorl. Z. Theta a% 2.2 Xi £ 7. Z. v.u.
P or Zen Tu T ze Pi œf 2.18
3 Gamma—Epsilon Ze Z.15 Epsilon—lota d Z.2
Epsilon—Rho di 2.7 Epsilon—Ypsilon KL letzte Z.
Era Mu Gu 3Zvu. Lambda—Omikron Aë 24
rap eat 12. Z. v. u. Sigma—Alpha & vorl. Z.
Tau—-Alpha Tr 2.4 Ypsilon— Iota y 2.2
Pi Jos u Zi
4 Akzente und Spiritus überwiegend abgesetzt. Manchmal Verbindung von Buchstaben
mit Akzenten. Zirkumflexe zumeist in Form aufsteigender Tilden. Doppelakzente
(auf anderen Blättern). Trema über Iota. Punktförmiges Iota subscriptum.
436
NixöAaog Puwunvög
Par. Suppl. 1278, f. 40” (Taf. 248) a. 1442
1 Richtungslose, lockere Gebrauchsschrift einer ungeübten Hand auf niedrigstem Ni-
veau. Weitgehende Wort- und Buchstabentrennung. Hochgezogenes Gamma und
peitschenförmiges Tau bestimmen das Schriftbild. Verlust der Grundzeile.
164
Par. Coisl. 299, f. 46" (Taf. 249)
1
2
3
4
Par. 1324, f. 18" (Taf. 250)
Beta d 2.6 Gamma Ié 2.10 Zeta l 2:1
Eta # letzte Z. Theta 0 2.2 Theta D Z.I
Kappa w letzte Z. Xi f 2.6 Pi œ 22
Tau 7 2.2
Alpha—lIota AU 2.6 Alpha—Rho H letzte Z.
Doppel-Gamma d 2.4 Delta—lIota M Z.1
Ypsilon—Ny w 23
Akzente und Spiritus abgesetzt. Spiritus asper nach oben offen. Doppelakzente.
Trema über Iota und Ypsilon.
440
NıxöAaog
11. Jh. E.
Senkrechte, lockere kalligraphische Minuskel mit gutem bis durchschnittlichem Stili-
sierungsniveau: Perlschrift. Maßvolle Ober- und Unterlängen.
Zeta Q az) Zeta 2 a,2.9 Lambda Æ a, Z. 8
Xi A a, Z. 8
Alpha—Zeta Si a,9.Z.v.u. Epsilon— Xi dä a, 2. 12
ent Le? a, Z. 2 Theta—Epsilon ab a Z6
xal Š a,4.Z.v.u. Rho—Alpha P/%* b,3.Z. v.u.
2.28.06
TAL 7
Spiritus eckig bis rund. Bescheidene Akzente. Doppelakzente. Ny-Strich am Zeilen-
ende (b, Z. 1. 5); dieser und andere Kürzungsstriche flach tildenförmig. In der
Schlußzeile Unterlänge des Phi mit Asteriskos verziert. Vereinzelt Trema über Iota
und Ypsilon.
441
Nıxóñaog
12. Jh. A.
Senkrechte, lockere, weitzeilige kalligraphische Minuskel mit reduzierten Ober- und
Unterlängen. Mäßiges Stilisierungsniveau, aber bewußte Selbständigkeit gegenüber
dem Kanon. Betonung der NW-SO-Diagonale durch Majuskel-Alpha, Majuskel-
Lambda, Oberlänge des Minuskel-Delta und durch Chi. Vergrößertes Zeta (dreierför-
See
Si
ab
dÉ
E,
2
3
4
Par. Suppl. 482, f. 82‘ (Taf. 251)
1
2
3
4
165
mig) und Majuskel-Kappa lockern das Schriftbild auf. Zarter Kalamos. - Überschrif-
ten in alexandrinischer, Initialen in epigraphischer Auszeichnungsmajuskel.
Beta Q b,7.Z.v.u Gamma N b, 12.2. v.u.
Delta D b24 Zeta ı a 3 Z eu
Zeta Ze b, 10. Z. v. u. Kappa K bZ5
Lambda A a, letzte Z. Xi A b, 3. Z. v.u.
Rho pe b, letzte Z. Phi & b, letzte Z.
Chi oe aZ. 16 Psi + è b&Z.v.u.
Epsilon—Iota d a, Z. 4 Epsilon—Xi Wi b, letzte Z.
—
Epsilon— Tau & b, vorletzte Z. xal „5 b, 10. Z. v. u.
Doppel-Tau TY EZ Ypsilon—Rho w b, 12.2. v.u.
Spiritus rund und eckig. Spiritus asper bis zu 90° gedreht und nach oben offen.
Akzente klar abgesetzt. Kleine kuppenförmige Zirkumflexe. Juxtapositionen.
442
NıxöAaog
a. 1104/05
Senkrechte, kleinformatige, weitzeilige, lockere Minuskel in eigenwilliger Stilisierung.
Der „Mittelbau“ scheint in vertikaler Richtung zusammengepreßt zu sein. Die Buch-
staben wirken plump in die Breite gezogen und irgendwie schablonenhaft. Worttren-
nung. Die nüchterne Präsentation entspricht dem juristischen Inhalt.
Gamma y vorletzte Z. Epsilon & Z.1 Zeta 3 4Zvu
Eta u Si Theta œ letzte Z. Kappa ù Z.1
My k 21 Ny p Z1 Pi = 23 Pi ~ Z4
Rho ẹ Zi Tau m Z.3
Doppel-Gamma yy vorletzte Z Epsilon—Iota e Z.1
Epsilon—Xi db "Een u Ku 26
\
xal vw 2.7 Doppel-Lambda 4% Z.2
Aoy ex 2.1 uev ei 2.5 Rho—Omikron e9 letzte Z.
Tau—Omega Pe Z8 Ypsilon—Rho e Z.7
Kräftig abgesetzte Akzente. Spiritus vorwiegend in halbierter Eta-Form (archaisie-
rend). wov-Kürzungsbogen gleichmäßig und manchmal (zu zweit) verbunden.
166
443
NixöAaog
Par. 837 A, f. 58" (Taf. 252) 12. Jh.
1 Rechtsgeneigte Minuskel aus der Zeit des Kanonverfalls. Starker Wechsel zwischen
groß und klein geschriebenen Buchstaben. Unterdurchschnittliches Stilisierungsni-
veau. Dünner Kalamos; Haar- und Schattenstriche. Breite Zirkumflexe im Kontra-
post zu flach ausschwingendem Ypsilon; ähnlich flache Schwünge in Chi, Lambda und
Kappa, welche die Diagonalen betonen.
2 Eta un Zi Zeta E 12.2.7, u. Kappa K 2.2
My ar 2.1 Tau T 2.3 Tau T 2.5
Omega Cw 2.1
3 Delta—lota 11.2. v.u. Epsilon—Ny &» 2.12
Epsilon—Xi e 2.38 m I Z!
Ypsilon—Ny uyv Z.4 Ypsilon—Omikron LO 2.4
4 Spiritus in allen drei Formen. Spiritus asper oft um 90° gedreht und nach oben offen.
Akzente abgesetzt; besonders kräftige Graves. Gelegentlich Verbindung von Kür-
zungsstrichen mit Akzenten. Seltenes Iota subscriptum nach rechts versetzt (11. Z.
v. u.)
444
Nıxóñaog
Par. 1181, f. 171" (Taf. 253) 12. Jh.
1 Rechtsgeneigte, großformatige, lockere, aber flüchtige Minuskel einer geübten Hand
aus der Zeit des Kanonverfalls mit Neigung zur Fettaugenmode (besonders am Schluß
des Textes mit Subscriptio!). Gegensatz von Groß- und Kleinbuchstaben. Aufgebläh-
tes Alpha, Epsilon, Omikron, Sigma, Omega. Hochgezogenes Tau.
2 Beta ei ën Z. 18 Gamma UT a,Z.1 Delta N 32.1 Be
Eta D b, 2.2 Eta 4 b,2.4 Theta 3 b, 2.1
Theta 0 a,Z.8 Theta -L b,2.3 Kappa = b,Z.1
Ny H b2.6 Xi Z b, Z. 8 Pi —o 321
Tau / a, 2.6 Omega (CD b,2.6
167
3 ayı I b,4.Z.v.u. Delta—Iota A a, 4. Z. v. u.
Se
Epsilon—Xi s$ a, 3. Z. v. u. wi O së?
uev PSU a Z.5 Omikron—Ypsilon X b, 2.2
Sigma—lota 67 5,6.Z.v.u.
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Spiritus rund und eckig. Sehr kleine, kuppenförmige
Zirkumflexe. Doppelakzente. Suprapositionen. Große wv-Kürzungsbogen. Tildenför-
mige Kürzungsstriche.
446
Nıxöraog (‘Ayıorerpirng)
Vat. Barb. 102, f. 9 (Taf. 254) a. 1290/91
1 Richtungslose, gedrängte, engzeilige, kürzungsreiche Gebrauchsschrift. Charakteri-
stisch sind die stark hervortretenden Dreiviertelkreise des Majuskel-Sigma, das weit
unter die Grundzeile reichende Knopfloch-Alpha, die fast waagrechte Kürzung -ov
über der Zeile, flachgedrücktes Omega in Supraposition. Eine andere ov-Kürzung
erstreckt sich fast senkrecht, nur etwas schräg über zwei Zeilenabstände. Allgemeine
Tendenz zur Horizontalen. Fettaugenelemente. Schrift aus dem Bereich von Otranto
(A. Jacog, Pal. Gr. Byz. 278).
2 Alpha >> vorletzte Z. Beta ® 4. Z. v.u.
Eta (marginal) d Se Ze Ve W Sigma (y letzte Z.
JL yewxðç ap 3.Z.v.u. Epsilon—Xi R Z. 15
Theta—Alpha &a Z.16 Kappa—0mega S 6
ua me letzte Z. uóvov Pi 3.2.v.u. My—Phi Aë 2.3
Ömikron—Ny \ vorletzte Z. oun ww 2.1
b
OUVTÁTTETAL EK Z. 5 bzw. &) 3. Z: vu
4 Akzente und Spiritus zumeist abgesetzt. Supra- und ‚Juxtapositionen. Große, flache
ov-Kürzungsbogen. Trema über Iota und Ypsilon.
448
Nicolaus (Nancelius)
Par. 2355, f. 1” (Taf. 255) a. 1558
1 Richtungslose, übersichtliche Gebrauchsschrift eines Nicht-Griechen. Deutliche
Worttrennung. Großer Zeilenabstand. Iota mit übergroßer Unterlänge beeinflußt das
Schriftbild. Haar- und Schattenstriche.
168
2 Eta 7 Z d Tau ] 2.3 Phi d 2.2
3 mée zd" Z. 4 Gamma—Rho 2 letzte Z. de A 2.5
da Se letzte Z. m Aë "3
Epsilon—Ypsilon Ai 2.8 ent gl Zj
Doppel-Lambda % Z.1 uèv vo 2.4
Omikron—Ypsilon -y 2.6 Omega—Ny Gi 7.2
4 Kräftige Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils Verbindung von Buchstaben mit
Akzenten (dabei auch Versetzung des Akzents um 1 Buchstaben nach rechts, z. B. -öv
Z. 2). Suprapositionen. Involvierungen. Meist punktförmiges Iota subscriptum.
449
Noel de la Bro
Montepess. H 405, f. 44" (Taf. 256) 16. Jh. A.
1 Richtungslose, lockere, kräftige Gebrauchsschrift von der steifen Hand eines Nicht-
Griechen. Wort- und Buchstabentrennung. Der breite Kalamos und einzelne charak-
teristische Formen (Majuskel-Epsilon; x«i-Kürzung) bestimmen das Schriftbild.
2 Beta b Z. 5 (gezählt einschließlich der Zweizeilen-Schlußformel)
Gamma Y letzte Z. Epsilon & vorletzte Z.
Eta A Z.3 Theta ĝ 2.3 Xi E 28
3 Doppel-Gamma W S.S. eg Epsilon—lta ei 25
Epsiion—Rho TB 23 wm & "fen
uev UEP 2.4 uev hu letzte Z. Phi—Rho Æ 7: ep.
4 Meist kräftige, oft flach liegende Akute und Graves. Vereinzelt Trema über Iota und
Ypsilon.
450
OXvußpıog
Par. 808, f. 494" (Taf. 257) 15. Jh. 1. H.
1 Überwiegend rechtsgeneigte, weitzeilige, lockere Gebrauchsschrift einer geübten
Hand mit reduzierten Unterlängen. Weitgehende Wort- und Buchstabentrennung.
Kein ästhetischer Anspruch.
169
2 Beta Q b, vorletzte Z. Gamma F a,Z.9 Epsilon & a, 23
Zeta N 3,12, Z.v.u. Eta aw a,Z.5 Theta az?
Kappa k ai Ny bai? Xi 7 a, 2. 14
Rho Z b, Z. 5 Schlußsigma t a,Z.1 Phi pP 4,28
Omega U) a, Z.1
3 Epsilon—Tau A. a,2.3 Epsilon— Ypsilon j a, Z.7
xat 9 àZ. 1 uev PA a; Z: Í
nep Kee a, Z. 13 cew San a, Z. 15
4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; manchmal Verbindung von Buchstaben
und Kürzungsstrichen mit Akzenten. Spiritus oft fast nur punktförmig. Suprapositio-
nen. Gelegentlich Trema über Ypsilon.
453
Ilayxparıog
Par. Coisl. 28, f. 90" (Taf. 258) a. 1056
1 Leicht rechtsgeneigte, lockere kalligraphische Minuskel mit sehr gutem Stilisierungs-
niveau: Perlschrift. Vereinzelt hochgezogenes Tau im Haupttext. Worttrennung erst
in Anfängen zu beobachten. Die von der Haupthand geschriebene Randkatene unter-
scheidet sich - abgesehen von Format und Dichte - durch einzelne vergrößerte
Buchstaben wie Zeta, Epsilon, Omikron und mehrfach hochgezogenes Gamma und
Tau. Haupttitel in epigraphischer Auszeichnungsmajuskel. Sonstige Auszeichnungs-
zeilen in alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel.
2 Eta la Z. 1 (Zählung des Haupttextes) Schlußsigma C 2.6
Tau Si 23 Psi Lt letzte Z.
3 Delta—Omikron Is letzte Z. eer er letzte 2.
N
wi CO 27 Sigma—Lambda gA 2.9
4 Spiritus eckig bzw. rund. Winzige Zirkumflexe. Auch Graves manchmal stark redu-
ziert, fast punktförmig (Einfluß der Katene?), oft von späterer Hand nachgezogen.
Tildenförmige Kürzungsstriche. Bisweilen Trema über Iota und Ypsilon.
455
Douro ët Manobxag
Par. 949, f. 6' (Cat 259) a. 1581
I Richtungslose, weitzeilige Gebrauchsschrift mit Vorliebe für Rundungen und Schnör-
kel (Involvierungen!). Niedriger „Mittelbau“. Kein ästhetischer Anspruch.
170
2 Beta & Zi Zeta 9 2.5 Eta nu Z4 Theta aQ Z/
Lambda A Z.1 My «u 21 Pi ww 2.1
Rho f Z.T Schlußsigma ç Z.4 Phi P 2.1
3 ay KA 2.9 Alpha—Theta A9 8.Z.v.u.
Alpha—Rho $ Z2 Epsilon— Lambda d Zn
Epsilon—My GW 5. Z. v.u. m Ch 23
Epsilon—Rho S 8. Z. v. u. Epsilon—Rho f 6. Z. v. u.
Doppel-Lambda m Z.5 na pb 2.9 e @ 23
Rho—Iota ` Gu 9. Z. v. u. Sigma— Tau g Z1
Tau—Omikron 2 2.2 Doppel "Dau 77 2.12
4 Akzente und Spiritus abgesetzt; manchmal Verbindung von Kürzungsstrichen mit
Akzenten. Involvierungen (Sigma in Omikron). Selten Trema über Iota und Ypsilon.
456
Paulus Bevilaqua
Par. Suppl. 106, f. 138" (Taf. 260) a. 1591
1 Rechtsgeneigte, derbe, aber übersichtliche Gebrauchsschrift einer geübten Hand mit
Wort- und weitgehender Buchstabentrennung. Großer Zeilenabstand. Angemessene
Ober-, reduzierte Unterlängen. Ungewöhnlich breiter Kalamos.
2 Beta D 2.6 Beta é 2.6 Delta N 2.9
Epsilon E 2.2 Zeta E 2.1 Eta 4 vorletzte Z.
Theta d Z.1 Kappa K ZI Pr Mm St
Rho P letzte Z. Tau 7 2.6
3 Gamma—Rho }@ 2.6 Epsilon— Ypsilon dl 2.1
uev thy 2.8 Sigma—Theta o9 vorletzte Z.
Stigma X 25
4 Akzente und Spiritus abgesetzt: daneben Verbindung von Buchstaben und Kür-
zungsstrichen mit Akzenten. Punktförmiges Iota subscriptum.
457
Haörog KoAußäs
Par. 1293, f. 260° (Taf. 261) a. 1511
1 Rechtsgeneigte, disziplinierte Gebrauchsschrift. Worttrennung. Großer Zeilenab-
stand. Kräftige Akzente. Reduzierte Unterlängen.
2 Zeta f Z8 Theta B 31 Thea A z2
E: e St Rho p Z1 Schlußsigma CG Za
3 Gamma—-Epsilon Ap 2? eyy ý vorletzte Z.
Epsilon—Iota d Z.1 Epsilon—Xi 6 2.5
Epsilon—Rho G Z. 1 Epsilon—Ypsilon £, Z.3
4 Akzente und Spiritus zumeist abgesetzt, aber auch gelegentlich Verbindung von
Vokalen mit Akzenten. Wiederholt Trema über Iota und Ypsilon. Iota subscriptum.
458
Iaödog
Par. 78, f. 55" (Taf. 262) 11. Jh.
1 Senkrechte, lockere kalligraphische Minuskel aus der Zeit des beginnenden Kanon-
verfalls. Großer Zeilenabstand. Über den Kanon hinausgehende Ober- und Unterlän-
gen bei Iota, Majuskel-Kappa (besonders auffallend), Lambda und Psi. Zahlreiche
Majuskeln. Haupttitel in epigraphischer Auszeichnungsmajuskel: sonstige Auszeich-
nungszeilen in alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel.
2 Beta B Z.1 (Zählung einschließlich der Titelzeile) Zeta 3 2.12
Iota | 3.Z. v.u. Kappa k letzte Z. Psi $ Z.2
3 Alpha—Gamma a 2.3 Delta—Iota © 3. Z. v.u.
Epsilon—Lambda $- Z.10 Epsion—Xi & 25
Epsilon—Tau & letzte Z. Jew Be 2.3
Lambda—Theta Lä 25 usv wuy letzte Z,
ovy è ow 9 Z v.u. o aJU 2.9 Stigma ç 3. Z v.u
Tau—Omikron Te Z.4
4 Spiritus eckig bzw. rund, vereinzelt in halbierter Eta-Form. Kleine Akzente, winzige,
kuppenförmige Zirkumflexe. Doppelakzente. Tildenförmige Kürzungsstriche. Wie
derholt Trema über Iota und Ypsilon. Iota adscriptum.
Par. 1097, f. 51” (Taf. 260)
1
Par. 254, f. 210° (Taf. 263)
1
IS?
459
Hxörog
a. 1055
Leicht rechtsgeneigte kalligraphische Minuskel aus dem Bereich der Perlschrift. Aus-
geprägte Oberlängen (Iota, hochgezogenes Tau) und Unterlängen (Phi). Gutes Stili-
sierungsniveau. Überschriften in alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel.
Epsilon E 2.3 Zeta a 2.1 Eta a Z.i
Theta ër Z.I Iota | 2.3 Lambda X Z9
xx 22 Pi o 23 Pi e 24
Rho e 2.2 Tu T 52Zv.u. Phi $ TZvu
Omega e Z.3
aya Oe: BS vu
Alpha—Phi p ZA yey vv
yy ry 5.2 vu. DÉI Na 2.13
era Ar 2.6 Epsilon—Ypsilon Be 2.5
Theta—Epsilon Z. 10 Pi—Omikron 7P Z1
ak 2.5
VS eg
Alpha—Kappa
Epsilon—Xi
ch Al
Rho—Omikron er 2.4
Spiritus eckig oder in halbierter Eta-Form. Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe.
Manchmal Trema über Iota.
461
Doüioe
a. 1509
Richtungslose Gebrauchsschrift von unterdurchschnittlichem Niveau mit auffallen-
den Großbuchstaben (hochgezogenes Tau, Epsilon, Kappa und Psi), penetrantem Xi
und übergroßen flachen Graves. Überschriften in epigraphischer Auszeichnungsmajus-
kel.
Alpha ® Z5 Delta œ Zi
Zeta 2 10. Z. v. u.
ër 2.15 Rho Vë letzte Z.
Tau 3.2.v.u
Psi d 9.Z.v.u. Omega @ Z.1
Epsilon E vorletzte Z.
Zeta Ei 2.3 Theta D 2.5
Ny H Zi Xi
Schlußsigma c letzte Z.
Chi Xx
10. Z. V. uù
ZE E
eegent
Par. 1190, f. 40“ (Taf. 264)
1
Delta—Omikron Do
Epsilon—Xi Ga 10. Z. v. ü.
CG zs
uev 6.2.v.u.
letzte Z. Epsilon—Ny Qy 2.2
Epsilon—Rho p 7.2. em
Ir 2.5
letzte Z.
Epsilon— Tau Doppel-Lambda
Ypsilon—Sigma u
Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; gelegentlich Verbindung von Buchsta-
ben und Kürzungsstrichen mit Akzenten. Zirkumflexe flach tildenförmig. Spiritus
bisweilen fast punktförmig. Sehr breites Trema über Iota und Ypsilon.
463
Ilapvovrıog
a. 1568
In etwa senkrechte, kräftige Gebrauchsschrift mit sehr ausgeprägten Ober- und
Unterlängen. Kein ästhetischer Anspruch. Worttrennung. Unsichere Grundzeile.
Alpha A vorletzte Z. Beta A 2.5 Gamma Y 2.5
Gamma F Z. 1 Epsilon € Z.1 Eta X 22
Theta g 2.2 lota l Z.1 Kappa K letzte Z.
E.S Xi f z
My H letzte Z. Ny 2
Schlußsigma Ç Z.1 Tau | 2.1
Rho € letzte Z.
Tau ) vorletzte Z.
2.1 Ko 2
Sei Y W 2.2
Epsilon—Xi bi D Z en, Epsilon—Tau y 2.10
vv uy 2.2 uev Di 2.2
guy G LL zen
Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt. Tildenförmige Zirkumflexe. Wuchtige
Akute und Graves. Iota subscriptum. 5
Alpha—lota Epsilon—Ny Be letzte Z.
Pi—Omikron TV 3%2.v.u.
174
Par. Suppl. 681, f. 71" (Taf. 265)
1
Par. Suppl. 212, f. 20" (Taf. 266)
H
464
Ilaxwuıog
13. Jh. E.
Richtungslose, lockere, weitzeilige Gebrauchsschrift mit ganz niedrigem „Mittelbau“.
Kein ästhetischer Anspruch. Unsichere Grundzeile.
Gamma CS?
Theta Q- Z l4
Beta & 9. Z.v.u Beta Æ vorletzte Z.
Zeta ? 2.8 Zeta 2 Z
Xi ` ZS vu Psi + 9.Z.v.u.
Delta—Iota M Z.4
Omega w Z.1
Epsilon—Iota d Z.3
Epsilon—lota d Sen.
Epsilon—Xi 62 2.3
Epsilon—Rho ei 2.8
Epsilon-Chi Ae ZU
Pi—Rho mp Z9 m Ar
Akzente und Spiritus abgesetzt. Kleine Zirkumflexe. Manchmal Trema über Iota.
Epsilon—Zeta B 2.7
dh 2.10
Kon 8. Z. v. u.
Doppel-Pi mr Z.9
Epsilon—Pi
Epsilon— Tau
10. Z. v. u. Tod % letzte Z.
465
Iaxwpıog
15. Jh. M.
Leicht rechtsgeneigte, lockere Minuskel mit mäßigem Stilisierungsniveau. Ober- und
Unterlängen im allgemeinen ausgewogen. Minuskel-Lambda mit großer Unterlänge
bemerkenswert. Initialen in epigraphischer Auszeichnungsmajuskel.
Alpha A 3.2.v.u. Beta E 5.2.v.u.
Gamma % 3.2. v.u. Gamma g 2.8 Delta A 5.Zv.u.
Eta a Zi Theta I "Zi Lambda A Z.1
Lambda 7 Z. 2 (Kennbuchstabe) Xi 2 Z.1 Rho P 2.8
Sigma Ç nien Schlußsigma 4 Z.8 Ph 2 Zi
Omega œ 2.2
Zeit men ie Eee EE em eine. en a EE
$
|
h
f
Par. 2089, f. 41" (Taf. 267)
1
2
3 Gamma—Rho
Epsilon—lota d 2.8
Epsilon—Ny (vw 2.2 Epsilon—Ny
us Z. j
g- 21
Doppel-Lambda " 2.6
ch 2.3
K ze
QS 2.10
Ypsilon—Sigma LE, 2.6
Epsilon—Xi Epsilon— Tau
Epsilon— Ypsilon Epsilon—Omega
Akzente und Spiritus abgesetzt, nur Verbindung von Kürzungsstrichen mit Akzenten
(auf anderen Blättern). Zirkumflexe zumeist tildenförmig, gelegentlich giebel- oder
kuppenförmig. Kürzungsstriche mit Knötchen. av-Kürzungsbogen ein wenig vergrö-
Bert.
466
Ilepyıog (Ayıorerpicng)
a. 1223
Senkrechte bis richtungslose Gebrauchsschrift mit entwickelten Ober- und Unterlän-
gen sowie großem Zeilenabstand. Die zur Senkrechten tendierenden Buchstaben wie
Majuskel-Iota, -Kappa, -Phi und -Psi bestimmen gemeinsam mit der großen, oft fast
senkrechten ov-Kürzung das Schriftbild. Ausholende Bogen wie jene des Majuskel-
Epsilon und -Sigma sowie der haubenförmige Zirkumflex bilden den Kontrapost.
Überlange wv-Kürzungsbogen und monokondylienartig geschriebene Einzelbuchsta-
ben (auf anderen Folien) erinnern an Urkunden der Angeloi-Periode.
Alpha > Z.12 Delta Æ 11. Z. v.u:
Epsilon Æ 8.Z.v.u. Zeta 3 9Zvu.
Kappa x 4 Z.v.u. Rho ç letzte Z.
3 yo A 8Z.v.u. Epsilon—Theta KI 4. Z. v. u.
4
Par. 2751, f. 292" (Taf. 268)
1
Epsilon—Ny Qu Epsilon—Xi d 2.12
Epsilon—Rho FP letzte Z.
xal 74 7. Z. v. u. où di 3 et l) 3. Z. v. u
Akzente und Spiritus überwiegend abgesetzt. Zirkumflexe groß und haubenförmig
oder winzigklein. Suprapositionen. Trema über Iota.
468
Ierpog ’Avrwvuog
a. 1541
Richtungslose, lockere, weitzeilige Minuskel von unterdurchschnittlichem Stilisie-
rungsniveau. Niederer Mittelbau. Der Kopist konnte - trotz seiner Bemühungen (?)
- den Eindruck einer schülerhaften Schrift nicht vermeiden.
176
2 Beta ww SI Gamma mZ]1 Theta g- 2.5
Theta A Z. 1; vorletzte Z. (Kennbuchstabe!) Xi 2.7
Rho P Z T Schlußsigma g> letzte Z. Psi N 7.8 eo
2 Alpha—Theta aI- 4.13 Epsilon—lota Es Kä
Epsilon—Ny Er (mit eingeschriebenem Spiritus) Z. 8
Se,
Eta—Ny Co 10. Z. v.u. xal w) 2.2
Lambda—Omikron Ag 2.6 neo le 2.2
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Zirkumflexe kuppenförmig. Kürzungsstriche mit
Zierpunkt bzw. strich. Selten Trema über Iota.
471
Ilerpog BAaßeorng
Par. 1611, f. 2% (Taf. 308) a. 1553
1 Senkrechte bis leicht linksgeneigte, lockere Gebrauchsschrift mit weitgehender Buch-
stabentrennung. Großer Zeilenabstand. Ober- und Unterlängen wenig ausgebildet.
Eintöniges Bild.
2 Beta Q 2.7 Epsilon % Z.1 Zeta Z 3. Z. v. o
Lambda A Z.I Xi 4 47T Rho H 2.4
Phi p Z.4 Pi ty 23 Omega œ 2.2
3 Epsilon—Ypsilon A Z. 10 pev up Z1
pev e
Tau—Epsilon af 2.9
4 Bescheidene Akzente und Spiritus abgesetzt. Doppelakzente. Ny-Kürzungsstrich am
Zeilenende (Z. 3!). Suprapositionen. Trema über Iota.
9.Z.v.u. Sigma— Tau C 2.9
472
Ilerpog AuxAiwLdog
Par. 2798, f. 42" (Taf. 269) a. 1558
1 Leicht rechtsgeneigte, lockere Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Oberlängen und
mehreren vergrößerten Buchstaben (hochgezogenes Gamma und Tau, Kappa, Phi,
Chi). Großer Zeilenabstand (auch mit Rücksicht auf die Interlinearversion).
Par. 1667, f. 5" (Taf. 270)
1
2
Gamma [ letzte Z.
Delta SZ. 1 (Zählung unter Vernachlässigung der Interlinearversion)
Era na Zi Theta È 2.1
Kappa K 2.6
Ph Q
Alpha—Tau of 2.1 Epsilon—Beta q 2.1
Pi—Ny aw letzte Z. og pe 2.2
Tau—Iota kr 2.3 Tau—Omikron Cé 2.4
Akzente und Spiritus abgesetzt; daneben gelegentlich Verbindung von Buchstaben
mit Akzenten. ov-Kürzungsbogen mit Akut verbunden (vorletzte Z.). Suprapositio-
nen (Z. 5 uõv). Trema über Iota und Ypsilon. Punktförmiges Iota subscriptum.
Kappa A Z.1
Schlußsigma e Z.1 Tau ] letzte Z.
3. Z. v. u. Ypsion ~Ù Z2
473
Petrus Danesius
16. Jh. M.
Richtungslose, lockere Gebrauchsschrift, die bereits zu barocken Formen neigt. Über-
raschende Ligaturen und Oberlängen. Worttrennung.
Beta CS: Gamma Ta Delta Bai? 3. Z. v. u.
Eta W Z2 Tea Ọ Z7 P er 4&Zvu.
Tau ei 2.1
U
Alpha—Rho > 2.4 D poa ER
Epsilon—Xi A 2.5
Epsilon—Lambda d 2.13
y
Tep Z. 15
uiy ge 2.7
Phi—-Iota (DA 2.3
Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; daneben Verbindung von Buchstaben
und Spiritus mit Akzenten (auch Versetzung des Akzents um 1 Buchstaben nach
rechts, z.B. vjs [Z. 3]). Suprapositionen. Involvierungen. Trema über Iota und
Ypsilon.
Doppel-Pi rr 2.3
477
Ilerpog TnAtuaxog
Par. Coisl. 168, f. 300" (Taf. 271) a. 1355
1 Richtungslose, gedrängte Gebrauchsschrift mit maßvollen Ober- und reduzierten
Unterlängen, sowie überwiegend kleinformatigen Buchstaben. Ohne ästhetischen
Anspruch.
2 Beta C Z. 1 Beta [B 15. Z. v. u. Gamma F 2.4
Delta I 2.2 Epsilon "e Z.1 Eta „a Zi Xi k 2.2
gn T gi Phi @ 2.2 Pi A Z4
3 Epsilon—Rho Za letzte 2. Epsilon— Ypsilon d. Ss
Be 4 16. Z. v. u. Doppel-My mye 6.Z. v.u.
zën na OZ v.u TIXod Am 11. Z.v. u.
4 Akzente und Spiritus überwiegend abgesetzt, aber auch oft Verbindung von Buchsta-
ben und Spiritus mit Akzenten. Große wv-Kürzungsbogen. Suprapositionen. Trema
über Iota und Ypsilon. Punktförmiges Iota subscriptum nach rechts verschoben.
479
Ilerpog
Par. Suppl. 1274, f. 1” (Taf. 272) 10. Jh.
1 Senkrechte, lockere kalligraphische Minuskel mit proportionierten Ober- und Unter-
längen sowie geringem Majuskelanteil (Theta, Kappa, Lambda). Worttrennung.
Vereinzelt hochgezogenes Tau. Durchschnittliches Stilisierungsniveau. Nur partielle
Überschneidung mit der Perlschrift. Überschriften in versuchter konstantinopolitani-
scher Auszeichnungsmajuskel.
2 Alpha ou Z. I (Zählung ohne Titel) Gamma KA Z.I
Eta h 2.2 Theta o 2.2 Iota | 2.2 Kappa LG Ss
Kappa x zı7 Lambda A 2.4 Ny p letzte Z.
Pi mr 21 Rho D letzte Z. Tau T 2.6
Phi A 2.2
3 Alpha Zeta gi letzte Z. Epsilon— Iota d vorletzte Z.
em Gel 3. Z. eo pev pu vorletzte Z.
4 Spiritus in halbierter Eta-Form, aber auch eckig bzw. rund. Kleine, kuppenförmige
Zirkumflexe. Schrift stellenweise von späterer Hand nachgezogen.
179
480
Ilerpog
Par. Suppl. 1096, f. 101" (Taf. 273) a. 1070
1 Senkrechte, lockere, kleinformatige kalligraphische Minuskel mit durchschnittlichem
Stilisierungsniveau: Perlschrift. Großer Zeilenabstand und weitgehende Reduzierung
von Ober- und Unterlängen (Ausnahme Minuskel-Delta) mit Rücksicht auf die ek-
phonetischen Zeichen. Haupttitel in epigraphischer Auszeichnungsmajuskel, Titel und
Auszeichnungszeilen in alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel.
2 Delta INS 8,42.v.u Epsilon € a, letzte Z.
Zeta 4 b, 4. Z. v. u. Eta w b, letzte Z. Theta "© a, letzte Z.
Kappa *K. a, letzte Z. Rho e a letzte Z. Phi b b, letzte Z.
Chi x b, vorletzte Z. Omega co b, letzte Z.
3 Epsilon—Kappa Ex a, 8B. Z. v.u. wu AS b, Z. 1
e pri bZ24
4 Runde Spiritus. Tildenförmige Kürzungsstriche. Trema über Iota.
481
Ilerpog
Par. 118, f. 8" (Taf. 269) a. 1291
1 Senkrechte, kleinformatige, lockere Minuskel einer ungelenken Hand in fernem Nach-
klang der Perlschrift. Ober- und Unterlängen reduziert. Niedriges Stilisierungsniveau.
Unsichere Grundzeile.
2 Beta u 2.9 Zeta 2 2.6 Eta w Z1 Theta © Z.8
Kappa x Z.I Kappa L Z.5 Pi + letzte Z.
Rho ẹ Z.1 Phi ẹ Z8
3 Delta—Rho & letzte Z. Epsilon—Tau « 7.Z.v.u.
Epsilon—Ypsilon & Z.1 Pi—Rho mp 2.2
Tau—-Epsilon zb Z3
4 Akzente und (runde) Spiritus abgesetzt. Suprapositionen. Trema über Iota und
Ypsilon.
483
Iletpog
Par. 2812 A, f. 260° (Taf. 274) 15. Jh. E.
1 Rechtsgeneigte, lockere Gebrauchsschrift einer geübten Hand. Großer Zeilenabstand
(für die Interlinearversion). Unterlängen reduziert. Beschränkte Worttrennung.
180
Argent. 1899, f. 196" (Taf. 275)
1
Gamma Y Z: 3 Gamma í RAA A Zeta 4 ZS
Pi o 22 Rho e Z.2 Tau I) Z.2 Tau 7 letzte Z.
Phi $ 22 Phi P Z.4
Epsilon—My L- vorletzte Z.
Ge 2.3 pev p% Z. 4
Epsilon—Lambda 9 3 2 en.
Epsilon—Xi B Zi eto
Tep. Du 2.2
Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils verbunden. Suprapositionen. Trema oder
einfache Punkte über Iota und Ypsilon. Gelegentlich Iota subscriptum.
484
Ilerpog
a. 1523/24
Richtungslose, lockere, weitzeilige Minuskel niedrigen Niveaus. Angesichts des litur-
gischen Textes ist die Unfähigkeit zur Stilisierung bemerkenswert. Stark rechts
geneigte Elemente (Gamma, Ligatur Epsilon—Sigma, Pi) kontrastieren mit der
NW-SO-Diagonale, die durch Majuskel-Lambda mit großer Unterlänge, durch Ma-
juskel-Delta und Chi betont wird. Unsichere Grundzeile.
Beta 8 2.9 Gamma f 26 Deta MA Z5
A letzte Z.
Pi > u Pi =a zu Pi $ 22
EE S Z. 10
Epsilon—Rho Ze Epsilon —Sigma Es Ta ZW. W
Theta—Rho ` af 2.6 pe ` la
Zeta Si Theta & 3.2 v.u. Lambda
Alpha—Gamma Epsilon— Lambda
4. Z. v. u.
5.2.v.u.
4 Große, abgesetzte Akute und Graves; kleine giebelförmige Zirkumflexe, manchmal
nach rechts gedreht, sodaß sie sich links öffnen und dem Spiritus lenis ähneln. Auch
die Spiritus immer abgesetzt. Trema, gelegentlich einfacher Punkt über Iota und
Ypsilon.
486
‘Podirng
Par. 1612, f. 9 (Taf. 276) a 1493
1
In etwa senkrechte, lockere Gebrauchsschrift mit Unterscheidung von Haar- und
Schattenstrichen: Die Vertikalen, vor allem Iota, Kappa, Rho, Psi, sind verstärkt, die
181
Diagonalen dünn ausgeführt. Einzelne Buchstaben und Ligaturen übermäßig groß.
Ohne jeden ästhetischen Anspruch.
Alpha A Z.2 Beta 6 2.13 Theta 8 21
Theta Q 238 Kappa Ko 2.2
Chi Fa letzte Z.
Iota T 2.1
Lambda N 2.5
3 Alpha Theta a9 4.Z.v.u. Epsilon— Xi WE CR
Aen nor 4. Z. v.u. oo sp 2.10
teo Tr EE
4 Akzente und Spiritus weit abgesetzt. Zirkumflexe zum Teil als Bogen über 3 Buchsta-
ben. Involvierungen. Trema über Iota und Ypsilon.
488
Sebastianus Ducius
Par. 2691, f. 173° (Taf. 277) a. 1512
1 Rechtsgeneigte, weitzeilige, gedrängte, aber durch Worttrennung übersichtliche Ge-
brauchsschrift einer geübten Hand. Oberlängen entwickelt, Unterlängen eher redu-
ziert. Kein ästhetischer Anspruch.
2 Gamma f Z.1 Delta £ 2.1 Theta f 2.2
Xi f 2.8 Pi m letzte Z. Schlußsigma § Z.1
Psi np Zi Omega w Z.5
3 Alpha—Lambda Ki SZ v. DU Ki 2.8
Epsilon—Iota (mit Zirkumflex) d 2.3 Epsilon—Xi d Z. 14
Epsilon—Ypsilon & letzte Z. uev my 4 Z. v.u.
Rho—Omikron 9 Z.1l Tau—Alpha a Si
4 Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils Verbindung von Spiritus und Buchstaben
Par. 1431, f. 14” (Taf. 278)
1
mit Akzenten. Trema über Iota.
489
Zepyıog
11. Jh. E.
Leicht rechtsgeneigte, lockere kalligraphische Minuskel von recht mäßigem Stilisie-
rungsniveau: Perlschrift mit Anzeichen des beginnenden Kanonverfalls. Große Buch-
staben: Majuskel-Kappa, Iota, Phi. Zahlreiche Majuskeln: Epsilon, Theta, Kappa,
Lambda, Ny. Unsichere Grundzeile.
182
or
Gamma rv 2.2 Zeta A 2.4 Eta IL Z:
Kappa K, letzte Z.
Phi OG 10. Z. v.u,
Lambda A vorletzte Z. Ny wN Zi
Delta—Omikron e 2 4
Theta #— Zi
yey yer letzte Z.
Epsilon—Iota d 2.2 Eta—Ny law 3.Z.v.u.
x
wi G Z1 Ypsilon—Ny ww 3. Z.v.u.
4 Spiritus eckig bis rund; manchmal noch halbierte Eta-Form. Akute dünn und ziem-
lich flach liegend. Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. Ny-Kürzungsstrich am Zeilen-
ende (Z. 3); Kürzungsstriche sonst tildenförmig.
490
ZiAßeotpog ZupörouAog
Par. Coisl. 101, f. 101" (Taf. 279) a. 1445
1 Senkrechte, eher gedrängte, aber übersichtliche Gebrauchsschrift einer geübten Hand
mit maßvollen Ober- und Unterlängen sowie großem Zeilenabstand. Worttrennung
und weitgehende Buchstabentrennung. Im ganzen Eindruck der Regelmäßigkeit und
Adrettheit. Weist voraus auf die Druckminuskel.
2 Alpha à a,Z.2 Beta @ b, 6. Z. v.u. Gamma [ b,2.2
Epsion «© a 3.) Zeta E a,3. Z. v.u. Theta % b,Z.2
Lambda AX & Z.2 Sigma ( a, 2.3 Tau T b 2.1
Phi t b, Z. 2
3 Alpha—Rho 3 b, Z. 1 Epsilon— Xi A4 a, vorletzte Z.
- \
m HO bZ1 Epsilon—Rho $ a, letzte Z. wi ai?
xal d a, 7. Z. v.u. uev pw a, vorletzte Z. pev £ b, Z. 2
Stigma g a, vorletzte Z. TpL Yi b, vorletzte Z.
Ypsilon—Ny ww b, letzte Z. Ypsilon—Tau «r a, Z.1
ppo fs a, Z. 15
4 Akzente und Spiritus sorgfältig abgesetzt; selten Verbindung von Buchstabe und
Akzent. Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. Trema über Iota und Ypsilon.
491
ZiAßeortpog
Par. 30, f. 20: (Taf. 274) a. 1437/38
1 Rechtsgeneigte, lockere, unauffällige Gebrauchsschrift. Ohne ästhetischen Anspruch.
Großer Zeilenabstand. Reduzierte Unterlängen. Worttrennung.
2 Beta 6 22 Beta @ 2.2 zamma fg vorletzte Z.
Theta 9 2.5 Xi E letzte Z. Pi © Z.1
Phi 9 25 Pi ý zi
3 Epsilon—Xi ei Sep Sal a 3.Z.v.u.
xi è 23 uy Ww 2.6 Sigma Alpha Ia. vorletzte Z.
4 Akzente und Spiritus abgesetzt; gelegentlich Verbindung von Spiritus mit Akzenten.
Trema über Iota und Ypsilon.
492
Zuolvvıog
Par. 164, f. 172° (Taf. 280) a. 1070
1 Senkrechte, kleinformatige, lockere kalligraphische Minuskel von hohem Stilisie-
rungsniveau: Perlschrift. Großer Zeilenabstand. Ausgewogene Ober- und Unterlän-
gen. NW-SO-Diagonale durch Oberlänge des Minuskel-Delta und durch Epsilon—Xi-
Ligatur betont. Haupttitel und Marginalien in alexandrinischer Auszeichnungsmajus-
kel.
2 Alpha à Z1 Beta u Z.6 Delta Ki 2.3
Lambda + 2.5 Chi Xx letzte Z. Pa + Ze
Omega œ 2.1
3 Gamma—Omikron v 4. Z. v.u. Epsilon—Iota g 5. Z. v.u.
Epsilon—Lambda ÁA Z2 Epsilon—Xi vi 2.3
Doppel-Lambda AA Z.1 uev pp T.Zvu.
Ypsilon—-Iota U Z.1
4 Spiritus in halbierter Eta-Form oder eckig bzw. rund. Kleine, kuppenförmige Zir-
183
kumflexe.
184
493
Scipio Carteromachus
Par. 1045, f. 82" (Taf.281) a. 1501
1
Leicht rechtsgeneigte, unansehnliche, weitzeilige Gebrauchsschrift einer geübten
Hand mit reduzierten Ober- und Unterlängen sowie Vorliebe für spitze Formen.
2 Beta ß 10.Z. v.u. Gamma [ Z. 1 Delta 4 Z. 2
Xi f 2.2 Schlußsigma % letzte Z. Tau 1 vorletzte Z.
Phi @ 6.Z.v.u. Chi + 6.2.v.u.
3 Alpha—Rho $ 5.2. v.u. Delta—Iota ad 2.1
Epsilon— Kappa w Z.1 Epsilon— Xi 4 9.2.v.u.
Epsilon—Rho 9 2.2 Theta—Rho ` Se, Z. 12
Doppel-Lambda m 2.8 uev mw vorletzte Z.
uy gu 3.Z.v.u. Sigma—Alpha CG Zi
Tau—-Alpha la 2.9 Tau—Omikron P 33
4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; daneben Verbindung von Buchstaben,
Spiritus und Kürzungsstrichen mit Akzenten. Selten Trema über Iota.
494
ZoAouwv
Par. 83, f. 26" (Taf. 282) a. 1167
1 Senkrechte kalligraphische Minuskel in wechselnder Dichte aus der Zeit des Kanon-
verfalls: Reggio-Stil. Proportionierte Ober- und Unterlängen. Gegensatz von breiten
(Alpha, Beta, Lambda, My, Pi, Tau, Ypsilon, Phi) und schmalen Buchstaben (Delta,
Epsilon, Eta, Theta, Ny, Omikron, Rho, Sigma). Typische Ligaturen bzw. Juxtaposi-
tionen (vgl. Pal. Gr. Byz. 241 ff., bes. 256).
2 Alpha a. ZI Beta Lu 21 Gamma y Z.4
Eta X Z.1 Theta 4 2.2 Kappa 1< Z.1
My vu Zi Re pg Zi Xi & 27
Pi. "WE 22 Rho ez? Schlußsigma € 33
Taù et 29 Ypsilon U 33 Omega @ letzte Z.
3 Alpha—Phi aD 2.5 Delta—Omega N 2.1
Epsilon—Gamma y Z. 6
185
4 Runde bzw. eckige Spiritus. Kräftige Akute und Graves. Kleine, kuppenförmige
Zirkumflexe. Trema über Iota.
495
Zowpoviag
Par. 351, f. 28° (Taf. 280) a. 1389
1 Senkrechte bis leicht rechtsgeneigte, kleinformatige, lockere Minuskel mit gewisser
Verwandtschaft zum Hodegonstil. Weitgehende Buchstaben- und Worttrennung.
Charakteristische Epsilon-Ligaturen (Epsilon—Xi, Epsilon—Rho, Epsilon—Tau,
ferner Juxtaposition Tau—Eta; vgl. dazu JOB 29 [1980] 208).
2 Apha = 2.7 Beta B 21% Gamma f 2.6
Xi Ê Zvu. Ta T 23 Phi ® 24
Psi ap Te Zo Vei
3 Epsilon—Xi æ% 3.Z.v.u. Epsilon—Pi fe 2.3
Epsilon—Rho ee 2.4 Epsilon—Sigma €&7 2"
e Be im Eta-Rho pp Zi
Heu uch Z.12 nep dë 2.12 mpo De 2.6
Sigma—Theta ag 2.13 uns Tr 8. Z. v. u.
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Spiritus asper oft gedreht und nach oben offen.
Par. 1164, f. 25" (Taf. 283)
H
Doppelakzente (u&v). Suprapositionen. Trema über Iota und Ypsilon.
496
Zraudriog Kavaßobring
16. Jh. 2. H.
Richtungslose, lockere Gebrauchsschrift einer ungelenken Hand mit einigermaßen
proportionierten Ober- und Unterlängen. Niedriges Stilisierungsniveau. Verlust der
Grundzeile.
Beta 6 2.2 Beta Æ 2.2 Gamma y Z.1
Epsilon « Z.1 Epsion @ Z2 Zeta l 2.4
Eta E Si Eta n 22 Theta Q Zi
Kappa « Z.2 Ny y 2.2 Rho V 2.2
Tau d Z.1
Schlußsigma 6, letzte Z.
Phi p 2.3
Chi P vorletzte Z.
136
Par. 911, f. 311" (Taf. 284)
1
Par. Suppl. 241, f. 132" (Taf. 285)
1
<
Delta—Omikron
Heu AË: 2.5
Delta Pre An 2.1
XATA du
Omikron—Ypsilon
vorletzte Z.
y 2.4
Akzente und Spiritus abgesetzt. Kräftige Akute und Graves. Zumeist tildenförmige
Zirkumflexe. Selten Trema über Iota. Iota subscriptum.
497 |
Zrépavog
9. Jh. E.
Senkrechte kalligraphische Minuskel von durchschnittlichem bis gutem Stilisierungs-
niveau: Vorstufe der Perlschrift. Die starke Betonung der NO-SW-Diagonale - als
Kontrapost zur Vertikalen - durch Minuskel-Lambda und Epsilon-Ligaturen wirkt
sich durch ihre Unregelmäßigkeit in der Neigung ungünstig auf das Schriftbild aus.
Eta h 2.1
Xi-Ligaturen fallen auf.
Lambda A 2.3
Phi P 2.5
Zeta i 2.3
Rho p Käl
Alpha—Xi Ké 2.4 Epsilon—Iota d Z. 1
Epsilon—Xi KR Z. i Epsilon—Xi 63 2.13
xal S ZU uey p 2.10
Spiritus in halbierter Eta-Form. Winzige Zirkumflexe. Ny-Kürzungsstrich am Zeilen-
ende. Trema über Iota.
498
Zrepavog
10. Jh. M.
Senkrechte kalligraphische Minuskel hohen Niveaus im Kirchenlehrerstil (minuscule
bouletée). Keulenförmige Verdickungen und Betonung von Schattenstrichen. Scrip-
tura continua. Großer Zeilenabstand. Überschriften in konstantinopolitanischer Aus-
zeichnungsmajuskel (vgl. Pal. Gr. Byz. 191 ff. und 204f.).
Zeta 2
Xi 3,
Psi + b, 6. Z. v. ü.
a,2.8 Eta lw 2.2.2 k nz
Xi BW nicht auf der Tafel
Kappa
b, 2.5
137
3 Delta—Iota du a,2.2
Epsilon—Xi ch b, Z. 2
4 Spiritus in halbierter Eta-Form bzw. eckig. Akzente durchwegs zart; Akute und
Graves bisweilen sehr flach liegend. Winzige Zirkumflexe. Trema über Iota.
Epsilon—Gamma Kr a,5.2.v.u.
499
Zrepavog
Par. 724, f. 20" (Taf. 286) a. 974
1 Senkrechte kalligraphische Minuskel aus dem Bereich der Perlschrift mit starker
Betonung von Haar- und Schattenstrichen (insbesondere bei Alpha, Eta, Kappa.
Lambda, My, Pi). Sehr frühe Fettaugenspuren (Omikron, Sigma). Mittleres Stilisie-
rungsniveau.
2 Alpha DL b,21 Dala Do azi Epsilon E 3,2. 1
a, Z. 3 Theta A
Zeta ‘ b,2.3 Eta h
Lambda A a, 2. 11 My Ja b, 2.8
Rho P b, 2.2 Ypsilon U) az? Phi
Pi + azs
3 Gamma—Lambda TA
a, Z. 9
a, Z. 14
Xi lý a, vorletzte Z.
lan a, Z. 3
Ka b, Z. 5
Epsilon—Iota E a, 2.7
Omega © 423
a, Z. 10 eyt
Epsilon—Zeta
ent da b,2.6
Epsilon— Ypsilon X b,5. Z. v.u.
Epsilon—Phi > a, 2. 12 Theta—Epsilon WË a,2.6
vm S b6Zvu Doppel-Lambda ZA 62.1
Tet ng b, 4. Z. v. u. Pi—Omikron NP a, 13. Z. v.u.
Doppel-Tau
Ty b, Z. 14
4 Runde, manchmal eckige Spiritus. Zierliche Zirkumflexe. Tildenförmige Kürzungs-
striche. Selten Trema über Iota.
Rho—Omikron £? a,2:.2
500
Zrecpavog
Par. 549, f. 34’ (Taf. 287) 13. Jh. 4. V
1 Richtungslose, gedrängte Gebrauchsschrift. Die zahlreichen Vertikalen (vielmehr
leicht rechtsgeneigten Hasten) von Gamma, Iota, Kappa, Tau, Phi, denen sich
188
verschiedene Ligaturen anfügen (z.B. Epsilon—Iota, Epsilon—Rho, Tau—Rho
u.a.), bestimmen das Schriftbild und erwecken den Eindruck des horror vacui von
seiten des Kopisten. Das Element dieses eigenartigen Stilisierungsversuches ist das
(langgezogene) Rechteck (z. B. im Beta, Doppel-Lambda, Doppel-Pi, Phi). Fettau-
genspuren: Omikron, Sigma, Omega.
4 Beta Ê Zi Epsilon E 2) Zeta Z2
Tu ] Zi Phi Bd zı
3 Alpha—Xi k 2.3 Epsilon—Iota 1 2.8
lota— Alpha BL» 2.8 Doppel-Lambda L 2.3
uev kg Zí eTa mi Kä Pi—Omikron P 2.3
er ] 2.19 Tau—Rho P 2.2
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Kleine kuppenförmige Zirkumflexe, wesentlich grö-
Bere »v-Kürzungsbogen. Juxtapositionen. Gelegentlich Trema über Iota.
501
Zreopavog
Par. Suppl. 599, f. 67" (Taf. 283) a. 1308
1 Richtungslose, gedrängte, raumsparende, kürzungsreiche Gebrauchsschrift, wie bei
fachwissenschaftlichen Scholien üblich (horror vacui). Ohne ästhetischen Anspruch.
2 Beta ® Z.5 (Zählung ohne Interlinearversion) Beta @ 4. Z.v.u.
Gamma r Z.I
Alpha— Kappa NL 4. Z. v.u.
Epsilon—Xi ep vorletzte Z.
Epsilon—lota f Sa
Epsilon—Chi Ze 2.6
Sigma— Ypsilon C 2.5
CA
uy Ae 2.6 ne D 2.2
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Trema über Iota.
502
Zreopavog
Par. 2988, f. 230“ (Taf. 288) 14. Jh. 3. V.
1 Senkrechte, kleinformatige, lockere Minuskel einer geübten Hand mit mäßigem Stili-
sierungsniveau. Oberlängen ausgeprägt, Unterlängen reduziert. Durch ausreichenden
Zeilenabstand insgesamt übersichtlich. Wort- und Buchstabentrennung wenig ent-
wickelt. Spuren von Fettaugen (aufgeblähtes Sigma und Omikron).
189
Alpha E? z.4 Gamma r Z2 Gamma f 23
Delta N Zi Zeta Ê Z5 Zeta 10. Z. v.u.
Eta » 2) Ny w» 26 Xi 2 zu
Pi w Z8 Rho p Z1 Phi $ 11 Z. vu.
Phi Bi 4. Z. v. u. Psi 4 Z.12 Omega w Z.I
Epsilon—Iota 4 Z.3 Epsilon—Iotta € letzte Z.
Epsilon—Phi =: 2.2 Theta—Rho + Zv. u.
wi K, 10.Z. v.u.
Pi—Lambda A Z.2
Kappa—Omikron na Z. 1
~
Pi—Omikron ~me 2.
Sigma—Alpha oa 2.13
4 Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils Verbindung von Buchstaben und Spiritus
mit Akzenten. Tildenförmige Zirkumflexe. Trema über Iota und Ypsilon. Iota sub-
scriptum (von 1. Handi".
504
Ztepavog
Par. 317, f. 39" (Taf. 289) a. 1533
d
In etwa senkrechte, großformatige, lockere Minuskel niedrigen Niveaus in später
Nachahmung der Perlschrift. Proportionierte Ober- und Unterlängen. Großer Zeilen-
abstand mit Rücksicht auf den liturgischen Gebrauch.
Beta o b;7. Z. em Gamma V a, Z. 10
Epsilon E a,7.Z.v.u. Zeta 4 b, vorletzte Z.
Theta =: a, Z.1 Theta CH a, 4. Z. v. u.
Ny az) Ny N a,2.4
Eta N 223
Pi 77 b, Z. 1 (Zählung ohne Überschrift)
Phi A b, 4. Z. v. u.
Schlußsigma er b,Z.3
190
Epsilon— Lambda A b, SS
Epsilon— Lambda bA a, Z. 1
3
Epsilon—Xi 63 b,5.Z.v.u. Epsiin fi Pr 627
Epsilon—Rho de a, 2" Doppel-Lambda F a, vorletzte Z.
Pi—Omikron 77O b, vorletzte Z. Rho— Omikron e9 a, 2.6
Ypsilon—Iota Y b, Z. 10 Phi—Rho i b, 2.2
4 Akzente und Spiritus abgesetzt.
505
Zrpathyros
Par. Coisl. 206, f. 333" (Taf. 290) 11. Jh.
1 Leicht rechtsgeneigte, lockere, zierliche kalligraphische Minuskel aus dem Bereich der
Perlschrift. Maßvolle Ober- und Unterlängen bei großem Zeilenabstand. Vereinzelt
weit hochgezogenes Tau. Beachtlicher Anteil an Majuskeln (Beta, Epsilon, Zeta, Eta,
Theta, Kappa, Lambda, Pi, Sigma). Durchschnittliches Stilisierungsniveau. Die
Schrift erinnert an den Cod. Vind. Suppl. gr. 7 (Platon). Haupttitel in plumper
epigraphischer Auszeichnungsmajuskel.
2 Beta E Z.4 (Zählung ohne Überschrift) Gamma Le 2.8
Epsilon E 6. Z. v. u. Zeta D 6. Z. v. u. Eta w Z.1
Theta # Z.2 Iota I 3.Z.v.u. Kappa K Z.2
Schlußsigma c Z. 4 Tau T Z.1 Phi A 2.2
3 Gamma—Omikron > 2.3 Delta—Ita D 21
Epsilon—Lambda 6A 5:Z.v.u. Epsilon—Ny bw vorletzte Z.
Epsilon—Xi S Z. 4 em Be? Zi
Epsilon—Phi ch 2.7 uev aiw 2.2
Lambda—Omikron Le 23 Rho—Iota e 2.4
on af letzte Z. Sigma—Phi ch 2.6
Tau—Omega To letzte Z. Ypsilon—Pi ar 2.3
4 Spiritus eckig oder rund. Akzente zart und weit abgesetzt. Sehr kleine, kuppenför-
mige Zirkumflexe. Suprapositionen. Iota adscriptum (auf anderen Folien).
191
506
ZruAuavög
Par. 781, f. 19" (Taf. 291) a. 939
1
Senkrechte kalligraphische Minuskel mit weitgehender Worttrennung: Perlschrift.
Mittleres Stilisierungsniveau. Bescheidene Ober- und Unterlängen. Überschriften in
versuchter alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel.
2 Beta U b,4.Z.v.u. Zeta g a 6 3 ve o
Eta k a, Z. 1 (Zählung mit der Minuskel beginnend)
Theta #- b, letzte Z. Kappa UÙ a,Z.2 Pi mr 121
Pi Bd 56.2 vu.
3 Epsilon—lota d #21 xat S SBS vw
Doppel-Lambda + b, 12.2. v.u.
4 Spiritus in halbierter Eta-Form. Zarte Akzente.
506 bis
Zuuewv Kaddıdvöpng
Vind. Suppl. 107, f. 3" (Taf. 292) a. 1283
1 Leicht rechtsgeneigte, archaisierende Minuskel mit gutem Stilisierungsniveau, nur
fallweiser Annäherung an Gebrauchsschrift. Maßvolle Ober- und Unterlängen. NW-
SO-Diagonale durch Oberlänge des Minuskel-Delta und durch Majuskel-Lambda,
SW-NO-Diagonale durch die Ligaturen Rho—Omikron und Rho—Omega betont.
Herzförmiges Beta, dreierförmiges Zeta. Spuren von Fettaugenelementen (Zeta, Xi,
Rho, Ypsilon). Überschriften und Initialen in epigraphischer Auszeichnungsmajuskel.
Inhaltsverzeichnis in alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel.
2 Beta ß a, vorletzte Z. Delta S b, Z. 1 Eta nn 3,21
Theta © a‚Z.7 Ypsilon ac a,3.Z.v.u. Omega cC b,Z.3
3 Alpha-Rho ap b,4. Z. v.u Delta—Iota 9 bh Im
Epsilon—Kappa 6K a,Z.2 Epsilon— Lambda Gr b, 2.3
Epsilon—Xi & a, 2.3 Epsilon—Pi E 38.2 v.u.
Epsilon—Tau œ 3,23 vi E b6.Z vu.
vv mp a,Z2.4 Rho—Omega ` Ges ai?
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. Doppelakzente.
Vereinzelt Verbindung von Akzent mit Spiritus (03 b, Z. 4) sowie von Kürzungsstri-
chen und Akzenten (auf anderen Blättern). Iota subscriptum.
Par. 1004, f. 52° (Taf. 292)
1
Par. 1083, f. 72” (Taf. 293)
1
m
Lë
507
Zuuewv Kapvavıog
16. Jh. 3. Drittel
Stark rechtsgeneigte, lockere Gebrauchsschrift einer geübten, schnell schreibenden
Hand mit Neigung zu barocken Schnörkeln. Proportionierte Ober- und Unterlängen.
Großer Zeilenabstand. Worttrennung. Ohne ästhetischen Anspruch.
Alpha ou 2.5 Beta P 2.9 Gamma A 2.7
Delta A Z.1 Epsilon A 2.3 Zeta ł Z. 3
Eta u 2.1 Theta 7 2.2 N v Z.I Pi ar 26
Rho e 2.2 Sigma C Z. 1 Sigma C letzte Z.
hi X 23 Psi $ 28
Alpha—Rho % Z. | ele ai 2.2 Epsilon—Ista @y 23
Epsilon—Xi cl 8. Z. v. u. Epsilon—Omega eo 2.2
pev of vorletzte Z. uep eh 2.4 oul di 6. Z. v.u.
TAL 2) 2.5
Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; gelegentlich Verbindung von Buchsta-
ben mit Akzenten, wobei der Akzent auch mit dem folgenden Konsonanten verbun-
den wird (z.B. Z. 2 &w$ıvfs). Tildenförmige Zirkumflexe. Suprapositionen. Trema
über Iota und Ypsilon. Punktförmiges Iota subscriptum (auf anderen Folien).
508
Zunewv
16. Jh. 3. V.
Richtungslose, lockere, kürzungsreiche Gebrauchsschrift einer eigenwilligen, aber
undisziplinierten Hand. Horizontale (Querbalken des hochgezogenen Tau, wv-Kür-
zungsbogen und andere Kürzungen) und Diagonalen (vor allem ausfahrende Unter
längen von Chi und Rho) streiten gegeneinander und erzeugen ein unruhiges Schrift-
bild. Verlust der Grundzeile.
Beta É 2.6 Gamma F` letzte Z. Delta © 2.3
Epsilon é Z.1 Eta rn Zi Theta $ 2.3
Xi : 2.9 Rho (e 2.2 Tau = Z.3 (Kennbuchstabe!)
Tu T 26 Phi Q Z. 10 Chi A 2.4
193
3 Epsilon—Iota ? Z. 10 xal = 2.6 oda S 2.12
KH "Za vorletzte Z.
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Zum Teil große wv-Kürzungsbogen.
509
Zweppöviog
Par. 1572, f. 196" (Taf. 294) 14. Jh.
1 Richtungslose, kleinformatige, lockere Gebrauchsschrift ohne Besonderheiten. Weit-
gehende Wort- und Buchstabentrennung. Hochgezogenes Gamma und Tau. Nur
sporadisch Kürzungen.
2 Gamma ZX" Epsilon e Zi Epsilon «© Z.4
Zeta Q Z1 Theta 4 Z.1 Xi 2 zı1
Pi a 2.3 Rho p 2.1 Tau T 2.3
Phi $ Z4
3 Epsilon—Gamma & Zvu Epsilon—Kappa k 2.12
Epsilon— Sigma & 2.3 Epsilon— Ypsilon & 2.4
/
xal S 2.6 TAR wc 2.6 Pi—Tau ar 8Z.v.u.
oro wo Den. zehn fo 2,12
4 Durchwegs abgesetzte Akzente und Spiritus. Spiritus asper manchmal gedreht und
nach oben offen. Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. Trema über Iota und Ypsilon.
510
Zweppöviog
Par. 408, Verso (Taf. 295) a. 1418
1
Leicht rechtsgeneigte, schwungvolle kalligraphische Minuskel mit großer Nähe zum
Hodegonstil. Charakteristisch sind - neben den Überschreitungen des Schriftspiegels
- das breite, wannenförmige Omega und die Ligatur de, die insbesondere bei Joasaph
II wiederkehren, ferner die Epsilon-Ligaturen (Epsilon—Rho, Epsilon—Tau, Epsi-
lon—Ny). Das Einschieben übergroßer Buchstaben beeinträchtigt kaum den Ein-
druck einer disziplinierten Schrift. Wie in den liturgischen Rollen des Joasaph II
finden wir auch hier den Duktuswechsel zwischen den vom Priester gesprochenen
Texten mit den „ekstatischen“ Hodegon-Formen und den Responsionen des Volkes
bzw. der &punvei« in einer versuchten alexandrinischen Auszeichnungsmajuskel. Platz-
194
sparend, mit zahlreichen Kürzungen und wiederholt hochgezogenem Tau (und
Gamma) wirken diese Partien mehr senkrecht gegenüber dem anderen Duktus. Vgl.
dazu JÖB 29 (1980) 204f. 208f. und Abb. 15. 16.
2 Alpha DD Z7 Beta © zı Delta A Z. 10
Zeta ` ? H Z. 11 Zeta l vorletzte Z. Xi 2 ZEN
Tau | AE: Omega GJ 2.9
3 Alpha--Theta ag nicht auf der Tafel Alpha—Xi a3 letzte Z.
def 3 2.5 Delta—Omikron N 2.10
Epsilon—Kappa Kä Epsilon— Sigma E Z. 1
Epsilon—Tau e` SZ eo ep Zi 6. Z, eu
2.6
Ypsilon—Iota sl Ypsilon—Sigma LC 2.6
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Suprapositionen. Wiederholt Trema über Iota und
Ypsilon.
511
Týévios TaßpiAAog
Par. 1313, f. 231" (Taf. 296) 16. Jh. 1. H.
1 Leicht rechtsgeneigte, lockere, weitzeilige, mit unzureichenden Mitteln archaisierende
Minuskel in später Nachfolge der Perlschrift.
2 Beta B 2.3 Gamma r Z6 Epsilon & 2.7
Zeta ? 6. Z. v. u. Theta H Z.9 Lambda la Z. 5
Xi 4 2.8 Pi sr "ären Pi or letzte Z.
Rho p ste? ` Tau 7 letzteZz. Phi Ẹ letzte Z.
Omega co 2.5
3 Epsilon—lota d 2.5 Epsilon—Xi 2 9.Z.v.u
Epsion—Pi © 27 E ie É ER
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Trema über Iota und Ypsilon.
195
512
“Yaxıvdog
Par. 1566, f. 167" (Taf. 297) 14. Jh. A.
1 Senkrechte, lockere, archaisierende Minuskel in der Tradition der Perlschrift. Unter-
durchschnittliches Stilisierungsniveau. Die nach Art der Fettaugenmode aufgeblähten
Majuskel-Theta- und Majuskel-Epsilon-Formen sind nicht in das Schriftbild inte-
griert (sollte das Absicht des Kopisten sein, da es sich zumeist um Gei: und dessen
Wortfamilie handelt?). Der nach dem Kanonverfall eingetretene Gegensatz zwischen
Groß- und Kleinbuchstaben macht sich durchaus bemerkbar; vgl. z.B. schon die
dauernd wechselnde Höhe der „Mittelbau“-Buchstaben. Auch die schwankende
rundzeile dürfte nicht nur auf das gewellte Pergament und den optischen Effekt
zurückgehen. Auch die Juxtapositionen der übergroßen Buchstaben - hier vor allem
Theta und Epsilon - gehören zu den Merkmalen des Kanonverfalls. Überschriften in
einer versuchten alexandrinischen Auszeichnungsmajuskel. Gesamttitel und Initialen
in einer schwachen Spätform der epigraphischen Auszeichnungsmajuskel.
2 Delta Ò` 2.6 Zeta l Z.13 Lambda A 2.18
My Sax 4 Xi K Z. 14 Omega c-D Z5
Omega DD 2.6
3 Alpha-Theta aQ- 8.Z. v.u. o JAP 2.10
Doppel-Gamma YY Z. It Epsilon—Alpha Aa Z.10
Epsilon Xi X vorletzte Z. Theta—Epsiln &&- 2.7
uy Men vorletzte Z. Pi—Lambda Kate 7.2.v.u.
po RL) 2.2 Rho—Omikron Da 2.18
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Spiritus teils rund, teils eckig. Winzige Zirkumflexe.
Suprapositionen. Vereinzelt Trema über Iota. Verschiedentlich Iota subscriptum.
513
Federicus Morellus
Par. 583, f. 174° (Taf. 298) a. 1596
1 Rechtsgeneigte Gebrauchsschrift einer westlichen Gelehrtenhand mit deutlicher
Worttrennung und großem Zeilenabstand. Kräftige Akzente.
2 Beta 6 23 Beta B Za Delta A 23
Epsilon € Z.1 Zeta l 2.8 Eta w 24
Xi $ Z.7 Schlußsigma f Z.3 Tau 7 2.4
Phi Q Zi hi X Zvu
196
3
4
Par. 1853, f. 400" (Taf. 299)
1
2
3
4
Par. Suppl. 1031, f. 15° (Taf. 300)
1
Gamma—Epsilon ` Zë 2.3 Epsilon— Ypsilon su 5. Z. v. w
A uev pe 2.8
xal 7 2.3
opat F 4.Z.v.u. Tau—Rho CG 2.5
Akzente und Spiritus abgesetzt. Iota subscriptum.
Rho—Omikron e9 Z. 10
514
Sıadıriöng
14. Jh. Anfang
Richtungslose, eher dichte, zu Rundungen neigende Gebrauchsschrift mit einigen
ausgeprägten Oberlängen (hochgezogenes Tau, Phi, Majuskel-Sigma) und reduzierten
Unterlängen. Starker Gegensatz von Groß- und Kleinbuchstaben. Unregelmäßige
Verdickungen bei Buchstaben des „Mittelbaus“. Geringer Zeilenabstand.
Beta E Z.9 Gamma F 23 Delta © 2.13
Epsilon & 2.11 zi % zu
Chi x Zi Pi + 5.2. v.u.
Epsilon—Pi 15.Zv..u. Zeta—Omikron (9 SZ eu
Tau Fe 2.10
vv LAW 10.2. v.u.
Sigma—Theta aA Z.5
Omikron—Ypsilon Se letzte Z.
Phi—Rho E Z.6
Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; daneben Verbindung von Buchstaben
und Spiritus mit Akzenten. Breite, tildenförmige Zirkumflexe. Doppelakzente (äv).
Trema über Iota und Ypsilon.
515
Pidınrog Zuönponpdrng
15. Jh. 2. H.
Senkrechte, kleinformatige, eher lockere Gebrauchsschrift einer geübten Hand. Verti-
kale (Phi, Psi, Zeta, auch hochgezogenes Tau) und NO-SW-Diagonale (Minuskel-
Lambda, Chi, Unterlängen des Gamma, Oberlängen von Epsilon und Eta) bestimmen
das Schriftbild, das eher unharmonisch wirkt. Großer Zeilenabstand erleichtert die
Übersicht. Überschriften in epigraphischer Auszeichnungsmajuskel.
Beta S 7.Zvu. Beta vw BS ven. Gamma y 2.2
Zeta ( 2.10 Eta a 2.2 Eta 4 T.Z. v.u.
Theta 9 Z.2 Xi 3 2.1 Rho e 22 Phi & 2.3
Psi + 711
aya Za letzte Z. Alpha—Phi ab 5.2. en
yàp 2? 4.7 Delta—lota N 2.7
Epsilon—Lambda A vorletzte Z. m Çh 2.11
em en 7T.Zvu Epsilon— Tau G 2.10
Epsilon—Ypsilon GE letzte Z. Ae ee 2.4
DE. ` ` ve ZU UET e 2.5
Rho—Omikron ep 7. Z. v. u. Doppel-Tau A 3.2.v.u.
Ypsilon—Sigma w letzte Z.
Z.
Phi—Rho g 1
Akzente und Spiritus abgesetzt. Kleine Zirkumflexe, manchmal nach rechts verscho-
ben. Involvierungen (auf anderen Folien). Gelegentlich Trema über Iota und Ypsilon.
516
@idınrog
Par. Coisl. 365, f. 13° (Taf. 300) a. 1520
1
2
Richtungslose, großformatige, kräftige Gebrauchsschrift ohne ästhetischen An-
spruch.
Alpha A Z. 2 (Zählung einschließlich des Titels)
Delta > 2.4 Zeta 4 2.8 Lambda A 2.2
a ES Ss Pi zy 22 Tu | 22
Phi Ọ Z2 Bei + 2.5
Alpha—Theta o letzte Z. Epsilon—lota d 2.7
Q za
Eta—Ny Ww 2.2 xar Ei e SZ vn
Epsilon—Ny Epsilon— Ypsilon Sg 2.2
Akzente und Spiritus abgesetzt. Spiritus asper nach oben offen. Mit der Spiritusset-
zung tut sich der Kopist schwer (vgl. Z. 5f. vogpav; 5. Z. v. u. éæðtňc). Tilden- und
kuppenförmige Zirkumflexe. Regelmäßig Trema über Iota und Ypsilon.
198
517
Flaminius Priamus
Par. Coisl. 373, f. 88" (Taf. 301) a. 1596
1 Richtungslose, lockere Gebrauchsschrift der geübten und flüchtigen Hand eines
Nicht-Griechen. Deutliche Worttrennung. Großer Zeilenabstand.
Gamma nz Z. 4 Epsilon € Z.1 Eta a Z.1
Theta $ 2.1 Iota d 2.2 Kappa X, 2.4
Pi = 42.vu. Schlußsigma f 2.2
Alpha—Rho 4 2.6 Epsilon—lota CH vorletzte Z.
Pi—Rho SC 8 2 en Tau—Alpha fy letzte Z.
Phi—Alpha ` da vorletzte Z. Chi—Omikron Ka 28 eu
Akzente und Spiritus überwiegend abgesetzt, jedoch auch wiederholt Verbindung
4 H
von Buchstaben mit Akzenten. Tildenförmige Zirkumflexe. Iota subscriptum.
518
Franeiseus Bernardus
Par. 2960, f. 94" (Taf. 302) a. 1491
1 Senkrechte, weitzeilige Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Oberlängen (hochgezoge-
nes Tau, Epsilon—Xi, Epsilon—Rho, Zeta). Worttrennung. Sonst unauffällig.
2 Beta @ Z.1 (Zählung ohne Titelzeile) Beta u 2.9
Gamma r Z1 Delta ð 2.3 Delta > 2.8
Zeta V 2.13 Eta u 2.1 Theta H 2.9
Lambda 4 2.1 Xi 3 LL. Z, Vo Rho e 2.1
Schlußsigma € 2.1 gan T aAa: hi 7 3Zvu
3 Alpha (Gamma oy 2.7 Alpha—Rho ? 2.5
Epsilon—Lambda % 2.9
Kreien 31 d 2.10
Epsilon—Iota q Zi
Epsilon—Ny Go letzte Z
Epsilon—Rho 5 Ss Aen Mu 7?
uev fi 2.8 Omikron—Ypsilon g 2.4
Sigma Theta al ` 25 Tau—Alpha @ ze
199
4 Akzente und Spiritus überwiegend abgesetzt; daneben häufige Verbindung von Buch-
staben und Spiritus mit Akzenten. Kräftige Akute und Graves, fast senkrecht ste-
hend. Trema über Iota und Ypsilon. Iota subscriptum.
519
Franciscus Rholandellus
Par. 1993, f. 10° (Taf. 303) a. 1485
1 Leicht rechtsgeneigte bis richtungslose Gebrauchsschrift eines Nicht-Griechen mit
schulmäßigem Duktus. Hochgezogenes Gamma und Tau mit Ober- und Unterlängen
bestimmen das Schriftbild.
2 Bea RM 23 Gamma T A i Zeta f 2.3
Theta Ê z.2 My j 2.2 Xi f 29 Rho e Z1
Schlußsigma (!) e Z.1 Tau $ 2.1 Phi D 4:2
3 Alpha—Ny au 4. Z. v. u. Epsilon—lota a 3. Z. v.u.
èni Got 8. Z. v. u. uev pn.” 2.2
4 Spiritus und Akzente abgesetzt. Spiritus asper wiederholt in halbierter Eta-Form (!)
geschrieben. Gelegentlich Trema über Iota.
520
Franciscus Philelfus
Vat. lat. 1790, f. 157” (Taf. 304) a. 1461
1 Senkrechte, lockere Schrift der geübten Hand eines Nicht-Griechen. Trotz Bemühung
um die Stilisierung im Sinne runder Buchstabenformen bleibt der Eindruck schulmä-
Biger Ausführung. Wort- und Buchstabentrennung. Ober- und Unterlängen treten
gegenüber dem kräftigen „Mittelbau“ zurück.
2 Alpha a Zi Gamma r Zi Gamma F vorletzte Z.
Zeta Z z3 Eta H 2.2 Lambda À Z.2 My au Z1
Ny N Zi Ny P 21 nit zı Xi vorletzte Z,
Tau i letzte Z. Ypsilon y Z. 1 Phi dh 2.3
Psi "e 2 Z. v. u. Omega @ Z.2
3 Epsilon—Iota d Z.5 Rho—Omikron Bn 22
oe AP Z4 Phi—Omikron KK letzte Z.
4 Abgesetzte Akzente; maßvolle, teils tildenförmige Zirkumflexe. Spiritus in halbierter
Eta-Form (Archaismus!). Gelegentlich Trema über Iota und Ypsilon. Iota subscrip-
tum.
200
521
Xapirwv
Par. Suppl. 1316, f. op (Taf. 301) 11. Jh. E.
1
Leicht rechtsgeneigte, lockere kalligraphische Minuskel durchschnittlichen Stilisie-
rungsniveaus: Perlschrift. Vorliebe für Breite und Rundungen. Man hat den Eindruck
des zerfließenden Kanons. Geringer Zeilenabstand im Vergleich zur Größe des „Mit-
telbaus“. Überschriften in alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel.
2 Eta ha 23 Kappa K 9.2. v.u. P or Ai
Psi AJ 2.6
3 Alpha—Gamma q 2.4 you var 10. Z. v. u.
Epsilon—lota g 2.2 Epsilon—Xi E Z. 1
Epsilon—Pi dx 2.6 Eta—Ny bw 8Z. v.u
4 Spiritus in allen möglichen Formen. Winzige, kuppenförmige Zirkumflexe. Vereinzelt
Trema über Iota (auf anderen Folien).
522
Xapitwv ("Oönyi@v)
Par. 311, f. 1“ (Taf. 305) a. 1336
l
Leicht rechtsgeneigte, lockere, schwungvolle kalligraphische Minuskel mit gut pro-
portionierten Ober- und Unterlängen sowie ausgewogenen Diagonalen (Majuskel-
Alpha, Minuskel-Delta, Minuskel-Epsilon mit Ligaturen, Minuskel-Lambda, Chi).
Neigung zu ausfahrenden Längen. Hodegonstil. Überschriften in epigraphischer Aus-
zeichnungsmajuskel. Zu Chariton vgl. JÖB 29 (1980) 199ff., bes. 202f. u. Abb. 13. 14.
Alpha KH a, Z. 1 Beta & a, Z.1 Gamma V a,2.2
Epsilon E az? Epsilon C— a, 2.2 Zeta R a, 4. Z. v. u.
Theta O azo Theta = b, 2.9 Ny Li a, 2
Sigma C a, vorletzte Z. Tau T a, Z. i Omega CO a, Z. 5
Omega CD a, 6. Z. v.u.
201
oc
dpog nicht auf der Tafel Epsilon—lIota b, 2.3
3
Epsilon—Ny Cu a, letzte Z. Epsilon—Xi Se b, 2.8
Epsilon—Xi b, 8. Z. v. u. Epsilon—Rho a, 2.8
eTo q b, 2.1 Eta—Sigma HS a,2.5
Theta—Eta Ar b, 3.2. v.u.
N
xal I nicht auf der Tafel Omikron— Ypsilon n b; 8; ZW. i
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Suprapositionen. Trema über Iota (und Ypsilon).
524
Xprotóðovioç
Par. 1068, f. 128° (Taf. 306) a. 1044
1 Rechtsgeneigte bis richtungslose, eilige Minuskel von niedrigem Stilisierungsniveau.
Worttrennung. Neigung zur Überschreitung des Schriftspiegels am linken Rand.
Verlust der Grundzeile. Überschriften, Marginalien und Inhaltsverzeichnis in ver-
suchter ulexandrinischer Auszeichnungsmajuskel. Wechselnder Duktus. Zahlreiche
Majuskeln (Alpha, Eta, Theta, Kappa, Lambda, Ny).
2 Alpha `~ 12. Z. vu. Alpha & Z.1 Zeta 73 1.2.vu.
Kappa k% 2.12 Kappa Ze Z.4 Xi L Z. 11
Phi G Z. 1
3 Alpha—Chi Sr 21
Gamma—Alpha y letzte Z.
wy ypy 23 Delta—Epsilon dẹ Z.ı
Epsilon—Xi & vorletzte Z. m Wr 28
Doppel-Lambda IH 2.3 uv pw 2.3
uev HIE 10. Z. v.u. Sigma—Epsilon aSs- letzte Z.
Tau—Omikron 72 2.2
4 Spiritus in allen drei Formen wechselnd. Spiritus asper gedreht und nach oben offen.
Sehr kleine, kuppenförmige Zirkumflexe, oft nach rechts verschoben.
327
Xwpıxdpıog
Par. 426, f. 5" (Taf. 306) 15. Jh. 2. H.
1 Senkrechte, weitzeilige Gebrauchsschrift einer nicht ungeübten Hand ohne ästheti-
schen Anspruch. Ausgeprägte Oberlängen (hochgezogenes Gamma und Tau), redu-
zierte Unterlängen. Kräftige Akute und Graves. NW-SO-Diagonale durch Majuskel-
Alpha unterstrichen. Worttrennung. Initialen in plumper epigraphischer Auszeich-
nungsmajuskel.
2 Alpha X Z4 Gamma [ 2.8 Epsilon « Z.1
Theta A ZA Ny v Z1 gan T 28 Phi $ Zi
8 aya aby letzte Z. Alpha—Rho % Z.3
Epsilon—Iota a A Epsilon—Xi A 2.7
Epsilon—Rho d vorletzte Z. xat A vorletzte Z.
ueu pey ZA Stigma g 2.2 Tau—Rho Te 2.2
Ypsilon—Iota y 2.3
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Kleine Zirkumflexe. Suprapositionen von Tau.
Trema über Iota und Ypsilon.